DE295708C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE295708C DE295708C DENDAT295708D DE295708DA DE295708C DE 295708 C DE295708 C DE 295708C DE NDAT295708 D DENDAT295708 D DE NDAT295708D DE 295708D A DE295708D A DE 295708DA DE 295708 C DE295708 C DE 295708C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tower
- towers
- acid
- sprinkled
- denitrated
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 12
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 7
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N Sulphur dioxide Chemical compound O=S=O RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 235000010269 sulphur dioxide Nutrition 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 39
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N nitrous oxide Inorganic materials [O-][N+]#N GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 2
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- IOVCWXUNBOPUCH-UHFFFAOYSA-N Nitrous acid Chemical class ON=O IOVCWXUNBOPUCH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- OLBVUFHMDRJKTK-UHFFFAOYSA-N [N].[O] Chemical class [N].[O] OLBVUFHMDRJKTK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009257 reactivity Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N sulfur trioxide Inorganic materials O=S(=O)=O AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/82—Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
- C01B17/86—Tower process
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295708 KLASSE 12«. GRUPPE
FR. CURTIUS & CO. in DUISBURG.
Bei allen bisher bekannten Turmsystemen zur Erzeugung von Schwefelsäure wird der
Gasstrom in der Weise geführt, daß Schwefligsäureanhydrid enthaltende Gase alle Türme
hintereinander durchströmen. Dabei hat. sich gezeigt, daß sich die Türme hinsichtlich der
Säureproduktion und der Absorption der Stickstoffsauerstoffverbindungen sehr ungleich
verhalten. Einzelne Türme, besonders diejenigen, in denen die Hauptreaktioh stattfindet,
zeigen nämlich eine ziemlich beträchtliche Empfindlichkeit gegenüber momentanen -Überlastungen, wie sie selbst bei geregeltem
Betrieb nicht immer zu vermeiden sind. Die Überlastung äußert siqh in einer zu weitgehenden
Denitrierung der Berieselungssäure, die eine erhebliche Ungleichmäßigkeit des Betriebes
der Turmsysteme verursacht, und in einer außerordentlich hohen Temperatursteigerung,
die durch eine kostspielige stärkere Berieselung und Kühlung der Säuren nur unvollkommen behoben werden kann. Ganz
besonders zeigt sich diese Empfindlichkeit bei denjenigen Türmen, die mit Nitrosen schwächerer
Konzentration (54 bis 570 Be) berieselt werden; gerade diese Nitrosen sind aber
infolge ihrer großen Reaktionsfähigkeit besonders vorteilhaft für eine schnelle Verarbeitung
der Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase.
Es hat sich nun ergeben, daß, wenn man die Reaktioiisgase auf zwei oder mehrere Türme
gleichzeitig verteilt, überraschenderweise der Schwefelsäurebildungsprozeß gleichmäßiger
gestaltet und insbesondere eine Überlastung einzelner Türme vermieden wird. Gleichzeitig
wird auch die Temperatursteigerung verhindert, und man erhält daher den weiteren
Vorteil, daß die Reaktionstürme geschont werden. Als besonders vorteilhaft hat sich
diese Gabelung des Gasstromes und seine Verteilung auf mehrere parallel geschaltete
Türme bei Turmsystemen für sehr große Leistungen erwiesen. Es ist nämlich aus konstruktiven
Gründen nicht zweckmäßig, besonders hohe Leistungen durch Vergrößerung der einzelnen Türme zu erzielen, sondern es ist
vorteilhafter, die Abmessungen der einzelnen Türme nicht ungewöhnlich zu steigern, sondern
die Anzahl der Reaktionstürme' zu vermehren.
Wenn man beispielsweise ein System von acht Türmen betrachtet, so tritt, wenn die
Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase alle Türme nacheinander durchströmen, wie
es bisher üblich war, leicht im dritten Turm, vom Gaseintritt aus gerechnet, die erwähnte
Überlastung ein, während der Turm 4 nicht vollständig ausgenutzt werden kann. In den
Türmen 1 und 2, in denen die Reaktion erst eingeleitet wird, treten weniger Störungen
auf.
Wenn man dagegen gemäß- der Erfindung die Gase nach dem Durchtritt durch die
ersten beiden Türme dem dritten und vierten Turm und von da dem fünften und sechsten
Turm gleichzeitig in einem der Größe der Türme entsprechenden Verhältnis, also bei
gleich großen Türmen jedem die Hälfte des Gasstromes zuführt und die aus dem fünften
und sechsten Turm austretenden Gase dann gemeinsam durch die als Gay-Lussac-Türme
wirkenden Türme 7 und 8 leitet, so verläuft die Reaktion gleichmäßig, und die Überlastungen
im dritten oder vierten Turm treten nicht ein. Man konnte natürlich auch den
Gasstrom statt auf zwei Türme auf deren mehrere entsprechend ihrer Größe verteilen.
In der Zeichnung sind verschiedene Schaltungsweisen
schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt ein System aus sechs Türmen, die in der bisher üblichen Weise hintereinander geschaltet sind,
Fig. ι zeigt ein System aus sechs Türmen, die in der bisher üblichen Weise hintereinander geschaltet sind,
Fig. 2 ein System aus sechs Türmen mit Parallelschaltung der Mitteltürme;
ίο Fig. 3 zeigt ein System von acht hintereinander geschalteten Türmen,
ίο Fig. 3 zeigt ein System von acht hintereinander geschalteten Türmen,
Fig. 4 ein System, das ebenfalls aus acht Türmen besteht, von denen die Mitteltürme
parallel geschaltet sind.
Die eingezeichneten Pfeile geben den Weg der Gase an.
Die Berieselung erfolgt in den verschiedenen Fällen in folgender Weise:
A. Turmsystem aus sechs
Türme n.
Türme n.
i. Hintereinanderschaltung der Türme.
Die Berieselung der Türme kann nach folgenden Beispielen ausgeführt werden:
a) Turm 6 wird als End-Gay-Lussac mit Gloversäure berieselt. Die abfließende Säure
wird im Verein mit der von anderen Türmen — soweit in ihnen Säure gebildet wird —
produzierten Säure auf den Turm 1 gebracht und hier denitriert.
Von dieser Säure wird ein Teil, der die gesamte produzierte Säure darstellt, dem
Kreislauf entzogen, während der Rest wieder auf Turm 6 getrieben wird.
Turm 2 wird mit der von Turm 5 abfließenden Nitrose berieselt, wobei die von 2 abfließende
Säure wieder auf Turm 5 gebracht wird. In gleichem Kreislauf wie 2 und 5 arbeiten
Turm 3 und 4 zusammen, derart also, daß Turm 3 mit der Säure von Turm 4 und umgekehrt berieselt wird.
b) Eine andere Berieselungsart ist folgende, welche wieder zwei Unterausführungsarten
ergibt:
a) Turm 6 bekommt wieder Gloversäure, die abfließende Säure geht auf Turm 5, von 5
nach Turm 2, von 2 nach Turm 1, wohin noch die in den anderen Türmen produzierten
Säuren gelangen und hier denitriert werden.
Von dieser denitrierten Säure wird ein Teil, der Produktion entsprechend, dem Kreislauf
entzogen. Turm 3 bekommt die Säure von Turm 4, Turm 4 die Säure von Turm 3.
ß) Statt die vom Turm 2 abfließende Säure gemäß α) auf Turm 1 zu bringen, kann man
sie auch auf Turm 6 zurückbringen, so daß also in diesem Falle Turm 6 keine Gloversäure,
sondern die Säure von Turm 2 erhält, die mehr oder weniger salpetersäurehaltig sein kann. In diesem Falle erhält natürlich
Turm ι nur die in den anderen Türmen produzierten Säuren, welche nach der auf Turm 1
erfolgten Denitrierung in ihrer Gesamtmenge dem System entnommen werden.
65 2. Parallelschaltung der Mitteltürme.
Turm 6 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird zusammen mit der in
den anderen Türmen produzierten Säure auf Turm ι gebracht und hier denitriert. Von
Turm ι wird die der Gesamtproduktion entsprechende Säuremenge dem Kreislauf entzogen,
der Rest geht auf Turm 6 zurück. Turm 2 wird mit der Säure von Turm 4, Turm 4 mit der Säure von Turm 2 berieselt,
und ähnlich arbeiten Turm 3 und 5 zusammen.
B. Turmsystem aus achtTürmen
bestehend.
Hier kann sowohl bei Hintereinanderschaltung der Türme als bei Parallelschaltung der
Mitteltürme der Säureumlauf wie folgt ausgeführt werden:
a) Turm 8 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird im Verein mit der'
von den anderen Türmen produzierten Säure auf den Turm 1 gebracht und hier denitriert.
Von der denitrierten Säure wird der der Gesamtproduktion entsprechende Teil weggeführt,
der Rest geht auf Turm 8 zurück. Turm 7 bekommt die Säure von Turm 2, Turm 2 die Säure von Turm 7, ebenso arbeiten
Turm 3 und Turm 6, wie Turm 4 und Turm 5 zusammen.
b) Turm 8 wird mit Gloversäure berieselt, die abfließende Säure wird auf Turm 7 gebracht,
von Turm 7 aus auf Turm 2, von Turm 2 auf Turm 1, wohin noch die in den
anderen Türmen produzierte Säure gelangt. 1Oo
Hier wird die Gesamtsaure denitriert, von der abfließenden Säure wird die der Produktion
entsprechende Menge abgeführt, der Rest geht auf Turm 8 zurück. Die Türme 3 und 6, sowie
4 und 5 arbeiten in je einem Ring zusammen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure in Turmsystemen, dadurch ge-'kennzeichnet, daß die zur Verarbeitung kommenden, Schwefligsäureanhydrid enthaltenden Gase im Hauptreaktionsraum derart auf mehrere parallel geschaltete Türme verteilt werden, daß in diesen die Reaktion gleichzeitig verläuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295708C true DE295708C (de) |
Family
ID=550159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295708D Active DE295708C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295708C (de) |
-
0
- DE DENDAT295708D patent/DE295708C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2441719A1 (de) | Verfahren zur aufbereitung von tabak | |
| DE295708C (de) | ||
| DE1617217B2 (de) | Seife | |
| DE2401959C3 (de) | Verfahren zur Reinigung von Phosphorsäure | |
| DE2359841A1 (de) | Verfahren zur herstellung von nickel hoher reinheit aus nickelhaltigen steinen | |
| DE2512409C3 (de) | Verfahren zum Entfernen von Stickstoffoxiden aus Abgasen | |
| DE1467313B2 (de) | Verfahren zur Trennung von Uran und Plutonium | |
| DE3236441C2 (de) | Verfahren zum Befeuchten eines Gasstromes, insbesondere für Methanol- und/oder Ammoniakanlagen | |
| Warlimont | Aufbau und Eigenschaften metallischer Gläser: I. Bildungsbedingungen, Struktur und thermische Stabilität | |
| DE3042362A1 (de) | Katalysatoreinheit | |
| DE2333003A1 (de) | Verfahren zum gewinnen von reinem kupfer und reinem nickel aus einem oxim | |
| Hartnagel | Die Kalt-Aushärtung von Aluminium-Kupfer-Legierunge | |
| DE2359842A1 (de) | Verfahren zur herstellung von nickel hoher reinheit aus nickelhaltigen steinen | |
| DE670084C (de) | Verfahren zur Verminderung von durch Wellenwiderstandsschwankungen hervorgerufenen Stoerungen in aus mehreren Verstaerkerfeldern bestehenden Fernmelde- und insbesondere Hochfrequenzkabelanlagen | |
| DE735636C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkylenchlorhydrinen | |
| DE219829C (de) | ||
| DE2020867C3 (de) | Verfahren zur Herstellung reiner verdünnter Schwefelsäure aus Abfallsäuren | |
| DE941609C (de) | Verarbeitung von Kalisalzen nach dem Schaumschwimmverfahren unter Verwendung von Amingemischen bzw. deren Salzen als Sammler | |
| DE424728C (de) | Beschleunigung der bei der Darstellung von Salpetersaeure aus nitrosen Gasen auftretenden Oxydations- bzw. Kondensationsreaktionen | |
| AT221486B (de) | Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd aus einem vorwiegend Methan enthaltenden Strom | |
| DE149636C (de) | ||
| Mandel et al. | Process for recovering water enriched with deuterium | |
| AT236567B (de) | Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff | |
| EP0350643A2 (de) | Verfahren zur Stickstoffoxid-Entfernung aus Rauchgasen | |
| AT95312B (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure ohne Bleikammern und Türme. |