DE303947C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B7/00—Respiratory apparatus
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Description
AiUSGEGEBEMi
AM 28. OKTOBER
AM 28. OKTOBER
Bei den für Bergwerke und ähnliche Anlagen benutzten Rettungsgeräten, bei welchen Sauerstoff
in Flaschen zur Anwendung kommt, kann es nötig werden, eine Flasche während des Gebrauchs
auszuwechseln. Das Abschließen und Abnehmen der alten und das Anschließen der
neuen Flasche erfordert jedoch eine gewisse Zeit, während welcher der Benutzer des Rettungsgeräts
gezwungen ist, seinen Sauerstoffbedarf aus dem Atmungssack zu decken. Das bringt
aber nicht nur eine zeitweilige Erschwerung des Atmens, sondern auch Gefahr mit sich, weil
bei einer zufälligen Verzögerung des Austausches der Sauerstoffflasche der Sauerstoffinhalt
des Atmungssackes erschöpft werden kann, zumal die Abmessungen des Atmungssackes der
Bewegungsfreiheit des Benutzers wegen gewisse, eng gezogene Grenzen nicht übersteigen dürfen.
Um nun das Auswechseln der Sauerstoffflaschen während des Gebrauchs des Rettungsgeräts zu ermöglichen, gehen gemäß der Erfindung
von dem gebräuchlichen, dem Atmungssack vorgeschalteten Druckminderventil zwei
Stutzen aus, an deren jeden eine Sauerstoffflasche angeschlossen und in jedem dieser Stutzen
ein sich gegen die Flasche abschließendes Rückschlagventil angeordnet wird.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Einrichtung ist in Fig. 1 veranschaulicht, worin 1 den
Atmungssack und 2 das ihm vorgeschaltete Druckminderventil bekannter Art bezeichnet.
Von dem Druckminderventil gehen zwei Stutzen 3 und 4 aus, an deren jeden eine Sauerstoffflasche
5 und 6 angeschlossen wird, die durch die Rückschlagventile 7 und 8 abgeschlossen
werden.
Die Gestalt und Anordnung der Stutzen 3 und 4 richtet sich nach der jeweiligen Bauart
des Rettungsgerätes. Die Einrichtung gestattet seinen Betrieb mit einer oder mit zwei Sauerstoffflaschen.
Bei Verwendung bloß einer Flasche wird, weil infolge der stets vorhandenen Drosselwirkung
des Rückschlagventilen 7 der Druck in der Bohrung des Stutzens 3 größer ist, als in der die
Rückschlagventile enthaltenden Kammer, das Ventil 7 so lange offen gehalten, wie die Flasche5
noch Sauerstoff unter Druck enthält. Das Ventil 8 dagegen wird infolge des Überdruckes
in der Ventilkammer geschlossen gehalten. Sinkt der Druck in der Flasche 5 bis zu einer
gewissen Grenze, so wird an den zweiten Stut-. zen 4 eine frische Flasche 6 angeschlossen und
ihre Verbindung mit dem Stutzen 4 geöffnet; dadurch wird das Ventil 8 geöffnet und das Ventil
7 geschlossen, worauf die Flasche 5 abgenommen wird. Bei gleichzeitiger Verwendung
beider Flaschen 5 und 6 wird man zweckmäßig bloß eine Flasche, z. B. 5, öffnen, die andere, 6,
dagegen geschlossen lassen. Es ist dann wieder
das Ventil 7 offen, das Ventil 8 dagegen geschlossen. Ist die Flasche 5 nahezu erschöpft,
so öffnet man die Flasche 6, wodurch das Ventil 8 geöffnet und das Ventil 7 geschlossen wird,
und man kann hierauf die erschöpfte Flasche 5 durch eine frische ersetzen. In diesem Falle ibt
es empfehlenswert, am Ventilgehäuse einen Arm 9, wie in Fig. 2 angedeutet, de-art, zu
lagern, daß er gegen die jeweils in Tätigkeit befindliche Flasche gerichtet ist und die Lösung
der diese Flasche mit ilirem Stutzen verbindenden Mutter 10 verhindert, indem ein am Ende
des Armes befestigter, trogartiger Ansatz 11 die
Mutter umfaßt und dadurch deren Lösung verhindert.
Man könnte die Einrichtung auch noch dabin vervollständigen, daß der Arm 9 das Schließen
des Absperrventiles jener Flasche verändert,
gegen die er gerichtet ist, in Fig. 2, also de:
Flasche 5, so daß jede Flasche erst dann abgesperrt wird, wenn der Arm von ihr weggedreht
worden ist. .
Es können bei gleichzeitige; Verwendung zweier Flaschen auch beide geöffnet sein, und
es wurden dann bei regelmäßigem Gang auch beide Ventile 7 und 8 offen bleiben, so daß-beide
Flaschen gleichzeitig Sauerstoff liefern. Diese Betriebsart der Vorrichtung arbeitet aber nur
dann so, wenn der Sauerstoff aus beiden Flaschen gleichmäßig austritt. Treten die in der
Praxis unvermeidlichen Störungen des Sauerstoffausflusses aus den Flaschen ein, so kann es
geschehen, daß die Ventile abwechselnd geschlossen und geöffnet werden. Dadurch entstehen Stöße, durch die die Ventile leiden und
sich auch erhitzen können, was Entzündungsgefahr nach sich zieht. .
Die Rückschlagventile können von beliebiger Bauart sein und, wie in Fig. 1 angedeutet, unter
Federdruck stehen; immer sollen sie aber eine erhebliche Drosselwirkung äußern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung an Rettungsgeräten zum Auswechseln von Sauerstoffflaschen während des Gebrauchs, dadurch gekennzeicl.net, daß von dem gebräuchlichen, dem Atmungssack (1) vorgeschalteten Druckminderventil zwei. Stutzen (3 und 4) ausgehen, an deren jeden eine Sauerstoffflasche (5,6) angeschlossen werden kann und in jedem dieser Stutzen (3 und 4) ein sich gegen die Flaschen (5 und 6) zu schließendes Rückschlagventil (7 und 8) angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303947C true DE303947C (de) |
Family
ID=557600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303947D Active DE303947C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303947C (de) |
-
0
- DE DENDAT303947D patent/DE303947C/de active Active
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