DE305449C - - Google Patents

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DE305449C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B9/00Magnesium cements or similar cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.'
PATENTSCHRIFT
- JVi 305449 KLASSE 80*. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1914 ab.
Die Chlorkalziumlauge, welche bei der Umsetzung von genügend mit Wasser verdünnter Chlormagnesiumlauge mittels Gemische von Kalziumoxyd und Magnesiumoxyd nach dem bisher üblichen Verfahren entsteht, läßt man abfließen, weil die Aufarbeitung sich nicht lohnt. Auf Grund der Versuche, und Arbeiten der Erfinder ist es gelungen, das übliche Verfahren insofern zu vervollkommnen, daß
ίο man auph mit weniger verdünnten Öhlormagnesiumlaugen arbeiten kann, ohne daß Nachteile für das Umsetzungserzeugnis entstehen, welches in gebranntem Zustande als Ersatz für gebrannten Magnesit zur Herstellung von Steinholz, Zementen, Farberden, Kunststein u. dgl. benutzt werden soll. Weitere Versuche haben nun ergeben, daß die Verdünnung der Chlormagnesiumlauge zum Zwecke der Umsetzung mittels des Gemisches
ao von Kalziumoxyd und1 Magnesiumoxyd auch stattfinden kann mit Chlorkalziumlösung. Dadurch wird einerseits die sonst abfallende Lauge unmittelbar als Verdünnungsflüssigkeit verwendbar, andererseits aber wird hierdurch eine wesentlich stärkere Chlorkalziumlauge bei der Umsetzung der Chlormagnesiumlauge gewonnen und nun die Aufarbeitung dieser Lauge zur Herstellung von trocknen! Chlorkalzium lohnend gemacht. Es wurde festgestellt, daß die Verdünnung1 der Chlormagnesiumlauge durch' Chlorkalziumlauge statt durch Wasser ohne Nachteil für die Umsetzung und für die Eigenschaften, insbesondere die Reinheit und gute Bindefähigkeit, des Enderzeugnisses ist.
Hierauf begründet sich das Verfahren, welches den Gegenstand der Erfindung bildet und darin besteht, daß man die eingedickte Chlormagnesiumlauge, wie sie von den Kaliwerken als Nebenerzeugnis gewonnen und in den Verkehr gebracht wird, mit Chlorkalziumlauge verdünnt und diese verdünnte Lauge mit Gemischen von Kalziumoxyd und Magnesiumoxyd umsetzt. Ein sehr geeignetes Oxydgemisch erhält man, indem man ,45 Dolomitmarmor verwendet; man kann aber auch gewöhnlichen Dolomit in gebranntem Zustande oder auch sonst in Gemischen von Kalziumoxyd und Magnesiumoxyd zur Umsetzung verwenden.
Das Verfahren der Erfindung ist deshalb von besonderem Wert, weil nach demselben in einfachster Weise auch Abfallaugen gut verwertet werden können, die noch Magnesiumchlorid enthalten. Scflche Abfallaugien entstehen darin, wenn man die Umsetzung vornimmt unter Verwendung eines Überschusses von Magnesiumlauge zu dem Zwecke, den Schlamm möglichst frei von Kalziumoxyd zu erhalten, wie es bisher für die Gewinnung von Farberden von Wichtigkeit ist. Durch die Verwertung der abfallenden, noch! Chlormagnesium enthaltenden Lauge wird dieser wertvolle Bestandteil
(z. Auflage, ausgegeben am 12. Mai iQ20j
nachträglich noch in geeigneter Weise ausgenutzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren der Gewinnung eines Kunstmagnesits für die Herstellung von Steinholz, Zementen, Farberden, Kunststein u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die zur Umsetzung der Chlor magnesiumlauge mit dem Gemisch von Kalziumoxyd und Magnesiumoxyd ■ erforderliche Verdünnung durch Zusatz von Kalziumchlorid enthaltenden Laugen' stattfindet.
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