DE3021071C2 - Verfahren zum Herstellen eines flüssigen Verbrennungsmaterials - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines flüssigen VerbrennungsmaterialsInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von einem flüssigen Verbrennungsmaterial oder Bren-Stoffschlamm,
insbesondere ein Verfahren zum Herstellen eines Verbrennungsmaterials, bestehend aus einer
Mischung aus einem flüssigen Brennstoff, wie Schweröl, und feinen Partikeln eines festen Brennstoffes, wie Koh1
Ie, Mineralölschlamm oder dgl.
Bislang war es üblich, zur Herstellung des Brennstoff-Schlammes das Zermahlen oder Pulverisieren des festen
Brennstoffes und das Vermischen mit dem flüssigen Brennstoff in getrennten Schritten vorzunehmen.
Die Aufgabe der Erfindung liegt demgegenüber in der Schaffung eines Verfahrens, mit dem sich das genannte
Verbrennungsmaterial in kürzerer Zeit und bei geringerem Platzbedarf für die betreffenden Anlagen
herstellen läßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß man das Gehäuse einer vertikalen Abriebmühle mit
einem flüssigen Brennstoff, z. B. das Schweröl, füllt, wobei die Mühle eine in dem Gehäuse angeordnete vertikale
Drehschnecke aufweist, grobe Partikel aus einem festen Brennstoff z. B. Kohle, in den flüssigen Brennstoff
unter Rotation der Schnecke eingibt, die groben Partikel zu feinen Partikeln in dem flüssigen Brennstoff in
Gegenwart von Mahlkörpern zermahlt, wobei sich die feinen Feststoffpartikel mit dem flüssigen Brennstoff
vermischen, und die erhaltene Mischung aus dem Gehäuse abnimmt.
Damit wird insbesondere der Vorteil erzielt, daß anstelle des bislang angewandten zweischrittigen Arbeitsprozesses
das Zerkleinern des festen Brennstoffs und Vermischen mit dem flüssigen Brennstoff in einem einzigen
Arbeitsvorgang erfolgt, was sowohl die Behandlungszeit verkürzt als auch eine kompaktere Ausbildung
der betreffenden Anlage ermöglicht.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer in der Zeichnung dargestellten Anlage zur Durchführung des
Verfahrens näher erläutert.
Wie in der Zeichnung dargestellt, umfaßt die vertikale Abriebmühle 1 ein zylindrisches Gehäuse 2, eine im zylindrischen
Gehäuse 2 längs dessen Längsachse angeordnete Drehschnecke 3 und eine auf der Oberseite des
Gehäuses angeordnete Antriebseinrichtung 4, die die Schnecke 3 mit einer bestimmten Geschwindigkeit in
Drehbewegung versetzt In das Gehäuse wird ein flüssiger
Brennstoff, wie Schweröl, eingefüllt, und in den flüssigen im Gehäuse 2 befindlichen Brennstoff werden
Mahlkörper, z. B. Stahlkugeln, eingegeben. Während der Rotation der Schnecke 3 werden grobe Pa. tikel aus
einem festen Brennstoff, wie Kohle, vom oberen Ende des Gehäuses 2 aus in den flüssigen Brennstoff eingegeben
und in diesem unter kräftiger Abriebswirkung an den Mahlkörpern zu feinen Partikeln zermahlen oder
pulverisiert, so daß eine Vermischung mit dem flüssigen Brennstoff stattfindet Der erhaltene Schlamm, der eine
Mischung aus Feststoffpartikeln und flüssigem Brennstoff bzw. Kohlepartikeln und Schweröl darstellt, fließt
am oberen Ende des Gehäuses 2 in eine Aufnahmewanne 5 ab, von wo ein Teil des Schlammes in einen Absetzbehälter
6 eingegeben wird. Der Brennstoffschlamm, der die feinen Feststoffpartikel enthält, wird am Überlauf
des Behälters 6 abgenommen. Die gröberen Partikel im Schlamm, der sich in der Aufnahmewanne 5 befindet,
werden über ein Rohr 7 durch eine Sandpumpe 8 zum unteren Abschnitt des Gehäuses 2 zurückgeführt
Des weiteren erstreckt sich ein Rohr 9 vom unteren Ende des Absetzbehälters 6 nach unten und ist mit dem
Rohr 7 aufstromseitig von der Sandpumpe 8 verbunden. Die gröberen Partikel in dem im Absetzbehälter 6 befindlichen
Schlamm setzen sich am Boden des Behälters ab und werden zusammen mit den gröberen Partikeln
von der Aufnahmewanne 5 über die Rohre 7 und 9 durch die Sandpumpe 8 wieder in das Gehäuse 2 eingegeben,
so daß sie einer weiteren Zermahlung unterworfen werden.
Das Mischungsverhältnis von festem zu flüssigem Brennstoff bzw. Kohle zu Schweröl läßt sich dadurch
regulieren, daß man die Zuführmenge an festem Brennstoff in entsprechender Weise sterert Das Mischungsverhältnis
kann unter Berücksichtigung des Heizwertes des verwendeten festen Brennstoffes und des Verbrennungswirkungsgrades
bestimmt werden.
Der Brennstoffschlamm, bestehend aus einer Mischung aus Schweröl und feinen Kohlepartikeln, hergestellt
nach der Erfindung, wird hauptsächlich als Brennstoff zur Verbrennung durch Brenner verwendet. Da
das Zermahlen der Kohle in Schweröl stattfindet, erhält man gleichzeitig mit dem Zermahlen ein Vermischen
von Kohle und Schweröl, was erheblich die Produktivität bei der Herstellung von derartigem Verbrennungsmaterial verbessert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Herstellen eines flüssigen Verbrennungsmaterials,
dadurch gekennzeichnet, daß man in eine an sich bekannte Abriebmühle
mit einem vertikalen Gehäuse und einer darin angeordneten Schnecke einen flüssigen Brennstoff einfüllt,
grobe Partikel aus einem festen Brennstoff in den flüssigen Brennstoff unter Rotation der Schnekke
eingibt, in Gegenwart von Mahlkörpern die groben, festen Brennstoffpartikel zu feinen Teilchen im
flüssigen Brennstoff zermahlt, so daß sich die feinen Teilchen aus dem festen Brennstoff mit dem flüssigen
Brennstoff vermischen, und die erhaltene Mischung aus dem Gehäuse abnimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige Brennstoff Schweröl und
der feste Brennstoff Kohle ist
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß man in der
abgenommenen Mischung noch enthaltene gröbere Brennstoffpartikel abscheidet und erneut in die Abriebmühle
zur weiteren Zerkleinerung eingibt
10
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