DE294749C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25D—PERCUSSIVE TOOLS
- B25D9/00—Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
- B25D9/14—Control devices for the reciprocating piston
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Description
KAISERLICHES A
'A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 294749 KLASSE Bib. GRUPPE
WILLIAM BURLINGHAM in WARWICK
und JOSEPH BRIGGS WEAVER in NEWPORT NEWS, WARWICK, Virginia, V. St. A.
Druckluftwerkzeug mit Stufenschlagkolben. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1914 ab.
Die Erfindung betrifft einen neuen Drucklufthammer einer bekannten Art, die mit
einem Stufenkolben arbeitet, und bezweckt, den Wirkungsgrad des Werkzeuges für einen
gegebenen Luftdruckverbrauch wesentlich zu erhöhen. Es wird diese Aufgabe auf Grund
einer neuen Anordnung erzielt, durch welche eine besondere Steuerung des Druckmittels
geschaffen wird, so daß neben anderen Vorteilen die Betriebskosten der Luftdruckanlage
bedeutend vermindert werden.
Bei bekannten Werkzeugen der vorliegenden Art wird die in den Zylinder des Werkzeuges
eingelassene Frischluft, nachdem sie unmittelbar dazu benutzt worden ist, den Schlagkolben vorwärts zu bewegen, einer Vorratskammer
oder einem sogenannten Empfänger zugeleitet, dem die Luft entnommen wird, um den Kolben in seine ursprüngliche Lage
zurückzubringen. Nach der gegenwärtigen Erfindung wird nun hierzu nur ein Teil der
schon gebrauchten Luft benutzt, während ein anderer Teil der Luft in dem Behälter aufgespeichert
und nachträglich verwendet wird, um die Kraft des Schlages zu vergrößern. Außerdem kann auch ein Teil der Luft in dem
Vorratsbehälter dazu verwendet werden, um einen Teil der Ventile des Werkzeuges zu öffnen.
Bei einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird ein Teil der zum Schlaghub
gebrauchten Frischluft, wie bereits erwähnt, in den Empfänger übergeführt, und aus die-
sem wird die zum Vorschieben eines Niederdruckventils dienende Luft genommen und
auch die Luft, um den Schlagkolben bei seinem Arbeitshub niederbewegen zu helfen.
Der Rest an expandierter Luft, der in dem Hochdruckzylinder verbleibt, nachdem der
Empfänger gefüllt ist, wird dazu benutzt, den Schlagkolben, wie bekannt, vermöge des Unterschiedes
der Drucke auf den kleinen und den großen Kolbenteil zurückzubewegen. Der Druck dieser expandierten Luft in dem
Hochdruckzylinder und der Druck in dem Niederdruckzylinder beim Rückhub werden durch eine Verbindungsleitung ausgeglichen.
Die Vorbewegung der Ventile findet etwa zu derselben Zeit statt, wo der Schlagkolben
auf den Schaft des arbeitenden. Werkzeuges trifft, so daß dieser Schlag dazu dient, die genannten
Ventile zur geeigneten Zeit in ihrer vorderen Stellung fest auf ihren Sitz zu drücken, ein Springen oder Bewegen der Ventile
also vermieden wird.
Durch das Zusammenwirken der Frischluft und der wiederbenutzten Luft auf den Hammer
oder Schlagkolben während des Schlaghubes werden die Geschwindigkeit und das Moment des hin und her gehenden Kolbens
wesentlich während der Zeit erhöht, wo eine solche Kraftvergrößerung wünschenswert ist.
Die Erfinder sind ihres Wissens die ersten, die einen tragbaren, von Hand zu haltenden
Luftdruckhammer geschaffen haben, der erstens einen Zylinder hat, dessen vorderes
Ende zur Aufnahme des Werkzeugschaftes offen ist, und bei dem mit diesem Zylinder die
Merkmale des Stufenschlagkolbens, eines Hochdruckeinlaßventils, eines Niederdruckauslaßventils
und eines Empfängers vereint sind.
Fig. ι stellt eine schematische Ansicht des Gehäuses, des Schlagkolbens, der Ventilkammern,
Ventile und Leitungen des verbesserten ίο Schlagwerkzeuges dar und zeigt die einzelnen
Teile in der Stellung, die sie einnehmen, wenn der Kolben sich am Anfang seines Schlaghubes
befindet.
Fig. 2 zeigt die erwähnten Teile in der Lage, die sie einnehmen, wenn der Kolben am
äußersten Ende seines Schlaghubes ist.
Fig. 3 stellt einen achsialen Schnitt einer Ausführungsform des Werkzeuges dar,
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Hammer nach der Linie X-X der Fig. 3.
In den Zeichnungen bedeutet 1 das mit der üblichen achsialen Bohrung 2 versehene Gehäuse
des Werkzeuges. Dieses Gehäuse bildet den Arbeitszylinder großen Durchmessers und hat an seinem unteren Ende eine Werkzeughülse
3 oder irgendein anderes . Mittel, durch welches der Schaft des Werkzeuges gehalten
wird, welches ein Nietstempel, Meißel, Dichthammer oder ein anderes Schlagwerkzeug
sein kann. Dieser Zylinder 1 bildet den Niederdruck- und Rückkehrzylinder. Das
obere offene Ende des Gehäuses hat außen einen Flansch 4, der von einer Kupplungsmuffe
5 erfaßt wird; diese ist mit Innengewinde versehen, das mit dem unteren, mit
Außengewinde ausgestatteten Ende eines Handgriffansatzes 6 im Eingriff steht. Der
Handgriff 7 und die Kupplung 5 können von irgendeiner bei Drucklufthämmern gebräuchliehen
Form sein. Der Handgriff 7 hat einen Drucklufteinlaßstutzen 8 zum Anschluß des
Luftschlauches, eineDruckluftleitungo,, welche unter dem Einfluß eines Drosselventils 10
steht, sowie einen Drücker 11 zum Öffnen dieses Ventils. Auch diese Teile können von
irgendeiner gewünschten Ausbildung und Art sein; sie sind bei Werkzeugen dieser Art gewöhnlich
zu finden.
Das untere Ende des Handgriffansatzes hat einen verjüngten Teil, der in das obere Ende
des Zylinders 1 paßt. Der Handgriffansatz hat eine Bohrung kleineren Durchmessers,
welche den Hochdruckarbeitszylinder 13 bildet, der achsial zu dem Zylinder großen Durchmessers
liegt und an seinem oberen Ende geschlossen ist. In den beiden Zylindern 1 und
13 ist ein Kolben hin und her bewegbar, der einen zylindrischen Teil 14 kleinen Durchmessers
hat. Der Kolbenteil 14 paßt gleitbar in den Zylinder 13. Der Kolben hat ferner an
seinem unteren Ende einen Kolbenteil 15 großen Durchmessers, welcher gleitbar in den Zylinder
großen Durchmessers paßt und den Niederdruckkolben bildet. Der Hochdruckkolben 13 hat an seiner Umfläche nahe seinem oberen
Ende eine Nut 16, welche einen ringförmigen Verteilungskanal bildet, sowie in einem gewissen
Abstände von dem Kolben 15 großen Durchmessers eine gleiche, in der Umfläche
vorgesehene Nut 17, die einen anderen ringförmigen Verbindungskanal bildet. In dem
Handgriffansatz sind auf dessen einer Seite parallel zueinander und zu dem in diesem Ansatz
befindlichen Zylinder zwei Gehäuse 18, 19 angeordnet. In diesen Gehäusen stecken zylindrische
Ventilhülsen 20, 21, welche eine Hochdruck- und eine Niederdruckventilkammer bilden,
in denen ein Hochdruckventil 22 und ein Niederdruckventil 23 verschiebbar sind. Die
Hülsenwandungen sind mit einer Reihe ringförmig angeordneter öffnungen — Löcherringen
— versehen, von denen in den Fig. 1 und 2 jeweils nur die gegenüberliegenden dargestellt
sind. Solche Löcherringe sind darunter zu verstehen, wenn im folgenden von ringförmigen
Öffnungen gesprochen wird.
In dem Werkzeug ist ein Empfänger 24 (Fig. ι und 2) vorgesehen, der nach Fig. 3
und 4 aus einer Anzahl von Längsbohrungen 25 besteht. Diese befinden sich in der Wandung
des Werkzeugansatzes und sind an ihrem Ende durch Ringkammern 26 verbunden. In
den schematischen Ansichten der Fig. 1 und 2 ist dieser Empfänger als ein volles zylindrisches
Gefäß dargestellt.
Die Hochdruckventilhülse 20 hat eine Bohrung 27 kleineren Durchmessers und eine Bohrung
28 größeren Durchmessers, und das obere Ende der größeren Bohrung 28 hat eine Öffnung
29, an welche eine Verteilungsleitung 30 angeschlossen ist. Das andere Ende dieser
Leitung steht durch eine Öffnung 31 mit dem Hochdruckzylinder in Verbindung, und zwar
in einem gewissen Abstand von dessen oberem Ende. Die Bohrung 28 hat eine ringförmige
Öffnung 32, welche mittels einer Verteilungsleitung 33 an das obere Ende des Hochdruckzylinders
angeschlossen ist. Ein Löcherring 34 umschließt die Ventilbohrung großen Durchmessers nahe der Öffnung 32 und steht
durch eine Leitung 35 mit der Druckluftzuführung 9 in Verbindung. Eine enge Öffnung
36 umschließt das untere Ende der Bohrung großen Durchmessers und ist durch eine Leitung
37 ständig mit der Druckluftleitung verbunden.
Eine ringförmige Öffnung 38 umgibt das obere Ende der Bohrung 27 kleinen Durchmessers
und steht durch eine Leitung 39 mit dem oberen Ende des Niederdruckzylinders, des Zylinders großen Durchmessers, in Verbindung.
Eine ringförmige Öffnung 40 um-
schließt die Ventilbohrung- kleinen Durchmessers
und ist durch eine Leitung 41 mit dem Empfänger 24 verbunden. Eine ringförmige
Öffnung 42 umgibt das untere Ende der Ventilbohrung kleinen Durchmessers und steht
durch eine Leitung 43 mit einer Öffnung 44 des Hochdruckzylinders ungefähr in dessen
Mitte in Verbindung. Die Öffnung 44 wird von dem Hochdruckkolben freigelegt, wenn
dieser am Ende des Schlaghubes anlangt. Das Hochdruckventil 22 hat zwei Kolben 45, 46,
welche in die Ventilbohrung großen Durchmessers passen, sowie zwei Kolben 47, 48 für
die Ventilbohrung kleineren Durchmessers.
X5 Die Niederdruckventilhülse 21 ist mit einer
Bohrung 49 großen Durchmessers und einer Bohrung 50 kleinen Durchmessers versehen.
Das obere Ende der Bohrung großen Durchmessers steht durch eine Öffnung 51, eine Leitung
52 und eine Öffnung 53 mit dem Hochdruckzylinder, dem Zylinder kleinen Durchmessers,
in Verbindung, und zwar an einer Stelle, welche die Nut 16 des oberen Endes des
Schlagkolbens einnimmt, wenn dieser am Ende seines Schlaghubes ist. Eine Öffnung 54 des
Hochdruckzylinders, die durch eine Leitung 55 mit dem Empfänger verbunden ist, steht
mit der Öffnung 53 und der Nut 16 ebenfalls in Verbindung, wenn der Schlagkolben die erwähnte
Stellung hat. Eine Öffnung 56 verbindet die Leitung 52 der Niederdruckventilbohrung
mit dem Hochdruckzylinder und steht mit einer Öffnung 57 dieses Zylinders in Verbindung, welche durch einen Auslaßkanal
58 des Gehäuses an die Außenluft angeschlossen ist. Zugleich steht die Öffnung 56 mit
einer Öffnung 59 des Zylinders in Verbindung, welche durch eine Leitung 60 mit der an das
obere Ende der Hochdruckventilkammer angeschlossen en Leitung 30 verbunden ist. Die
Verbindung dieser drei Öffnungen 56, 57, 59 geschieht durch die Ringnut 17 des Hochdruckkolbens,
wenn das äußerste Ende des Rückhubes erreicht wird, wie dies in Fig. 1
dargestellt ist. Alsdann können die oberen Enden dieser Ventilkammern gleichzeitig ablassen.
Eine ringförmige Auslaßöffnung 61 umgibt das obere Ende der Bohrung großen
Durchmessers der Ventilkammer und steht mit der Außenluft in Verbindung. Eine ringförmige
Öffnung 62 unterhalb des Auslasses 61 ist durch eine Leitung 63 mit dem unteren
Ende des Niederdruckzylinders verbunden. Eine ringförmige Öffnung 64' der Niederdruckventilbohrung
großen Durchmessers ist durch eine Leitung 65 an das obere Ende des Hochdruckzylinders angeschlossen. Eine enge
ringförmige Öffnung 66 umgibt das untere Ende der Niederdruckventilbohrung großen
Durchmessers und ist durch eine Leitung 67 ständig in Verbindung mit dem Drucklufteinlaßkanal.
Eine ringförmige Öffnung 68 der Niederdruckventilbohrung kleinen Durchmessers führt durch eine Leitung 69 zum oberen
Ende des Niederdruckzylinders. Eine Auslaßöffnung 70 der Niederdruckventilhülse steht
durch eine Leitung 71 mit der Außenluft in Verbindung. Das Niederdruckventil 23 hat
zwei Kolben 72, 73 großen Durchmessers und zwei Kolben 74, 75 kleinen Durchmessers, die
in den zugehörigen Ventilbohrungen gleitbar sind.
Wirkungsweise: Es werde angenommen,
daß die einzelnen Teile die in Fig. 1 der Zeichnungen dargestellte Lage haben. 7S
Wenn die Hochdruckluft in den Einlaßkanal 9 eingelassen wird, so gelangt sie zwischen die·
beiden großen Kolben 45, 46 des Hochdruckventils, welches sich in seiner oberen Stellung
befindet, und gelangt durch die Leitung 33 in das obere Ende des Hochdruckzylinders, so
daß der Schlagkolben abwärts bewegt wird, um seinen Schlag auf das arbeitende Werkzeug
auszuüben.
Jegliche Luft, die in dem unteren Teil des Niederdruckzylinders vorhanden sein mag,
wird durch den Niederdruckkolben mittels der Leitung 63 nach der Öffnung 62 und in die
Niederdruckventilkammer zwischen die Kolben 72,73 befördert, von wo sie durch die
obere Auslaßöffnung· 61 abbläst. Wenn nun der Hochdruckkolben beim Schlaghub die Öffnung 31 des Hochdruckzylinders freilegt, so
gelangt die Druckluft durch die Leitung 30 auch über das Hochdruckventil 22, drückt dieses
in die in Fig. 2 veranschaulichte Stellung abwärts und schneidet die Luftzuführung
über den Schlagkolben ab, so daß jetzt die eingeschlossene Druckluft expandiert. Der Hochdruckkolben
gibt endlich, sobald er das Ende seines Hubes erreicht, die Öffnung 44 frei, und
die expandierte Druckluft gelangt alsdann durch diese Öffnung sowie die Leitung 43
nach der Hochdruckventilkammer, zwischen die Ventilkolben 47, 48 kleinen Durchmessers, 1(>5
welche ihre Tieflagc (Fig. 2) einnehmen, die Öffnung 42 dieser Leitung 43 mit der Öffnung
40 der Leitung 41 verbinden und die expandierende Luft nach dem Empfänger 24 leiten.
Da der Schlagkolben seine Tief lage hat, so ver- no bindet gleichzeitig die obere Ringnut 16 des
Hochdruckkolbens die Leitung 55 und Öffnung 54 von dem Empfänger mit der Öffnung
53 und der Leitung 52 nach dem oberen Ende der Niederdruckventilkammer, so daß die
Luft aus dem Empfänger das Niederdruckventil abwärts drückt. Dies bewirkt, daß die
expandierte Luft über dem Hochdruckkolben durch die Leitung 65 nach der Niederdruck- ·
ventilkammer strömt, wo die großen Kolben iao
73, 72 nunmehr die Öffnung 64 an die Öffnung 62 und Leitung 63 anschließen und so die ex-
pandierte Luft in das untere Ende des Niederdruckzylinders einlassen, wo sie, gegen die
größere Kolbenfläche 15 wirkend, den Schlagkolben hochdrückt.
Hierbei bläst die Niederdruckluft über dem großen Kolben 15 durch die Leitung 69 und
die Öffnungen 68, 70 ab, welche durch die kleinen Kolben 75, 74 des Niederdruckventils verbunden
sind, und gelangt bei 71 in die Außenluft. Wenn der Schlagkolben beim Arbeitshub an die Stelle gelangt, wo seine untere
Ringnut 17 die aus den oberen Enden der Ventilkammern führenden öffnungen 56, 59
mit der Auslaßöffnung 57 verbindet, so bläst die Luft über den Ventilen dieser Kammern
.ab, und die Druckluft, welche durch die engen Öffnungen 36, 66 der Ventilkammern stets zugelassen
wird, wirkt zugleich auf die große und die kleine Fläche der beiden mittleren
Kolben der Ventile, und da ;der Druck auf die
größeren Kolben überwiegt, so werden unter Wiederholung der Wirkung die beiden Ventile
in die Stellung Fig. ι hochbewegt. Da nun Niederdruckluft in dem Empfänger 24 aufgespeichert
ist, so gelangt diese durch die Leitung 41, öffnungen 40, 38, welche jetzt durch
die kleinen Ventilkolben 47,48 verbunden sind, und durch die Leitung 39 in das obere
Ende des Niederdruckzylinders und drückt den Schlagkolben gemeinsam mit der Frischluft
über 14 nieder, so daß der Schlag mit verstärkter Kraft erfolgt. Die Luft unter dem
Schlagkolben bläst wieder durch die Leitung 63 und die Öffnungen 62, 61 der Niederdruck-
ventilkammer frei in die Außenluft ab, so daß der Schlagkolben einen ungehinderten Schlag
ausführen kann.
Aus dem Vorstehenden dürfte erhellen, daß Hochdruckluft und Niederdruckluft gleichzeitig
zusammenwirken, um den Arbeitshub zu erzeugen, daß ferner nur Niederdruckluft
dazu benutzt wird, den Schlagkolben zurückzuführen, daß die Ventile in der einen' Richtung
durch Niederdruckluft, in der anderen
Richtung durch die beständige Wirkung von
Druckluft ohne Abblasen gesteuert werden, und daß nur Niederdruckluft abbläst, welche
unmittelbar und ausgiebig ihren Z\veck erfüllt hat. Nachdem die Hochdruckluft den Kolben
niedergedrückt hat, um den Schlag auszuüben, wird ein Teil der hierbei expandierten Luft
unmittelbar dazu verwendet, den Kolben zurückzuführen, und ein anderer Teil davon wird
in den Empfänger.übergeführt, um dazu benutzt
zu werden, auf den Niederdruckkolben des Schlagkolbens beim Schlaghub zu wirken und die Ventile zu steuern. Es bläst keine
Luft ab, außer der Niederdruckluft, welche in dem Niederdruckzylinder und der Ventilkammer
verwendet worden ist, so daß eine hohe Leistung erzielt wird. Da der Arbeitskolben
dadurch zurückgeführt wird, daß die expandierte Druckluft gegen die Differentialkolbenflächen
wirkt, so wird der Rückhub des Arbeitskolbens gedämpft und die Erschütterung des Werkzeuges verringert, da sich hinter der
kleinen Stirnfläche des Schlagkolbens ein Luftpolster befindet.
Versuche, die die Erfinder angestellt haben, ergaben eine Verringerung des Luftverbraudies
um 20,8 Prozent bei wesentlicher Erhöhung der Schlagkraft.
Es dürfte ersichtlich sein, daß dadurch,. daß der Zylinder und der Handgriff mit seinem
Längsansatz lösbar hergestellt werden, die Teile leicht maschinell erzeugt werden können,
und durch die Vereinigung des Handgriffes und Zylinderstückes, wie sie aus Fig. 3 ersichtlich
ist, wird sofort die eine der Kammern gewonnen, in denen der Stufenkolben hin und
her bewegbar ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Druckluftwerkzeug mit Stufenschlagkolben, dadurch gekennzeichnet, daß zugleich mit der auf die kleinere Stirnfläche des Schlagkolbens wie üblich drückenden Frischluft noch Niederdruckluft auf den Schlagkolben wirkt, die vom vorhergehenden Schlaghub in bekannter Art aufgespeichert worden ist und mit Hilfe einer Ventilsteuerung (22,23) der Ringfläche des Stufenschlagkolbens zugeführt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE294749C true DE294749C (de) |
Family
ID=549289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT294749D Active DE294749C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE294749C (de) |
-
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- DE DENDAT294749D patent/DE294749C/de active Active
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