DE30456C - Neuerungen an zwei- und mehr-! hordigen Malzdarren - Google Patents

Neuerungen an zwei- und mehr-! hordigen Malzdarren

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DE30456C
DE30456C DENDAT30456D DE30456DA DE30456C DE 30456 C DE30456 C DE 30456C DE NDAT30456 D DENDAT30456 D DE NDAT30456D DE 30456D A DE30456D A DE 30456DA DE 30456 C DE30456 C DE 30456C
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DE
Germany
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drying
tray
roasting
arrangement
roasting tray
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DENDAT30456D
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MASCHINENFABRIK GER-I MANIA VORM. J. S. SCHWALBE & SOHN in Chemj nitz
Publication of DE30456C publication Critical patent/DE30456C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/067Drying
    • C12C1/10Drying on fixed supports

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Zur Erzeugung eines gleichmäfsig ausgedarrten, mürben und aromatischen Malzes bildet unstreitig die Malzdarre den Häuptfactor.
Alle bisher zur Anwendung gekommenen ein- und mehrhordigen Darreinrichtungen gestatten nur unter erschwerenden Bedingungen die Erreichung eines tadellosen Malzes; die Ursache hierzu liegt lediglich in zwei Mängeln, erstens in der Abhängigkeit der Schwelktemperatur von der Abdarrtemperatur und in der zu hoch geschütteten Grünmalzschicht auf der Schwelkhorde.
Bekanntlich enthält das Grünmalz ca. 40 pCt. Wasser, wodurch eine Volumenvermehrung um ca. 100 pCt. stattfindet. Die Schichthöhe des Grünmalzes ist abhängig von der Schichthöhe des Darrmalzes, letztere aber bildet den Mafsstab für die Leistungsfähigkeit einer Darre.
Infolge der grofsen Höhe der Grünmalzschicht ist der aus der Abdarre aufsteigenden Luft, die bestimmt ist, dem Grünmalz das Wasser zu entziehen und in Dampfform ins Freie zu führen, zu viel Widerstand entgegengestellt, und es erfolgt hieraus ein sehr unvollkommenes Vortrocknen des Grünmalzes, was dadurch noch verschlimmert wird, dafs die aufsteigende Luft schon bis zu einem gewissen Grade mit Feuchtigkeit gesättigt ist, welche dem Malz auf der Abdarre noch entzogen werden mufs.
Die zum Vortrocknen geeignetsten Temperaturen liegen zwischen 15 bis 350R.; höhere Temperaturen machen das Malz, welches viel Feuchtigkeit enthält, hart und bräunen es auch.
Insofern ist man mit der Temperatur der unteren Horde stets abhängig von der Temperatur der oberen bezw. Vordarrhorde, was bei Malz, welches stark geröstet werden mufs, zu einer sehr langen Darrdauer und zu einem gröfseren Aufwand an Brennstoff und Arbeitsleistung Anlafs giebt.
Um diese beiden Mängel zu beseitigen, ist es nothwendig, ohne die Leistungsfähigkeit einer Darre zu beeinträchtigen, die Grünmalzschicht viel niedriger als bisher bei den vorhandenen Darren zu halten und die für das Abschwelken und Vortrocknen erforderliche Luftmenge, sowie deren Temperatur unabhängig von der Abdarrtemperatur der Rösthorde zu machen.
Von diesen Gesichtspunkten geleitet und um die vorerwähnten Uebelstände zu beseitigen, ist die in der beiliegenden Zeichnung, Fig. 1 bis 5, dargestellte Malzdarre construirt. Dieselbe besteht in einem massiven Gebäude mit gewölbter Decke und zwei (eventuell auch mehr) Hordenplateaus, von denen die obere Horde die Schwelk- und Vordarre, die untere die Abdarre oder Röstdarre bildet.
Während sich die Schwelk- oder Vordarrhorde über die ganze Grundfläche des Gebäudes ausdehnt, nimmt die Abdarre oder Röstdarre nur einen Theil der Grundfläche
des Darrgebäudes in Anspruch. Die Schwelkhorde hat somit eine entsprechend viel gröfsere Fläche als die Röstdarre und braucht deshalb das Grünmalz in nur entsprechend viel niedriger Schicht aufgetragen zu werden als bei einer gewöhnlichen Doppel- oder mehrhordigen Darre.
Die Abdarr- oder Rösthorde ist durch eine massive Decke r für sich abgeschlossen, so dafs innerhalb des so gebildeten geschlossenen Raumes, also auf der Abdarr- oder Rösthorde, jede beliebige Temperatur zur Wirksamkeit gebracht werden kann, ohne dafs die Temperatur der Schwelkhorde davon alterirt wird.
Die Beheizung aller Horden geschieht von einer Feuerung aus durch eine combinirte verticale und horizontale Calorifere. Der aus auf- und absteigenden Röhren gebildete verticale Theil α dieser Calorifere ist in erster Linie bestimmt, die Abdarr- und Rösthorde zu beheizen, und nur der Wärmeüberschufs von dort wird mit für die Vortrockenhorde benutzt. Der aus horizontalen und verticalen Röhrensträngen bestehende eigentliche horizontale Theil b der Calorifere befindet sich in den neben oder an den Seiten der Abdarr- oder Rösthorde durch die geringere Grundfläche der letzteren gebildeten Vorwärmekammern B und dient zum Anziehen und Vorwärmen der durch die Luftkanäle cc, die in ihrem Querschnitt regulirt werden können, zutretenden atmosphärischen Luft.
In dem Raum C, der durch die unterhalb der Schwelk- oder Vorhorde angebrachte Zwischendecke s und die bereits erwähnte Decke r der Abdarr- oder Rösthorde gebildet wird, findet die Mischung der frisch angezogenen und vorgewärmten atmosphärischen Luft mit der aus der Rösthorde abgehenden heifsen Luft derart statt, dafs man die für den Schwelk- und Vortrockenprocefs geeignete Temperatur leicht und sicher herstellen kann. Der Austritt der Luft aus der Rösthorde, erfolgt dicht unter der gewölbten Decke r durch leicht regulirbare Oeffhungen dd der Seitenmauern e e.
Die für den Schwelkprocefs so präparirte und temperirte Luft tritt durch die Vertheilungsrohre //, welche in der Zwischendecke s mit nach der Mitte der Horde zunehmendem Querschnitt angeordnet sind, um das Uebertreten des Gemisches gleichmäfsig zu gestalten, in den Vordarrraum D, entzieht dort dem in dünner Schicht ausgebreiteten Grünmalz die Feuchtigkeit und führt dieselbe in Dampfform durch Dunstschlote g g ins Freie.
Durch diese Dunstschlote sind die Rauchrohre h h für die abgehenden Feuergase der Calorifere geleitet, welche durch ihre Wärmeabgabe die abziehenden Wasserdämpfe trocknen und damit einen lebhaften Abzug erwirken.
Diese Dunstschlote sind mit regulirbaren, trichterförmigen Verschlüssen ti versehen, welche gleichzeitig zum Auffangen des Regen- und Schwitzwassers dienen.
Die Manipulation bei dem Darrprocefs ist so wie bei einer Doppel- und Dreihordendarre; es wird das Grünmalz durch die mit Schieber verschliefsbare Oeifnung k in die Schwelk- und Vordarrhorde gebracht, dort ausgebreitet und nach vollendetem Vordarrprocefs durch die Kanäle 11 herab nach der Abdarr- oder Rösthorde geschoben, von wo aus es nach vollkommener Beendigung des Darr- oder Röstprocesses durch die Oeffnung m nach dem Malzkasten transportirt wird.
Die Vorzüge dieser Darre gegenüber den bisher im Gebrauch befindlichen Darren sind dahin zusammenzufassen, dafs:
1. die Grünmalzschicht in der Schwelk- oder Vordarrhorde bedeutend niedriger sein kann als bei anderen Darren;
2. der Vordarrprocefs vom Abdarrprocefs vollständig getrennt ist;
3. eine vollkommene Unabhängigkeit der Schwelktemperatur von der Abdarrtemperatur hergestellt ist;
4. für den Schwelkprocefs bedeutend gröfsere und beliebig regulirbare Luftmengen verarbeitet werden als bei anderen Darren;
5. alle Sorten Malz sowohl für ganz helle böhmische Biere als auch für dunkle bairische Biere erzeugt werden können;
6. eine leichte Uebersicht und bequeme Handhabung der Regulirungen stattfindet;
7. die Beheizung eine sehr ökonomische ist.

Claims (2)

PatEnt-Ansprüche:
1. Die Anordnung der Abdarr- oder Rösthorde unter der oder den Schwelk- oder Vorhorden in der Weise, dafs die erstere nur einen Theil der Grundfläche der letzteren besitzt und dadurch Vorwärmekammern B neben oder seitlich der Abdarr- oder Rösthorde gebildet werden, in welchen der von aufsen angesaugte Mehrbedarf an Luft für die oberen Horden vorgewärmt wird und durch Anbringung der gewölbten Decke r für die Abdarr- oder Rösthorde und der Zwischendecke s unterhalb der Schwelk- oder Vorhorde ein Raum C entsteht, in welchem die (durch Verstellung der Kanäle c in und unterhalb der Vorwärmekammern B und der Ausströmkanäle d aus der Abdarr- oder Rösthorde) regulirbare Mischung der direct angezogenen und vorgewärmten, mit der bereits durch die Abdarr- und Rösthorde hindurchgetriebenen Luft sich vollzieht.
2. Die Anordnung der Ueberströmöffnungeny in der Zwischendecke s in der Weise, dafs
der Querschnitt derselben nach der Mitte der Horde zunimmt, zum Zweck, eine gleichmäfsige Vertheilüng des überströmenden Luftgemisches zu erreichen.
Die Anordnung der combinirten Galorifere zur Beheizung der ganzen Darre, welche aus der Combination des aus auf- und absteigenden Rohren gebildeten verticalen Theiles α mit den in den Vorwärmerkammern B befindlichen, aus horizontalen und verticalen Rohrsträngen zusammengesetzten mehr horizontalen Theilen b b besteht, zum Zweck, in den oberen Schwelk- und Vorhorden einen von dem in der Abdarr- oder Rösthorde hervorgebrachten unabhängigen Heizeffect zu erzielen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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