DE299272C - - Google Patents

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DE299272C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F13/00Filing appliances with means for engaging perforations or slots
    • B42F13/30Filing appliances with means for engaging perforations or slots having a set of rods within a set of tubes for a substantial distance when closed

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 299272 -KLASSE 11 e. GRUPPE
Briefordner mit ausziehbarem Verschlußhaken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1915 ab.
Es sind bereits Briefordner bekannt geworden, bei denen zwei U-förmig gebogene, an dem unteren Ende der einen senkrechten Schenkel durch ein Querstück miteinander verbundene Verschfyßhaken in einer auf einer Grundplatte senkrecht stehenden Führungsplatte geführt werden, während die anderen senkrechten Schenkel beim Emporschieben in rohrartig ausgebildeten Aufreihdornen der Grundplatte ίο Führung erhalten. Nach völligem Emporschieben können die Haken samt den daraufgeschobenen Papieren scharnierartig um den oberen Rand der senkrechten Führungsplatte umgelegt werden.
Bei diesen bekannten Briefordnern haben sich Nachteile insofern gezeigt, als beim Emporschieben einer Anzahl von Blättern auf den Verschlußhaken in seiner obersten Lage dieser gegen unbeabsichtigtes Umlegen nicht die erforderliche Steifigkeit besitzt, und als ferner das Wiederhineinführen der freien Enden des Hakens in die Führungsrohre Schwierigkeiten verursacht.
Die Erfindung besteht in einer Verbesserung derartiger Briefordner, welche diese Nachteile beheben soll, und ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. ι die Vorrichtung in einer Mappe angebracht, in einem Querschnitt,
Fig. 2 eine Hinteransicht der Vorrichtung allein,
Fig. 3 eine Vorderansicht,
Fig. 4 einen Schnitt in Richtung der punktierten Linie A -B der Fig. 2,
Fig. 5 die Vorrichtung in einer Mappe mit ausgezogenem Verschlußhaken,
Fig. 6 denselben umgelegt, und
Fig. 7 die Mappe in der Gebrauchslage.
Die Vorrichtung ist mit einer Unterplatte 1 auf der Innenseite des unteren Deckels der Mappe 2 befestigt. An der Hinterseite der Unterplatte 1 ist rechtwinklig nach oben eine Platte 3. angebogen. Die beiden Seiten der Platte 3 sind nach hinten zu einer nach innen offenen Kulissenführurig 4 umgebogen, in der sich der doppelt U-förmige, unten durch einen Querteil 5 verbundene Verschlußhaken 6 mit seinen parallelen hinteren Schenkeln verschiebt.
Für die vorderen, nach unten gerichteten Hakenenden 7 ist an der entsprechenden Stelle auf der Unterplatte je ein oben offenes Röhrchen 8 vorgesehen. Die oberen wagerechten Schenkel des Verschlußhakens 6 sind zweckmäßig durch ein mit angebogenen ösen über dieselben greifendes Querstück 9 verbunden, welches als Griff für den Verschlußhaken 6 dient. .
Die obere Kante 10 der Platte 3 ist nach der Rückseite umgebogen, und unter derselben ist in paralleler Richtung in der Platte eine Schlitzöffnung 11 vorgesehen, durch welche mit einer schräg angebogenen Kante 12 ein Querstück 14 reicht, das an einer an der Vorderseite der Platte 3 befestigten Feder 13 angebracht ist.
Die Führungen 4 sind an der Hinterseite der Platte 3 nach außen hin in ihrem oberen Teil ausgeschnitten und die verbliebenen, einander gegenüberliegenden Teile unter ent-
sprechender Ausbiegung an ihren oberen Enden zu Blattfedern 15 ausgebildet.
Auf an den Außenseiten der Führungen 4 angebrachten Winkelzapfen 16 sind Schraubenfedern 17 vorgesehen, deren eines Ende auf den Blattfedern 15 befestigt ist, während das andere mit einem halbringförmigen Ansatz 18 auf dem betreffenden vertikalen Schenkel des Verschlußhakens 6 gleitet.
Um Schriftstücke 19 in die Mappe einzuordnen, wird der Verschlußhaken 6 vermöge des Griff Stückes 9 in den Führungen 4 so weit nach oben herausgezogen, bis dessen Querverbindung 5 unter die umgebogene Kante 10 der Platte 3 stößt. Die Querverbindung ist hierbei über die zurückfedernde Kante 12 des federnden Teiles 14 hinweggeglitten, wodurch der Rückgang gesperrt ist und erreicht wird, daß sich der Verschlußhaken beim Umlegen nicht ecken kann. Der Verschlußhaken 6 ist in dieser Stellung mit seinem Querteil 5 zwischen den Kanten 10, 12 und den Blattfedern 15 frei gelagert, so daß er um seine Querstange 5, weil seine Seitenschenkel nicht mehr in ihren Führungen 4 gehalten sind, entgegen der Wirkung der Feder 17 scharnierartig nach der Rückseite zurückgeklappt werden kann. Die vertikalen Hakenenden 7 werden hierbei völlig aus den Röhrchen 8 ausgehoben, so daß die einzuordnenden Blätter 19 mit entsprechenden Lochungen bequem über die Röhrchen geschoben werden können. Nachdem alle Schriftstücke eingelegt sind, wird noch ein ebenfalls gelochter Pappdeckel 20 nebst einer Federklemme 21 beT kannter Art eingefügt. Der unter Federwirkung 17 stehende Verschlußhaken 6 wird nunmehr wieder nach vorn geklappt, wobei die Sicherung des Hakens in seiner Höchststellung und die durch die Federung erzielte Steifigkeit bewirken, daß seine Hakenenden 7 sicher in die Rohröffnungen der Rohre 8 gleiten und durch Zurückdrücken der Feder 13 herabgeschoben werden können.
Um einen beliebigen der eingeordneten Briefe in seiner ganzen Fläche übersehen zu können, genügt es, die darüber befindlichen Blätter auf den Röhrchen 8 nach oben zuschieben. Für den Fall, daß die Mappe bereits nahezu oder ganz gefüllt ist, genügt, um den nötigen Spielraum zur Einsicht zu gewinnen, ein kurzes Ausziehen des Verschlußhakens 6 nach oben. Beim Schließen der Mappe ist es vorteilhaft, deren Rücken durch Überlegen der daran angebrachten Ringösen 22 über das freie obere Ende der Feder 13 festzulegen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Briefordner mit ausziehbarem Verschlußhaken, der einerseits in Falzen einer senkrecht stehenden Platte, andererseits in rohrartigen Aufreihdornen geführt ist und in völlig ausgezogenem Zustande um die obere Kante der stehenden Platte umgelegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des Auszuges des Verschlußhakens (6) die obere Kante (10) der Gestellplatte (3) in bekannter Weise so umgebogen ist, daß sie als Anschlag für den Querteil (6) des Hakens dient, welcher in der höchsten Stellung durch Einschnappen einer federnden Nasenkante (12) gegen Rückgang gesichert, zwischen den Kanten (10, 12) und den oberen Enden der nach oben und außen ausgeschnittenen Führungsklappen (4) behufs Öffnung des Verschlusses nach rückwärts, entgegen der Wirkung von Federn (17), um seinen Querteil (5) zurückgeklappt werden bzw. nach Wiederauslösen der Sperrnase (12) zwischen seinen Führungen (4) und mit seinen vorderen Hakenenden (7) in den Röhrchen (8) geradlinig herabgeschoben werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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