DE294680C - - Google Patents

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DE294680C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 294680 KLASSE 71 a. GRUPPE
gemacht sind.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. November 1914 ab.
Die Erfindung betrifft Sohlen und Absätze für Schuhe, Stiefel u. dgl., bei denen das Material der Sohle oder des Absatzfleckes in an sich bekannter Weise durch stiftförmige Einlagen verstärkt ist, die aus starkem und dickem Garn oder Faden aus Leinen oder Flachs hergestellt sind. Die Fäden werden vor dem Einnähen mit heißem geschmolzenen Wachs getränkt und dann durch Schlitze der Sohle ίο und des Absatzfleckes genäht. Jede Einlage besteht gemäß 'der vorliegenden Erfindung aus zwei Fäden, die in der Mitte zwischen der Ober- und Unterfläche der Sohle und des Absatzfleckes miteinander verknüpft sind, so daß sie die Schlitze vollkommen ausfüllen und wasserdicht machen.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι eine Unteransicht eines Schuhes, dessen Sohle und Absatz nach der Erfindung verstärkt sind,
Fig. 2 eine Teilansicht einer Sohle, in der in größerem Maßstabe Schlitze gezeigt sind,
Fig. 3 ein Teilquerschnitt, welcher die miteinander verbundenen Fäden der Einlagen zeigt,
Fig. 4 ein Teilquerschnitt mit auf der Ober- und Unterseite der Sohle fortgeschnittenen Fäden, so daß die Schlitze mit unabhängigen Einlagen ausgefüllt sind.
Der Schuh ist mit 1 bezeichnet, die Sohle mit 2 und der Absatz mit 3. Die Erfindung wird hiernach in der Anwendung auf eine Schuhsohle beschrieben. Beim Absatz ist nur die untere Lederlage in der nachstehend beschriebenen Weise verstärkt. Die Sohle 2 hat eine Anzahl Schlitze 4, die in beliebiger Weise " angeordnet sind, aber stets rechtwinklig zur Nährichtung stehen. Die Schlitze werden mittels einer geeignet geformten Ahle eingeschnitten, die vor der Nadel arbeitet, oder die Nadel ist so geformt, daß sie vor dem Nähen den Schlitz sticht. Beim Herstellen der Schlitze wird kein Material ausgeschnitten oder ausgestochen, sondern lediglich ein schmaler Einschnitt in das Material gemacht. Die Fäden oder Kordeln 5 und 6 werden, kurz bevor sie zur Nadel gelangen, mit heißem geschmolzenen Wachs getränkt, das nicht nur in die Fibern der Fäden, sondern auch in diejenigen des Leders eindringt. Dieses Wachs ist dazu bestimmt, die Einschnitte in dem Leder vollständig zu schließen und zusammen mit den Fäden die Sohle wasserdicht zu machen. Die Fäden 5 und 6 sind zwischen der Ober- und Unterseite des Leders bei 7 miteinander verknüpft, indem sie ineinandergeschlungen und dann derart straff gezogen werden, daß die .Knüpfstelle in der Mitte liegt. Da die Verknüpfung dicker ist als die Fäden, sind die von den Fäden gebildeten Einlagen sicher in den Einschnitten festgehalten.
Nachdem die ganze Sohle genäht ist, werden die auf der Ober- und Unterseite des Leders liegenden Teile der Fäden 5, 6 fort-
geschnitten, so daß in den Einschnitten 4 voneinander unabhängige stiftförmige Einlagen (Fig. 4) gebildet werden.
Bei billigem Schuhwerk kann der Fadenteil auf der Unterseite des Leders bleiben und nur der Fadenteil auf der Oberseite fortgeschnitten werden. Die Fäden auf der Unterseite werden dann beim Tragen von selbst fortgescheuert.
Infolge der pflockartigen Verknotung der Fäden in der Mitte zwischen Ober- und Unterseite der Laufsohle ist nicht zu befürchten, daß die stiftförmigen Einlagen ausfallen, aber selbst wenn die eine oder andere Einlage ausfallen sollte, so werden dadurch die anderen Einlagen nicht beeinflußt.
Die Biegsamkeit der Sohle wird durch die Einlagen eher günstig als ungünstig beeinflußt, während die Dauerhaftigkeit der Sohle und des Absatzes so erhöht wird, daß die Sohle und der Absatz ebenso lange Zeit halten wie das Oberleder.
Die Form der Einschnitte und der Einlagen ebenso wie das Material der Fäden und dessen Bearbeitung sind nur als Ausführungsbeispiele angegeben, sie können bis auf die Verknotung der Fäden in der Mitte der Sohle nach Belieben geändert werden, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinträchtigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Laufsohlen und Absatzflecke, die durch Einflechten eines strickartigen Gebildes oder durch Einnähen einer Kettenstichnaht gegen Abnutzung widerstandsfähiger gemacht sind, dadurch gekennzeichnet, daß in Einschnitte (4) der Laufsohle oder des Absatzfleckes je zwei Fäden (5, 6) eingenäht und in jedem Einschnitt derart miteinander verknüpft sind, daß nach Straffziehen der Fäden eine Verknotung (7) entsteht, die pflockartig in der Mitte zwischen der Ober- und Unterseite der Laufsohle oder des Absatzfleckes liegt, wodurch aus den Fäden voneinander unabhängige stiftförmige Einlagen gebildet werden, die selbst nach Abnutzung oder nach Fortschneiden der auf der Ober- und Unterseite der Sohle oder des Fleckes liegenden Fadenteile sicher im Leder verankert sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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