DE295201C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N7/00—Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
- D06N7/0005—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
- D06N7/0028—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
- Floor Finish (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 295201 -KLASSE
Sl. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1915 ab.
Farbige gemusterte Fußbodenbeläge wurden bisher in der Weise hergestellt, daß man eine
Grundschicht auf ein passendes Gewebe auftrug und dann das gewünschte Muster durch
ein Druckverfahren erzeugte. Dieses Verfahren hat jedoch den erheblichen Nachteil, daß
durch die Abnutzung die Zeichnung selbst sehr bald unklar wurde und bei weiterer Abnutzung
die Oberschicht mehr oder weniger verschwand und die Unterschicht zum Vorschein kam.
Gemäß dem vorliegenden Verfahren bleibt die Zeichnung bis zur völligen Abnutzung der
aufgetragenen Schichten vollständig unverändert, so daß das äußere Ansehen des Belages
auch bei fortschreitender Abnutzung nicht leidet.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß auf eine zweckdienliche Unterlage,
wie Jute o. dgl., zunächst eine Grundschicht aufgetragen wird, auf welche mittels
bekannter Farbspritzapparate die den Untergrund der Zeichnung bildende Schicht aufgetragen
wird. Nachdem dieser Untergrund bis zu einem gewissen Grad getrocknet ist, wird in gleicher Weise eine andere Masse aufgetragen,
welche nicht wie bei den. bisherigen Verfahren den Untergrund deckt, sondern in denselben mehr oder weniger tief eindringt.
Um ζ. B. einen Fußbodenbelag zu erhalten, welcher das Aussehen1 von Granit hat, wird
folgendes Verfahren angewendet:
Es werden innig zusammengemischt: a) der gewünschte Farbstoff, welcher z. B. für Granit
hellgrün sein kann und für welchen jeder geeignete Farbstoff gebraucht werden kann;
b) Kaolin. Von a und b werden gleiche Gewichtsteile genommen. Diesem Gemisch wird
c) Teeröl (z. B. Solventnaphta), sowie ein Standmittel d) zugefügt. Diesem Gemisch
wird noch e) Terpentin zugegeben.
Das Standmittel d, d. h. ein Mittel, um den Anstrich stehen, zu lassen, daß sich derselbe
nicht verwischt, obwohl er in Gestalt eines dünnflüssigen wässerigen Anstriches aufgebracht
wird, besteht aus den drei folgenden Bestandteilen:'
1. Zinkweiß,
2. Kopallack,
3. Standöl.
Der Kopallack soll schnell trocknend sein und weiter die Eigenschaft besitzen, daß er
das Fließen hemmt, also die Farbteilchen da liegen läßt, wo dieselben angebracht sind.
Das obengenannte Standmittel bezweckt, die in der Weise gebildete Masse zusammenfließen
zu lassen, jedoch derart, daß die darzustel-
!ende Zeichnung bestehen bleibt, so daß 'die gesonderten
Teilchen in bezug aufeinander nicht verfließen.
Die Untergrundschicht, welche beim gewählten Beispiel Granit z. B. hellgrün ist, wird
so lange in der Gestalt eines dichten Nebels auf die erste Deckschicht gespritzt, bis das
Ganze eine gleichmäßige Schichthöhe erreicht.
Nach der Spritzung dieser Untergrundschicht auf die Unterschicht wird eine zweite
Schicht aufgespritzt, welche ungefähr dieselben Bestandteile als die Treibschicht enthält,
nämlich:
1. Farbstoff (welcher jetzt z. B. für Granit schwarzgrün ist),
2. Kaolin,
3. das unter d) genannte Standmittel,
4. Teeröl.
Diese neue Schicht, welche die zweite Sonderschicht genannt werden kann, wird gleichfalls
mittels des genannten Spritzapparates angebracht. Diese aufzuspritzende Masse bildet
eine dickere Masse, jedoch kann der Spritzapparat derart geregelt werden, daß j etzt feine Tropfen in Regengestalt aufgespritzt
werden, wobei gleichfalls Sorge getragen wird, daß einer Anhäufung von zuviel dunklem Farbstoff vorgebeugt wird.
Diese letzte Aufspritzung der dunkelgrünen Farbe auf den Untergrund von hellgrüner
Farbe hat bei diesem gewählten Beispiel von Granitnacbahmung zur Folge, daß man eine in
beliebiger und eigentümlicher Weise mit Granit ähnliche geäderte Oberfläche erhält, denn
die örtlich angehäuften dunkelgrünen Masseteilchen bleiben nicht gesondert zusammen,
sondern vereinigen sich unregelmäßig und be-, halten dabei sämtlich ihre Farbe. Dies geschieht
in der hellgrünen' Untergrundmasse. Hierbei entsteht eine granitähnliche Struktur.
des Ganzen, die durch die besondere Art, wie der Belag gebildet wird, mit der natürlichen
Farbenstruktur von Naturgranit übereinstimmt.
Für einige Musterzeichnungen kann, wenn noch eine mehr verwickelte Struktur von
Naturstein nachgeahmt werden soll, eine dritte Schicht aufgespritzt werden. Bei dieser dritten
Schicht wird jedoch Kaolin nicht verwendet, sondern folgende Bestandteile:
1. Farbstoff,
2. Standmittel,
3. Teeröl.
wird
Diese Masse ist dickflüssiger und
gleichfalls durch Aufspritzung, jedoch in erheblich dickeren Tropfen auf die oben beschriebene Weise angebracht.
gleichfalls durch Aufspritzung, jedoch in erheblich dickeren Tropfen auf die oben beschriebene Weise angebracht.
Nach der Spritzung wird der aus den derart gebildeten Schichten bestehende Fußbodenbelag
in maschineller Weise getrocknet und sodann in Rollen gebracht, um in dieser Weise
verkauft zu werden.
Statt Granit können auch Marmor, Basalt und ähnliche Natursteinformationen durch dieses
Verfahren nachgeahmt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines einem Naturstein, z. B. Granit, ähnlichen
Fußbodenbelages, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Seite eines Kernes von Jute, welcher beiderseitig mit der gewöhnlichen
Deckschicht versehen ist, nacheinander zwei Schichten Farbmasse gespritzt werden, wobei die erste Farbmasseschicht
die Untergrundschicht bildet und die zweite Farbmasseschicht die Zeichnung erzeugt, während die Zusammenstellung
der Farbmassen derart ist, . daß die leicht aufgespritzte Farbmasseschicht völlig mit
der Untergrundschicht vereinigt ist, wodurch eine dem Naturstein ähnliche Oberfläche
gebildet wird, die auch bei fortschreitender Abnutzung ihr ursprüngliches
Aussehen beibehält.
2. Verfahren zur Herstellung der Farbmassen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Untergrundschicht Farbstoff, Kaolin, Teeröl, ein Standmittel und Terpentin, für die zweite
Farbmasseschicht Farbstoff, Kaolin, ein Standmittel und Teeröl zusammen gemischt
werden kann. ■
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL4029A NL1565C (nl) | 1914-01-23 | 1914-01-23 | Werkwijze voor het vervaardigen van een op natuursteen, zoals bijvoorbeeld graniet gelijkende vloerbedeking |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295201C true DE295201C (de) | 1916-11-07 |
Family
ID=89853717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915295201 Active DE295201C (de) | 1914-01-23 | 1915-01-22 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295201C (de) |
| GB (1) | GB191501190A (de) |
| NL (1) | NL1565C (de) |
-
1914
- 1914-01-23 NL NL4029A patent/NL1565C/nl active
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1915
- 1915-01-22 DE DE1915295201 patent/DE295201C/de active Active
- 1915-01-25 GB GB191501190D patent/GB191501190A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL1565C (nl) | 1916-09-15 |
| GB191501190A (en) | 1915-07-15 |
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