DE300751C - - Google Patents
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/44—Rotary gyroscopes for indicating the vertical
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)
Description
Zur Erleichterung des Aufsuchens eines
entfernten Objektes mittels eines Scheinwerfers ist es bereits vorgeschlagen worden,
den Scheinwerfer von einem Fernrohr aus zu steuern, in der Weise, daß die Achsen des
Strahlenbündels und des Fernrohres stets einander parallel stehen. Erreicht wird das durch
irgendeine elektrische Fernsteuerungseinrichtung, indem man das Fernrohr mit einem
ίο Scheinwerfer mit Gleichlaufmotoren versieht,
so daß bei einer Einstellung des Fernrohres der Scheinwerfer selbsttätig folgt.
Zur Benutzung auf Schiffen, und' zwar im nächtlichen Seekrieg, ist eine derartige Anlage
aber noch nicht verwendbar. Bekanntlich kommt es vor allen Dingen darauf an, beim Auf suchen' eines feindlichen Schiffes! den
eigenen Standort möglichst lange zu verbergen. Deshalb muß der Scheinwerfer im
allgemeinen abgeblendet gehalten werden, er darf sein Lichtbündel erst aussenden, wenn
man Aussicht hat, · das gesuchte Ziel auch wirklich damit zu treffen. Zu diesem Zweck
wird der Scheinwerfer in bekannter Weise mit einer elektromagnetischen, aus der Entfernung
zu verstellenden Blende versehen, und der Geber für diese Verstellungsvorrichtung
wird am Standort des Fernrohres angebracht. Der das Fernrohr bedienende Offizier ist daher
in der Lage, erst im gewünschten Augenblick, nämlich wenn er das Objekt im Glas zu haben
glaubt, die Blende zu öffnen und das Objekt dadurch zu beleuchten. Dabei wird zweckmäßig
die Blende so eingerichtet, daß sie sich selbsttätig sofort schließt, also nur blitzartig,
momentan, ein Lichtbündel aussendet.
Aber auch hiernach ist die Einrichtung
noch nicht vollkommen. Wenn das Schiff schlingert, wird es so gut wie unmöglich sein,
daß, wenn der Beobachter das entfernte Objekt eingestellt hat und nun den Scheinwerfer
öffnet, auch der Lichtblitz noch das Objekt trifft, weil durch das Schlingern des Schiffes
die Achse des Fernrohres und damit auch diejenige des Scheinwerfers inzwischen schon
wieder verstellt worden sein mag. Deshalb wird nach der Erfindung das Fernrohr mit
einem Kreiselapparat versehen, der die Fernrohrachse und damit auch diejenige des
Scheinwerfers bei schlingerndem Schiff stets in ihrer Lage erhält.
Es mag bemerkt werden, daß die Einzelheiten der obenerwähnten Kombination sämtlich
bekannt sind. Es ist bekannt, ein Fernrohr mit einem Scheinwerfer durch eine Fern-Stellanlage
zu verbinden, die beide Apparate stets gleichachsig hält. Es ist weiter bekannt,
einen Scheinwerfer mit einer von fern her zu steuernden Blende zu versehen. Und es
sind endlich zum Gebrauch auf Schiffen auch schon Fernrohre vorgeschlagen, deren Achse
durch einen Kreiselapparat solange auf einem bestimmten Punkt im Weltenraum eingestellt
gehalten wird, bis man das Fernrohr von Hand verstellt. Demgemäß besteht die Erfindung
in der zweckmäßigen Verbindung eines durch einen Kreiselapparat stabilisierten Fernrohrs, mit einem durch Fernübertragung
synchron gesteuerten Scheinwerfer, mit dem Erfolg, eine Scheinwerferanlage zum Gebrauch
auf Schiffen zu schaffen, die allen Anforderungen genügt.
—■
In den beifolgenden Zeichnungen ist eine j
Ausführungsform der Erfindung schematisch j dargestellt, in der Fig. ι der Scheinwerfer I
mit seinen Bewegungsvorrichtungen,
in Fig. 2 ein zum Betrieb dienender, selbsttätiger Schaltapparat, und
in Fig. 2 ein zum Betrieb dienender, selbsttätiger Schaltapparat, und
in Fig. 3 ein zum Aufsuchen des Objektes dienendes Fernrohr mit elektrischen. Übertragungsvorrichtungen
seiner Stellung,
ίο Der Scheinwerfer ι ist um eine horizontale
Achse α α und um eine vertikale Achse b b in bekannter Weise drehbar angeordnet.. Mit
dem Scheinwerferkörper ι ist fest verbunden
das Zahnrad 2, in welches die Schnecke 3 greift, die von einem Gleichlaufmotor 4 angetrieben
wird. Es ist ersichtlich, daß, wenn der Motor 4 rechts herum läuft, die Achse
des Strahlenkegels sich senkt, während sie beim Linkslauf des Motors 4 sich hebt. Auf
dieser senkrechten Achse des Scheinwerfers ist ein Zahnrad 5 angeordnet, in das eine
Schnecke 6 auf der Achse eines im Sockel 7 des Scheinwerfers angebrachten Motors 8
eingreift. Dieser kann daher den gesamten Scheinwerfer nach links oder rechts schwenken,
je nach seiner Umdrehungsrichtung.
Da es sich um eine Fernübertragung von Bewegungen handelt, kann der Scheinwerfer
selbst als Empfänger (Fig. 1) bezeichnet werden, und die im nachfolgenden beschriebenen
Vorrichtungen (Fig. 2 und 3) als Geber.
Die beiden Motoren 4 und 8 des Empfängers sind gemäß der gezeichneten Ausführungsform
nach dem bekannten Sechsrollensystem gewickelt und erhalten ihren Betriebsstrom von den beiden Satz Kohlebürsten 9
und 10 im Schaltapparat, die auf den beiden Stromverteilern 11 und 12 schleifen. Auf
dem Verteiler 11 ist ferner ein weiterer Satz Kohlebürsten 13 angeordnet, durch die ein
Nachdrehmotor 14 am Fernrohr (Fig. 3) angetrieben wird; der Verteiler τ2 ist ebenfalls
mit einem weiteren Satz Kohlebürsten 15 ausgerüstet, durch die ein Gleichlauf
motor 16 gesteuert wird. Die Verteiler n und 12 werden in Drehung versetzt
durch die beiden Wendemotoren 17 und 18, die beispielsweise nach Patent 235749 vermittels
je eines Kontaktes 19 und 20 in Tätigkeit gesetzt und umgesteuert werden können.
Gespeist werden die beiden Wendemotoren 17 und 18 durch Dreiistrom aus einer Stromquelle
21. . ■
Das Fernrohr 22 ist in genau gleichartiger Weise'wie der Scheinwerfer um eine horizontale
und eine vertikale Achse drehbar gelagert. Mit der Querachse des Fernrohres starr verbunden sind zwei .Kontakthalbringe
23 und 24, während mit dem gabelförmigen Träger 25 zwei Kontakthalbringe 26 und 27
verbunden sind. Die Antriebsschnecke 28 des Gleichlaufmotors 14 greift in ein Zahnrad
29 ein, das auf der Drehachse des Kontaktes 20 sitzt. An dem Fernrohr 22 ist durch
eine Schelle 30 ein Halter 31 befestigt, an dem ein Kreisel 32 mit einer beliebigen, nicht
mit dargestellten Antriebsvorrichtung so gelagert ist, daß die Kreiselachse 33 der Achse
des Fernrohres parallel ist.
Sind die Gewichte so ausgeglichen, daß der Kreisel als ein solcher von drei Freiheitsgraden beträchtet werden kann, wird er das
Bestreben haben, die einmal eingestellte Fernrohrach.se dauernd in ihrer Lage zu erhalten,
ungeachtet der Schlingerbewegung des Schiffes, so daß es wesentlich erleichtert ist, ein
einmal in das Gesichtsfeld genommenes Ziel darin zu erhalten.
Die Einschaltung kräftiger Federn zwischen dem Fernrohr und der Kreiselachse, anstatt
der festen Lagerung, würde den Vorteil haben, störende Rotationsschwingungen auszugleichen.
Der. Scheinwerfer 1 ist mit einer Blende (hier Jalousiebknde) 34 versehen, die durch
eine elektromagnetische Vorrichtung 35 gesteuert, d. h. geöffnet und geschlossen werden
kann. Am Standort des Fernrohres aber befindet sich ein Umschalter 36, mit Hilfe
dessen man die Vorrichtung 35 in dem einen oder dem anderen Sinne an die Stromschienen
anschließen kann.
Die Arbeitsweise der geschilderten Vorrichtung ist folgende:
Das Fernrohr werde beispielsweise um einen Winkel von io° gesenkt. Dann wird
der Kontakt 20 an den Kontakthalbring 23 anschlagen, und da er federnd gelagert ist,
im Innern des Halbrings schleifen und hier den Strom schließen. Hierdurch wird der too
Wendemotor 17 in Tätigkeit gesetzt und damit vermittels der Bürstensätze 9 und 13 die
beiden Nachdrehmotoren 4 und 14. Der Motor 14 wird nun vermittels der Schnecke 28
und des Zahnrades 29 die Kontaktkugel 20 in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung
so lange drehen, bis 20 wieder in den Schlitz zwischen 23 und 24 einspielt, wodurch
der Motor 17 stillgesetzt wird.
Genau die gleiche Anzahl Umdrehungen, die der Motor 14 bis dahin gemacht hat, sind
inzwischen vom Motor 4 am Scheinwerfer vollführt worden. Die Übersetzungen von 14
durch 28 und 29 auf 20, und von 4 durch 3 und 2 auf 1 sind aber gleich groß. Demgemäß
wird1 die Achse des Scheinwerfers dieselbes
Winkelverschiebung und im gleichen Sinne erfahren haben wie das Fernrohr 22'.
Der genau gleiche Vorgang spielt sich ab zwischen den Motoren 16, 18 und 7, wenn das
Fernrohr 22 um die vertikale Achse gedreht wird.
Da beide Bewegungsmöglichkeiten voneinander unabhängig sind, können sie gleichzeitig
in Tätigkeit treten. Bei nicht zu raschen Bewegungen des Fernrohres 22 und bei genügend raschem Lauf der Motoren wird
erreicht, daß Fernrohrachse und Achse des Scheinwerfers ständig einander raumparallel
sind.
Demgemäß ist der Beobachter sicher, daß in demselben Augenblick, in dem er das Objekt
im Gesichtsfeld hat, auch die Achse des Scheinwerfers auf dieses Objekt gerichtet ist,
wobei er unabhängig ist von den Schlingerbewegungen des Schiffes. Wenn er daher nun durch Handhabung des Schalters 36 die
Blende öffnet, so wird das Objekt von dem vollen Lichtkegel getroffen, ohne daß dieser
durch vorheriges Absuchen des Horizontes den Standort des Schiffes verraten hätte.
Legt der Beobachter den Schalter alsbald auf die Umschaltkontakte, so beschränkt sich
die Wirkung des Scheinwerfers auf einen einzigen Lichtblitz.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Fernrohr mit Fernübertragung auf einen Scheinwerfer- zum Gebrauch auf Schiffen, dadurch gekennzeichnet, daß das . Fernrohr zur Ausschaltung der Schiffs-. Schwankungen mit einem Kreiselapparat versehen ist und mittels einer elektrischen Gleichlaufsteuerung mit einem Scheinwerfer in der Art verbunden ist, daß die Achse des Scheinwerfers stets auf denselben Punkt selbsttätig eingestellt wird, auf den der Beobachter das Fernrohr richtet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300751C true DE300751C (de) |
Family
ID=554709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300751D Active DE300751C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300751C (de) |
-
0
- DE DENDAT300751D patent/DE300751C/de active Active
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