DE258147C - - Google Patents

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DE258147C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/70Furnaces for ingots, i.e. soaking pits

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258147 -' KLASSE 18 c. GRUPPE
Stoßofen mit Regenerativfeuerung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1910 ab.
Die zum Anwärmen von Blöcken dienenden Walzwerksöfen wurden bisher entweder als Stoßöfen mit unveränderlicher Flammenrichtung oder als Siemens-Regenerativöfen mit abwechselnder Flammenrichtung gebaut.
Die Stoßöfen haben den Vorteil, daß die Blöcke auf einfache Weise mittels eines Stoßapparates von der Stirnseite des Ofens aus eingesetzt und allmählich nach der heißesten
ίο Zone vorgeschoben werden. Diese allmähliche Anwärmung der Blöcke ist besonders bei harten Stahlblöcken notwendig. Zur Beheizung dieser Stoßöfen dient meistens eine Rostfeuerung; Gasfeuerungen können mir mit einem Gase von sehr hoher Hitzewirkung oder in den Fällen, wo die Blöcke nicht sehr heiß zu werden brauchen, mit Vorteil angewendet werden.
öfen mit Regenerativfeuerung bieten dagegen den Vorteil, daß man sie auch mit minderwertigen Gasen, z. B. Hochofengasen, heizen kann, abgesehen davon, daß die Bedienung derartiger Gasfeuerungen eine einfachere ist. Dagegen haben sie bei den bisherigen Ausführungen, bei denen die Gas- und Luftkanäle in der Stirnwand der öfen angeordnet sind, den Nachteil, daß die Blöcke mittels teuerer Beschickungsapparate durch seitliche Türen Satz für Satz eingebracht werden müssen, wobei sie ferner sofort in den sehr heißen Ofenraum kommen, ohne vorher angewärmt zu sein.
Um diese teureren und unbequemen Beschickungsapparate zu vermeiden, hat man versucht, bei Regenerativfeuerungen die Brennerköpfe in die Seitenwände der öfen zu verlegen, und dadurch die beiden Stirnwände der Öfen frei bekommen zum Ein- und Ausführen der Blöcke, was dann einfach durch Stoßapparate oder Ausbilden des Herdes als Wagenzug bewerkstelligt werden konnte. Hierbei ergab sich aber der Nachteil, daß der Ofenherd unzugänglich wurde und besonders daß die Flammenrichtung quer zur Fortbewegungsrichtung der Blöcke und parallel zu ihrer Längsrichtung verlief, so daß diese ungleichmäßig warm wurden.
Die vorliegende Erfindung will diese Nachteile vermeiden und die Vorteile der Anwendung der Regenerativfeuerung, insbesondere diejenigen der Verwendbarkeit des auf Hüttenwerken reichlich zur Verfügung stehenden Hochofengases vereinen mit den Vorteilen der einfachen Bedienung des Ofens durch Stoßapparate und dabei doch eine allmählich zunehmende, gleichmäßige Erwärmung der Blöcke erzielen. Zu diesem Zwecke sind die Brenner auf einer oder auf beiden Seiten in den Herd verlegt worden, jedoch so, daß die Flammenrichtung annähernd parallel der Fortbewegungsrichtung der Blöcke ist und die Stirnwände des Ofens doch für das Einbringen und auf Wunsch auch für das Ausstoßen der Blöcke frei bleiben. Diese gleiten auf frei verlegter Stoßbahn, etwa aus wassergekühlten Rohren bestehend, zwischen denen die Züge der Heizung angeordnet sind.
Um zu vermeiden, daß beim Durchstreifen der Gase von der Einsatzseite her die Blöcke sofort stark erhitzt werden, sind die Züge in
der Nähe der Einsatztür mit Gewölben abgedeckt, so daß die Blöcke erst nach einer gewissen Anwärmung mit den Gasen in Berührung kommen. Die Gas- und Luftzufuhr bei dem an der Einsatzseite befindlichen Brennei wird zweckentsprechend so ausgebildet, daß eine vollkommene Verbrennung des Gas- und Luftgemisches erst dann eintreten kann, wenn es schon einen gewissen Weg im Ofen zurückgelegt hat, wodurch erreicht wird, daß der Höchstwert der Erhitzung stets an der gleichen Stelle, und zwar in der Nähe der Ausstoßöffnung eintritt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 einen Ofen mit durchgehender Stoßbahn und Fig. 3 einen mit Stoßbahn und Rollherd versehenen Ofen.
In den Fig. 1 und 3 sind α und b die an der Ausstoßseite, c und d die an der Einsatzseite befindlichen Gas- bzw. Luftkanäle, welche mit den Regeneratorkammern e, f, g und h in Verbindung stehen. Die beispielsweise aus dem Verbrennungsraum i austretenden Gase umspülen zunächst die der Ausstoßöffnung h am nächsten gelegenen, bereits angewärmten Blöcke I und erteilen diesen die höchste Erhitzung. Nach der Erhitzung und Vorwärmung der übrigen eingeschobenen Blöcke m verlassen die Verbrennungsgase den Ofen, indem sie unter dem Gewölbe η in die Kammern g und h abziehen. Nach Änderung der Flammenrichtung treten Gas und Luft durch die Kanäle c und d in den durch die Gewölbe η gegen die Stoßbahn abgedeckten Raum ein. Dieser ist, wie Fig. 2 zeigt, durch die Unterstützungswände der Stoßbahn in einzelne Kanäle 0, p, q, r und s geteilt, in welche Gas und Luft in solcher Verteilung eingeführt wird, daß eine vollständige Verbrennung und damit die größte Hitzeentwicklung durch nachträgliche Zufuhr der hierzu nötigen Luftmenge erst in der Nähe der Ausstoßseite geschieht. . Selbstverständlich können die in die seitlichen Kanäle 0 und s mündenden Brenner ganz oder teilweise in die Seitenwände des Ofens verlegt werden, da dadurch das Durchstoßen der Blöcke von den Stirnwänden aus nicht behindert ist. Die Entwicklung der höchsten Hitzegrade in der Nähe der Ausstoßöffnung kann auch dadurch gesichert werden, daß man eine größere Anzahl von Gas- und Luftbrennern entsprechend verteilt in dem Herd und den Seitenwänden des Ofens anordnet. Die sich bildende Schlacke kann durch Kanäle t und u abgezogen werden.
Wie Fig. 3 zeigt, kann in gleicher Weise eine Regenerativfeuerung bei einem Stoßofen angebracht werden, bei dem sich in bekannter Weise an den Stoßherd υ ein Rollherd w anschließt. Auf ein Tieferlegen des an der Ausstoßseite befindlichen Brennerkopfes kann hierbei gegebenenfalls verzichtet werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Stoßofen mit Regenerativfeuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Flammenführung in beiden Richtungen parallel oder annähernd parallel der Bewegungsrichtung des anzuwärmenden Gutes gerichtet ist, indem die Brenner wenigstens an der Einsatzseite unterhalb der Stoßbahn angebracht sind.
2. Ausführungsform des Stoßofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßbahn in der Nähe der Einsatztür durch ein Gewölbe vom Verbrennungsraum getrennt ist.
3. Ausführungsform des Stoßofens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur vollkommenen Verbrennung des in der Einsatzseite einströmenden Gases erforderliche Luft erst in einiger Entfernung von der Mündung des Gaskanals zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20050107754A1 (en) * 2002-09-27 2005-05-19 Yu-Chin Lai Method of purification of polymeric medical device materials using continuous soxhlet extraction

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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