DE308644C - - Google Patents

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DE308644C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C25/00Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
    • E21C25/64Slitting machines guided solely by hand and either carried by hand or mounted on supports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 308644 KLASSE 5 b. GRUPPE
THEODOR WILHELM ACHTNICHTS in CZERWIONKA b. RYBNIK, Ob.-Schl.
Die Erfindung betrifft eine mit einer Antriebsmaschine versehene Windevorrichtung, einmal zum Heben gewichtsbelasteter Seile, deren Gewichte vermittels eines Gewichtsüberschusses über die Bohr- oder Schramvorrichtung bei zunehmender Bohrlochs- oder Schramtiefe mit Hilfe bekannter Mittel einen selbsttätigen Vorschub der Bohr- oder Schramvorrichtung bewirken, und anderseits zum Heben oder
ίο Senken der Bohr- oder Schramvorrichtung an Säulen auf und ab sowie endlich zum Heben der gesamten Einrichtung in aufsteigenden Arbeitsorten, welche eine in der Vortriebsrichtung liegende Verbindung mit einer höherliegen- den Querstrecke noch nicht besitzen.
Um einen selbsttätigen und sich von selbst regulierenden Vorschub von Bohrzeugen während des Arbeitsganges derselben zu erzielen, hat man bereits an die in der Bohrlochsrichtung verschiebbar angeordneten Bohrzeuge über Seilrollen geführte Seile angeschlossen, die mit Gewichten belastet sind, welche über die Bohrvorrichtung einen Gewichtsüberschuß besitzen. Die so belasteten Gewichte drücken mit fortschreitender Bohrlochstiefe die Bohrvorrichtung stetig vor, wobei sie selbst allmählich die Strekkensohle erreichen und zur Wiederholung desselben Vorganges wieder in die Anfangsstellung gehoben werden müssen.
Das Heben der Gewichte hat man bisher lediglich mittels Hand bewirkt. Diese Einrichtung ermöglichte es daher noch nicht, Gewichte mit einer Belastung, wie sie der Vorschub von Bohr- oder Schrämmaschinen mit einem für größere Leistungen bemessenen Umfange erfordert, zu heben und nebenher eine möglichst kurze Ausführungszeit für das Heben zu sichern.
Nach der Erfindung sind die Gewichte mittels Seile oder Ketten an eine mit einer Antriebsmaschine und einer Bremsvorrichtung versehene Windevorrichtung angeschlossen, womit die Gewichte leicht und schnell gehoben und im Gegensatz zur . bekannten Einrichtung durch die Bremsvorrichtung noch gegen ein unzeitgemäßes Ablaufen gesichert werden.
Läßt man, wie bekannt, die Gewichte lotrecht ablaufen, so müssen in flach oder horizontal gelagerten Orten mit kleiner Bauhöhe zur Erzielung eines Vorschubes von einer Tiefe, welche die Bauhöhe übersteigt, während eines Vor-Schubes die Gewichte mehrmals gehoben und nach jedem Heben die die Gewichte mit der Bohrvorrichtung verbindenden Seile gekürzt werden. Diese Anordnung der Gewichte ermöglicht es aber auch anderseits noch nicht, eine durch einen Wechsel der Härte des Minerals oder Gesteins bedingte Abänderung des auf die Bohrvorrichtung wirkenden Gewichtsüberschusses der Gewichte auszuführen, ohne die Belastung der Gewichte selbst abzuändern.
Nach der Erfindung ist eine von der Lagerung ■und der Bauhöhe der Strecke unabhängige Tiefe des Vorschubes, sowie eine von den Gewichten unabhängige Abänderung des Gewichtsüberschusses der Gewichte über die Bohr- oder Schramvorrichtung dadurch erzielt, daß die zweckmäßig als Wagen ausgebildeten Gewichte auf schräggestellten Fahrbahnen geführt werden, welche durch entsprechende Schrägstellung die angestrebte Vorschubtiefe ohne weiteres
sichern und die Fahrbahnen mit ihrem hochliegenden Ende auf und ab verstellbar, zweckmäßig an Säulen, angeordnet sind, so daß bei Änderung der schrägen Lage der Fahrbahnen auch der Gewichtsüberschuß der einmal entsprechend belasteten Gewichte abgeändert wird. Führt man die Windevorrichtung so aus, daß mit der Antriebsmaschine nur eine Seiltrommel in Eingriff steht, so müßten in vorliegendem
ίο bei einer Verwendung der Windevorrichtung noch für das Heben oder Senken der Bohrzeuge an den Säulen oder zum Heben von Baumaterial u. dgl. die Gewichte von der Winde immer wieder gelöst werden.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch vermieden, indem mit der Welle der Antriebsmaschine zwei oder mehrere voneinander unabhängig verlagerte Seiltrommeln vermittels schaltbarer Zahngetriebe in Eingriff gebracht sind.
Für größere Leistungen berechnete Bohr- oder Schrämmaschinen benötigen für ihren Transport beim fortschreitenden Streckenvortrieb fahrbare Wagengestelle, welche jfür ihre Fortbewegung in aufsteigender oder abfallender Richtung nicht nur besondere Vorrichtungen erfordern, sondern auch zu ihrem eigenen sowie zum Schütze' der in ihrer Nähe befindlichen Personen, gegen ein unzeitgemäßes Abgehen gesichert werden müssen,
Für das Heben oder Senken der fahrbaren Bohr- oder Schrämmaschinen hat man bereits das diese tragende Wagengestell mit einer, mit einem Seil ο. dgl. gekuppelte Windevorrichtung in Verbindung gebracht und die Einrichtung gegen ein unzeitgemäßes Abgehen dadurch gesichert, indem man das Seil oder die Winde in einer höherliegenden Querstrecke befestigte, wobei der Anschlagspunkt für das Seil oder die Winde in der Flucht der Fahrrichtung der Bohr- oder Schrämmaschine liegen mußte.
Da aber nicht alle Grubenbaue eine Verbindung mit einer höh er liegenden Querstrecke besitzen, wie beispielsweise Bremsschächte, Fahrstrecken oder Wetterdurchhiebe, die sich noch im Vortrieb befinden, und Abbaue mit schwebendem Verhieb eine in der Flucht der Fahrrichtung der Bohr- oder Schrämmaschine liegende Verbindung mit. einer höherliegenden Ouerstrecke nicht ermöglichen, konnten fahrbare Bohr- oder Schrämmaschinen in den erwähnten Bauen über: haupt noch nicht verwendet werden, währendsie beim Abbau einen streichenden Verhieb bedingten, der aber gegenüber dem Abbau mit schwebendem Verhieb nicht unwesentliche Nach teilebesitzt, da das Fortschaffen des Schräm-
: kleins aus dem Schräm und des Fördergutes schwieriger ist, als beim schwebendem Verhieb',; während anderseits die Schrämmaschine eine freie Fahrbahrt nebeirdem Abbaustoß erfordert, wodurch . die ' Auszimmerung behindert · wird. Nach der Erfindung wird eine Sicherung der
fahrbaren Bohr- oder Schrämmaschine gegen ein unzeitgemäßes Abgehen in den erwähnten Grubenbauen bei gleichzeitiger, leichter und· schneller Fortbewegung derselben dadurch er- 65 zielt, daß zwei voneinander unabhängig wirkende Spannsäulen hintereinander angeordnet sind, die einmal beim Vorschub der einen Säule durch die Vorschubeinrichtung und zum anderen, beim Nachschub der anderen Säule vermittels der 7° Seile der Windevorrichtung ständig miteinander verbunden sind und hierbei so zusammenwirken, daß bei der Fortbewegung der einen Säule die andere immer festgespannt ist, wo- ' durch sie sich gegenseitig und abwechselnd 75 sichern.
Nach der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Windevorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt den Längsschnitt eines Arbeitsortes mit der Einrichtung in Verbindung, mit einer Bohrvorrichtung. ·
Fig. 2 zeigt einen Grundriß der Einrichtung im gleichen Maßstabe wie Fig. 2.
Fig. 3 zeigt Teile der Fig. 1 im Querschnitt nach der Linie A-B.
Der Vorschub der Bohrvorrichtung 1, welche von einem Wagengestell 2 getragen wird und an Säulen 3, die am Wagengestell 2 befestigt sind, auf und ab beweglich angeordnet ist; erfolgt mit fortschreitender Bohrlochs- oder Schramtiefe dadurch, daß eine mit dem Wagengestell verbundene Schubstange 4 an über fest verlegte Seilrollen 5 geführte Seile 6 angeschlossen ist, die mit Gewichten 7 belastet sind, welche über das die Bohrvorrichtung tragende Wagengestell 2 einen Gewichtsüberschuß besitzen ,und vermittels diesem das Wagengestell 2 mit der Bohrvorrichtung ι stetig Vordrucken. ■
Die beim Vorschub allmählich ablaufenden Gewichte 7 werden alsdann vermittels der aus einer Seiltrommel 8 und einer mit dieser in Eingriff stehenden Antriebsmaschine 9 bestehenden Windevorrichtung, die gleichfalls auf einem Wagengestell 2 befestigt ist, wieder in die Anfangsstellung gehoben, indem die Seiltrommel 8 mittels Seile mit den Gewichten 7 gekuppelt und alsdann durch die Antriebsmaschine 9 ber we'gt wird.
An der Seiltrommel 8 der Windevorrichtung ist eine Bremsvorrichtung 10 angeordnet, welche die Seiltrommel 8 und somit die mit dieser durch Seile gekuppelten Gewichte 7 in dieser Stellung festhält bis der Vorschub von 'neuem beginnt.. Die Bremsvorrichtung 10 wird alsdann in bekannter Weise durch Heben und Festlegen des mit Gewichten belasteten Bremshebels 11 gelüftet, So daß die."Gewichte 7 wieder mit ihrem ganzen Gewicht wirken.
Die Gewichte 7 sind als Gewichtswagen durchgebildet und werden'auf schräggestellten Fahr-, bahnen 12 geführt, die entsprechend lang bemessen und an einem, an''Säulen. 3 auf und ab
beweglich angeordnetem Gleitschuh 13 um Zapfen 14 drehbar aufgehängt sind. Das andere Ende der Fahrbahnen 12 ruht seitlich verschiebbar auf einem Wagengestell 2, wodurch bei Änderung der Streckenrichtung die gleiche Flucht der Fahrbahnen mit dieser gesichert wird, indem das auf dem Wagengestell 2 liegende Ende der Fahrbahnen 12 entsprechend seitlich verschoben wird.
Die auf den Wagengestellen 2 befestigten Säulen 3 sind bekannte Doppelsäulen, und der an.dieser auf und ab beweglich angeordnete Gleitschuh 13 ruht auf einer Mutter 15, die zwischen den Säulen 3 liegend, mit einer durch den Gleitschuh 13 und parallel mit den Säulen laufenden Spindel 16 in Eingriff steht. Wird die Mutter 15 an der Spindel aufwärts gedreht, so' hebt sie den die Fahrbahnen 12 tragenden Gleitschuh 13, während derselbe vermöge seiner Belastung der abwärtsgehenden Mutter 1.5 von selbst folgt. '..■■'
Der Eingriff der Antriebsmaschine 9 der. Windevorrichtung mit. der Seiltrommel 8 erfolgt mittels eines schaltbaren Zahngetriebes 17.
In gleicher Weise sind an die Welle der Antriebsmaschine 9 zwei weitere Seiltrommeln 18 angeschlossen^ die selbstständig verlagert und mit einem Ende ihrer Achse zusammen mit der Achse der Seiltrommel 8 in einem gemeinsamen Lager 19 verlegt sind, während die anderen Enden ihrer Achsen in eigenen Lagern 20 ruhen. Die Seiltrommeln 18 besitzen ebenfalls Seile oder Ketten 21, die entweder über die Seilrollen 5 geführt und mit der an den Säulen auf und ab beweglich angeordneten Plattform 22 gekuppelt werden, um diese mit der von ihr getragenen Bohrvorrichtung 1 zu heben oder zu senken. Die Windevorrichtung ist im Ausführungsbeispiel auf einem besonderen Wagengestell verankert.
Die an je einem Wagengestell 2 befestigten Doppelsäulen sind mit Spannschrauben 23 versehene Spannsäulen 3, die, da sie auf getrennten Wagengestellen sich befinden,' voneinander unabhängig wirken. Sie sind im Ausführungsbeispiel stehend angeordnet, können jedoch auch quer zur Strecke liegen. Die Wagengestelle 2 werden beim fortschreitendem Streckenvortrieb
. ..in aufsteigender oder abfallender Richtung abwechselnd vorgeschoben, wobei sie durch die von ihnen getragenen Spannsäulen gegen ein unzeitgemäßes Abgehen gesichert werden, indem die • Spannsäulen 3 mittels der Spannschrauben 23 abwechselnd festgespannt werden, so daß beim Vorschub des einen Wagengestelles 2, die Säulen des anderen festgespannt sind, und beide Säulen bzw. Wagengestelle einmal beim Vorschub des die Bohrvorrichtung tragenden Wagens durch die Vorschubeinrichtung, welche den Bohrwagen vorschiebt, und beim Nachschub des anderen Wagengestelles durch die Seile der Windevorrichtung, welche diesen Wagen nachzieht, miteinander verbunden sind.
Die Spannsäulen 3 des dem Bohrwagen folgenden Wagengestelles 2 können beiJ Verwendung anderer Vorschubeinrichtungen, wie sie bei größeren Maschinen bekannt sind, von der in diesem Falle am Bohrwagen befestigten Vorschubeinrichtung getragen werden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: .
Die Bohrvorrichtung 1 wird mit samt dem diese tragenden Wagengestell 2, nachdem die Spannschrauben 23 der am Wagengestell 2 befestigten Doppelsäule 3 aus ihrem Zusammenhang mit der Sohle und Firste des Arbeitsortes gelöst worden sind, durch die 'Gewichtswagen 7 vermittels der über die Seilrollen .5, welche an der am zweiten Wagengestell 2 befestigten und festgespannten Doppelsäule 3 befestigt sind, geführten Seile 6, die an der mit dem Bohrwagen verbundenen Schubstange 4 angreifen, stetig in der Bohrlochs- oder Streckenrichtung vorge- ' drückt, wobei das Wagengestell 2 samt der von ihm getragenen Bohrvorrichtung 1 entsprechend dem Fortschritte der Bohrlochs- oder Schränk tiefe' vorwärts bewegt wird.
Die gleichfalls durch Seile mit der Seiltrommel 8 der Windevorrichtung ständig verbundenen Gewichtswagen 7 laufen hierbei auf den schrägen Fahrbahnen 12 um das Maß des Vorschubes abwärts. Die Gewichtswagen 7 werden alsdann vermittels der Windevorrichtung wieder in die Anfangsstellung zurückgezogen, um den Vorschub wiederholen zu können. Zu diesem Zwecke wird das an der Triebwelle der Antriebsmaschine 9 sitzende Zahnrad 17 mittels einer bekannten Schaltvorrichtung mit dem mit der Seiltrommel 8 auf gleicher Achse sitzendem Zahnrad 17 in Eingriff gebracht. Die alsdann von der Antriebsmaschine 9 rotierend bewegte Seiltrommel 8 wickelt das an die Gewichtswagen 7 angeschlossene Seil auf und zieht dadurch die Gewichtswagen 7 hoch. In dieser Stellung werden bis zum Wiederbeginn des Vorschubes die Gewichtswagen 7 durch die in bekannter Weise wirkende, mit der Seil-; trommel 8 verbundene Bremsvorrichtung 10, welche während . der Bewegung der "Gewichtswagen 7 gelüftet war, festgehalten. , " "
Das die Bohrvorrichtung 1 tragende Wagengestell 2 wird vor oder nach dem Heben der Gewichtswagen 7, um es in die Anfangsstellung zurückzubefördern oder aber um das andere Wagengestell 2 an das erste heranzuziehen, mittels der Seile 21 der Seiltrommeln 18 gekuppelt. Die in gleicher Weise wie die Seiltrommeln 8 mit der Triebwelle der Antriebsmaschine 9 in Eingriff gebrachten Seiltrommeln 1.8 ziehen gleichzeitig während des Hebens der Gewichtswagen 7 oder nach dem Heben der- - selben den Bohrwagen wieder in die Anfangs-
Stellung oder winden sich an diesen heran und führen hierbei das sie tragende Wagengestell mit. In ansteigenden Orten läuft beim Heben der Gewichts wagen 7 der Bohrwagen, falls er nicht festgelegt ist, von selbst wieder zurück, und zwar mit der gleichen Geschwindigkeit, mit welcher die Gewichtswagen 7 gehoben werden.
Bei diesem Vorgang sind die Säulen 3 des in Bewegung befindlichen. Wagengestelles- entspannt, während die Säulen 3 des anderen Wagengestelles vermittels der Spannschrauben 23 zwischen Sohle und Firste des Ortes eingespannt werden.
1S In Orten mit schräger Fahrbahn werden hierbei die Säulen 3 des einen Wagengestelles eingespannt, bevor die Säulen 3 des anderen Wagengestelles entspannt werden.
Soll die Bohrvorrichtung 1 an der Doppelsäule 3 gehoben oder gesenkt werden, so wird die die Bohrvorrichtung tragende Plattform 22 mit den Seilen 21, die über Seilrollen 5 geführt werden, gekuppelt und alsdann mittels der Windevorrichtung in die gewünschte Höhenlage befördert.
Bei eintretendem Wechsel der Härte des MineralsΛ wird der den Vorschub bewirkende Gewichtsüberschuß der Gewichtswagen 7 über den Bohrwagen erhöht oder vermindert, indem die Mutter 15 an der Spindel 16 auf- oder abwärts getrieben wird, wobei im ersten Falle die Fahrbahnen 12 gehoben und im anderen Falle gesenkt werden, wodurch sich' ihre schräge Lage verändert.
Ändert sich die Streckenrichtung, so wird der auf dem Wagengestell 2 ruhende Teil der Fahrbahnen soweit seitlich verschoben, daß die Fahrbahnen 12 in der Flucht der neuen Strekkenrichtung liegen.
Durch die Erfindung wird ein selbsttätig wirkender Vorschub auch für Bohr- oder Schrämmaschinen mit einem großem Umfange, •bei welchem Menschenkräfte nicht mehr hin- - reichen, erzielt; insbesondere ist dies bei elek-
4-5 trisch angetriebenen Schrämmaschinen oder Bohr zeug en der Fall, da bei diesen infolge des Fehlens von Preßluft andere bekannte Vorschubeinrichtungen nicht verwendet werden können. Durch die Erfindung wird aber auch bei einem Wechsel der Härte, eine gleichmäßige Beanspruchung der arbeitenden Teile der Maschine, insbesondere der Bohr- oder Schrämmeißel gesichert, indem der den Vorschub bewirkende Druck leicht und schnell abgeändert werden kann. Die Erfindung ermöglicht aber auch anderseits eine leichte und schnelle Beförderung der Bohr- oder Schrämvorrichtung an Säulen auf und ab sowie eine Beförderung von Grubenholz u. dgl. mit der gleichen Einrichtung nebenher sowie endlich für den Transport der Bohr- oder Schrämvorrichtungen mit Zubehör die Verwendung fahrbarer Wagengestelle in schräg bis lotrecht gelagerten Grubenbauen, die eine Verbindung mit einer höherliegenden Querstrecke noch nicht besitzen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Windevorrichtung für den Vorschub von Bohr- oder Schrämmaschinen und das Heben oder Senken derselben an Säulen sowie in schräg bis senkrecht gelagerten Arbeitsorten, gekennzeichnet dadurch, daß eine an sich bekannte, aus Seil, Gewicht und Schubstange bestehende Vorschubeinrichtung mit einer Winde mit maschinellem Antrieb vermittels Seile 0. dgl. verbunden ist, welche die abgelaufene Vorschubeinrichtung wieder in die Anfangsstellung befördert und ■ gleichzeitig gegen ein vorzeitiges Ablaufen schützt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gewichte (7) auf an Säulen (3) schräg aufgehängten Fahr- ■ bahnen (12) geführt werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Windevorrichtung noch mit zwei oder mehreren selbständig verlagerten und schaltbaren Seiltrommeln (18) versehen ist, die mittels Seile o. dgl. mit der an Säulen auf und ab beweglichen Bohr- oder Schrämmaschine oder anderen beweglichen Gegenständen lösbar verbunden sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß an dem die Bohr- oder Schrämmaschine (1) tragenden Wagengestell (2) zwei an sich selbständig wirkende und durch die Vorschubeinrichtung miteinander verbundene Spannsäulen (3) angeordnet sind, die so zusammenwirken, daß eine derselben festgespannt ist, wenn die andere mit den an ihr befestigten Einrichtungen vermittels der Vorschubeinrichtung fortbewegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102018133369A1 (de) * 2018-12-21 2020-06-25 Imk Engineering Gmbh Bohrvorrichtung und Bohrverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102018133369A1 (de) * 2018-12-21 2020-06-25 Imk Engineering Gmbh Bohrvorrichtung und Bohrverfahren

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