DE299264C - - Google Patents
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- DE299264C DE299264C DENDAT299264D DE299264DA DE299264C DE 299264 C DE299264 C DE 299264C DE NDAT299264 D DENDAT299264 D DE NDAT299264D DE 299264D A DE299264D A DE 299264DA DE 299264 C DE299264 C DE 299264C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A46—BRUSHWARE
- A46D—MANUFACTURE OF BRUSHES
- A46D9/00—Machines for finishing brushes
- A46D9/02—Cutting; Trimming
Landscapes
- Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die langfaserige Hornrinde. der Federkiele, deren Fahnen und Hohlteile für andere
Zwecke entfernt sind, für die Herstellung von Borstenmaterial für Bürsten nutzbar zu
5. machen, werden diese Kiele durch einen längs der natürlichen Krümmung des Kieles verlaufenden
Spalt in zwei Teile zerlegt, die zwecks weiterer Verarbeitung an ihrer Innenseite
von dem das Innere des Kieles ausfül- !enden Mark befreit werden müssen.
Bei dem sowohl in der Längsrichtung als auch im Querschnitt gewölbten Außenteil
macht die Entfernung des Marks durch die für diese Zwecke üblichen rotierenden Fräser
keine Schwierigkeiten, vorausgesetzt, daß das Aufspalten weit genug bis gegen das Fahnenende
hin stattgefunden hat. Der an der Außenseite hohl gebogene und im Querschnitt
mit einer Rinne versehene Innenteil dagegen erträgt, wenigstens bei dem in Deutschland
zur Verfügung stehenden Gänsefedermaterial, das Abarbeiten der Markschicht mittels rotierender
Fräsmesser nicht gut, wird vielmehr hierbei aufgefasert und mehr oder weniger
stark gekürzt, teils weil die Hornschicht hier dünner ist, teils weil sie in der Gegend der
Mittelrinne doppelte Biegung hat und deshalb beim Flachdrücken am Fräser aufreißt.
Man bat daher bis jetzt die Innen- oder Bauchseiten der Kiele beim Aufspalten mittels
einfacher Handmesser so abzuspalten gesucht, daß das Messer sich längs der Hornschicht
selbst führte und diese zugleich von der Markschicht getrennt wurde. Bei.diesem
freihändigen Aufspalten erhält man indessen nur ein verhältnismäßig kurzes'und ■ungleichmäßiges
Borstenmaterial aus dem Bauchteil des Kieles, weil es praktisch nicht gelingt, die
Hornrinde bis zum Fahnenende der Feder aufzuspalten. Beim Abfahnen der Feder
wird nämlich die Hornschicht des. Kieles an den beiden Seitenflächen entfernt und das aufspaltende
Messer führt sich zwar zunächst in den beiden entrindeten Seitenspalten. Sobald
aber die Messerschneide bei ihrer Bewegung längs der Innnenseite des Kieles sich dessen
nach den Seiten zu abgebogenen Rändern nähert, findet diese in der sich schnell verstärkenden
Hornschicht dieser Ränder starken Widerstand, so daß sich die Schneide
festhakt und unter Abbiegung des Federkieles ■ sowie Durchschneiden des. inneren
Spaltteiles nach außen geleitet wird. Hierdurch wird nicht nur die Hornrinde der Innenseite
des Federkieles unvollständig- und noch dazu in ungleichmäßiger Länge gewonnen,,
sondern auch die Rückenseite der Federhorn-Schicht, da der nicht aufgespaltene Teil des
Federkieles beim Entmarken durch die Fräsmaschine infolge Einhakens der Fräsmesser
in die nicht entfernte Hornrinde der Innenseite regelmäßig ausgeworfen wird. Der nicht
aufgespaltene Hornschichtteil läßt sich deshalb nicht, fabrikationsm.äßig für die Borstenherstellung
gewinnen. Nach vorliegender Erfindung werden diese
Mängel der bisherigen Methode des Abspaltens eines entmarkten Bauchteiles des Kieles
• dadurch vermieden, daß der Federkiel beim Aufspalten. vor der Messerschneide längs
einer'neben dem Messer angeordneten gebogenen Leitfläche unter seitlicher Abbiegung
von der Messerebene so geführt wird, daß . an der Spaltstelle die Bauchseite des Kieles
über die natürliche Krümmung hinaus abge-
ίο bogen wird. Hierdurch ergibt sich eine Abplattung,
des doppelt gebogenen Querschnittes des Bauchteilstreifens und insbesondere ein Aufbiegen der umgebogenen Seitenränder des
Streifens, so daß nicht diese, sondern der mittlere Rinnenteil sich am Messer führt und
das Fangen und Herausleiten der Schneide vermieden wird. Es läßt sich hierdurch ein
gleichmäßiges Aufspalten des Federkieles durch eine schnelle Bewegung mühelos erzielen,
wodurch der innere Bauchteilstreifen der Hornschicht des Kieles unter gleichzeitiger
Entfernung der Markschicht in ganzer Länge gewonnen wird. Dementsprechend wird aus
den oben angegebenen Gründen auch der äußere, mittels Fräser zu entmarkende Rückenteil
des Kieles in der ganzen Federlänge für die Borstenfabrikation nutzbar gemacht.
Das Verfahren ist nicht zu verwechseln mit der Arbeitsweise solcher für die Zubereitung
der Federkielhornschicht für andere Zwecke
bestimmter Vorrichtungen, bei denen der Kiel durch ein Paar Vorschubrollen gegen eine
Messerschneide gedruckt und hierdurch auf-
: gespalten wird. Hierbei findet das Aufspalten des Kieles in der -Mitte statt, so daß
der Bauchteil mittels Fräser entrindet werden muß,'wodurch, wie erwähnt, seine Hornschicht
bis zur Unbrauchbarkeit beschädigt wird, zumal durch das vorgängige Zusammendrücken
des Kieles zwischen den Walzen die . Markschicht fest zusammengedrückt wird.
Zur Ausführung des Verfahrens bedient man sich vorzugsweise eines Werkzeugs, wie
es in Fig. 1 bis 3 in Ansicht von der Rückseite, Endansicht und Grundriß dargestellt ist. Die
Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte ι, welche auf einem Arbeitstisch vorzugsweise
nahe dessen Rande mittels Schrauben befestigt werden kann. Nahe dem dem Arbeitsplatz
zugewendeten Hinterrande dieser Grundplatte ist an dieser, z. B. mittels eines schwalbenschwanzförmigen
Schaftes 2 das Spaltmesser 3 mit senkrecht aufragender Klinge
und nach vorn gerichteter Schneide befestigt.
Neben dieser Schneide ist auf der Grundplatte ein Leitblock 4 angebracht, welcher
etwa bis zum Ende der Messerklinge 3 aufragt und arii linken Ende neben dieser eine
Leitfläche hat, die nach einer von dem zur Messerschneide tangentialen Ende "nach vorn
vor dieser Schneide abgebogenen Krümmung mit einer, zur Messerklinge parallelen Erzeugenden
ausgebildet ist. Der Leitblock 4 wird durch eine Schraube 6 gehalten, die
durch einen Schlitz 7 dieses Leitblockes hindurchgeht, so daß man sowohl die Entfernung
des Endteiles der Leitfläche 5 von der dieser zugewandten Fläche der Messerklinge 3 als
auch durch mehr oder weniger weites Vorschwingen die Biegung" der Leitbahn vor der
Messerschneide einstellen kann. ;
Bei der Benutzung der Vorrichtung, welche in Fig. 4 und in Fig. 5, in letzterer in etwas
vergrößertem Maßstabe erläutert ist, wird der in Fig. 6 im Querschnitt in vergrößertem
Maßstabe dargestellte Federkiel zunächst mit seinem dicken Ende gegen die Messerschneide
gedrückt, wobei diese sich von der neben ihr befindlichen Führungsfläche etwas abbiegt und
den unteren Kielteil einspaltet, dessen Hornrinde ringsum vollständig erhalten ist, da die.
Fahne erst ein Stück oberhalb dieses Kielendes ursprünglich begonnen hat. Bei diesem
Anspalten wird der Federkiel so gehalten, daß seine gebogene Innenseite, die durch die
flache Rinne bei 13 im Querschnitt abgeflacht ist, der Führungsfläche 5 zugewendet ist. Im
übrigen kommt es in diesem Teil auf genaue Führung des Messers nicht an, weil in dem
.unabgefahnten Anfangsteil des Kieles ein
Verlaufen des Messers nicht eintritt. .
Nach dem Anspalten wird das j enseits des Messerrückens hervorragende gespaltene Ende
des Kieles mit der einen, das mit dem Fahnenrest 9 versehene dünne Kielende mit der- anderen
Hand erfaßt, wie in Fig. 4 angedeutet-, und während die eine Hand den Kiel gegen
die Schneide des Messers anzieht, mit der anderen Hand vor dem Messer gegen die Leitfläche
1.6 abgebogen. Hierdurch .flachen sich, wie aus Fig. 5 ersichtlich, die gegen die Seitenflächen
des Kieles abgebogenen Ränder 18 des inneren bei 14 abgetrennten Spaltteiles neben
und unmittelbar vor der Messerschneide so ab, daß diese sich nicht in diesen gebogenen
Rand einhaken und den Spaltteil durchschneiden kann. Gleichzeitig ergibt sich eine gute
Führung des Spaltteiles an der inneren Seitenfläche der Messerschneide, die der Leitfläche
5 zugewendet ist, und diese beiden Umstände ermöglichen es, mühelos den Kiel bis
zum Fahnenende aufzuspalten, so daß er in einen langen Spaltteil 17 und einen ebenso
langen, vollständig aufgespaltenen Hauptteil 19 zerfällt, dessen Markschicht 10 auf der
ganzen Länge freigelegt ist und daher durch die Fräsmaschine sicher entfernt werden
kann. Sowohl das aus dem Spalt 17 als auch das aus dem Hauptteil 19 gewonnene Borstenmaterial
nutzt also die volle Länge der Feder aus, soweit dies die sich verjüngende Breite
des Kieles zuläßt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
ι. -Verfahren zum Aufspalten von Federkielen zwecks Gewinnung der Hornschicht zur Herstellung von Borstenmaterial unter gleichzeitigem Entmarken des abzuspaltenden Bauchteilstreifens, dadurch gekennzeichnet, daß der Federkiel beim Aufspalten vor der Messerschneide längs einer neben dem Messer angeordneten gebogenen Leitfläche unter seitlicher Abbiegung" von der Messerebene so geführt wird, daß an der Spaltstelle die Bauchseite des Kieles über die natürliche Krümmung des Federkieles hinaus abgebogen, im Querschnitt flach gestreckt wird, so* daß 1S dadurch das Einhaken und Herausleiten des Messers durch die Hornschicht nach außen vermieden wird. - 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein an einer festen Grundplatte senkrecht aufragendes Messer, neben dessen Klinge ein die Leitfläche tragender Bock verstellbar befestigt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299264C true DE299264C (de) |
Family
ID=553378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299264D Active DE299264C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299264C (de) |
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