DE300210C - - Google Patents

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DE300210C
DE300210C DENDAT300210D DE300210DA DE300210C DE 300210 C DE300210 C DE 300210C DE NDAT300210 D DENDAT300210 D DE NDAT300210D DE 300210D A DE300210D A DE 300210DA DE 300210 C DE300210 C DE 300210C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/70Furnaces for ingots, i.e. soaking pits

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Blockwärmofeiv der in bekannter Weise in zwei Teile geteilt ist.und bei dem der Schweißherd jüixt die sogenannte Stoßbahn gesondert beheizt werden.
Es ist vorgeschlagen worden, für den Schweißherd die Regenerativbeheizung zu wählen,, und einen Teil der Heizgase durch Betätigung der Kaminschieber in die Stoßbahn
ίο abzuziehen. Diese letztgenannte Konstruktion verdankt ihrevEntstehung in erster Linie, dem Umstand, daß es früher üblich war, die Generatoren direkt an die Öfen anzubauen, so daß das Gas in seiner TEntstehungstemperatur verwendet wurde und nur die Luft anzuwärmen war. Hierbei ergibt sich naturgemäß ein ganz bedeutender Hitzeüberschuß. Inzwischen hat man aber in der Praxis dieses System verlassen und legt die Generatoren meist zentral an und führt das iGas in Leitungen zu den einzelnen Betrieben, wie Stahlwerk, Walzwerk usw., oder man verwendet Hochofen- bzw. Koksofengas oder Mischungen verschiedener Gase. Daraus entspringt dann die Notwendigkeit, sowohl Gas als auch Luft anzuwärmen, und in diesem Falle ist das Hitze abgebende Quantum nicht nennenswert größer als das Hitze aufnehmende Quantum. Aber bei dieser Art Öfen ist es noch möglich, die Abhitze für andere Zwecke zu verwenden, und es ist vorgeschlagen, sie zu solchen Zwecken zu verwenden, wo nicht so hohe Temperaturen in Frage kommen, wie zum Glasschmelzen, Stahlschmelzen u. dgl., sondern z. B. zur Beheizung von Dampfkesseln oder zu ähnlichen Zwecken. Der Gedanke hierbei war, die Abhitze nach dem Austritt aus den Kammern für solche Zwecke zu verwerten, indem man die Kammern nicht größer baute, als erforderlich war, um das Quantum Gas und Luft anzuwärmen, welches in dieser Regenerativfeuerung zur Verbrennung gelangt.
Weiter ist es schon vorgeschlagen worden, den Schweißherd und die Stoßbahn gesondert zu beheizen, und zwar so, daß für den Schweißherd die Regenerativfeuerung mit ■ Wechselflamme, für die Stoßbahn aber mit gleichbleibender Flamme vorgesehen war.
Die. Erfindung geht einen abweichenden Weg: Die mit hohen Temperaturen aus den Kammern austretenden Abgase sollen in weiteren Kammern ausgenutzt, und die so gewonnene und aufgespeicherte Wärme soll zur Erwärmung von Gas und Luft für einen zweiten Brenner, den sogenannten Stoßbahn brenner, ISmMzT^WerdenZ^ZOa^a soÜ dieser zweite ""Brenner entsprechend den Erfordernissen eines Stoßofens als Gleichstrombrenner ausgeführt werden, und er erhält abwechselnd von den beiden Kammerpaaren die vorgewärmten Gas- und Luftmengen zugeführt. Es ist auf diese Weise möglich, die Schweißherdflamme mit einem geringen Luftüberschuß oder reduzierend arbeiten zu lassen, dagegen, die Stoßherdflamme mit einem entsprechend größeren Überschuß zu versorgen. Der prinzipielle Un-
terschied gegenüber.allen ähnlichen bekanntgewordenen Konstruktionen- beruht darauf, daß man es in der Hand hat, durch geeignete Bemessung der Kanäle den Stoßbahnbrenner mit einem solchen Quantum Gas und Luft zu beschicken, daß eine sichere und ausreichende ■Vorwärmung- der Blöcke auf der Stoßbahn erzielt wird. Es hat sich nämlich gezeigt, und zwar besonders bei Öfen, bei denen Gas und
ίο Luft vorgewärmt werden müssen,. daß lediglich'beim Abziehen eines Teiles der Flamme in die Stoßbahn die Blöcke nicht genügend durchwärmt in den Schweißherd eintreten. In diesem nicht genügend durchwärmten Zustande treffen sie dann auf die scharfe Schweißherdrlamme und erhalten hier eine Erwärmung auf Schweißhitze nur in ihren äußeren Partien, nicht aber eine gleichmäßig durchgehende Erwärmung. Die Folge davon ist, daß sich bei derartigen Öfen .* verhältnismäßig geringe Leistungen oder beim Auswälzen solcher Blöcke Schwierigkeiten ergeben. Läßt man die Blöcke ■ entsprechend länger im , Schweißherd, so ist infolge der sehr hohen Schweißherdhitze .der Abbrand verhältnismäßig groß.. -
Bei dem Ofen nach vorliegender Erfindung
ist es ohne weiteres möglich, die Vorwärmung
•der Stoßbahn genau rechnerisch von vornherein festzulegen, und wenn'auch die in dem Stoßbahnbrenner zur Verbrennung gelangenden Gas- und Luftmengeti nicht so hoch vorgewärmt sind, wie die dem Schweißher dbrenrfer "zugeführten Gase, so genügt doch die erzielbare Vorwärmung, um eine intensive und allmähliche Vorwärmung der Blöcke zu erzielen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung an einem Brammenofen hoher Leistung an einem Ausführungsbeispiel darge- : stellt. Üie Kammerpaare sind aus baulichen Rücksichten übereinander angeordnet und nur teilweise voneinander getrennt, so daß entsprechend der Anordnung der Abzugskanäle die unteren Steinpartien zur Vorwärmung der gesamten zugeführten Gas- oder Luftmenge, die oberen nur zur Vorwärmung von Gas und Luft für den Schweißherdbrenner dienen.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch den Ofen, Fig. 2 ein Schnitt ' nach der Linie IT-II, Fig. 3 ein Schnitt durch den Stoßbahnbrenner nach der Linie HI-III, Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie IV-IV.
α ist der Schweißherd, ?; der Stoßherd, C-C1 sind die Luftkammern, d-d1 die Gaskammern; durch die Austrittskanäle e-ex tritt die heiße Luft in den Schweißherdbrenner, und durch die Kanäle f-ft treten die heißen Gase in den Schweißherdbrenner, bzw. umgekehrt die Abgase in die Kammern. Die Anordnung der Brennerköpfe ist in bekannter Weise nebeneinander gewählt, so daß sich eine hufeisenförmige Umkehrflamme für den Schweißherd ergibt. · . :
Die Zuführung des vorgewärmten Gases und der Luft zu dem Stoßherdbrenner geschieht aus den unteren Partien der Kammern, und zwar der Luft durch die Kanäle g-gx und des Gases durch die Kanäle It-Ii1 ; dabei werden Gas und Luft von dem rechtsliegenden Kammerpaar rechts, von dem linksliegenden Kammerpaar links hochgeführt bis über das Ge- \völbe des Schweißherdes; hier werden die bis dahin getrennt geführten Kanäle in gemeinsame Kanäle vereinigt bis zum Eintritt in den eigentlichen Brenner, wo Gas und Luft zusammengeführt werden. ■ Die Speisung des Stoßbahnbrenners geschieht mithin bald von dem rechten, bald von dem linken Kammerpaar, während die Ausströmöffnung und die Flammenrichtung dieselbe bleiben.
Die rückkehrenden Gase des Schweißherdbrenners gehen durch die beziehungsweisen Kanäle / in die beziehungsweisen Kammern c-d. Die rückströmenden Heizgase geben die erste größte Wärme an die oberen Steinlagen ab und ihre Restwärme' oder Abhitze an die unteren Steinpartien in den übereinander gelagerten Kammern, streichen dann in üblicher Weise durch die Umsteuerungsventile und entweichen durch den Abgaskanal i. Die Abgase des Stoßherdbrenners entweichen, ohne die Kammern zu passieren, durch den Abgaskanal k, g5 und sind die beiden Abgaskanäle i und k für sich steuerbar, um jeden Brenner nach Bedarf zu reguliere^ werden aber später zweckmäßig vereinigt und als Hauptgaskanal I dem Kamin zugeführt. .
Damit nun beim Umsteuern der Kammern die z. B. durch die Kanäle g-h dem Stoßbahnbrenner zuströmenden Gas- und Luftmengen nicht durch die Kanäle g1-h1 ebenfalls durch die Kammern C1-^1 streichen, werden die Kanäle, die nach den Abgaskammern führen, jeweils durch Schieber 7Ji1 bzw. H1 oder, falls Gas und Luft durch g1 und Ji1 eintreten, durch die Schieber in und η abgesperrt. Diese Schieber werden betätigt durch einen doppelarmigen, mit Segmenten versehenen Hebel 0, so daß jeweils ein Schieberpaar geöffnet und ein Schieberpaar geschlossen ist. Die Steuerungen dieser Hebel 0, die auf einer gemeinsamen Achse p aufgekeilt sind, geschehen zweckmäßig gleichzeitig -mit der Umsteuerung der Kammern bzw. der Umsteuerungsventile und können auch mechanisch von der Bewegung dieser Ventile abhängig gemacht werden.
Die Wirkungsweise der Erfindung ist klar. 1Z0 Man erhält durch hoch vorgewärmte Gas- und Luftmengen — beispielsweise auf 900 bis
8 0(12 IiO
iooo° eine sehr heiße Schweißherdflanime und durch auf etwa'bis 600 bis 7000 vorgewärmte Gas- und Luftmengen für den Stoß herdbrenner eine intensive Stoßbahnbeheizung. Die Vorzüge der Erfindung liegen in ; der gründlichen Vorwärmung· auf der Stoßbahn und dadurch bedingten hohen Leistungs- ; fähigkeit des Ofens, geringen Abbrand.im. j Schweißherd, in einer hohen Regulierfähig-
keit für die beiden Brenner, in einer Vermei- J dung aller komplizierten Ventile und Anord- t nung, wie sie sonst für den Gleichstrombren- '' ner erforderlich sind, und in einer vollkommenen Ausnutzung der Heizgase. Eine Be- .;
heizung nach vorliegender Erfindung läßt sich
sowohl bei sogenannten Durchstoßöfen mit \
einander gegenüberliegenden Brennerköpfen, \
wie auch bei den Öfen mit seitlichen Ziehtüren '■
entsprechend dem dargestellten Ausführungs- j
beispiel. bequem anordnen. Für den Schweißherd ergibt sich je nach Anordnung der Köpfe i eine hufeisenförmige Flamme oder eine ge- '■ streckte Flamme. Besondere Vorteile besitzt ;■ die Konstruktion noch für solche Stoßofen, bei j
denen mehrere Stoßbahnen in'.einen Schweiß- |
herd münden, da maiY.'es in· der Hand hat, jede j
Stoßbahn nach Belieben.mit einer eigenen Hei- j
zung und auch mit entsprechend bemessenen ι
Gas- und Luftmengen zu'versehen. i

Claims (4)

  1. PATENT7AnSPR-UCHE: j.
    : i. 'Blockwärmofen, bestehend aus
    Schweißherd tund , daran . anschließender \
    Stoßbahn mit gesonderter Heizung für j
    ■beide, bei dem die Abgase aus den Regenerativkammern des Schweißherdes zum Vorwärmen von Gas und Luft für den Stoßherd benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerator aus vier Kammerpaaren besteht und die Abhitze der aus dem jeweiligen Kammerpaar der ' Schweißherdfeuerung tretenden Abgase in zwei weiteren Kammerpaaren aufgespeichert und zur Vorwärmung von Luft und Gas für den Stoßbahnbrenner ausge-
    nutzt wird.
  2. 2. Blockwärmofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Luft und Gas für den Schweißherdbrenner jeweils beide Kammerpaare durchstreichen, während Luft und Gas für den Stoßbahnbrenner nur das kältere Kammerpaar' durchstreichen, die Vorwärmung für beide Brenner also verschieden hoch gehalten wird.
  3. 3. Blockwärmofen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Kammerpaare übereinander angeordnet und nur teilweise voneinander getrennt sind, bzw. Gas und Luft für beide Brenner · in verschiedener Höhe entnommen werden.
  4. 4. Blockwärmofen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abwechselnde Zufuhr von Gas und Luft aus den beiden Kammerpaaren für .den als Gleichstrombrenner ausgeführten Stoßbahnbrenner jeweils durch das Umsteuern der Gas- und Luftventile zwangläufig geschieht.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
DENDAT300210D Active DE300210C (de)

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