DE30951C - Verfahren zur Reinigung von geschmolzenem Eisen mittelst Bleiamalgams - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von geschmolzenem Eisen mittelst Bleiamalgams

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DE30951C
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amalgam
lead amalgam
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• J. E. ATWOOD in Brooklyn, Amerika
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Diese Erfindung bezweckt die Herstellung eines mit Bezug auf die Spannkraft, Biegsamkeit und Dichtigkeit des Kornes verbesserten Metalles.
Um diese Erfindung auszuführen, wird zuerst eine Mengung von Quecksilber und Blei hergestellt, deren Verhältnifs von der Qualität des zu erzielenden Productes abhängt.
Die Mengung des Quecksilbers und des Bleies erfolgt in zwei Operationen:
Das Blei wird in kleine Stücke geschnitten, Quecksilber hinzugesetzt und dann das Ganze genügende Zeit stehen gelassen, bis das Quecksilber sich mit dem Blei verbunden hat. Hiernach wird die Masse in einen Schmelztiegel gethan und mit einer Schicht Holzkohle zugedeckt.
Für gewöhnlich verwendet man hierbei •i Theil Quecksilber zu 4 Theilen Blei, obgleich das Verhältnifs des Bleies verringert werden kann, wenn Eisen besonderer Qualität erzeugt werden soll.
Nun wird der Tiegel luftdicht verschlossen, einer Hitze von 93° bis 1640 C. so lange ausgesetzt, dafs die beiden Metalle sich vollständig mit einander amalgamiren, und das Product in Formen gegossen.
Dieses Amalgam bezw. Product wird dem geschmolzenen Roheisen, denAbfällen oder dem Gufseisen, Schmiedeisen, Stahl oder einer beliebigen Mengung derselben, je nach der Qualität des zu erzeugenden Productes, hinzugesetzt, im Verhältnifs von Y2 bis 2Y2 kg des Amalgams zu 20 Centner (1 Tonne) Eisen.
Das Eisen wird zuerst geschmolzen und dann das bis auf ca. 1640 C. erhitzte Amalgam hinzugesetzt, so dafs das Bleiamalgam sich gleichmäfsig durch die ganze Masse vertheilt; es werden Unreinigkeiten abgetrieben, deren Entfernung bei' anderen Verfahren eine schwere und kostspielige Behandlung erfordert. Die Erhitzung wird fortgesetzt, bis die Metalle sich vollständig mit einander verbunden haben (was dadurch bewiesen wird, dafs die Metallmasse zu kochen aufhört). Die Masse wird nachher in Formen gegossen.
Sollte das Metall für den beabsichtigten Zweck zu hart sein, so kann dasselbe von neuem erhitzt oder ausgeglüht werden.
Es ist aus Vorstehendem ersichtlich, dafs die angegebenen Temperaturen und die Verhältnisse der Metalle, die nur als Leitfaden angegeben sind, den Verhältnissen entsprechend abgeändert werden können, ohne von der Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von geschmolzenem Eisen, bestehend in der Zufügung von Bleiamalgam.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT30951D Verfahren zur Reinigung von geschmolzenem Eisen mittelst Bleiamalgams Expired - Lifetime DE30951C (de)

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