AT236567B - Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff

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AT236567B AT2261A AT2261A AT236567B AT 236567 B AT236567 B AT 236567B AT 2261 A AT2261 A AT 2261A AT 2261 A AT2261 A AT 2261A AT 236567 B AT236567 B AT 236567B
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Edeleanu Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden   können,   bei der Entparaffinierung von
Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff gemäss Patent Nr. 215578. 



   Nach dem Stammpatent werden die bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff die bei Abtrennung der häufig als Emulsion oder feine Pulver gebildeten Harnstoff-Addukte auftretenden Schwierigkeiten dadurch beseitigt, dass zunächst der Existenzbereich der körnigen Struktur des Adduktes ermittelt wird, u. zw. durch Abstimmung der diesen Bereich bedingenden   Faktoren-nämlich   Harnstoff-Löser, Öl-Löser, Menge und Konzentration der Harnstoff-Lösung sowie Temperatur der Adduktbildung-auf das Kohlenwasserstoff-Öl, und dass danach unter den so ermittelten Bedingungen die Adduktbildung vorgenommen, oder erst nach erfolgter Adduktbildung diese Bedingungen eingestellt werden. 



   Bei diesem Verfahren kommt es nun bei Rückführung der anfallenden heissen konzentrierten Harnstofflösung in das Kontaktgefäss ausserordentlich leicht zu Verklumpungen und die in diesen groben Adduktagglomeraten eingeschlossenen Teile des Harnstoffes können dann nicht mehr zur Adduktbildung ausgenutzt werden. 



   Aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1025 549 ist zwar ein Verfahren bekannt, nach dem aus heissen, konzentrierten, methanolischen Harnstoff-Lösungen Harnstoff in fester Form durch Zugabe eines Öl-Lösers ausgefällt wird, der mit dem Methanol mischbar ist, für Harnstoff ein vermindertes Lösungsvermögen besitzt und dessen Siedepunkt niedriger liegt, als der des Methanols ;

   bei diesem bekannten Verfahren wird wohl Harnstoff in fester Form durch Zugabe des Öl-Lösers ausgefällt-die Verwendung   einer'methanoli-     schen   Harnstoff-Lösung zur Abtrennung von n-Paraffinen bedingt jedoch, dass zwischen Öl und dem Lösungsmittel Methanol gegenseitige Löslichkeit besteht und ausserdem Methanol und der Öl-Löser Methylenchlorid ein azeotropes Gemisch bilden, dessen Komponente im Entparaffinierungsgemisch in einem ungünstigen Verhältnis steht. 



   Nach der Erfindung wird nun das eingangs beschriebene Verfahren zur Herstellung körniger Addukte gemäss dem Stammpatent derart vorteilhaft ausgestaltet, dass die im kontinuierlichen Betrieb nach der Addukt-Zersetzung anfallende, konzentrierte heisse Harnstoff-Lösung mit dem Öl-Löser unter Rühren versetzt, durch Verdampfen desselben abgekühlt und erst danach dem Frischöl zugesetzt wird. Hiebei wird der Öl-Löser im   Überschuss - u.   zw. im Verhältnis 1, 5-4 Teile Öl-Löser auf 1 Teil   Harnstoff-Lösung -   verwendet. Bei dieser erfindungsgemässen Arbeitsweise tritt die störende Klumpenbildung nicht mehr auf. 



   Weiters erweist sich als vorteilhaft, eine gesättigte Harnstoff-Lösung zur Adduktbildung zu verwenden, bei welcher das Gewichtsverhältnis von gesättigter wässeriger Harnstoff-Lösung zu als Bodenkörper vorhandenem festen Harnstoff die Werte 1, 0 :   1-1, 2 :   1 nicht überschreitet. Hiebei wird zweckmässig die im kontinuierlichen Betrieb nach der Addukt-Zersetzung anfallende Harnstoff-Lösung mit Wasser im 

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Verhältnis 1 : 1 verdünnt, danach durch Aktivkohle geleitet und dann wieder auf die gewünschte Konzen- tration eingedampft. Durch Verwendung einer solchen gesättigten Harnstoff-Lösung wird ebenfalls bei der
Adduktbildung ein Verklumpen oder ein Verkleben der Adduktkörner vermieden.

   Die technische Bedeu- tung der Ausschaltung dieser klebrigen Zwischenstadien geht aus folgenden Beispielen hervor :
Beispiel 1: 100 Vol.-Teile eines Spindel-öles (d=0,8672, Viskosität=20,64 est) mit einem Ge- halt an n-Paraffinen von 15   Gew ; -0/0   wurden mit 100 Vol.   -0/0 Methylenchlorid   und 120 Vol.-% einer bei   700C   gesättigten   Harnstoff-Lösung   bei 40 C versetzt, bei der das Gewichtsverhältnis Harnstoff-Lösung zu festem Harnstoff bei 1, 7 : 1 lag. Nach einer Rührzeit von 10 min wurde das gebildete Addukt abfiltriert. 



   Der Stockpunkt des Filtrates lag   bei -160C.   



   Beispiel 2 : Menge und Art des eingesetzten Spindel-Öles und des   Öl-Lösungsmittels waren   die gleichen wie in Beispiel 1. Die bei   700C   gesättigte Harnstoff-Lösung hatte ein Verhältnis Harnstoff-Lösung zu Harnstoff von 1, 2 : 1. Von ihr wurden 120   Vol. -0/0   bei   24 C   zugesetzt. Nach einer Rührzeit von 7 min und Abfiltrieren des Adduktes war der Stockpunkt auf-16 C gesunken. 



   Beispiel 3 : Mit der gleichen Menge und Art des Spindel-Öles und des Öl-Lösungsmittels wie in
Beispiel 1 und 2 wurde bei   240C   eine Harnstoff-Adduktbildung mit 120   Vol. -0/0   einer bei   70 C   gesättigten
Harnstoff-Lösung vorgenommen, deren Verhältnis Harnstoff-Lösung zur Harnstoff 1, 1 : 1 betrug. Nach
5 min Rührzeit wurde ein Stockpunkt des Filtrates   von -230C   erreicht. 



   Beispiel 4 : Die Harnstoff-Adduktbildung unterschied sich von der in den vorhergehenden Beispie- len nur durch das Verhältnis Harnstoff-Lösung zur Harnstoff der bei   700C   gesättigten Harnstoff-Lösung. In diesem Fall lagen die Werte bei 1,   0 : 1.   Nach 3 min Rührzeit wurde ein Stockpunkt des Filtrates von   - 250C   erhalten. 



   Wie die Beispiele deutlich zeigen, ist der erfindungsgemässe Bereich des Verhältnisses Harnstoff-Lösung zu Harnstoff von ausschlaggebender Bedeutung für die technische Durchführung der Adduktbildung. 



  Gegenüber Beispiel 1 ist in den folgenden Beispielen die Rührzeit und der erreichte Stockpunkt des Filtrates wesentlich verbessert worden. 



   Eine Erniedrigung des Verhältnisses Harnstoff-Lösung zu Harnstoff unter einen Wert von 1 : 1 führt wieder zu klebrigen Zwischenstadien, d. h. zu einem Ansteigen der Rührzeiten und des Filtratstockpunktes. 



   Im kontinuierlichen Betrieb ergab sich hin und wieder folgende Schwierigkeit :
Bei längerem Gebrauch der Harnstoff-Lösung traten trotz Einhaltens der oben genannten Gewichtsverhältnisse die klebrigen Zwischenstadien wieder auf, wenn die Harnstoff-Lösung nach längerem Gebrauch Stoffe enthielt, die diese Zwischenstadien begünstigten. Die Harnstoff-Lösung wurde in diesen Fällen regeneriert, z. B. durch Filtration durch Aktivkohle. 



   Zur Regenerierung kann die Harnstoff-Lösung in   üblicher'Weise   über Aktivkohle geleitet werden. 



  Wirksamer wurde die Regenerierung, wenn die Harnstoff-Lösung, die nach der Adduktzersetzung anfiel, mit Wasser im Verhältnis 1   : 1   verdünnt und erst dann durch Aktivkohle geleitet wurde. Anschliessend wurde dann die regenerierte Harnstoff-Lösung auf den gewünschten Grad konzentriert. 



   Für jede Harnstoff-Lösung beliebiger Sättigung existiert eine definierte Temperatur, bei der das erfindungsgemässe Gewichtsverhältnis zwischen Harnstoff-Lösung und festem Harnstoff erreicht ist. So liegt   diese Temperatur bei Harnstoff-Lösungen von 800C Sättigung bei etwa 38 C, bei denen von 700C Sättigung bei etwa 24 C, bei denen von 600C Sättigung bei etwa 10 C und geht auf-4 C herunter bei einer   bei   500C   gesättigten Lösung. 



   Aus dem in der Zeichnung dargestellten Diagramm ist zu erkennen, dass diese definierten Temperaturen auf einer Geraden liegen : Im Gebiet oberhalb dieser Geraden treten die klebrigen Zwischenstadien bei der Adduktbildung auf, während sie unterhalb dieser Geraden nicht existent sind. Es zeigt sich z. B. aus dem Diagramm, dass diese definierte Temperatur für eine bei   900C   gesättigte Harnstoff-Lösung bei   52 C   liegt. Diese Lösung kann als, bei 52 C für eine Harnstoff-Adduktbildung verwandt werden, ohne dass die gefürchteten klebrigen Zwischenzustände auftreten. Da die definierten Temperaturen, bei denen 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Gewichtsverhältnis Harnstoff-Lösung zu Harnstoff im Bereich 1, 0 - 1, 2 : 1PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff, nach Patent Nr. 215578, dadurch gekennzeichnet, dass die im kontinuierlichen Betrieb nach der Addukt-Zersetzung anfallende, konzentrierte heisse Harnstoff-Lösung mit dem Öl-Löser unter Rühren versetzt, durch Verdampfen desselben abgekühlt und erst danach dem Frischöl zugesetzt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Öl-Löser im Überschuss - u. zw. im Verhältnis 1, 5-4 Teile Öl-Löser auf 1 Teil Harnstoff-Lösung - verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während der Adduktbildung das Gewichtsverhältnis von gesättigter wässeriger Harnstoff-Lösung zu festem Harnstoff die Werte 1, 0 : 1 bis 1, 2 : 1 nicht überschreitet.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im kontinuierlichen Betrieb nach der Addukt-Zersetzung anfallende Harnstoff-Lösung mit Wasser im Verhältnis 1 : 1 verdünnt, danach durch Aktivkohle geleitet und dann wieder auf die gewünschte Konzentration eingedampft wird.
AT2261A 1960-01-28 1961-01-02 Verfahren zur Herstellung körniger Addukte, die mittels Sieben abgetrennt werden können, bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoff-Ölen mit Harnstoff AT236567B (de)

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