DE29601827U1 - Stein, insbesondere Schalungs- oder Blockstein - Google Patents
Stein, insbesondere Schalungs- oder BlocksteinInfo
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Description
24.01.1996 Sz/stö/ag
Akte: G 3493
Anmelder:
Akte: G 3493
Anmelder:
Siegfried Gebhart
Tobelstadel
D-88319 Aitrach
Tobelstadel
D-88319 Aitrach
Stein, insbesondere Schalungs- oder Blockstein
Die Erfindung betrifft einen Stein, insbesondere Schalungs- oder Blockstein, mit zwei Längswänden, die eine
Außenwand und eine Innenwand bilden, welche durch wenigstens eine Querwand, die sich mindestens über einen
Teil der Steinhöhe erstreckt, miteinander verbunden sind, wobei die Außenwand aus einem isolierenden Werkstoff
gefertigt und über formschlüssige Verbindungseinrichtungen mit der Innenwand verbunden ist.
Ein gattungsgemäßer Stein ist aus der FR-A-2 536 777 bekannt.
Bei dem bekannten Stein sind die Innenwand sowie die
Querwände aus Beton oder einem betonähnlichen Material gefertigt, wobei die der Außenwand des Steines
zugewandten Enden der Querwände mit T-förmigen Erweiterungen versehen sind und jeweils der Querstrich des
"T" in komplementäre Aussparungen in der Außenwand, die aus einem isolierenden Werkstoff gefertigt ist,
einführbar ist.
Nachteilig an dem bekannten Schalungsstein ist jedoch, daß dieser nur eine verhältnismäßig schlechte Schall-
und Wärmeisolierung ermöglicht, die einem modernen Umweltbewußtsein,
insbesondere hinsichtlich des Einsparens von Energie, nicht ausreichend Rechnung trägt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stein, insbesondere Schalungs- oder
Blockstein, vorzusehen, welcher eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Schall- und Wärmeisolierung
ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die mindestens eine Querwand einstückig mit der Außenwand
ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Steines ist
eine gegenüber dem Stand der Technik wesentlich bes-
sere und effektivere Isolierung realisiert, da nunmehr auch die Bereiche des Steines, welche normalerweise
Kältebrücken sind, nämlich die Querwände, vollständig aus einem isolierenden Werkstoff gefertigt sind und
sich hierdurch gegenüber bekannten Steinen wesentlich verbesserte Isolierungseigenschaften erzielen lassen.
Des weiteren ist die Montage des erfindungsgemäßen Steines sehr einfach, da dieser lediglich aus zwei
Teilen, nämlich der Innenwand, die aus Beton oder einem betonähnlichen Material oder Blähton gefertigt
ist, und der aus einem isolierenden Werkstoff hergestellten einstückigen Kombination aus mindestens einer
Querwand und der Außenwand, besteht.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß in der mindestens einen Querwand wenigstens
ein quer zur Steinlängsrichtung und in Vertikalrichtung verlaufender Hohlraum angeordnet ist.
Durch den wenigstens einen Hohlraum ist eine elastische Verformung der Querwände möglich, was insbesondere
bei einer Ausbildung des erfindungsgemäßen Steines als Schalungsstein von Vorteil ist, da die Querwände
nach dem Einfüllen von Beton in einem Bereich zwischen den Längswänden während des Aushärtens des
• · ■
• *·
Betons elastisch zusammengedrückt werden, wobei von den Querwänden Schwindspannungen aufgenommen werden
können und somit Risse und Brüche in den Querwänden verhindert werden. Durch das Vorsehen mindestens eines
Hohlraumes und der daraus resultierenden Verformungseigenschaften der mindestens einen Querwand hat der
Beton somit ausreichend Platz, um sich auszudehnen, ohne hierdurch andere Bauteile bzw. Teile des Steines
zu beschädigen oder zu zerstören.
Normalerweise sind diese Hohlräume so eng, daß kein Beton beim Verfüllen des Steines in diese Hohlräume
einfließen kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können die Hohlräume jedoch nicht von oben nach unten
durchgängig vorgesehen sein, sondern lediglich auf der Steinunterseite offen sein und sich bis kurz unter die
Oberseite der jeweiligen Querwand erstrecken, wodurch ein Einfließen von Beton in die Hohlräume verhindert
wird und die beschriebenen vorteilhaften Verformungseigenschaften
der mindestens einen Querwand nicht negativ beeinträchtigt werden.
Auf der Außenseite der Außenwand des Steines können schwalbenschwanzförmige Aussparungen zum Halten eines
auf die Außenwand aufzubringenden Grundputzes vorgesehen
sein.
In diesen Aussparungen wird der Grundputz nach dessen Aushärten sehr gut gehalten, so daß keinerlei Probleme
bezüglich einer mangelnden Haftung des Grundputzes auf dem isolierenden Werkstoff der Außenwand auftreten,
sondern dieser, da er nicht nur kraftschlüssig gehalten ist, sondern auch formschlüssig, auf unterschiedlichsten
Werkstoffen der Außenwand gehalten wird.
Um eine einfache Verarbeitung der erfindungsgemäßen Steine auf der Baustelle zu ermöglichen, können formschlüssige
und mit Hinterschneidungen versehene Verbindungseinrichtungen an den Stirnseiten wenigstens
einer der Längswände jedes Steines zum Verbinden mehrerer nebeneinander angeordneter Steine vorgesehen
sein.
Die einzelnen Steine können somit in einfacher Weise in der Art eines Baukastens formschlüssig miteinander
verbunden werden.
Des weiteren kann auch vorgesehen sein, daß jeweils an den Ober- und Unterseiten wenigstens einer der Längs wände
Nut- und Federverbindungen zum Verbinden mehre-
-&bgr;-
rer übereinander angeordneter Steine vorgesehen sind, wobei die Federverbindungen keilförmig ausgebildet
oder mit Fasen versehen sind.
Durch das Vorsehen keilförmiger oder mit Fasen versehener Nut- und Federverbindungen wird das formschlüssige
Aufeinandersetzen erfindungsgemäßer Steine wesentlich vereinfacht, da durch die beschriebene Ausgestaltung
der Nut- und Federverbindungen eine Einführ- und Zentrierhilfe gegeben ist, die das Aufeinandersetzen
mehrerer Steine wesentlich beschleunigt.
Als isolierender Werkstoff für die Außenwand bzw. die einstückig mit der Außenwand gefertigte mindestens eine
Querwand kann Polystyrol, insbesondere PS 30, vorgesehen sein. Es ist selbstverständlich jedoch auch
möglich, beispielsweise Kork oder einen anderen geeigneten isolierenden Werkstoff für die Außenwand vorzusehen.
Die Auswahl eines· geeigneten Werkstoffes liegt hierbei im Ermessen des Fachmannes.
Die formschlüssigen Verbindungseinrichtungen können in
einfacher Weise einen schwalbenschwanz- oder T-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei jedoch grundsätzlich
jeder eine Hinterschneidung aufweisende Querschnitt zum Verbinden der beiden Bauteile des erfindungsge-
-7-mäßen
Steines geeignet ist.
Steines geeignet ist.
Eine einfache Montage des erfindungsgemaßen Steines ist insbesondere dann möglich, wenn sich die formschlüssigen
Verbindungseinrichtungen in vertikaler Richtung erstrecken, so daß beispielsweise die Innenwand
in einfacher Weise von oben her auf die wenigstens eine Querwand aufgeschoben werden kann.
Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung prinzipmäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemaßen Stein, und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Steines in Richtung des Pfeils II der Fig. 1.
Bezugnehmend auf die Fig. 1 und 2 weist der dargestellte Stein, der als Schalungsstein ausgebildet ist,
zwei Längswände auf, die eine Außenwand 1 und eine Innenwand 2 bilden. Beide Längswände 1 und 2 sind durch
zwei Querwände 3, welche einstückig mit der Außenwand
< &igr;
-8-
&igr; gefertigt sind, rechtwinklig miteinander verbunden.
Bezogen auf die seitlichen Stirnseiten (Stirnseite der Außen- und der Innenwand 1 und 2) sind die Querwände 3
dabei jeweils etwas nach innen gesetzt, so daß der dargestellte Stein wenigstens annähernd die Form eines
"H" bildet.
Beide Querwände 3 sind auf ihrer Unterseite bündig mit der Steinunterseite verbunden und reichen bis in eine
Steinhöhe von ca. 180 mm.
Die Innenwand 2 ist aus Beton oder einem betonähnlichen Material oder Blähton gefertigt, während die Außenwand
1 und die einstückig mit der Außenwand 1 vorgesehenen Querwände 3 aus Polystyrol, also einem isolierenden
Werkstoff, gefertigt sind.
Die Verbindung der Innenwand 2 mit den Querwänden 3 bzw. der Außenwand 1 erfolgt über formschlüssige Verbindungseinrichtungen
'4 (siehe Fig. 1), die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel schwalbenschwanzförmig
ausgebildet sind, jedoch auch eine andere geeignete geometrische Form aufweisen können.
Da die Querwände 3 des dargestellten Steines nicht bis
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zur Steinoberseite reichen, sind oberhalb der Querwände 3 Freiräume 5 (siehe Fig. 2) geschaffen, die der
späteren Betonverfüllung horizontal in Steinlängsrichtung dienlich sind.
An den Stirnseiten der Außenwand 1 sind jeweils als Rücksprung 6 und hierzu komplementärer Vorsprung 7
ausgebildete Verbindungseinrichtungen angeordnet, wobei jeder Rücksprung 6 bzw. Vorsprung 7 jeweils mit
Hinterschneidungen versehen und derart ausgebildet ist, daß der Vorsprung 7 eines Steines in einen Rücksprung
6 eines benachbarten Steines eingreift, wodurch eine formschlüssige Verbindung zwischen benachbarten
Steinen geschaffen ist und die Steine in einfacher Weise nach dem Baukastensystem nebeneinandergereiht
werden können.
Auf den Ober- und Unterseiten der Außenwand 1 sind Nut- und Federverbindungen vorgesehen, welche jeweils
eine Feder 8 bzw. einen Steg und eine Mut 9 aufweisen, die übereinanderliegen und parallel zueinander verlaufend
angeordnet sind. Die Feder 8 ist hierbei mit Fasen versehen, welche das Übereinanderstapeln von Steinen
und somit das Hochziehen von Mauern wesentlich erleichtern, da die Fasen als Einführ- bzw. Zentrierhilfe
beim Aufeinandersetzen der Steine dienen.
An der Außenseite der Außenwand 1 sind schwalbenschwanz förmige Aussparungen 10 vorgesehen, die zum
Halten eines nicht dargestellten Grundputzes dienen, d.h. der Grundputz dringt in die schwalbenschwanzformigen
Aussparungen 10 ein und härtet in diesen aus, wodurch eine formschlüssige Verbindung zwischen der
Außenwand 1 und dem Grundputz hergestellt ist.
Die bereits erwähnten formschlüssigen Verbindungseinrichtungen 4, die zum Verbinden der Querwände 3 mit
der Innenwand 2 dienen, sind wenigstens annähernd vertikal verlaufend angeordnet, so daß die Montage des
dargestellten Steines durch einfaches Aufschieben der Außenwand 1 mit den Querwänden 3 auf die Innenwand 2
erfolgt.
Wird der zwischen den Längswänden 1 und 2 liegende Bereich des Steines nachfolgend mit Beton verfüllt, so
ist eine stabile und feste Einheit realisiert, wobei ein ungewolltes Auftrennen der Verbindung zwischen den
Querwänden 3 und der Innenwand 2 nahezu unmöglich ist.
In den Querwänden 3 sind in Vertikalrichtung verlaufende Hohlräume 11 in Form von Schlitzen vorgesehen,
welche eine elastische Verformung der Querwände 3 in
Steinlängsrichtung ermöglichen.
Diese elastische Verformung erfolgt beim Aushärten des Betons in dem Bereich zwischen den Längswänden 1, 2.
Aufgrund des "Aufquellens" des Betons während des Aushärtungsvorganges
bewegen sich die Querwände 3 in eine elastisch gespannte Position, wodurch Risse im isolierenden
Werkstoff aufgrund des Auftretens von Schwindspannungen vermieden werden.
Die Hohlräume 11 sind hierbei nicht durchgängig von der Oberseite zur Unterseite der Querwände 3 vorgesehen,
sondern lediglich auf der Unterseite offen, um ein Einfließen von Beton während des Verfüllens des
Schalungssteines in den Hohlraum 11 zu vermeiden und die beschriebenen Verformungseigenschaften der Querwände
3 zu erhalten.
Die Hohlräume 11 erstrecken sich somit von der Unterseite der Querwände 3 bis kurz unter deren Oberseite.
Der beschriebene Stein und seine in den Figuren dargestellte mögliche Ausführungsform entspricht allen
schalltechnischen und wärmetechnischen Vorschriften und kann somit universell eingesetzt werden. Insbesondere
ist die Stabilität des Steines so groß, daß auch
4 I
mehrgeschossige Gebäude und tragende Wände mit derartigen Steinen gebaut werden können.
Claims (10)
1. Stein, insbesondere Schalungs- oder Blockstein, mit zwei Längswänden, die eine Außenwand und eine
Innenwand bilden, welche durch wenigstens eine Querwand, die sich mindestens über einen Teil der
Steinhöhe erstreckt, miteinander verbunden sind, wobei die Außenwand aus einem isolierenden Werkstoff
gefertigt und über formschlüssige Verbindungseinrichtungen mit der Innenwand verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens eine Querwand (3) einstückig mit der Außenwand (1) ist.
die mindestens eine Querwand (3) einstückig mit der Außenwand (1) ist.
-2-
2. Stein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in der mindestens einen Querwand (3) wenigstens
ein quer zur Steinlängsrichtung und in Vertikalrichtung verlaufender Hohlraum (11) angeordnet
ist.
3. Stein nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hohlraum (11) zur Steinunterseite hin offen
ist und sich bis kurz unter die Oberseite der Querwand (3) erstreckt.
4. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Außenseite der Außenwand (1) schwalbenschwanzformige
Aussparungen (10) zum Halten eines auf die Außenwand (1) aufzubringenden Grundputzes
vorgesehen sind.
5. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch formschlüssige und mit Hinterschneidungen versehene
Verbindungseinrichtungen (6,7) an den Stirnseiten wenigstens einer der Längswände (1,2) zum Verbinden
mehrerer nebeneinander angeordneter Steine.
I »·
* 9
-3-Steine.
6. Stein nach einem der. Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils an den Ober- und Unterseiten wenigstens einer der Längswände (1,2) Nut- und Federverbindungen
(8,9) zum Verbinden mehrerer übereinander angeordneter Steine vorgesehen sind, wobei die Federverbindungen
(8) keilförmig ausgebildet oder mit Fasen versehen sind.
7. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenwand (1) und die mindestens eine Querwand (3) aus Polystyrol gefertigt sind.
8. Stein nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Polystyrol PS 30 ist.
9. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die formschlüssigen Verbindungseinrichtungen (4) einen schwalbenschwanz- oder T-förmigen Querschnitt
aufweisen.
S ,1 >..
-4-
10. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die formschlussigen Verbindungseinrichtungen (4) in vertikaler Richtung erstrecken.
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