DE3003155C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kabeltrommel oder Spule aus Metall, vorzugsweise Stahl, zur
Aufnahme von vernetzbarem langgestrecktem Wickelgut, wie
elektrische Kabel oder Leitungen, Schläuche oder Rohre,
bestehend aus einem das Wickelgut aufnehmenden hohlen
Kern mit seitlich angebrachten Flanschen, wobei die der
untersten Lage zugekehrte Oberfläche des Kerns Durchbrü
che und Anschlußmöglichkeiten für das Absaugen von in
den Wickellagen befindlicher Fremdluft und/oder für das
Durchsaugen von Vernetzungsmitteln aufweist.
Eine solche Wickeltrommel ist aus der US Patentschrift
31 81 251 bekannt. Ihr Kern weist Durchbrüche auf, die Trom
melflansche sind jedoch seitlich geschlossen, so daß ein
über Außenanschlüsse zugänglicher Raum geschaffen wird,
der mit einem Gas gefüllt werden kann, welches durch die
Durchbrüche im Kern bzw. im Kernblech zwischen die Wi
ckellagen gelangt und dort für eine Aufheizung der Iso
liermaterialien zum Zwecke der Vernetzung sorgen soll.
Abhängig vom Kerndurchmesser wird hier eine Kammer ge
schaffen, die ein erhebliches Puffervolumen darstellt.
Damit wird die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes der
bekannten Trommel in Frage gestellt.
Bekann ist auch ein Verfahren zur kontinuierlichen
Herstellung von durch Aufpfropfen einer Silanverbindung
in Anwesenheit von Feuchtigkeit vernetzbaren Thermopla
sten für Umhüllungen von langgestrecktem Gut, wie elek
trische Kabel, Rohre und dergleichen, bei dem beispiels
weise in einem ersten Extruder das Basispolymer mit den
Silanverbindungen sowie sonstigen Zusätzen gemischt, ho
mogenisiert sowie gepfropft und in einem anschließenden
zweiten Extruder zum Endprodukt ausgeformt wird (DE 24
58 776 A1). Der beispielsweise mit einer elektrischen Iso
lierung umhüllte Leiter eines Kabels wird dann einer La
gerung in Wasser oder einer feuchten Atmosphäre zum Zwe
cke der Vernetzung unterworfen. Bekannt ist es aber auch
für den gleichen Zweck (DE 25 54 525 A1), die Polymere so
wie die Zusätze im Gehäuse bzw. Zylinder des gleichen
Extruders, der das langgestreckte Gut formt, zu mischen
und zu homogenisieren. Auch hierbei besteht die Notwen
digkeit, Feuchtigkeit zum Zwecke der Vernetzung an das
hergestellte Produkt heranzubringen.
Bei der Herstellung solcher Isolierungen für Adern elek
trischer Kabel hat sich nun gezeigt, daß zur Vernetzung
eine bestimmte Verweilzeit in einer Wasserdampfatmos
phäre erforderlich ist, die u. a. auch davon abhängt, in
welcher Form das zu vernetztende Gut in der Wasserdampf
atmosphäre lagert, z. B. ob die dem Wasserdampf ausge
setzten Fertigungslängen auf Trommeln oder Spulen auf
gewickelt als Coil der Feuchtigkeitseinwirkung unterlie
gen. Die Vernetzungsdauer, d. h. die Lagerung des Coils
in einer Dampfatmosphäre, dadurch abkürzen, daß nur
die Temperatur erhöht wird, bringt nicht den gewünschten
Erfolg, da eine Temperaturerhöhung etwa auf 100°C zu
Verdrückungen an der Isolierung, insbesondere bei grö
ßeren Leiterquerschnitten, durch die Wärmeausdehnung
führt.
Von daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Möglichkeit zu finden, ohne Gefahr von Verdrückungen an
dem zu vernetztenden Gut für eine Verkürzung der Vernet
zungszeit bei auf Trommeln oder Spulen aufgewickeltem
Gut zu sorgen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß der Kern (2) doppelwandig ausgeführt ist, wobei die
die Wickelfläche für das Wickelgut (3) bildende äußere
Wand (4) die Durchbrüche (4) aufweist. Diese Maßnahme
führt zu einer beschleunigten Durchwärmung und Durch
dringung der einzelnen Lagen des Wickelgutes. Die Ver
netzungstemperatur kann auf einen für das Gut unschäd
lichen Wert beschränkt bleiben.
Wird abweichend von der Konstruktion
nach der US-PS 31 81 251 - wie bei der Erfindung vorgesehen - der Kern
der Trommel doppelwandig ausgeführt und damit ein gegen
über dem Kernvolumen begrenzter Hohlraum für die Zufüh
rung bzw. den Abfluß der Gase oder Dämpfe geschaffen,
dann greift die Wirkung der angeschlossenen Pumpen beim
Zuschalten unmittelbar in die Wickellagen des auf dem
Kern befindlichen Gutes ein. Der Einsatz der Trommel
nach der Erfindung bringt so für das Vernetzungsverfah
ren eine erhebliche Verkürzung der Vernetzungsdauer mit
sich.
Weist
der durch die beiden Wände des Kerns begrenz
te Raum unterhalb der Durchbrüche im Trommelflanschbereich
mindestens eine Durchgangsöffnung nach draußen auf, so
durchdringt der das Vernetzungsmittel (Wasser) enthalten
de Wärmeträger das gewickelte Gut von Lage zu Lage und
schafft damit die für einen kürzeren Vernetzungsablauf
notwendigen Voraussetzungen. Ist nämlich der Zwischenraum
im Trommelkern mit einem Anschluß versehen, der mit
der Atmosphäre verbunden ist, dann entsteht im Dampf
raum, in dem die Trommel mit Adern bewickelt ist, ein
Druckgefälle, welches zu einer schnelleren Erwärmung des
Coils führt.
Zur Beschleunigung des Vernetzungsablaufes kann man auch
so vorgehen, daß die Durchbrüche zu Lochfäden zusammen
gefaßt am Umfang des Kerns verteilt angeordnet sind. In
diesem Fall enden die Durchbrüche an der der Wickelflä
che abgekehrten Seite des Kerns in entsprechend am Um
fang verteilten Kammern mit Rohr- oder Schlauchanschlüs
sen nach draußen. Diese Ausführungsform hat insbesondere
Vorteile dann, wenn bereits vorhandene Stahltrommeln im
Hinblick auf die Durchleitung von Wasserdampf-Atmosphäre
umgerüstet werden müssen bzw. Metalltrommeln, in der Re
gel Stahltrommeln, größerer Abmessung zum Einsatz kommen
sollen, wo entsprechend mehr Wickelvolumen angeboten
werden kann.
In diesem Fall der für die Feuchtigkeitsvernetzung vor
geschlagenen Ausführung einer Trommel oder Spule münden
die Rohr- oder Schlauchanschlüsse der einzelnen Kammern
zweckmäßig in einen Hauptrohr- oder -schlauchanschluß
nach draußen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Fig. 1 bis 3
näher erläutert.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die dort dargestell
te Trommel oder Spule für elektrische Kabel, aber auch
für zu vernetzende Schläuche, z. B. Schrumpfschläuche,
aus dem zwischen den Trommelflanschen 1 befindlichen
Kern 2. Dieser Kern 2 dient zur Aufnahme des Wickelgutes
3, das in vielen Lagen, je nach Länge des Gutes, aufge
bracht ist. Der Kern ist doppelwandig ausgeführt, so daß
durch die Wandungen 4 und 5 eine ringförmige Kammer 6
gebildet wird. Die Wandung 5 ist mit Löchern oder
Durchbrüchen 7 ausgerüstet. Diese dienen dem Eintritt
des mit Pfeilen angedeuteten und durch das Wickelgut
hindurchtretenden Wasserdampfes. Am Trommelflansch 1 ist
z. B. eine Rohrleitung (8) angeflanscht, hierüber erfolgt
der Dampfaustritt aus der Kammer (6), so daß der Wärme
träger zwangsläufig das gewickelte Produkt durchdrin
gen muß. Vom Dampfaustritt wird mittels nicht dargestell
tem Schlauch und einer Rohrleitung der Kreislauf geschlos
sen. Geeignete Ventilatoren können zur Unterstützung des
Durchtritts des Wärmeträgers durch die Lage des Coils
eingesetzt werden.
Durch die Erfindung wird die Durchwärmezeit des auf der
Trommel befindlichen Gutes, z. B. der Kabellänge, wesent
lich verkürzt. So konnte die Durchwärmzeit, d. h. die
Zeit bis zur Erwärmung der Kabelader, in allen Lagen des
Coils auf eine Endtemperatur von z. B. 80°C, bei sonst
gleichen Verhältnissen von 6 bis 8 Stunden auf nur 2,5
Stunden reduziert werden.
Eine von Fig. 1 abweichende Ausführungsvariante ist in
den Fig. 2 und 3 dargestellt. Wie insbesondere aus
der Fig. 2 in einer Draufsicht zu entnehmen, sind die
Durchbrüche zu Lochflächen (9) auf dem Kern (10), der
von den Flanschen (11) begrenzt wird, zusammengefaßt.
Solche Lochflächen oder -felder reichen, z. B. über
120°C am Umfang des Kerns (10) verteilt angeordnet,
aus, um für eine gute Entlüftung der Wickellagen mit
anschließendem Durchsaugen des Wasserdampfes zu sorgen.
Wie in Fig. 3 in einem Querschnitt angedeutet, sind
unterhalb der Lochflächen oder -felder (9) Kammern (12)
angeordnet, und zwar innerhalb des Wickelkerns (10), die
mit Rohr- oder Schlauchanschlüssen (13) ausgestattet sind.
Die im Ausführungsbeispiel angenommenen Anschlüsse der
drei Kammern (12) enden in dem Hauptrohr oder -schlauch
(14), der oder das über das Innere des Kerns nach drau
ßen geführt ist. In der den Wasserdampf enthaltenden Kam
mer erfolgt hier der Anschluß nach draußen, d. h. an ei
ne Absaugvorrichtung, so daß der für die Vernetzung des
Gutes benötigte Wasserdampf zwangsläufig das gesamte auf
dem Kern befindliche Coil durchdringen muß.
Claims (6)
1. Kabeltrommel oder Spule aus Metall, vorzugsweise Stahl,
zur Aufnahme von vernetzbarem langgestrecktem Wi
ckelgut, wie elektrische Kabel oder Leitungen, Schläu
che oder Rohre, bestehend aus einem das Wickelgut auf
nehmenden hohlen Kern mit seitlich angebrachten Flan
schen, wobei die der untersten Lage zugekehrte Ober
fläche des Kerns Durchbrüche und Anschlußmöglich
keiten für das Absaugen von in den Wicklungen befind
licher Fremdluft und/oder für das Durchsaugen von
Vernetzungsmitteln aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (2) doppelwandig ausgeführt ist, wobei
die die Wickelfläche für das Wickelgut (3) bildende
äußere Wand (4) die Durchbrüche (4) aufweist.
2. Kabeltrommel oder Spule nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die durch die beiden Wände (4, 5) des
Kerns (2) gebildete Kammer (6) unterhalb der Durch
brüche (7) im Trommelflanschbereich (1) mindestens
eine Durchgangsöffnung (8) nach außen aufweist.
3. Kabeltrommel oder Spule nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die durch die beiden Wände (4, 5) des
Kerns (2) gebildete Kammer (6) unterhalb der Durch
brüche (7) in der inneren Wand (4) des Kerns (2)
mindestens eine Durchgangsöffnung nach draußen auf
weist.
4. Kabeltrommel oder Spule nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Durch
brüche (7) zu Lochflächen (9) zusammengefaßt am
Umfang des Kerns (2) verteilt angeordnet sind.
5. Kabeltrommel oder Spule nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Durchbrüche (7) an der der Wickel
fläche (10) abgekehrten Seite des Kerns (2) in ent
sprechend am Umfang verteilte Kammern (12) mit Rohr-
oder Schlauchanschlüssen (13) nach draußen enden.
6. Kabeltrommel oder Spule nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rohr- oder Schlauchanschlüsse (13)
der einzelnen Kammern (12) innerhalb des Kerns (2) in
einem Hauptrohr- oder -schlauchanschluß (14) nach
draußen münden.
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ID=6093179
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|---|---|---|---|
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