DE30429C - Maschine zur Erzeugung inducirter elektrischer Ströme - Google Patents

Maschine zur Erzeugung inducirter elektrischer Ströme

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DE30429C
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Germany
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current
machine
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electrical currents
induced
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Application number
DENDAT30429D
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A. WlNKLER in Breslau, Adalbertstr. 39
Publication of DE30429C publication Critical patent/DE30429C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1884 ab.
Mittelst der nachfolgend beschriebenen Maschine werden elektrische Ströme nach dem bekannten Princip erzeugt, dafs in einem Leiter, welcher einem festen oder entgegengesetzt bewegten Strom genähert und wieder von ihm entfernt wird, elektrische Ströme inducirt werden. Die Maschine unterscheidet sich also von den magnet- und dynamo-elektrischen Maschinen durch den Wegfall der Stahl- und Elektromagneten, an deren Stelle der feste primäre Strom tritt. Zur Unterscheidung meiner Maschine von den vorgenannten magnet - und dynamo - elektrischen Maschinen wähle ich den Namen »Inductions - Maschine « für dieselbe, analog . dem Namen »Influenz-Maschine« für die Induction durch statische Elektricität.
Die Ausführung ist folgende:
A A in Fig. ϊ bezeichnet einen Cylinder von Holz oder Thon mit verjüngten Enden B B, welcher fest auf der Achse C sitzt, die in den Lagern D D läuft und durch die Riemscheibe E in schnelle Rotation versetzt wird. Die Oberfläche von A ist mit einer grofsen Anzahl Lamellen a a . . . von Kupfer oder Eisen belegt, welche unter sich und zur Achse parallel und bis über die verjüngten Cylinderenden B geführt und gegen einander isolirt sind. Fig. 2 zeigt die Lamellen α im Querschnitt des Cylinders A\ in Fig. 1, welche den Cylinder A in Seitenansicht zeigt, sind der Deutlichkeit halber nur zwei Lamellen CL1 und (Z2 gezeichnet, Und in Fig. 3, welche den abgewickelten Cylindermantel darstellt, sind ebenfalls der Deutlichkeit wegen nur vier Lamellen Ot1 a% a3 a4 gezeichnet.
Aufserhalb des Cylinders A sind, parallel zu seiner Achse und um je go° des Cylinderumfanges aus einander liegend, vier feste Leitungen Z1 i2 i3 I4 für den primären inducirenden Strom einer Batterie (oder Accumulator) F angebracht, welche so unter einander verbunden sind, 'dafs der primäre Strom in je zwei benachbarten Leitungstheilen entgegengesetzte Richtung hat, wie dies die kleinen Pfeile neben den Leitungsabtheilungen' Z1 i2 i3 i4 anzeigen. Je zwei benachbarte Leitungsstücke bilden dann zwischen sich ein inducirendes Feld, in welchem in jeder durchpassirenden Lamelle α ein Strom in einer Richtung inducirt wird, während in zwei benachbarten inducirenden Feldern Ströme in entgegengesetzter Richtung inducirt werden. Rotirt also der Cylinder im Sinne des Pfeiles P, so werden in den Lamellen α α Ströme inducirt, die durch die Pfeile J1 J2 J3 J4 angezeigt sind. Die hier gewählte Anzahl von vier inducirenden Feldern ist nicht wesentlich, vielmehr können je nach der Dicke des Cylinders sechs, acht und mehr vorhanden sein.
Die Ableitung der inducirten Ströme ist nur in Fig. 3 gezeichnet. Sie erfolgt an beiden Enden des Cylinders A, von den verjüngten Enden B ab, durch acht feste Bürsten b b ..., welche auf den isolirten Enden der Lamellen a schleifen. Die Bürsten sind so breit, dafs stets alle ein inducirendes Feld passirenden Lamellen durch die Bürsten an jedem Ende des inducirenden Feldes abgeleitet sind. Die abgeleiteten Ströme werden zunächst nach zwei Polen G1 und G2 gesammelt, von da jedoch nicht direct zur Arbeitsstelle H geleitet, son-
dem zuvor in einer gröfseren Anzahl Windungen, welche in Fig. 3 durch die punktirte Linie m und in Fig. 2 durch die kleinen Kreise m angezeigt sind, neben und parallel dem primären Strom i um den Cylinder A herumgeführt und hierdurch zur Verstärkung und, wenn nach genügender Verstärkung die Ausschaltung der Batterie -F erfolgt, zur alleinigen Unterhaltung der inducirenden Felder benutzt. Diese Benutzung des inducirten Stromes zur Selbstinduction entspricht dem Verfahren bei den Dynamomaschinen, wo der inducirte Strom das inducirende Feld ebenfalls selbst schafft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung einer Maschine zur Erzeugung inducirter elektrischer Ströme durch Vorbeiführen von Leitern bei einem festen elektrischen Strom oder umgekehrt in der Weise, dafs ein feststehender, als primärer Strom wirkender Batteriestrom mittelst einer stets geraden Anzahl von Leitungsdrähten so um den Inductor der Maschine geführt ist, dafs stets zwei benachbarte, auf einander folgende Drähte entgegengesetzte Stromrichtung haben, so dafs also je zwei benachbarte Drähte ein inducirendes Feld einschliefsen, in welchem der bewegte Leiter von dem Draht, dem er sich nähert, und von dem Draht, von welchem er sich entfernt, nach dem bekannten Inductionsgesetze in gleichem Sinne inducirt wird, die Wirkungen der benachbarten Drähte sich also addiren, und wobei in ganz gleicher Weise die Drähte des Theiles des secundären Stromes verbunden sind, welcher den Batteriestrom mit gleicher Stromrichtung begleitet und beliebig ersetzt, so dafs also auch nach Ausschaltung des Batteriestromes die Lage der inducirenden Felder unverändert bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30429D Maschine zur Erzeugung inducirter elektrischer Ströme Expired - Lifetime DE30429C (de)

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