DE297331C - - Google Patents

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DE297331C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R1/00Details of instruments or arrangements of the types included in groups G01R5/00 - G01R13/00 and G01R31/00
    • G01R1/02General constructional details
    • G01R1/08Pointers; Scales; Scale illumination

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 297331 KLASSE 21 e. GRUPPE
SIEMENS-SCHUCKERT WERKE G. m. b. H. in SIEMENSSTADT b. BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. September 1916 ab.
Durch die Erfindung wird das Aufstellen von Korrektionstabellen für Meßgeräte mit mehreren Meßbereichen erleichtert.
Hat man z. B. für einen Drehspulstrommesser mit Nebenschluß für den Meßbereich i,5 Ampere für die Teilstriche o, io, 20 usw. der Skala festgestellt, um wieviel Bruchteile eines Teilstriches an diesen Stellen der Skala jeweils die Ablesung zu berichtigen ist, damit sie mit der Konstante multipliziert den richtigen Stromwert ergibt, so werden diese »Korrektionen« im allgemeinen nicht dieselben bleiben, wenn man den Nebenschluß wechselt, um einen anderen. Meßbereich, ζ. Β. von
!5 150 Ampere, zu haben. Denn man muß auch mit Fehlern der Widerstandswerte der Nebenschlüsse rechnen, besonders wenn sie lange im Gebrauch gewesen sind. Um diese Fehler zu berücksichtigen, ist es am praktischsten, wenn man gleich die Korrektionen des Gerätes mit dem neuen Nebenschluß durch Messung bestimmt, weil man dann außer der Berichtigung der Ablesung nichts mehr zu rechnen braucht, wenn, wie üblich, die Konstanten für die verschiedenen Meßbereiche dekadisch gestuft sind.
Man stellt also für jeden Meßbereich eine Tabelle auf, die die Korrektionen c in Abhängigkeit von der Skalenstelle (Teilstrichzahl) α für eine Anzahl bestimmter Werte von a, z. B. 0,10, 20 . . ., enthält. Eine solche Tabelle, für einen Meßbereich I aufgestellt, entspricht einer Korrektionskurve
ei = fi {a),
für einen Meßbereich II aufgestellt, einer Korrektionskurve
cn = fii (i^-
Zwischen diesen beiden Kurven besteht nun aber eine einfache Beziehung, da ihr Unterschied von dem Fehler der Nebenschlußwiderstände herrührt, der von der Größe a unabhängig ist. Es ist nämlich
cn -■= ei Pu
K1 Pi
Ku Pn
wenn Ki und Ku die Konstanten, Pi und Pn die Widerstände des Gerätes mit Nebenschluß für die beiden Meßbereiche I und II bedeuten. Der Faktor von c/ kann gleich eins gesetzt werden, da er nur um eine Größe von der Ordnung der Größe cj von eins abweicht.
Es genügt sonach, mit dem Nebenschluß für den Meßbereich II nur für einen Wert von a, z. B. den Wert 100, die Korrektion xn 100 zu bestimmen; mit c/100 kann man dann daraus den Faktor von α in der letzten Gleichung
= 0,01 (cn
100
c/ioo)
bestimmen und darnach für alle a die cn berechnen, wenn die c/ bekannt sind.
Diese Berechnung soll durch die Erfindung überflüssig gemacht werden; denn sie bietet zwar keine Schwierigkeit, erfordert aber Aufmerksamkeit, weil die c sowohl positiv wie negativ sein können. Weniger geschultes Personal macht dabei erfahrungsgemäß häufig
Fehler. Auch nimmt die Berechnung bei Geräten mit sehr vielen Meßbereichen beträchtliche Zeit in Anspruch.
Die Erfindung soll zunächst an dem gezeichneten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
An einem Brett δ ist ein Blatt d mit einer Schar von parallelen Geraden e angebracht, z. B. durch Einschieben in eine von Leisten
ίο O1, J2 gebildete Führung. Die parallelen Geraden e, die gleichen Abstand voneinander haben, entsprechen der Abszissenachse und ihren Parallelen in einem Koordinatensystem. Zwei Hebel A1 und A2 sind um die Punkte g1 und g2 schwingbar an dem Brett J gelagert. Mit den Hebeln ist eine Schar von parallelen Stäben s gelenkig verbunden; diese Stäbe sind einander parallel und haben gleichen Abstand voneinander. Der erste davon, der in die Richtung g]-g2 fällt, entspricht der Ordinatenachse des gedachten Koordinatensystems; die übrigen entsprechen ihren Parallelen.
Auf den Stäben s sind Zeigermarken ζ unter Reibung verschieblich; sie sind für das Anfassen mit Knöpfchen tn o. dgl. ausgestattet. Die Hebel A und die Stäbe s bilden ein Gittergelenkparallelogramm, das über dem Blatte d um die Punkte g geschwenkt werden kann. Zu seiner Feststellung ist ein bei η am Brett J gelagerter Hebel 0 mit einem Schlitz vorhanden, in dem eine Schraube f am Ende des Hebels A2 gleitet; durch Lösen bzw. Festziehen der Schraubenmutter q, die gleichzeitig als Handgriff für das Schwenken des Parallelogrammes dient, kann das Parallelogramm beweglich bzw. unbeweglich gemacht werden.
Die Stäbe s sind den für die Korrektionsbestimmung gewöhnlich ausgewählten Stellen der Gerätskala zugeordnet. Sie sind dementsprechend durch Zahlen gekennzeichnet, die beispielsweise auf Täfelchen r über den Gelenken am Hebel A1 angebracht sein können, wie die Zeichnung es zeigt.
Die Vorrichtung wird in folgender Weise benutzt: Hat man die Korrektionen c/ bestimmt, so stellt man das Parallelogramm ■ durch Anziehen der Schraube q fest und stellt die Zeigermarken ζ auf ihren Führungsstäben s unter Verwendung der Linienschar e als Maßstab auf die bestimmten Korrektionswerte ein. Dabei möge sich beispielsweise die in der Zeichnung angenommene Stellung der Zeigermarken ζ ergeben, die gleich ein Bild der Korrektionskurve für den Meßbereich I liefert.
Hat man nun für den Meßbereich II die
Korrektion c//100 bestimmt, so löst man die Schraube q, verschiebt das Parallelogramm, bis die Zeigermarke auf dein Stab s100 auf dem Blatt d den Wert Cu100 anzeigt, und zieht dann die Schraube q wieder fest. Man kann dann die Korrektionen cn für alle anderen Werte von α einfach ablesen.
Das Wesentliche bei dieser Vorrichtung besteht offenbar darin, daß die Zeigermarken quer zu den parallelen Korrekturwertlinien e in parallelen Bahnen geführt werden, an ihren Führungen einzeln beliebig und mit den Führungen gleichzeitig um Beträge verstellt werden können, die den Abständen der Führungsbahnen von der ersten dieser Bahnen (Gerade gj-g2) proportional sind. Dies kann natürlich auch mit anderen konstruktiven Mitteln erreicht werden. Um nur eines noch zu nennen, kann man die Stäbe s schieberartig in Rinnen des Brettes b führen und sie gemeinsam durch einen geschlitzten Hebel (A1 oder A2) bewegen, wobei den in den Stäben s sitzenden Mitnehmerstiften in Schlitzen des Mitnehmerhebels Spiel gegeben werden und die Geradenschar e auf dem Brett b selbst gezogen werden müßte.
Die richtige gemeinsame Bewegung der Zeigermarken läßt sich am einfachsten mit einem Hebel wie angegeben erreichen; doch ist ein Hebel nicht das einzige Mittel, das für diesen Zweck zu Gebote steht. Man könnte z. B. bei Verwendung von schieberartig gelagerten Führungen für die Zeigermarken diese Führungen mit Zahnstangen versehen und sie von einer gemeinsamen Welle aus durch Zahngetriebe mit verschiedenen Übersetzungszählen antreiben.
Endlich ist noch auf die Möglichkeit einer kinematischen Umkehrung der beschriebenen Vorrichtung hinzuweisen. Man kann die Führungen der Zeigermarken festlagern, wenn man das System der Korrekturwertlinien e unter Erhaltung ihres Parallelismus um die Schnittpunkte der Geraden e mit der Geraden grg2 als Drehpunkte schwenkt. Dafür könnte das System der Geraden e wieder durch Stäbe eines Gittergelenkparallelogrammes gebildet werden oder durch auf solchen Stäben angebrachte Farbstriche. Auch mit Hilfe von dehnbaren Schnüren, die einerseits an Punkten in der Geraden g^g^, anderseits an einem ' an dem Brett b zu lagernden Schieber befestigt werden, ließe sich eine richtige Schwen- no kung des Systems der Korrekturwertlinien erreichen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Hilfsvorrichtung zum Bestimmen der Korrektionen von Meßgeräten mit mehreren Meßbereichen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schar von Zeigermarken (z) in parallelen Bahnen, die der Ordinatenachse (Si'Si) einer Korrektionskurve und ihren Parallelen entsprechen, geführt und an
    ihren Führungen (s) beliebig einstellbar sind, daß quer zu ihren Führungsbahnen eine Schar von parallelen, von Farbstrichen, Stäben, Schnüren o. dgl. gebildeten bzw. getragenen Linien (Korrekturwertlinien β) verläuft, die der Abszissenachse der Korrektionskurve und ihren Parallelen entsprechen, und daß zum Zwecke gleichzeitiger Verschiebung der Zeigermarken um Beträge, die den Abszissen ihrer Führungsbahnen proportional sind, die Führungen der Zeigermarken miteinander, z. B. durch einen Hebel (A1 bzw. h2) mit Drehpunkt in der Ordinatenachse, gekuppelt oder die Körper, die die Korrekturwertlinien bilden bzw. tragen, um Drehpunkte in der Ordinatenachse parallel bleibend schwenkbar sind.
  2. 2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (s) eines Gittergelenkparallelogrammes die Führungen der Zeigermarken (z) bilden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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