DE30508C - Verfahren und Apparat zur Verbrennung von staubförmigem Brennmaterial und Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Verbrennung von staubförmigem Brennmaterial und KohlenwasserstoffenInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D17/00—Burners for combustion simultaneously or alternately of gaseous or liquid or pulverulent fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
JULIUS LEEDE in WASHINGTON (V. S. A.).
Zusatz-Patent zu No. 29546 vom 22. Januar 1884.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1884 ab. Längste Dauer: 21. Januar 1899.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, Petroleum und andere Kohlenwasserstoffe mit
staub- oder pulverförmiger Kohle, Sägemehl oder sonstigem pulverförmigen Brennmaterial
oder anderen Substanzen zu vermischen und während der Vermischung zu verbrennen. Zu
diesem Zwecke wird einem mechanisch fortbewegten Strome von pulverförmigen Substanzen
ein Kohlenwasserstoffstrom entgegengeführt und dann durch ein besonderes kräftiges
Gebläse eine Vermischung beider Ströme bezw. des Materials, aus welchem sie gebildet
sind, bewirkt.
Das so gebildete Gemisch wird dann in einem Herde zur Entzündung und Verbrennung gebracht.
Zur Ausübung dieses Verfahrens ist ein Apparat geeignet, welcher zusammengesetzt ist
aus einem Trichter zur Aufnahme der staub- oder pulverförmigen Substanzen, ferner aus
Einrichtungen zur Einführung derselben in einen Feuerherd, einem Behälter zur Aufnahme
von Kohlenwasserstoff,, welcher mit Röhren und Hähnen oder Ventilen versehen ist, um
den Abflufs aus dem Behälter unter hydrostatischem oder künstlichem Druck nach dem
Feuerherde reguliren zu können, ferner aus einem passenden Gebläse nebst Rohrsystem
oder Einrichtungen zur Erzeugung von Gebläsewind, um ein Umherwirbeln und' Vermischen
der flüssigen und festen Substanzen zu bewerkstelligen, und endlich aus einer Gasoder
sonstigen Zündflamme in der Nähe der Einführungsmündung für das feste und flüssige
Material und der Mündungen der Windröhren, zum Zwecke, Entzündung des vermischten
Brennmaterials zu bewirken.
Von diesem Verbrennungs-Verfahren kann man bei metallurgischen Processen in der
Weise zweckmäfsigen Gebrauch ,machen, dafs man die Zuschlag- oder Flufsmittel mit Kohlenwasserstoffen
vermischt in den Ofen einführt, um die Schmelzung bezw. die Reduction der Metalle zu befördern.
Ein zur Vermischung und Verbrennung von Kohlenwasserstoffen und staub- oder pulverförmigen
Substanzen geeigneter Apparat ist auf beiliegender Zeichnung in Seitenansicht dargestellt.
Der Apparat besteht aus einem Gebläse A (Roots-Blower u. s. w.), über welchem ein
Gestell zur Aufnahme von Transmissionen und Röhren sich erhebt, dazu dienend, das Brennmaterial
in den Herd einzuführen, zu vermischen und zu verbrennen. In den Windkasten B des Gebläses sind die Windrohre b
bei V schwalbenschwanzförmig eingesetzt und ihre schnabelförmigen Mundstücke sind schräg
aufwärts gerichtet, während das Mundstück des Rohrs C zur Einführung von Petroleum oder
anderen Kohlenwasserstoffen schräg abwärts gerichtet ist, wie dargestellt. Aus dem Rumpf E
wird durch Rohr D das pulverförmige Brennmaterial dem Feuerherde zugeführt, und nahe
an seinem Ende ist dieses Rohr D mit einer Anzahl von Oeffnungen d' versehen, aus welchen
das Material herausfällt, um durch den Gebläsewind aus Röhren b umhergewirbelt und im
Herde vertheilt zu werden. Die in D angeordnete Transportschnecke d wird von der
Hauptwelle des Gebläses in Umdrehung versetzt, und ein Rohr F führt von dem abschüssigen
Boden des Herdes in den Trichter E. Mittelst einer im Rohre F durch passende Einrichtungen
in Umdrehung versetzten Transportschnecke wird das auf den Boden des Herdes fallende
unverbrannte Brennmaterial dem Rumpfe E wieder zugeführt, um dem Herde von neuem
durch Rohr D zur Verbrennung übergeben zu werden.
Natürlich können bei dem beschriebenen Verfahren auch andere passende Einrichtungen
angewendet werden, um das feine Material und die Kohlenwasserstoffe einzuführen, ebenso
könnte man sich auch anderer Mittel bedienen, um Gebläsewind bezw. eine Zündflamme zu
erzeugen. Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, dafs man zunächst zwei verschiedene
Brennmaterialien an einer Stelle einander gegenüber leitet, sie durch Gebläsewind zerstreut
und mischt, und dafs man dann die so vermischten Kohlenwasserstoffe auf irgend eine
Weise gleichzeitig entzündet, um die Verbrennung der Kohlenwasserstoffe durch Trennung
der Partikelchen der Brennmaterialien einerseits und andererseits durch den mit dem
Gebläsewind zugeführten Sauerstoff zu befördern.
Claims (2)
1. Bei dem unter No. 29546 patentirten Verfahren die Vermischung fester, staubförmiger
oder pulverförmiger Substanzen mit Kohlenwasserstoffen beim Austritt aus den Leitungen
und Verbrennung beider Ströme durch Gebläseluft.
2. Bei dem unter No. 29546 patentirten Apparate die Anordnung des Rohres C, welches
die Kohlenwasserstoffe getrennt von den festen Substanzen in den Verbrennungsraum
führt, und die Anordnung des Gebläsewindrohres F.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30508C true DE30508C (de) |
Family
ID=306625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30508D Expired - Lifetime DE30508C (de) | Verfahren und Apparat zur Verbrennung von staubförmigem Brennmaterial und Kohlenwasserstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30508C (de) |
-
0
- DE DENDAT30508D patent/DE30508C/de not_active Expired - Lifetime
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