DE29499C - Einrichtung zur Auswechselung und periodischen Lüftung der Stickfäden an Schiffchen-Stickmaschinen - Google Patents
Einrichtung zur Auswechselung und periodischen Lüftung der Stickfäden an Schiffchen-StickmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C11/00—Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
- D05C11/08—Thread-tensioning arrangements
Landscapes
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- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
A. GLASER in LEIPZIG.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. December 1883 ab.
An Schiffchen-Stickmaschinen für Buntstickerei ist die bisherige Weise der Farbenwechselungen
eine ungemein aufhaltende und betriebstörende, weil, um mit andersfarbigen Fäden sticken zu
können, die gesammte Abnahme der bisher gebrauchten und Neuaufsteckung der ferner zu
brauchenden Spulen erforderlich ist.
In der nachfolgenden Beschreibung, unter Darstellung auf beiliegender Zeichnung, Fig. 1
bis 4, ist eine Einrichtung getroffen, durch welche diese Uebelstände beseitigt werden, so
dafs die Maschine von Anfang an mit sämmtlichen zur Anfertigung des Stickmusters nöthigen
Spulen der verschiedenen Farbensorten besetzt wird, deren Fäden auch sofort eingeschirrt
werden, und zwar kann die Maschine mit der einen Farbensorte schon zu arbeiten beginnen,
während die Fäden der später folgenden Farbenabtheilungen inzwischen angelegt werden.
Es ist dies durch eine sich in der ganzen Breite der Maschine hinziehende Schiene A ermöglicht,
welche entsprechend der Theilung der Fadenhalterscheibenpaare b b' mit Löchern a
besetzt ist, so dafs jedem Fadenhalterpaar auch ein iFührungsloch α auf der Schiene A gegenübersteht;
diese Schiene liegt gleitbar fest in den Führungen c, so dafs sie in denselben beliebig
hin- und hergeschoben werden kann. Hätte man nun z. B. dreierlei Farbensorten
folgeweise zur Verwendung zu bringen, die durch die vollen, strichpunktirten und punktirten
Linien (s. Fig. 2 und 4) bezeichnet sind, und es hätten zuerst die voll schwarz.. markirten
Fäden zur Anwendung zu kommen, so fädelt man dieselben in die Nadeln d und rückt dann
die Schiene A so, dafs die Fäden von ihr aus richtig auf die Nadeln stehen, während die beiden
anderen Farbensorten an der Schiene A herabhängen bleiben.
Haben die voll schwarzen Fäden abgestickt, so schneidet man sie unmittelbar an der
Stickerei ab, läfst sie an der Schiene A herabhängen, fädelt statt ihrer eine andere Farbensorte
in die Nadeln d, die bisher von der Schiene herabhing, ein, rückt die Schiene A so,
dafs sie die neu eingefädelten Fäden den Nadeln d richtig zuführt, und die Maschine kann
ihre Arbeit wieder fortsetzen.
Aufser der Zeitersparnifs ist durch diese Schiene noch der Vortheil geboten, dafs jedes
offene Material mit Hülfe derselben verarbeitet werden kann, mithin dieselbe eine bedeutende
Verbesserung für die Buntstickerei ist. Es sind durch sie aber noch zwei andere Vervollkommnungen
an der Maschine nothwendig, nämlich:
1. eine äufserst empfindliche und sichere Lüftung der Fadenhalterscheiben unter einander
nach der durch sie geschehenen Bremsung der Fäden infolge ihrer vermehrten Anzahl, und
2. eine Vorrichtung, die eine Drehung der Scheiben b b' und somit eine etwaige Umwickelung
der loshängenden Fäden um die Fadenhalterscheibenachse β verhütet.
Der erstere Zweck wird durch einen Mechanismus erreicht, bestehend aus der Excenterscheibe
B mit Nase H, dem doppelarmigen Hebel C mit der Feder C, dem Verbindungshebel Z?,.,dem Winkelhebel E und den Stell-
ringen FF', der derart wirkt, dafs bei Drehung der Achse G die Excenterscheibe B durch die
Nase H den Hebel C (der durch die Feder C" stets an sie angedrückt gehalten wird) herunterdrückt,
wobei durch Vermittelung des Verbindungshebels D der Winkelhebel E, in den
Stellungen FF' geführt, die Achse e so bewegt
, dafs der Andruck der Scheiben b b' durch den Stellring J gegen die Feder K und
die Zwischenhülsen k sein Maximum erreicht, um durch die Erschütterung, welche die Achse e
erleidet, wenn der Hebel C von dem Höhepunkt der Nase H auf die tiefste Stelle der
Excenterscheibe B abschnappt, ein um so sichereres Voneinandergehen der Scheiben b b'
infolge Aufhebung des Druckes der Feder K zu erreichen, wogegen durch Weiterdrehung
der Excenterscheibe B der Mechanismus wieder die nöthige Fortbewegung zur Bremsung der
Fäden erhält.
Die Drehungsverhinderung der Scheiben b b' geschieht durch den Draht /, welcher durch
grofse Löcher in ihnen, sie alle fassend, an passenden Punkten des Gestelles getragen wird.
Claims (1)
- Patent-An spruch:An Schiffchen-Stickmaschinen für Buntstickerei zum Zweck erleichterter Fadenwechselung ,und Verwendung jedes offenen Materials die Anbringung der schiebbaren Schiene A in Combination mit dem Schüttelmechanismus, letzterer bestehend aus der Excenterscheibe B mit Nase H, dem Hebel C, der Feder C, dem Verbindungshebel D, dem Winkelhebel E und den Stellringen FF' und der Festhaltung der Fadenhaltscheiben b b' durch den Draht/.Hierzu I.Slatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29499C true DE29499C (de) |
Family
ID=305675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29499D Active DE29499C (de) | Einrichtung zur Auswechselung und periodischen Lüftung der Stickfäden an Schiffchen-Stickmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29499C (de) |
-
0
- DE DENDAT29499D patent/DE29499C/de active Active
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