DE299960C - - Google Patents

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DE299960C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B15/00Escapements
    • G04B15/10Escapements with constant impulses for the regulating mechanism

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf . solche Hemmungen, deren Ankerwelle die Welle des Steigrades kreuzt oder zu derselben senkrecht ist, und hat den Zweck, solche Werke, die mit derselben versehen sind, praktisch unempfindlich gegen ziemlich große . Veränderungen in ihrer Belastung oder in der Treibkraft zu machen, so daß der Gang trotz des Wechsels . in der Belastung oder in der Treibkraft regelmäßig wird. Dies wird hauptsächlich dadurch erreicht, daß der wirksame Halbmesser der Ruheflächen kleiner ist als der wirksame Halbmesser der Hebungsflächen.
Auf beiliegender Zeichnung ist als Beispiel eine nach dieser Erfindung ausgeführte Hemmung dargestellt. -
Fig. ι zeigt dieselbe von der einen Seite gesehen, während
Fig. 2 einen nach der Linie A-A in Fig. 1 ao ausgeführten Schnitt, in der Richtung des Pfeiles p gesehen, darstellt.
Obgleich die Darstellung der Erfindung sich auf eine Hemmung mit Unruhe und Spiralfeder bezieht, so kann die Erfindung natürlich auch, auf eine Hemmung mit Pendel angewandt werden.
An einer Welle 1 (im folgenden Ankerwelle genannt), welche — wie gewöhnlich — die Unruhe 2 der Hemmung trägt und von der Spiralfeder 3 derselben beeinflußt wird, sind in kurzer Entfernung voneinander zwei Scheiben, eine obere 4 und eine untere 5, befestigt. Von diesen Scheiben gehen in verschiedenen Achsialebenen gelegene Arme 6 und 7 aus, von deren freien Enden gegen das untere Ende der Welle 1 sich neigende Schienen 8 und 9 nach - entgegengesetzten Richtungen gehen, in einem bestimmten Winkel und koachsial mit den Scheiben 4 und 5. Diese Scheiben und Schienen bilden den Anker der Hemmung, mit welchem das Steigrad zusammenwirkt, um den Gang des Werkes zu regeln. Das Steigrad besteht im vorliegenden Falle aus einem sogenannten Kronrad, d. h. einem Rad, von dessen einer Seite Zähne oder Stifte 10 ausgehen, die zum Zwecke der Regelung des Ganges nacheinander auf den Scheiben 4 und 5 ruhen und auf die Schienen 8 und 9 drücken. Die Lage des Kronrades ist eine solche, daß derjenige der Stifte 10, welcher sich gerade in Tätigkeit befindet, sich iri der Richtung der Ankerwelle 1 bewegt. i
Bevor das Zusammenwirken zwischen den Stiften 10, den Schienen 8 und 9 und den Scheiben 4 und .5 näher beschrieben wird, sei hervorgehoben, daß die Unruhe 2 -— und also auch die Scheiben 4 und 5 -— während einer Schwingung drei Hauptlagen hat, nämlich ■ eine Mittellage, entsprechend der Nullspannung in der Spiralfeder 3 und zwei Außen-
lagen, entsprechend der Maximumspannung in der Spiralfeder beim Schwingen nach der einen oder anderen Richtung.
Angenommen, daß die Unruhe 2 sich in der Richtung des Pfeiles p1 dreht, und daß dabei einer der Stifte 10 mit-seinem freien Ende auf der oberen Scheibe 4 ruht. An der Kante der letzteren befindet sich ein Ausschnitt 11 von solcher Größe und in solcher Lage, daß, wenn die Scheibe ihre Mittellage erreicht hat, der Stift 10 (welcher Kraft von der Kraftquelle des Werkes empfängt) sich durch den Ausschnitt abwärts bewegt, wobei der Stift unmittelbar . auf die obere Schiene 8 trifft. In- folge der Neigung der Schiene findet nun eine Hebung statt. Durch dieselbe erhält die Unruhe einen Anstoß in der soeben erwähnten Richtung (Pfeil p1) derart, daß sie ihre Drehung fortsetzt, wobei der Stift die Schiene- 8 verläßt und sich an die untere Scheibe 5 legt. Nachdem darauf die Unruhe, infolge wachsenden Widerstandes der Spiralfeder 3-, sich gewandt hat, d.-h. sich in der der Richtung des Pfeiles p1 entgegengesetzten Richtung zu dre-■ hen beginnt, fährt der Stift fort, gegen die Scheibe 5 anzuliegen, bis ein dem Ausschnitt
11 in der Scheibe 4 entsprechender Ausschnitt
12 in der Scheibe 5 an den Stift gelangt. Dabei, herrscht' in der Spiralfeder 3 keine Spannung, und der Stift beginnt unmittelbar auf die untere Schiene 9 zu wirken, indem er der Unruhe einen Anstoß in der der Richtung des Pfeiles p1 entgegengesetzten Richtung erteilt (zweite Hebung). Wenn der Stift die Schiene 9 verlassen" hat, trifft der folgende Stift die Oberseite der Scheibe 4; die Unruhe setzt ihre Drehung in der soeben genannten Richtung (dem Pfeil p1 entgegengesetzt) fort, worauf sie wendet, und der beschriebene Verlauf sich wiederholt.
Die Stifte 10 berühren die Ruhescheiben 4 und 5 nur mit ihren äußeren Enden. Die von den Stiften berührten Teile der Oberseiten der Ruhescheiben bilden- die sogenannten Ruheflächen, während die sogenannten Hebüngsflächen von den Oberseiten der Schienen 8 und 9 gebildet werden,.die mit den Stiften 10 weiter hinein, d.h. nahe den Befestigungspunkten derselben in Berührung" gelangen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der Radius der Ruheflächen verhältnismäßig klein im Vergleich mit dem Radius der Hebungsflächen. .Die letzteren sind als im gleichen Abstand von der Welle 1 verlaufend dargestellt, können aber auch zu- öder abnehmenden Abstand von der Ankerwelle 1 besitzen. Die Hebung, d. h. das Drehungsmoment, kann also konstant oder zu- bzw. abnehmend sein. Die Größe und die Stärke der Hebung können geregelt werden, und zwar durch Abänderung des Abstandes der Hebungsfläche von der Ankerwelle ι und ihrer Neigung bzw. Länge.
\¥ichtig für den Gang der Hemmung ist, daß die Ruheflächen und die Anfangsendert der Hebungsflächen in der Längsrichtung der Ankerwelle in Verhältnis zueinander versetzt sind. Wenn dies nicht der Fall wäre, so würde der Mechanismus von selbst stehen bleiben. ~
Es ist auch von Wichtigkeit, daß die Ausschnitte 11 und 12 und also auch die Anfangsenden der Hebungsbahnen sich gerade bei Nullspannung in der Spiralfeder 3 (oder in der Mittellage eines Pendels) vor den Stiften 10 befinden, damit das Werk, wenn es abgelaufen ist, sich bei dem darauffolgenden Aufziehen von selber in Gang setzt.
Wenn einer der Stifte 10 (oder ein dem entsprechender Teil) auf einer der Ruheflächen. ruht, kann die Unruhe sich um fast einen ganzen Umgang drehen. Die Unruhe kann daher während einer Sctnvingung sich um fast zwei Umgänge drehen. Dies ist ein bedeutender Vorteil dieses Hemmungsmechanismus gegenüber anderen Hemmungen, bei welchen der intermittent umlaufende Teil. bzw. das Steigrad direkt den schwingenden Teil bzw.'.den Anker betätigt.
Die Hebungsbahnen, d. h. die die Hebungsflächen bildenden Teile, können in der Längsrichtung der Ankerwelle fe'dernd sein, so.daß sie für den Druck des Steigrades auf ihnen nachgiebig sind. Hierdurch wird unter anderem der Vorteil erreicht, daß, wenn ein Steigradstift 10 eine Hebungsbahn betätigt, dieselbe etwas gebogen wird, so daß der Stift ohne Stoß an die nächste Ruhefläche abgeliefert wird. Nachdem der Stift die Hebungs-. bahn verlassen hat, federt letztere zurück und macht dem Stift Platz bei .der nachfolgenden Drehung des Ankers in der entgegengesetzten Richtung.
Die zur Biegung der Hebuhgsbahnen erforderliche Kraft wird zum größeren oder kleineren Teil dadurch wiedergewonnen, daß die Hebungsbahnen bei deren Zurückfederung gegen die Stifte 10 (oder entsprechenden Teile) wirken.
Es versteht sich von selbst, daß die Erfhidung auch bei anderen Werken benutzt werden kann, als solchen, die zum Treiben von vor einem UhrzifTerblatt befindlichen Zeigern bestimmt sind. Die Einzelheiten derselben können anders ausgeführt sein, als wie sie als Beispiele angegeben worden sind.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Uhrhemmung mit die Steigradwelle kreuzender bzw. senkrecht zu derselben liegender Ankerwelle, dadurch gekennzeichnet, daß der wirksame Radius der
    Ruheflächen (4, 5) des Ankers kleiner ist als der wirksame Radius der entsprechen- . den Hebungsflächen (8, 9).
  2. 2.. Uhrhemmung nach' Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebungsflächen entweder im gleichmäßigen oder zu- oder abnehmenden Abstand von der Ankerwelle verlaufen.
  3. 3. Uhrhemmung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebungsflächen federnd bzw. für den Druck des Steigrädes auf sie nachgiebig sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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