DE308C - Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen von Ventilen an Bergwerkspumpen - Google Patents

Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen von Ventilen an Bergwerkspumpen

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DE308C
DE308C DE000000000308DA DE308DA DE308C DE 308 C DE308 C DE 308C DE 000000000308D A DE000000000308D A DE 000000000308DA DE 308D A DE308D A DE 308DA DE 308 C DE308 C DE 308C
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Description

1877.
yc
Klasse 59.
HAMMER in EISLEBEN.
Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen von Ventilen an Bergwerk'spumpen. 7q
<h*.f7 if ,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1877 ab. Längste Dauer: 8. August 1890.
i/7
\(/&Jü$iJl/\
Die Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen der Ventile von unter Wasser stehenden Bergwerks und anderen Pumpen ist auf beiliegender Zeichnung in den Fig. 1 bis 8 dargestellt und bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Theile.
Die ganze Einrichtung zerfallt in zwei verschiedene Theile:
1. In die Anbringung eines Hebelapparates zum Abdrücken und Loslösen des festgewordenen Ventilkörpers aus seinem Sitze nebst dem Such- und Fangapparat zum Erfassen und Herausziehen des Ventiles.
2. Einem Instrument zum sicheren Einhängen und Placiren des Ventils in seinen Sitz im Ventilkasten.
Fig. ι der Zeichnung zeigt das in dem Ventilkasten festsitzende und auszuhebende Ventil im Durchschnitt mit dem Hebelapparat zum Losdrücken und dem Instrument zum Herausziehendes Ventiles.
Fig. 2 zeigt das aus seinem Sitze mittelst des Hebelapparates losgedrückte Ventil im Ventilkasten.
Fig. 3 giebt eine Oberansicht des Ventilkörpers mit dem nach Linie α β durchschnittenen Kopfe der Ventilspindel.
Fig. 4 zeigt die Unteransicht des Ventilkörpers mit den zwei Ausdrückhebeln.
Fig. 5 stellt das Instrument zum Herausziehen (Sucher) und den Kopf der Ventilspindel im Durchschnitt dar.
Fig. 6 veranschaulicht die Art und Weise des Einhängens des Ventiles. Es ist in dieser Figur der Moment dargestellt, wo das an dem Einhängeapparate und speciell an den beiden Klauen r r hängende Ventil in seinem Sitze wieder angekommen ist.
Fig. 7 zeigt die Auslösung der Klauen r r des Einhängeapparates behufs Zurückziehens desselben unter Zurücklassung des Ventiles in seinem Sitze.
i. Durch das in dem Ventilkasten B in der konisch ausgedrehten Sitzfläche während des -Betriebes festgeklemmte Ventil D geht in der Mitte eine cylindrisch abgedrehte Spindel α hindurch, an deren oberem Ende das durchbrochene Kopfstück / festgesetzt ist. Am unteren Ende dieser Spindel α ist ein Ring d (mit zwei Charnierösen) aufgeschoben, der mittelst vorgelegter Scheibe und Mutter mit Keilversicherung festgehalten wird.
Unter dem Ventilkörper liegt auf jeder Seite der Ventilspindel α ein Hebel b; diese beiden . Hebel führen sich in den an je einen Steg oder Rippe des Ventilkörpers angeschraubten Gabel e e und erhalten durch einen durchgesteckten Bolzen in diesen Gabeln ihren Drehpunkt.
Mittelst der Charnierstücke ~c c erhalten die Hebel b b fernere feste Verbindung mit der Ventilspindel α. Die beiden Hebel b b setzen sich an ihren äufsersten Enden auf den am Ventilkasten B angegossenen Vorsprung B^; dadurch, dafs dieser Vorsprung ringförmig und parallel der Ventilsitzfläche bearbeitet (abgedreht) ist, wird ermöglicht, dafs die Hebel b b bei jeder Stellung des Ventiles sich aufstützen können.
Wird nun die Ventilspindel a an ihrem oberen Ende in die Höhe gezogen, so werden die bei B1 B1 sich aufsetzenden, durch Charnier c c mit der Spindel verbundenen zwei Hebel b b mit in Bewegung gesetzt und indem diese in ihrer oberen Fläche unter den Ventilkörper drücken, wird das Ventil allmälig aus seinem Sitze losgedrückt und emporgehoben. Sobald nun die beiden Hebel b b in ihre obere Lage kommen, tritt der Ring d unter den Ventilkörper, die Hebel werden entlastet und wird nun während des Aufziehens das Ventil direct von der Spindel a getragen.
Nachdem die erste und Hauptaufgabe — das sichere Losdrücken des festgewordenen Ventils ■— in der vorstehend beschriebenen Weise gelöst war, machte sich ein präcise und absolut sicher arbeitendes Instrument zum Erfassen der Ventilspindel α nöthig.
Aus Fig. ι ist zu ersehen, dafs dieses Instrument — der sogenannte Sucher — aus zwei mit einander verbundenen Hauptheilen E und F besteht.
Das aus bestem, sehnigen Eisen geschmiedete Stück E, dessen unteres Ende in eine stumpfe Spitze ausläuft, trägt in einem eingearbeiteten Schlitze zwei Stück stählerne Klauen h h, die um den Bolzen i drehbar sind und durch eine oberhalb befestigte Feder k auseinander gedrückt und so gehalten werden, dafs die nasenförmigen Vorsprünge der Klauen h h beständig über die Seitenflächen des Stückes E hinausragen.
0 8
Der obere, zur Führung und sicheren Centrirung des Suchinstrumentes dienende Theil F besteht aus einer Spindel, welche am oberen Ende einen Ring, sogenannten Wirbel zum Anschlüsse des zum Aufziehen nöthigen Seiles trägt, und am unteren Ende mittelst Muffe und Keil mit dem eigentlichen Sucher verbunden ist. Auf der Spindel sind ferner mittelst Nabe und Speiche zwei Ringe // befestigt, die an ihrem Umfange gleichmäfsig vertheilt, vier Stück aufgenietete Bandeisen η η tragen und so einen Korb bilden, dessen äufserer Durchmesser nur etwas geringer, als die Weite des Kolbenrohres der Pumpe ist.
Dieser Korb verhütet beim Einführen des Suchers in die Pumpenrohre das Anecken und event. Hängenbleiben und giebt nach dem Eintritt in das Kolbenrohr eine so genaue Centrirung des Instrumentes ab, dafs kaum eine seitliche Abweichung von 20 bis 25 mm resultirt.
Beim Herausziehen eines Ventiles wird nun folgendermafsen verfahren.
Der an dem Windenseile hängende Führungskorb F mit dem angeschlossenen Sucher E wird in den Pumpenröhren hinabgelassen. Mit Eintritt dieses Führüngskorbes in das Pumpenkolbenrohr ist der Sucher so centrirt, dafs er sicher und präcise in die Oeffnung des Ventilkopfes/ eintreten mufs. Die vorspringenden Nasen der Klauen A h werden in der Oeffnung des Kopfes / zusammengedrückt und, sobald sie unter den vorspringenden Rand des Ventilkopfes gekommen, schlagen sie durch die Federkraft der Feder k wieder auseinander und der Ventilspindelkopf ist gefangen und an das Instrument angeschlossen. Das bis dahin durch das anhängende Gewicht in einer gewissen Spannung gehaltene Windenseil bekommt Hängseil, wird lose und nun beginnt das Aufziehen. Der Sucher wirkt zunächst auf die Ventilspindel mit ihrem Hebelapparat, drückt das Ventil aus seinem Sitze und wird dann aus den Pumpenröhren mit der gröfsten Leichtigkeit herausgezogen.
2. Das Einhängen des Ventils in den Ventilkasten. Der obere Theil—der vorstehend beschriebene Führungskorb F — dient auch für das Einhänge-Instrument G. Das letztere wird beim Gebrauche in die Muffe m eingesetzt und mit einem Keil befestigt.
Das Instrument G besteht aus der schmiedeisernen Röhre (patentgeschweifstes Rohr) 0, deren äufserer Durchmesser 2 bis 3 mm kleiner ist als die Oeffnung in dem Kopfstücke / der Ventilspindel a. In diese-Röhre sind zwei Stücke / und q eingesteckt und entsprechend mit derselben, verbunden. Das obere Stück/ist durchbohrt, durch diese Bohrung geht die mit der Muffe m verbundene Hauptspindel u hindurch; - letztere besitzt an ihrem unteren Ende Scheibe und Mutter, welche, wie in Fig. 6 ersichtlich, den ganzen Apparat sammt angehängtem Ventil tragen mufs.. Das Stück q dient zur Aufnahme des Drehbolzens ί der beiden charnierartig in einander gearbeiteten Klauen r r. Zum Auseinanderhalten dieser Klauen rr dient-die. ebenfalls im Innern des Rohres angebrachte Doppelfeder t.
Das Rohr ο ist, soweit es zum Heraustreten der beiden Klauen r r erforderlich, aufgeschlitzt.
Die Stange u trägt "noch mittelst des daran zwischen zwei festen Bunden befestigten Querhauptes ν die zwei Stangen w w, welche an ihrem unteren Ende mit dem auf dem Rohre 0 schiebbaren ausgedrehten Ringe χ fest verschraubt sind.
Die Wirkung dieses Instrumentes beruht auf demselben Principe, wie der schon beschriebene Sucher. Wird nämlich das Rohr 0 in die Oeffnung des Ventilkopfes / eingeschoben, so werden die durch die Feder t auseinander gehaltenen, zu beiden Seiten des Rohres 0 hervorstehenden schrägen Nasen der Klauen r r zunächst zusammengedrückt und, sobald diese Nasen den vorspringenden Rand des Ventilkopfes / passirt haben, werden die Klauen durch die Federkraft wieder auseinandergedrückt, die Nasen treten unter den ringförmigen Vorsprung und nunmehr wird das Ventil von diesen Klauen getragen. .
Ist das Ventil auf diese Weise an dem Einhänge-Instrument angeschlossen, dann hängt man mittelst Seil und Winde dasselbe in die Pumpenröhren ein; kommt nun der Führungskorb F in das Kolbenrohr, so erhält das Ganze eine so genaue centrale Führung und Richtung, dafs das Ventil unbedingt richtig und sicher sich in den Ventilsitz im Ventilkasten einsetzen mufs (Fig. 6),
Sobald das Ventil dann in seinem Sitze angekommen ist, setzt das Rohr ο in seinem unteren Ende sich auf den Boden des Ventilkopfes /; die in dem Stück/ schiebbare Stange u, sammt den damit fest verbundenen Stangen ww und Ring·χ erhält nunmehr durch das. Gewicht des Führungskorbes F event, durch das sich noch auflegende Hängseilgewicht eine abwärts gehende Bewegung, bis der Ring χ auf. dem Ventilkopf/ aufzusitzen kommt. ..' '
In dieser Stellung (Fig. 7) hat der auf dem Rohre ο sich schiebende Ring χ bereits durch die zwei oberen Nasen der Klauen r r diese selbst zusammengedrückt; die oberen Nasen treten in eine ringförmig ausgedrehte Erweiterung des Ringes χ und werden hier für den Rückgang des Instrumentes arretirt; die unteren Nasen, an denen bis dahin das Ventil gehangen, sind gleichzeitig soweit zusammengedrückt, dafs das Instrument aus dem Ventilkopfe / herausgezogen werden kann und das. Ventil in seinem Sitze zurückbleibt.
Es, wird noch bemerkt, dafs die hier beschriebene Methode sich bei entsprechender Construction der Ventilkasten und Aufsatzrohre nicht allein für Saug- und Hebepumpen, sondern auch für Druckpumpen, sogenannte Drucksätze anwenden läfst, wie auf der beiliegenden Zeichnung (Fig. 8) dargestellt, was für viele Verhältnisse, namentlich beim Bergbau, von nicht zu. unterschätzender Bedeutung ist. λ
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE000000000308DA 1877-07-23 1877-07-23 Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen von Ventilen an Bergwerkspumpen Expired - Lifetime DE308C (de)

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DE308T 1877-07-23

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ID=70917946

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DE000000000308DA Expired - Lifetime DE308C (de) 1877-07-23 1877-07-23 Vorrichtung zum Ausheben und Wiedereinsetzen von Ventilen an Bergwerkspumpen

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DE (1) DE308C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0798500A1 (de) * 1996-03-29 1997-10-01 Danfoss A/S Unterputzventil
  • 1877

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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