DE2958C - Mechanische Mälzerei mit Lüftung in Richtung des fortschreitenden Malzes - Google Patents
Mechanische Mälzerei mit Lüftung in Richtung des fortschreitenden MalzesInfo
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- DE2958C DE2958C DENDAT2958D DE2958DA DE2958C DE 2958 C DE2958 C DE 2958C DE NDAT2958 D DENDAT2958 D DE NDAT2958D DE 2958D A DE2958D A DE 2958DA DE 2958 C DE2958 C DE 2958C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C1/00—Preparation of malt
- C12C1/027—Germinating
- C12C1/0275—Germinating on single or multi-stage floors
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Description
1877.
Klasse 6.
A. STEINECKER in FREISING (Bayern). Mechanische Mälzerei mit Lüftung in Richtung des fortschreitenden Malzes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. December 1877 ab.
Beiliegende Zeichnung zeigt eine mechanische Mälzereieinrichtung mit zwei Keimapparaten,
deren wellenförmige Hordenflächen aus vielen, 12 bis 14 cm breiten, wellenförmig gebogenen,
Blechstreifen N gebildet sind. Diese Blechstreifen (Wendebleche) sind um zwei, an ihren
Enden befestigte Axen drehbar und liegen derart nebeneinander, dafs immer zwei sich 10
bis 15 mm überdecken, und diese Ueberdeckungsflächen
sich nur bis auf 10 bis 12 mm einander nähern können, wodurch Spalten entstehen,
welche Luft durchlassen. Diese Spalten werden durch auf die Wendebleche aufgenietete Würfel
fixirt. Unmittelbar neben diesen Spalten zeigt die wellenförmige Hordenfläche so viele Vertiefungen
als Spalten vorhanden sind. Wenn nun die zum Wachsthum auf den Hordenflächen
ausgelegte Gerste an der oberen Seite flach ausgebreitet ist, so liegt die Gerste an der
Stelle der Senkung tiefer und \vürde sich dort mehr erwärmen und auch weniger Luftzutritt
haben, als die anderen weniger, tiefliegenden Schichten über den Wellenerhebungen, wenn
nicht diese Spalten vorhanden wären. Da durch diese Spalten beständig Luft. zutreten kann, so
kann die geweichte und im Wachsthum befindliche Gerste für die ganze Hordenfläche tiefer
liegen, ohne dafs ungleichmäfsige Erwärmung zwischen den oberen und und unteren Körnern
einer Horde auftritt, und ist auch der Zutritt von Sauerstoff überall gleichmäfsig möglich.
Die einzelnen Wendebleche werden durch ihre Form selbst steifer und können aus minder
starkem Blech angefertigt werden. Gleichzeitig bewirkt diese Form ein schönes Abfallen beim
Wenden, so dafs die Gerste wieder ganz geebnet auf der untersten Horde liegt. Am dritten
und vierten Tag nach dem Ausweichen der Gerste tritt bei der Keimung mehr Erwärmung
auf, als gegen Ende des Wachsthums, und sollen daher die Grünmalzhaufen in den letzten
Tagen dicker liegen, damit sie mit den jungen Partien gleichmäfsig im Wachsthum fortschreiten.
Um auf diesen Keimapparaten möglichst viel Malz pro Grundflächeneinheit erzeugen zu können,
müssen viele solcher Horden übereinander gelegt werden; dadurch werden wieder hohe
Räume bedingt, um diese Apparate aufstellen zu können. In diesen hohen Räumen tritt
gröfsere Temperaturdifferenz zwischen den oberen und unteren Luftschichten auf, erstens
schon, weil die wärmere Luft sich stets nach oben drängt, ferner weil die drei bis vier Tage
liegende Gerste, welche zu dieser Zeit noch im obersten Drittel der Wachsraumhöhe liegt, infolge
schnelleren Wachsthums mehr Wärme entwickelt, als die älteren tiefer liegenden Partien.
Wenn eine Ventilation hergestellt werden kann, welche eine Luftströmung in der der
Warmluftströmung entgegengesetzten Richtung, also von oben nach unten, bewirkt, so tritt die
frische kalte Luft da ein, wo die meiste Erwärmung stattfindet und die durch diese Mischung
schon etwas erwärmte Luft nach unten gedrängt wird, während unten Luft und Kohlensäure
entweichen. Auf diese Weise kann in dem hohen Wachsraum für die oberen und unteren Luftschichten
eine nahezu gleiche Temperatur hergestellt werden, wodurch das Wachsthum der tiefer liegenden Malzpartien gleichmäfsig mit
der oberen erhalten bleibt und somit das Malz den Apparat schneller verlassen kann. Dadurch,
dafs im Wachsraum gleiche Temperatur von 12 bis 14 ° hergestellt werden kann, wird auch
die Schimmelbildung vermieden, ebenso wie durch das eigenthümliche, von der Form der
Wendebleche' bedingte Abfallen des Malzes das Zusammenwachsen verhindert wird. Bei einer
Ventilation, welche den Eintritt der frischen kalten Luft im obersten Drittel des Wachsraumes
bewirkt, nimmt die frisch eintretende Luft nach einiger Erwärmung etwas Feuchtigkeit auf und
giebt dieselbe weiter unten wieder ab, wenn sie sich etwas abgekühlt hat, wodurch die
Feuchtigkeit nicht aus dem Raum entfernt wird. Sollte dennoch bei sehr hoher Temperatur
im Freien und bei Mangel von anliegenden feuchten Räumen ein Trocknen im Wachsraum
auftreten, so ist dem leicht dadurch abzuhelfen, dafs man über ein mit Löchern versehenes
Wasserrohr ein Tuch näht und nach unten hängen läfst und die eintretende Luft
dagegen bläst.
Die aus den Löchern ausströmenden Wasserstrahlen vertheilen sich sofort auf das ganze
Tuch und benetzen dasselbe, wodurch eine grofse Verdunstungsfläche hergestellt, Wasserdunst
durch die vorbeigeblasene Luft mitgenommen und im Wachsraum vertheilt wird. Die
Claims (1)
- Ventilation des Wachsraumes durch eine Strömung von oben nach unten-wird am besten dadurch hergestellt, dafs man im obersten Drittel des Wachsraumes durch einen Exhaustor frische Luft in denselben einblasen läfst. Die vom Exhaustor anzusaugende Luft ist dann* noch vorher auf einen bestimmten Wärmegrad zu kühlen (ca. 11 bis 12 ° Celsius), was bei entsprechendem Wasservorrath durch beständigen Wasserwechsel geschehen kann, indem man die anzusaugende Luft mittelst eines Rohrsystems durch einen Wasserbehälter leitet. Bei nicht entsprechendem Wasservorrath giebt man etwas Eis in den Wasserbehälter.Die Keimapparate A bestehen, wie aus der Zeichnung ersichtlich, aus je 28 übereinanderliegenden wellenförmigen Hordenflächen. Die Blechstreifen (Wendebleche JV) ruhen durch an beiden Schmalseiten angenietete Axen auf gufseisernen Querträgern, welche ihrerseits wieder, je vier zusammen, an senkrechten Schäften angegossen sind. Diese Schäfte mit den Querträgern werden soviel mal übereinander gesetzt, als die gewünschte Anzahl von Hordenflächen durch vier theilbar ist. Geeignete Schutzbleche, in der Axenhöhe der Wendebleche angebracht, verhindern das Herausfallen von Körnern aus dem Apparat und lassen aber von Horde zu Horde an allen Seiten gleich lange Oeffnungen, so dafs die Luft zwischen je zwei Horden ungehindert hindurch streichen kann. Das Kippen der Wendebleche geschieht durch an die Axen angebogene Kurbelzapfen, über ■welche eine gelochte Eisenschiene gesteckt wird. Durch Ziehen an der Schiene mittelst eines Hebels bewegen sich sämmtliche Wendebleche einer Horde um ihre Axen. Die frisch geweichte Gerste wird durch über den Apparaten befindliche Eingüsse aufgetragen und eben gestrichen. Für Erhaltung der gleichmäfsigen Temperatur in allen Horizontalschichten im Wachsraum ist ein Exhaustor E im obersten Drittel des Wachsraumes aufgestellt, welcher die gekühlte frische Luft ansaugt und dieselbe in den Wachsraum ausbläst. Am Fufsboden im Wachsraum sind Oeffnungen I angebracht, durch welche die kohlensäurehaltige Luft entweichen kann. Durch das Einblasen der frischen Luft im obersten Drittel des Wachsraumes wird dieselbe zwischen denjenigen Hordenflächen förmlich durchgeblasen, auf welchen die meiste Erwärmung stattfindet. Ein durch Hahngelenke mit der Wasserleitung M verbundenes gelochtes Rohrstück F, über welches das Verdunstungstuch genäht ist, kann in beliebiger Stellung vor dem Exhaustor E angebracht werden. Der Exhaustor E kann bei einer kleinen Einrichtung durch ein Gewicht getrieben werden, welches der die Mälzerei bedienende Arbeiter von Zeit zu Zeit aufzieht. Bei gröfseren Anlagen sind mehrere Exhaustoren an verschiedenen Punkten aufzustellen, welche dann durch andere Motoren zu betreiben sind. Die vom Exhaustor E anzusaugende Luft wird hier mittelst eines stehenden Röhrensystems durch einen Wasserbehälter D geleitet, in welchem das Wasser stets gewechselt oder mit Eis gekühlt werden kann.Patenτ-Anspruch:Die Construction eines mechanischen Keimapparates mit wellenförmigen Hordenflächen, welche aus 12 bis 14 cm breiten wellenförmig gebogenen Blechstreifen gebildet sind, wie gezeichnet und beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2958C true DE2958C (de) |
Family
ID=282100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2958D Active DE2958C (de) | Mechanische Mälzerei mit Lüftung in Richtung des fortschreitenden Malzes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2958C (de) |
-
0
- DE DENDAT2958D patent/DE2958C/de active Active
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