DE297901C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
AUSGEGEBEN
AM 8. SEPTEMBER 1919
Die bekannten Verfahren zum Eindampfen dünner Salpetersäure mittels wasserentziehender
Mittel (in erster Linie mit Hilfe von konzentrierter Schwefelsäure) pflegen zur Erreichung
der zur Austreibung der Salpetersäure erforderlichen Temperatur Dampf bzw.
ein Gemisch von Dampf mit Luft oder indifferenten Gasen anzuwenden.
Diese Zuführung von Dampf hat den großen Nachteil, daß man wegen der Verdünnung
der Säure durch die Absorption des Dampfes einen großen Überschuß von konzentrierter
Schwefelsäure gebraucht und daß in der ablaufenden Schwefelsäure ein beträchtlicher
Bruchteil der eingesetzten HNO3 verloren geht.- Die Verdünnung der . entwickelten
• Salpetersäuredämpfe durch Luft oder andere indifferente Gase hat ferner eine Verminderung
der Leistungsfähigkeit der Vorrichtung zur Folge.
Andere Verfahren benutzen unmittelbare oder mittelbare Beheizung, um die Salpetersäure
auszutreiben. Die dazu verwendeten Einrichtungen sind jedoch recht verwickelter
Natur, auch tritt hierbei leicht eine Zersetzung der Salpetersäure in niedere Stickoxyde ein.
Es wurde nun gefunden, daß sich die Salpetersäureeindampfung in zweckmäßiger
Weise bewerkstelligen läßt, indem das Gemisch von dünner Salpetersäure und konzentrierter
Schwefelsäure durch einen zweiteiligen' Apparat, dessen unterer Teil von außen beheizt ist,
geführt wird, so daß es zunächst in dem oberen Teile auf einem längeren Wege mit den aus
dem unteren Teile entwickelten heißen salpetersauren Dämpfen in innige Berührung kommt
und hier bereits den größten Teil seines HNO3-Gehaltes in Form konzentrierter Säuredämpfe
abgibt, während der Rest der HN0B in dem unteren Teil der Einrichtung aus der flachen,
strömenden Säureschicht ausgetrieben und in dem oberen Teil getrocknet wird,1 wobei
jedes Einblasen von Dampf, Luft usw. entbehrlich ist.
Eine Ausführungsform der hierzu nötigen Einrichtung ist aus der heiligenden Zeichnung
ersichtlich. Er besteht einerseits aus einen mit Glas-, Quarz- oder Tonstücken ausgefüllten,
aufrechtstehenden Rieselturm aus säurebeständigem Material (z. B. ausgemauertem eisernen Turm), andererseits aus einem wagerechtliegenden,
länglichen Gefäß, das von außen beheizt wird. Der Form nach kann dieses Gefäß ein Rohr, eine Retorte oder auch
eine Pfanne sein; als Baustoff kann beispielsweise Quarz, Siliziumeisen oder mit säurebeständigem
Stein innen ausgekleidetes Eisen dienen.
In dieses zweite, untere Gefäß tritt die Schwefelsäure aus dem ersten, oberen, an dem
einen Ende ein, durchfließt es in seiner ganzen Länge und verläßt es an dem anderen Ende
durch ein geeignetes Abflußrohr (z.B. Syphonrohr). Dadurch, daß der Ausfluß in der Mitte
des Querschnittes angebracht ist, bleibt das Gefäß-stets halb mit Säure angefüllt.
(a. Auflage, ausgegeben am 27. April
Die denitrierte Schwefelsäure verläßt die
Vorrichtung mit so hoher Temperatur, daß sie nur noch Bruchteile eines Prozentes HNO3
enthält, der Verlust an HN0:, also sehr
gering ist.
Das Gemisch von dünner Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure wird in einem
solchen Verhältnis hergestellt, daß die ausgetriebene Salpetersäure in der gewünschten
ίο Konzentration übergeht und die Sclwefelsäure
mit einem Gehalt von etwa 70 Prozent H2 S O4 abfließt.
Claims (1)
- Paten t-An Spruch:
Verfahren zum stetigen Eindampfen vo ■ verdünnter Salpetersäure, dadurch ge kennzeichnet, daß ein Gemisch von dünne Salpetersäure und konzentrierter Schwe feisäure ohne Zuführung von Heizdamp eine zweiteilige Vorrichtung durchfließi deren oberer rieselturmartiger Teil innei durch die aus dem unteren, flachen, pfan neuartigen, von außen beheizten Teil auf steigenden salpetersauren Dämpfe durch strömt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE297901C true DE297901C (de) |
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ID=552161
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE297901C (de) |
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