DE3047458C2 - Behälteranordnung zum vorübergehenden Lagern fester radioaktiver Abfallstoffe - Google Patents

Behälteranordnung zum vorübergehenden Lagern fester radioaktiver Abfallstoffe

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DE3047458C2
DE3047458C2 DE19803047458 DE3047458A DE3047458C2 DE 3047458 C2 DE3047458 C2 DE 3047458C2 DE 19803047458 DE19803047458 DE 19803047458 DE 3047458 A DE3047458 A DE 3047458A DE 3047458 C2 DE3047458 C2 DE 3047458C2
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matrix
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Rudolf 6463 Freigericht Anton
Daniel Dipl.-Chem. Dr. 8757 Karlstein Neupert
Werner Dipl.-Chem. Dr. 6460 Gelnhausen Rudolph
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Nukem GmbH
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F9/00Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
    • G21F9/28Treating solids
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Behälteranordnung zum vorübergehenden Lagern fester radioaktiver Abfallstoffe mit schwacher bis mittlerer Aktivität, mit einem mit einer Abschirmung versehenen Außenbehälter und mit einem im Außenbehälter befindlichen auswechselbaren Innenbehälter, wobei die im Innenbehälter befindlichen radioaktiven Abfallstoffe in einer Matrix eingebettet sind.
Eine derartige Behälteranordnung ist aus der DE-OS 28 06 353 bekannt, wobei die Matrix aus Salz besteht.
Die Verwendung von Salz als Matrix erfordert hierbei sowohl beim Einbetten als auch beim Rückholen der Abfallstoffe einen hohen Energieaufwand zum Verflüssigen des Salzes. Außerdem ist das Arbeiten mit einer Salzschmelze schwierig.
Nachteilig ist auch die vorübergehende Einbettung in kompakten Medien, wie z. B. Beton, Bitumen oder Kunststoff, da eine spätere Ausbettung nur schwer durchführbar ist Darüber hinaus ergeben sich auch zusätzlich erhebliche Schwierigkeiten bei der Einbettung spezifisch leichter Abfälle in die noch nicht erstarrte spezifisch schwere Matrix. Aufgrund des Dichteunterschiedes können fallweise die radioaktiven Gegenstände bevorzugt an die Oberfläche der Matrix gehoben werden.
Aus dem DE-GM 79 20 754 sind rückholbare Endlagerbehälter aus Beton zur Aufnahme von Fässern mit radioaktiven Abfallstoffen bekannt, bei denen der Zwischenraum zwischen Abfallfaß und Betonbehälter mit einem geschäumten verfestigten Kunststoff, z. B. Polyurethanschaum, ausgefüllt ist, um ein Verrutschen des Fasses zu verhindern. Über die Fixierung der radioaktiven Abfälle im Abfallfaß selbst werden keine Aussagen getroffen.
Das gleiche gilt für eine rückholbare Behälteranordnung gemäß der US-PS 39 35 467, wo ebenfalls Abfallfässer in einem Außenbehälter untergebracht sind und der Zwischenraum mit Polyurethanschaum gefüllt ist. Hier erfüllt der Polyurethanschaum noch zusätzliche Abschirmfunktionen vor Wasser und anderen Einflüssen, wie Frost, Elektrolyse, chemischen und bakteriellen Einwirkungen. Bei diesen Anordnungen sind jeweils kompakte, schwere Abfallfässer in einen geschäumten Kunststoff eingebettet.
Die DE-OS 22 40 022 beschreibt Versandbehälter für u. a. radioaktive Materialien, die auf der Innenseite der Behälterwandungen mit einem geschäumten Kunststoff, z. 3. Polyurethan, als Isolier- und Schutzschicht versehen sind, dem gegebenenfalls ein Flammschutzmittel zugegeben ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Behälteranordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, aus der die radioaktiven Abfallstoffe leicht und ohne ίο großen Energieaufwand wieder ausgebettet werden können und ohne daß beim Einbetten eine Entmischung zwischen dem spezifisch leichteren radioaktiven Abfall und der Matrix erfolgen kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Innenbehälter aus Kunststoff besteht und daß als Matrix ein geschäumter verfestigter Kunststoff verwendet wird.
Vorzugsweise verwendet man als Matrix Polyurethan, dem auch Flammschutzmittel beigegeben sein können.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der schematischen Abbildung beispielhaft näher erläutert.
Die festen radioaktiven Abfallstoffe (1), z. B. kontaminierte Laborgeräte, Bleiabschirmungen für radioaktive Präparate, Holzteile, Werkzeuge, werden in einen Innenbehälter (3) aus Kunststoff gegeben, der sich in einem Außenbehälter (5), z. B. einem 200-1-Faß befindet In die Zwischenräume zwischen den radioaktiven Abfallstoffen (1) wird eine Substanz gegeben, welche durch Gasentwicklung einen Kunststoffschaum bildet und erstarrt Dieser Kunststoffschaum bildet eine Matrix (2), durch die die radioaktiven Abfallstoffe (1) im Innenbehälter (3) fixiert sind.
Die schaumbildende Substanz kann ein treibmittelhaltiges Kunststoffgranulat sein, das unter der Einwirkung von Hitze expandiert. Das Freiwerden von Treibmittel kann aber auch durch chemische Reaktionen von Substanzen erfolgen, die durch Mischung mehrerer Komponenten entstehen. Besonders vorteilhaft ist das Ausschäumen mit Polyurethan. Hierzu werden die flüssigen Komponenten eines schaumbildenden Polyurethansystems in einem Behälter intensiv gemischt und noch vor Ablauf der Tropfzeit in den Innenbehälter geschüttet. Es ist dabei unwesentlich, ob die radioaktiven Abfallstoffe beim Einschütten des flüssigen Komponentengemisches benetzt werden oder ob das Gemisch an der Behälterinnenwand bis zum Behälterboden fließt. Bei diesem Verfahren ist es günstig, nacheinander mehrere kleine Ansätze in den Innenbehälter einzugießen so und jeweils das Auftreiben und Aushärten des Schaumes abzuwarten, um ein Überdosieren der Komponenten und damit ein Überschäumen des Behälters zu vermeiden. Nach dem Aushärten des Schaumes, was im allgemeinen nach wenigen Minuten erfolgt ist, sind die radioaktiven Abfallstoffe im Innenbehälter (3) fixiert. Besonderer technischer Aufwand ist also nicht erforderlich.
Die in den Behältern auf diese Weise eingebetteten Stoffe können leicht transportiert werden, wobei das geringe Gewicht der Matrix vorteilhaft ist. Nach einer Zwischenlagerphase können die Abfallgebinde fallweise kompaktiert werden. Die radioaktiven Abfallstoffe können aus der Matrix bequem, z. B. mit Messern, herausgeschnitten, herausgerissen oder herausgelöst werden und b5 unter Zugrundelegung entsprechender Vorschriften in einen endlagerfähigen Zustand überführt werden.
Da die radioaktiven Gegenstände meist ein höheres spezifisches Gewicht aufweisen als der Schaum, werden
sie nicht an die Oberfläche der Matrix gehoben.
Von Vorteil ist es, wenn die Poren der Matrix geschlossen sind. Dadurch wirkt die Matrix nicht nur als Fixierungsmitlei, sondern zusätzlich als Feuchtigkeitsschutz. Die geschlossenzellige Matrix wird durch ein behutsames Dosieren des Treibmittels gewährleistet Im Falle von Polyurethan-Schäumen muß die gasliefernde sogenannte »Steigreaktion« in ihrer Reaktionsgei-': schwindigkeit auf die das Makromolekül bildende Verpi netzungsreuktion exakt abgestimmt sein. Ein Über- [i schuß von Diisocyanat ist zu vermeidea if Von Vorteil ist es weiterhin, wenn die Matrix schwer
If entflammbar ist Dies erreicht man dadurch, daß !f| phosphor- oder halogenhaltige Flammschutzmittel zur f\ Matrix hinzugegeben werden.
& Im Falle von Polyurethanschaum wird die Entflamm-
f: barkeit erschwert, wenn tri- und dimerisierte Isocyanate ν verwendet werden.
i;$ Zur Verminderung der Strahlenemission aus dem Ab-
; fallbehälter (5) ist dieser mit einer Abschirmung (4), z. B.
aus Beton, versehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (3)

Patentansprüche:
1. Behälteranordnung zum vorübergehenden Lagern fester radioaktiver Abfallstoffe mit schwacher bis mittlerer Aktivität, mit einem mit einer Abschirmung versehenen Außenbehälter und mit einem im Außenbehälter befindlichen auswechselbaren Innenbehälter, wobei die im Innenbehälter befindlichen radioaktiven Abfallstoffe in einer Matrix eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbehälter (3) aus Kunststoff besteht und daß als Matrix (2) ein geschäumter verfestigter Kunststoffverwendet wird.
2. Behälteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Matrix (2) Polyurethan verwendet wird
3. Behälteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Matrix (2) Flammschutzmittel zugegeben sind
DE19803047458 1980-12-17 1980-12-17 Behälteranordnung zum vorübergehenden Lagern fester radioaktiver Abfallstoffe Expired DE3047458C2 (de)

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