DE305474C - - Google Patents
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- DE305474C DE305474C DENDAT305474D DE305474DA DE305474C DE 305474 C DE305474 C DE 305474C DE NDAT305474 D DENDAT305474 D DE NDAT305474D DE 305474D A DE305474D A DE 305474DA DE 305474 C DE305474 C DE 305474C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
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- A61F2/64—Knee joints
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30 a. GRUPPE
Firma F.L.FISCHER in FREIBURG i. Br.
Kunstbein. Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1917 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Kunstbein, dessen Kniegelenk bei Belastung
selbsttätig gebremst wird, um das Einknicken des Gelenkes zu verhindern.
Bei bekannten Beinen dieser Art verschiebt sich die Oberschenkelhülse mit dem Kniestück gegenüber dem Kniegelenkbolzen, was eine rasche Abnutzung und gegebenenfalls ein Klappern zur Folge, haben kann.
Bei bekannten Beinen dieser Art verschiebt sich die Oberschenkelhülse mit dem Kniestück gegenüber dem Kniegelenkbolzen, was eine rasche Abnutzung und gegebenenfalls ein Klappern zur Folge, haben kann.
Erfindungsgemäß ist nun der Bremskörper direkt oder durch ein Hebelwerk mit einem in
der Oberschenkelhülse verschiebbaren Stumpflager verbunden. Ein Verschieben der Oberschenkelhülse
findet mithin nicht statt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen
in etwa V3 natürlicher Größe dargestellt,
und zwar zeigen Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform, bei der die genannte Bewegung
durch einen Hebel auf die Bremseinrichtung übertragen wird, dagegen wird bei der Form
nach Fig. 3 und 4 die Bewegung ohne Hebel direkt auf die Bremse übertragen. In den
Fig. ι und 3 ist das Kniegelenk gestreckt und mit entlasteter Bremseinrichtung dargestellt.
ι ist der Unterschenkel, 2 der Oberschenkel;
3 ist die Kniegelenkachse, um welche sich die beiden Schenkel in der üblichen Weise drehen;
4 ist die innere verschiebbare Stumpf hülse; 5 ist der Holzboden der inneren Hülse, 6 der
Zapfen, welcher die Auf- und Abbewegung der inneren Hülse auf den Hebel 7 überträgt.
Die Rast des Zapfens 6 ist im Hebel 7 zur besseren Führung ein wenig ausgehöhlt. Der
Hebel 7 dreht sich um einen Stift 8 und trägt den Zapfen 9. Diesem entgegengesetzt befindet
sich ein ähnlicher 10 im Knieteil des Oberschenkels. Auf beiden befestigt ist eine Spiralfeder
11, welche den Hebel 7 und damit die innere Hülse in die Höhe drückt.
Im Knieteil des Oberschenkels ist die Hülse 13 mit der Platte 14 durch die beiden Schrauben
15 befestigt.
In der Hülse 13 befindet sich der Zapfen 16
mit dem Bremsklotz 17. Letzterer besteht aus einer viereckigen Schüssel 17, in welcher
ein Holzkern 18 mit darüber gespanntem Hanf gurt 19 oder einem andern guten Bremsmittel
durch eine Schraube 20 befestigt ist, und bewegt sich in einer Aussparung 12.
Der Zapfen 16 trägt am oberen Ende einen Kopf 21, der mit der Schraube 22 befestigt
ist und auf welchen der Hebel 7 drückt. Unter dem Kopf 21 befindet sich die Spiralfeder 23,
welche den Bremsklotz 17 in die Höhe zieht.
Im Knieteil des Unterschenkels 1 ruht auf
den Aussparungen 23 und 24 ein Stück Hartholz 25, auf dessen halbkreisförmige Fläche 26
der Bremsklotz 17 wirkt, wenn das Kunstbein durch den Oberkörper des Amputierten belastet
und die innere Stumpf hülse niedergedrückt wird. Das Einknicken des Knies wird durch
diese Bremswirkung verlangsamt und schließlich sicher verhindert, wenn der Bremsklotz 17
an dem Absatz 27 des Holzklotzes angelangt ist. Wird das Kunstbein beim Gehen vom
Körpergewicht entlastet, so hört die Hebelwirkung auf Zapfen 16 und Bremsklotz 17 auf,
letztere wird durch die Feder 23 in die Höhe gezogen, die Bremswirkung aufgehoben und
das Kniegelenk freigegeben.
Fig. 2 zeigt die Stellung des Kniegelenkes
70
bei belastetem Kunstbein, wenn der Bremsklotz 17 am Absatz 27 angekommen ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die andere Ausführungsform, bei welcher die durch Be-
und Entlastung des Kunstbeines entstehende Bewegung ohne Hebel direkt auf die Bremsvorrichtung
übertragen wird. Das Bein ist in Fig. 3 gestreckt und mit entlasteter Bremse dargestellt.
Der Unterschenkel ist mit 1 bezeichnet. 2 ist der Oberschenkel, 3 die-Kniegelenkachse.
4 ist ein Polster aus Kunstgummi, welches auf der Stützplatte 5 befestigt ist. Der Stumpf
des amputierten Beines stützt sich bei der vorliegenden Ausführungsform mit seinem Ende
auf das Polster 4.
Die Auf- und Abbewegung des Stumpfes wird durch Polster 4 und Stützplatte 5 auf
die Stange 6 übertragen, auf welcher die
ao Platte 5 mit der Schraube 7 befestigt ist. Auf der Stange 6 sitzt eine Spiralfeder 8 mit der
Spannmutter 9.
Diese Spiralfeder drückt bei der Entlastung des Kunstbeines die Stützplatte in die Höhe
und hebt den am unteren Ende der Stange befestigten Bremsklotz 10 in die Höhe. Die
Stange 6 bewegt sich in einer Hülse 11, welche
,durch die Platte 12 mit den Schrauben 13 im
Knieteil des Oberschenkels befestigt ist. Der Bremsklotz 10 bewegt sich in einer entsprechenden
Aussparung 14 des Knieteiles und besteht aus einer Schüssel 15, in welcher ein
mit Hanfgurt 16 bespannter Holzkern 17 durch eine Schraube 18 befestigt ist. Der Bremsklotz
ist jedoch nicht unter der Stange 6, sondern einseitig rückwärts an der Stange ■ befestigt.
Im Knieteil des Unterschenkels 1 ruht auf
den Aussparungen 19 und 20 ein Stück Hartholz
21, auf dessen halbkreisförmiger Oberfläche 22 der Bremsklotz 10 bremst, wenn das
Körpergewicht des Amputierten das Bein belastet und durch die Stützplatte 5 die Stange 6
und den Bremsklotz 10 abwärts drückt. Die Bremswirkung geht in derselben Weise vor ,
sich wie bei Fig. 1 und 2, nur ist sie nicht so stark wie dort, weil eben die Hebelwirkung
wegfällt.
Auch hier wird das Einknicken des Kniegelenkes sicher verhindert, wenn der Bremsklotz
am Absatz 23 angelangt ist.
Die Fig. 4 zeigt die gebeugte Stellung des Kunstbeines bei Belastung durch- das Gewicht
des Oberkörpers. Es wurde Wert darauf gelegt, das Einknicken des Kniegelenkes erst
nach einer gewissen Beugung zu verhindern, weil diese Stellung zugleich bei den meisten
körperlichen Arbeiten für den Amputierten bequemer und auch sicherer ist als die ganz
gestreckte Feststellung des Kniegelenkes.
Claims (2)
1. Künstliches Bein mit bei Belastung wirkender Kniegelenkbremse, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bremskörper mit einem in der Oberschenkelhülse verschiebbaren Stumpflager (Stumpfhülse 4 bzw.
Stützplatte 4, 5) direkt oder durch ein Hebelwerk verbunden ist, derart, daß die
durch Belastung des Kunstbeines entstehende Bewegung des Stumpflagers in der Hülse die Bremse zur Wirkung bringt.
2. Kunstliches Bein nach Anspruch i,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsfläche (26) einen Absatz (27) besitzt, durch
den der Bremsklotz endgültig festgehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE305474C true DE305474C (de) |
Family
ID=558987
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT305474D Active DE305474C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE305474C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2530285A (en) * | 1947-12-11 | 1950-11-14 | John G Catranis | Artificial leg |
-
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- DE DENDAT305474D patent/DE305474C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2530285A (en) * | 1947-12-11 | 1950-11-14 | John G Catranis | Artificial leg |
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