DE301709C - - Google Patents

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DE301709C
DE301709C DENDAT301709D DE301709DA DE301709C DE 301709 C DE301709 C DE 301709C DE NDAT301709 D DENDAT301709 D DE NDAT301709D DE 301709D A DE301709D A DE 301709DA DE 301709 C DE301709 C DE 301709C
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silver nitrate
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B25/00Compositions containing a nitrated organic compound
    • C06B25/04Compositions containing a nitrated organic compound the nitrated compound being an aromatic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

Es ist für gewisse ballistische Zwecke ein Treibmittel oder Sprengstoff nötig, der bei großer Kraftentfaltung eine niedere Entzündungstemperatur besitzt, ohine dadurch in seiner Handhabuingssicherheit die nötigen Grenzen zu überschreiten.
Ein derartiger Sprengstoff, der im wesentlichen aus Kaliumpikrat besteht, dessen Verpuffungstemperatur durch Beimengungen erniedrig! ist, wird auf folgende Weise dargestellt:
Beispiel:
j- io g' Pikrinsäure werden in
200 g kochendem Wasser gelöst, dann
werden
25 ecm ioprozentige Silbernitratlösung",
25 g gepulvertes Bleinitrat und
2S S gepulvertes Kaliumnitrat zugesetzt und vollständig gelöst; die Losung wurde filtriert und abgekühlt.
Damit man zu einer Mischung von den gewünschten Eigenschaften gelange, muß mit großen Überschüssen der Mischungsbestandteile (vgl. das vorstehende Beispiel) gearbeitet werden.
Das beim Abkühlen sich ausscheidende Salz besteht hauptsächlich aus Kaliumpikrat, das 2 bis 3 Prozent Blei- und ebensoviel Kaliumnitrat und 0,2 bis 0,4 Prozent Silbernitrat enthält. Diese Bestandteile werden offenbar bei der Ausscheidung des KaJiumpikrats mitgerissen.
Durch die eigenartige Zusammensetzung des Produkts ist die VerpufFungstemperatur des Kaliumpikrats, die 3380 beträgt, auf 2880 heruntergegangen.
Durch Änderung der im Beispiel angegebenen Nitratsätze zur Pikrinsäure lassen- sich höhere oder niedere Verpuffungstemperaturem erreichen und kann infolgedessen das Produkt seinem Verwendungszweck angepaßt werden.
Die niedere Verpuffungstemperatur des vorbeschriebenen Produkts ist auf die Anwesenhbit der dem Kaliumpikrat beigemengten Nitrate zurückzuführen.
Die niedere Verpuffungstemperatur des Produkts gegenüber dem reimen Kaliumpikrat, ohne daß die Gefahr bei der Handhabung wesentlich erhöht wird, ist ein Vorteil, der dort auftritt, wo eine schnelle Entzündung· der Ladung wünschenswert ist, wo man also einer etwas brisanten Munition bedarf, wie z. B. bei Flobertgewehren. Bei der genannten Munition sitzt das Geschoß lose im Patronenlager, und·es hat daher bei Pulvern, bei denen sich der Druck langsam entwickelt, ein Teil der Verbrennungsgase Zeit, am Geschoß vorbeizustreichen; der Rest der Gase reicht dann nicht mehr aus, das Geschoß duircli den Lauf zu treiben, so daß es im Lauf steckenbleibt.
Auch1 in Fällen, wo die Pulvermasse als solche im ganzen stark verdichtet und1 die Oberfläche des Pulvers sehr klein ist, ist unter Umständen eine bessere EmtzündKchkeit von Vorteil.

Claims (1)

  1. Paten t-An SPRU ch:
    Verfahren zur Herstellung eines Treibmittels., . bzw. . eines Sprengstoffs aus Pikri.risäure;-<ia:fcliafch "gekennzeichnet, daß einer Lösung von Pikrinsäure solche Mengen von Kaliumnitrat, Bleinitrat und Si/lbernitrat z-uigesetzt werden, daß das ausscheidende Salz im wesentlichen aus Kaliumpikrat besteht, welches geringe Beimengen von Blei-, Kalium- und Silbernitrat enthält, wodurch die Verpuffungstemperatur des Kalktmpikräts herabgesetzt wird, ohne die Handbabuogssicherheit wesentlich zu beeinträchtigen.
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