DE30073C - Verfahren zur Herstellung rissefreier Cementkörper, besonders künstlicher Lithographiesteine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung rissefreier Cementkörper, besonders künstlicher Lithographiesteine

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DE30073C
DE30073C DENDAT30073D DE30073DA DE30073C DE 30073 C DE30073 C DE 30073C DE NDAT30073 D DENDAT30073 D DE NDAT30073D DE 30073D A DE30073D A DE 30073DA DE 30073 C DE30073 C DE 30073C
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L. ROSENTHAL in Frankfurt a. Main
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher war bei der Benutzung des Cements zur Herstellung von Verputz, künstlichen Steinen etc. stets der Mifsstand vorhanden, dafs der Cement nach dem Abbinden infolge seiner Schwindfähigkeit Risse erhielt, welche bei Temperaturwechsel und unter dem Einflufs der Witterung besonders stark hervortraten. Diesem Uebelstande hat man durch Beimengung von Sand abzuhelfen versucht, allein das Resultat war nur für gewöhnliche Zwecke, Maurerarbeiten, Steingiefsereien etc., zufriedenstellend. Für feinere Cementarbeiten, wie marmorirte und polirte Platten, Ornamente und sonstige Körper, ist diese aus: Sand und Cement bestehende Masse nicht brauchbar, weil sie sich wegen der verschiedenen Härte des Kiesels und des Cements nicht glatt schleifen läfst.
Dem Erfinder ist es nun gelungen, durch die vorliegende Erfindung diesem Mangel abzuhelfen und eine homogene Cementmasse herzustellen, welche nach dem Abbinden niemals, auch nicht unter dem Einflufs verschiedener Temperaturen und der Witterung Risse zeigt, vielmehr eine ganz gleichmä'fsige Oberfläche bildet, die geschliffen und polirt werden kann.
Diese Erfindung bietet infolge dessen auch die Möglichkeit, künstliche Lithographiesteine herzustellen, welche den natürlichen in keiner Weise nachstehen, diese vielmehr noch insofern übertreffen, als man ihnen jede gewünschte Form, namentlich auch die Walzenform geben kann.
Das Wesen der Erfindung besteht in der Herstellung sprung- und porenfreier Platten bezw. Walzen, dadurch, dafs man dem lebendigen Cement, um ihm seine Schwindfähigkeit zu nehmen, den gleichen Theil oder eher etwas mehr gewitterten oder bereits abgebundenen Cements zusetzt. An Stelle · des gewitterten Cements kann man auch fein gepulverten kohlensauren Kalk zusetzen, wodurch die Gegenstände eine mehr weifse Farbe erhalten.
Es zeigt sich, dafs der abgebundene bezw. gewitterte Cement bezw. der fein pulverisirte kohlensaure Kalk dem lebendigen Cement die Schwindfähigkeit nimmt.
Das Verfahren ist folgendes:
Die Hälfte des zu verarbeitenden Cements oder auch ein noch etwas gröfserer Theil wird, wie gewöhnlich, mit W'asser in dünnen Platten geformt, die man eventuell unter Anwendung von Hitze möglichst rasch abbinden lä'fst. Um das Abbinden recht weit zu treiben, werden die Platten wiederholt angefeuchtet und erhitzt und stärkstem Temperaturwechsel ausgesetzt, bis dieselben von Rissen ganz zerklüftet sind. Diese Platten werden alsdann zu feinstem Pulver gemahlen und dieses Pulver dem übrigen lebendigen Cement innig beigemengt.
Das Gemenge von lebendigem Cement mit abgebundenem Cement oder kohlensaurem Kalk .wird in eine gufseiserne, dem Zweck entsprechende Cylinder oder Platten bildende Form gebracht, welche durch eine stark durchlöcherte (mit Leinwand überzogene) Platte in horizontaler Richtung in zwei Abtheilungen getheilt ist. Auf diese Platte wird das Gemenge trocken gebracht und dann einem Druck von über 20 Atmosphären ausgesetzt. Auf

Claims (2)

die zusammengeprefste Masse wird alsdann reichlich so viel Wasser gebracht, als zum Abbinden der ganzen Masse nothwendig ist, und dieses Wasser durch die Masse gesaugt, indem man aus dem unterhalb der durchlöcherten Platte befindlichen Theile der Form vermittelst einer Luftpumpe oder einer ähnlichen, zweckentsprechenden Vorrichtung die Luft austreibt. Hierdurch wird der Masse alle Luft entzogen und jedes Luftbläschen durch die nachrückende trübe Flüssigkeit zugeschlemmt. Nach dieser Operation erhält die nunmehr blasenfreie Masse durch einen Kolben von oben eine nochmalige Pressung von über 20 Atmosphären, wodurch das überflüssige Wasser entfernt und die Molecule der Masse noch dichter an einander rücken. Die nachherige Verdichtung der auf diese Weise gebildeten Platten oder Walzen durch Imprägnation geschieht durch von angemachtem Cement abgezogenes, ätzendes, mit löslichen Cementtheilchen geschwängertes Wasser, welches in der Weise gewonnen wird, dafs man Cement mit ca. ioo pCt. Wasser anmacht und durch fortwährendes Aufrühren am Binden hindert, bis er eine schlammige Masse bildet und etwa das Aussehen von sehr magerem, gelöschtem Kalk hat, und alsdann dieses Wasser, in welchem die löslichen Bestandtheile des Cements enthalten sind, abzieht. Dasselbe wird mit Gewalt durch den inzwischen abgebundenen und vollständig erhärteten Stein geprefst und werden in demselben selbst die mikroskopisch kleinsten Bläschen durch die' erwähnten, im Wasser befindlichen löslichen Bestandteile zugeschlemmt. Man kann diese Manipulation nach Erfordernifs wiederholen, nachdem der Stein oder die Walze vorher wieder getrocknet ist. Auf diese Weise hergestellte Steine stehen den natürlichen Lithographiesteinen in keiner Weise nach; wiederholt gemachte Versuche haben sogar ergeben, dafs die von solchen Steinen genommenen Abzüge noch schärfer sind als die auf natürlichen Solenhofer Steinen erzeugten. Als Zeichen der genügend durchgeführten Imprägnation bezw. äufsersten Verdichtung gilt: a) dafs der Stein kein Wasser mehr aufsaugt; b) dafs er beim Schleifen mit feinen Steinen ohne alle weiteren Polirmittel einen gewissen Politurgrad annimmt. Die so gefertigten Lithographiesteine oder Walzen erfordern zur Verwendung als solche in keiner Weise eine andere Handhabung bezw. Annahme der Farben, Aetze etc. wie die bei den natürlichen Steinen gebräuchliche. Patεnt-Ansρrüche:
1. Die Herstellung einer risse- und sprungfreien Gufsmasse aus Cement, indem man lebendigen Cement mit der Hälfte oder einem gröfseren Theil abgebundenen bezw. gewitterten Cements oder an dessen Stelle mit fein pulverisirtem kohlensaurem Kalk mengt.
2. Die Herstellung von künstlichen Lithographiesteinen oder Walzen aus Cement in der Weise, dafs man den lebendigen Cement zur Hälfte etwa mit fein gepulvertem, bereits abgebundenem Cement oder an dessen Stelle mit fein pulverisirtem kohlensauren Kalk innig mengt, dieses Gemenge trocken unter ejnem hohen Druck zusammenprefst, das zum Abbinden alsdann nöthige Wasser durchsaugt und die feuchte Masse nochmals stark prefst.
DENDAT30073D Verfahren zur Herstellung rissefreier Cementkörper, besonders künstlicher Lithographiesteine Expired DE30073C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2686112A1 (fr) * 1992-01-09 1993-07-16 Cruaud William Procede de fabrication et de coffrage d'un beton retaillable et beton ainsi obtenu.

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FR2686112A1 (fr) * 1992-01-09 1993-07-16 Cruaud William Procede de fabrication et de coffrage d'un beton retaillable et beton ainsi obtenu.
WO1993014043A1 (fr) * 1992-01-09 1993-07-22 William Cruaud Beton retaillable, son procede de fabrication et son procede de coffrage
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