DE73892C - Schaltungsweise zur Speisung einer Dreileiteranlage durch eine gemeinsame Stromerzeugermaschine - Google Patents
Schaltungsweise zur Speisung einer Dreileiteranlage durch eine gemeinsame StromerzeugermaschineInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J1/00—Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
- H02J1/08—Three-wire DC power distribution systems; Systems having more than three wires
Landscapes
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- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1893 ab.
Wie bekannt, werden elektrische Anlagen bei Verwendung höherer Spannungen billiger
im Leitungsstoff. Sind die Stromverbrauchsstellen an eine bestimmte höchste Spannung
gebunden, so kann die Anlage doch auf die doppelte, dreifache etc. Spannung gebracht
werden-, wenn einzelne Gruppen der Verbrauchsstellen hinter einander geschaltet werden.
Die gewöhnliche Hintereinanderschaltung von Gruppen hat den Nachtheil, dafs die Verbrauchsstellen
nicht unabhängig von einander sind. Hier tritt als Auskunftsmittel das Hopkinson'sche Dreileitersystem ein: bei
demselben hat man zwei hinter einander geschaltete Stromverbrauchsstellen, aber auch
zwei hinter einander geschaltete Stromerzeuger, wobei eine sogen. Ausgleichsleitung (Neutrale)
vom Verbindungspunkt der beiden hinter einander geschalteten Stromerzeuger ausgeht.
Obwohl dieses System sich sehr verbreitet hat, besitzt es doch den Nachtheil, dafs mindestens
zwei Dynamomaschinen grundsätzlich nöthig sind. Versuche, Dreileiternetze von einer
Maschine zu speisen, waren bisher ohne Erfolg, da eine dritte Bürste auf dem Stromsammler
stets Funkenbildung verursacht.
Im Folgenden soll eine neue Einrichtung beschrieben werden, welche gestattet, auch bei
nur einer Dynamomaschine zwei hinter einander geschaltete Strornkreise von gleicher
Spannung zu speisen, bei funkenfreiem Anschlufs der Ausgleichsleitung.
Es sei in Fig. 1 R der Anker einer Gleichstrommaschine,
der zwischen den Polen NS gedreht wird. Um die Zeichnung zu vereinfachen,
ist der Stromsammler nicht besonders gezeichnet, sondern es schleifen die Bürsten B1
und Bn unmittelbar auf der Wickelung, was
ja grundsätzlich dasselbe ist. Diese Bürsten führen zu den Hauptleitungen L1 und Ln
und von da zu den zwei hinter einander geschalteten Verbrauchsstellen (Lampen) 1 und 2.
Innerhalb des Ankers ist ferner eine Spule Sp mit grofser Selbstinduction und geringem
Widerstand angebracht. Ein hoher Werth der Selbstinduction kann z. B. durch Einfügung
von Eisen in geschlossener Form erreicht werden. Diese Spule wird an zwei gegenüberliegenden
Punkten der Ankerwickelung a und b angeschlossen. Da zwischen α und b
bei der Drehung des Ankers eine Wechselspannung herrscht, so wird die Spule Sp vermöge
der Selbstinduction nur sehr wenig Strom (Wechselstrom) durchlassen. Der Mittelpunkt
O dieser Spule hat das mittlere Potential zu allen Theilen der Ringwickelung, und es
ist nicht nur der Spannungsunterschied a O gleich b O, sondern auch der Spannungsunterschied von B1 nach O ist gleich dem
von B η nach O.
Man schliefse nun die Leitung Ntr, durch welche die Lampengruppen 1 und 2 hinter
einander geschaltet sind, an den Punkt O (z. B. durch Vermittelung der Welle der Maschine)
an.
Sind in 1 und 2 gleich viele Lampen eingeschaltet, so ist die Spannung von 1 und 2
gleich und die Leitung Ntr, welche also in
der Spannungsmitte liegt, bleibt stromlos beim Anschlufs an den Punkt O. Sind dagegen
z. B. in ι mehr Lampen, ist in ι gröfserer Stromverbrauch, so wird der überschüssige
Strom durch die Ausgleichsleitung Ntr in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung fliefsen:
an den Punkt O gelangt, theilt sich dieser Strom und gelangt, da es Gleichstrom ist,
ohne weiteren Widerstand durch die Selbstinductionsspule in die Wickelung der Maschine
zurück.
Hierdurch erreicht man Unabhängigkeit der beiden Gruppen der Stromverbrauchsstellen
von einander; mag die eine oder andere Gruppe mehr Strom verbrauchen, die Spannung
beider bleibt gleich, weil der jeweilige Stromüberschufs immer nahezu widerstandslos durch
die Leitung Ntr und die Spule Sp in den Anker zurückfliefst.
Es ist nun selbstverständlich, dafs es nicht immer möglich oder empfehlenswerth sein
wird, die Spule Sp wirklich innerhalb des Ankers mitlaufen zu lassen. Man wird häufig
diese Spule aufserhalb der Maschine feststehen lassen und ihre Enden durch Vermittelung
von Schleifringen mit den Punkten α und b der Ankerwickelung verbinden (Fig. 2).
Dynamomaschinen, welche mit einer solchen Inductionsspule ausgerüstet sind, können auch
als Ausgleichsmaschinen verwendet werden, namentlich, da, wo ein ziemlich entfernt liegendes
Elektricitätswerk C, Fig. 3, Strom durch zwei Leitungen unter der doppelten
Verbraucherspannung liefert; in der Nähe der Verbrauchsstellen werden dann eine oder
mehrere mit wie oben beschriebenen Inductionsspulen versehene Dynamomaschinen aufgestellt,
welche durch ihre Bürsten Strom aus den Hauptleitungen aufnehmen und hierdurch in
Drehung versetzt werden (Fig. 3). So braucht die Ausgleichsleitung (Neutrale) nicht bis in
das entfernte Elektricitätswerk geführt zu werden.
Aus diesem Grunde ist in dem Patent-Anspruch
die beschriebene Verbindungsweise der Stromverbrauchsstellen nicht mit der Erzeugermaschine
allein, sondern mit Dynamomaschinen im allgemeinen ausgedrückt, indem eine Ausgleichsmaschine,
welche als Elektromotor läuft, auch unter den Begriff Dynamomaschine fallen soll.
Im Vorhergehenden wurden der Einfachheit halber nur zweipolige Dynamomaschinen gezeichnet,
es ist jedoch jedem Sachkundigen klar, dafs dieselbe Schaltung auch auf mehrpolige
Maschinen jeglicher Wickelungsart übertragbar ist, auch steht nichts im Wege, mehrere
solche Maschinen bei steigendem Stromverbrauch parallel zu schalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schaltungsweise zur Speisung der beiden hinter einander geschalteten Stromverbrauchsgruppen einer Dreileitervertheilungsanlage durch eine gemeinsame Stromerzeugermaschine, gekennzeichnet durch die Verbindung der die Hintereinanderschaltung der Gruppen vermittelnden Ausgleichsleitung mit der Mitte einer Inductionsspule, deren Enden mit gegenüberliegenden Stellen der Ankerwickelung der Stromerzeuger- oder einer Hülfsmaschine verbunden sind und deren hohe Selbstinduction dem Durchgang der im Anker erzeugten wechselnden Stromstöfse einen erheblichen Widerstand entgegensetzt, während sie dem in dem Ausgleichsleiter fliefsenden Strom den Ausgleich durch die Ankerwickelung hindurchHierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73892C true DE73892C (de) |
Family
ID=346990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73892D Expired - Lifetime DE73892C (de) | Schaltungsweise zur Speisung einer Dreileiteranlage durch eine gemeinsame Stromerzeugermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73892C (de) |
-
0
- DE DENDAT73892D patent/DE73892C/de not_active Expired - Lifetime
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