DE295708C - - Google Patents

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DE295708C
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tower
towers
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denitrated
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/86Tower process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295708 KLASSE 12«. GRUPPE
FR. CURTIUS & CO. in DUISBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1914 ab.
Bei allen bisher bekannten Turmsystemen zur Erzeugung von Schwefelsäure wird der Gasstrom in der Weise geführt, daß Schwefligsäureanhydrid enthaltende Gase alle Türme hintereinander durchströmen. Dabei hat. sich gezeigt, daß sich die Türme hinsichtlich der Säureproduktion und der Absorption der Stickstoffsauerstoffverbindungen sehr ungleich verhalten. Einzelne Türme, besonders diejenigen, in denen die Hauptreaktioh stattfindet, zeigen nämlich eine ziemlich beträchtliche Empfindlichkeit gegenüber momentanen -Überlastungen, wie sie selbst bei geregeltem Betrieb nicht immer zu vermeiden sind. Die Überlastung äußert siqh in einer zu weitgehenden Denitrierung der Berieselungssäure, die eine erhebliche Ungleichmäßigkeit des Betriebes der Turmsysteme verursacht, und in einer außerordentlich hohen Temperatursteigerung, die durch eine kostspielige stärkere Berieselung und Kühlung der Säuren nur unvollkommen behoben werden kann. Ganz besonders zeigt sich diese Empfindlichkeit bei denjenigen Türmen, die mit Nitrosen schwächerer Konzentration (54 bis 570 Be) berieselt werden; gerade diese Nitrosen sind aber infolge ihrer großen Reaktionsfähigkeit besonders vorteilhaft für eine schnelle Verarbeitung der Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase.
Es hat sich nun ergeben, daß, wenn man die Reaktioiisgase auf zwei oder mehrere Türme gleichzeitig verteilt, überraschenderweise der Schwefelsäurebildungsprozeß gleichmäßiger gestaltet und insbesondere eine Überlastung einzelner Türme vermieden wird. Gleichzeitig wird auch die Temperatursteigerung verhindert, und man erhält daher den weiteren
Vorteil, daß die Reaktionstürme geschont werden. Als besonders vorteilhaft hat sich diese Gabelung des Gasstromes und seine Verteilung auf mehrere parallel geschaltete Türme bei Turmsystemen für sehr große Leistungen erwiesen. Es ist nämlich aus konstruktiven Gründen nicht zweckmäßig, besonders hohe Leistungen durch Vergrößerung der einzelnen Türme zu erzielen, sondern es ist vorteilhafter, die Abmessungen der einzelnen Türme nicht ungewöhnlich zu steigern, sondern die Anzahl der Reaktionstürme' zu vermehren.
Wenn man beispielsweise ein System von acht Türmen betrachtet, so tritt, wenn die Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase alle Türme nacheinander durchströmen, wie es bisher üblich war, leicht im dritten Turm, vom Gaseintritt aus gerechnet, die erwähnte Überlastung ein, während der Turm 4 nicht vollständig ausgenutzt werden kann. In den Türmen 1 und 2, in denen die Reaktion erst eingeleitet wird, treten weniger Störungen auf.
Wenn man dagegen gemäß- der Erfindung die Gase nach dem Durchtritt durch die ersten beiden Türme dem dritten und vierten Turm und von da dem fünften und sechsten Turm gleichzeitig in einem der Größe der Türme entsprechenden Verhältnis, also bei gleich großen Türmen jedem die Hälfte des Gasstromes zuführt und die aus dem fünften und sechsten Turm austretenden Gase dann gemeinsam durch die als Gay-Lussac-Türme wirkenden Türme 7 und 8 leitet, so verläuft die Reaktion gleichmäßig, und die Überlastungen im dritten oder vierten Turm treten nicht ein. Man konnte natürlich auch den
Gasstrom statt auf zwei Türme auf deren mehrere entsprechend ihrer Größe verteilen.
In der Zeichnung sind verschiedene Schaltungsweisen schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt ein System aus sechs Türmen, die in der bisher üblichen Weise hintereinander geschaltet sind,
Fig. 2 ein System aus sechs Türmen mit Parallelschaltung der Mitteltürme;
ίο Fig. 3 zeigt ein System von acht hintereinander geschalteten Türmen,
Fig. 4 ein System, das ebenfalls aus acht Türmen besteht, von denen die Mitteltürme parallel geschaltet sind.
Die eingezeichneten Pfeile geben den Weg der Gase an.
Die Berieselung erfolgt in den verschiedenen Fällen in folgender Weise:
A. Turmsystem aus sechs
Türme n.
i. Hintereinanderschaltung der Türme.
Die Berieselung der Türme kann nach folgenden Beispielen ausgeführt werden:
a) Turm 6 wird als End-Gay-Lussac mit Gloversäure berieselt. Die abfließende Säure wird im Verein mit der von anderen Türmen — soweit in ihnen Säure gebildet wird — produzierten Säure auf den Turm 1 gebracht und hier denitriert.
Von dieser Säure wird ein Teil, der die gesamte produzierte Säure darstellt, dem Kreislauf entzogen, während der Rest wieder auf Turm 6 getrieben wird.
Turm 2 wird mit der von Turm 5 abfließenden Nitrose berieselt, wobei die von 2 abfließende Säure wieder auf Turm 5 gebracht wird. In gleichem Kreislauf wie 2 und 5 arbeiten Turm 3 und 4 zusammen, derart also, daß Turm 3 mit der Säure von Turm 4 und umgekehrt berieselt wird.
b) Eine andere Berieselungsart ist folgende, welche wieder zwei Unterausführungsarten ergibt:
a) Turm 6 bekommt wieder Gloversäure, die abfließende Säure geht auf Turm 5, von 5 nach Turm 2, von 2 nach Turm 1, wohin noch die in den anderen Türmen produzierten Säuren gelangen und hier denitriert werden.
Von dieser denitrierten Säure wird ein Teil, der Produktion entsprechend, dem Kreislauf entzogen. Turm 3 bekommt die Säure von Turm 4, Turm 4 die Säure von Turm 3.
ß) Statt die vom Turm 2 abfließende Säure gemäß α) auf Turm 1 zu bringen, kann man sie auch auf Turm 6 zurückbringen, so daß also in diesem Falle Turm 6 keine Gloversäure, sondern die Säure von Turm 2 erhält, die mehr oder weniger salpetersäurehaltig sein kann. In diesem Falle erhält natürlich Turm ι nur die in den anderen Türmen produzierten Säuren, welche nach der auf Turm 1 erfolgten Denitrierung in ihrer Gesamtmenge dem System entnommen werden.
65 2. Parallelschaltung der Mitteltürme.
Turm 6 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird zusammen mit der in den anderen Türmen produzierten Säure auf Turm ι gebracht und hier denitriert. Von Turm ι wird die der Gesamtproduktion entsprechende Säuremenge dem Kreislauf entzogen, der Rest geht auf Turm 6 zurück. Turm 2 wird mit der Säure von Turm 4, Turm 4 mit der Säure von Turm 2 berieselt, und ähnlich arbeiten Turm 3 und 5 zusammen.
B. Turmsystem aus achtTürmen
bestehend.
Hier kann sowohl bei Hintereinanderschaltung der Türme als bei Parallelschaltung der Mitteltürme der Säureumlauf wie folgt ausgeführt werden:
a) Turm 8 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird im Verein mit der' von den anderen Türmen produzierten Säure auf den Turm 1 gebracht und hier denitriert. Von der denitrierten Säure wird der der Gesamtproduktion entsprechende Teil weggeführt, der Rest geht auf Turm 8 zurück. Turm 7 bekommt die Säure von Turm 2, Turm 2 die Säure von Turm 7, ebenso arbeiten Turm 3 und Turm 6, wie Turm 4 und Turm 5 zusammen.
b) Turm 8 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird auf Turm 7 gebracht, von Turm 7 aus auf Turm 2, von Turm 2 auf Turm 1, wohin noch die in den anderen Türmen produzierte Säure gelangt. 1Oo Hier wird die Gesamtsaure denitriert, von der abfließenden Säure wird die der Produktion entsprechende Menge abgeführt, der Rest geht auf Turm 8 zurück. Die Türme 3 und 6, sowie 4 und 5 arbeiten in je einem Ring zusammen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Turmsystemen, dadurch ge-'kennzeichnet, daß die zur Verarbeitung kommenden, Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase im Hauptreaktionsraum derart auf mehrere parallel geschaltete Türme verteilt werden, daß in diesen die Reaktion gleichzeitig verläuft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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