DE29385C - Triebkraft-Waage - Google Patents

Triebkraft-Waage

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Publication number
DE29385C
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Germany
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arms
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driving
shaft
crank
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Active
Application number
DENDAT29385D
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English (en)
Original Assignee
E. A. BOURRY in Horn a. Bodensee, Schweiz
Publication of DE29385C publication Critical patent/DE29385C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L3/00Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
    • G01L3/16Rotary-absorption dynamometers, e.g. of brake type
    • G01L3/18Rotary-absorption dynamometers, e.g. of brake type mechanically actuated

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Klasse 42: instrumente.
E. A. ..BOURRY in HORN a. Bodensee (Schweiz). Triebkraft-Waage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1884 ab.
Dieser Dynamometer oder rotirende Kraftmesser nimmt wenig Raum ein, ist zuverlässig und möglichst frei von Reibungen und soll permanente und genaue Messungen der erzeugten oder abgegebenen rotirenden dynamischen Werthe gestatten, für kleine sowohl als für die gröfsten Kräfte.
Um dies zu erreichen, werden zwei verhältnifsmäfsig starke Waagen benutzt, die die Kraft, welche durch den Apparat geht, ununterbrochen abwägen und zeigen. Diese Waagen schwingen um eine die Drehachse rechtwinklige, kreuzende Achse und neigen sich nach entgegengesetzten Richtungen.
In den Zeichnungen beziehen sich gleiche Buchstaben auf gleiche Theile.
Blatt I veranschaulicht eine Triebkraft-Waage als Vorgelege. Fig. 1 ist der Aufrifs, Fig. 2 der Grundrifs derselben.
Blatt II zeigt den Apparat als Einschaltung in eine in der gleichen Flucht liegende Trieboder Transmissionswelle. Fig. 3 ist wiederum der Aufrifs, Fig. 4 der Grundrifs. Fig. 5 und 6 zeigen, wie die Zapfen als Drehpunkte durch Schneiden ersetzt werden können. Fig. 7, 8, 9 und 10 sind Details der Kurbelzapfenverbindung bezw. deren Gelenkstücke.
Der Apparat, Blatt I, Fig. 1 und 2, besteht aus einem Gestell A, mit zwei Lagerstellen versehen, in welchen sich die Welle B dreht. C ist eine lose Riemscheibe, welche durch einen Riemen angetrieben wird; sie versieht den Dienst eines Mitnehmers. D ist eine als Getriebe wirkende, feste Riemscheibe, welche die doppelte Breite der ersten hat behufs Umschaltung des Riemens, der die Kraft zuführt, deren Gröfse gemessen werden soll. >
Die elastische Kupplung zwischen dem treibenden und getriebenen Theil ist folgender Art: Die Leerrolle oder der Mitnehmer C ist mit zwei einander diametral gegenüberstehenden Kurbelzapfen α versehen. Die feste Riemscheibe D hat zwei radial gegen die Welle B und einander ebenfalls gegenüberstehende Zapfen e, auf welchen je ein dreiarmiger Waagebalken E oscillirt. Dieser besteht aus zwei gleich langen Seitenarmen c und d und einem centralen, rechtwinklig darauf stehenden Arm b, welche alle drei ein ganzes Stück bilden und den gleichen Drehpunkt haben. Das äufsere gabelförmige Ende des Armes b ist mit einem der Kurbelzapfen α des Mitnehmers c durch ein Gelenkstück verbunden, um die treibende Kraft durch denselben zu empfangen. Die beiden anderen Arme c und d sind durch Gelenke m und Stangen η je" mit einer von zwei Waageschalen oder Scheiben F und G verbunden, die mit den dazwischenliegenden Federn einen Theil der Waage bilden. Diese Scheiben werden in ihrer Mitte auf der Welle geführt, auf welcher sie sich in entgegengesetzter Richtung bewegen. Die Scheibe G ist mit einer langen Nabe K versehen, welche einen losen Ring k trägt, der an der rotirenden Bewegung theilzunehmen durch den Führungsstift / verhindert ist. Dieser Ring k hat die Aufgabe, die durch den Apparat erzeugten Wirkungen auf verschiedene Mefsinstrumente zu übertragen.
Auf die Wirkungsweise des Apparates übergehend, ist leicht ersichtlich, dafs die auf die Kurbelzapfen α des Mitnehmers C ausgeübte
Kraft auf die Arme b der Waagebalken E übertragen wird, wodurch die Arme c die Scheibe F genau mit derselben Kraft weggeschoben, als die Scheibe G von den Armen d angezogen wird, da die dazwischen liegenden Federn auf beide Scheiben den gleichen Druck ausüben.
Blatt II, Fig. 3 und 4, veranschaulichen den Apparat als in eine gerade Antriebswelle oder Transmission eingeschaltet, deren eine Seite an die treibende, die andere Seite an die getriebene Welle gekuppelt wird. In dieser Disposition fallen die beiden Riemscheiben weg und sind einestheils durch die Doppelkurbel C, anderenteils durch den Kreuzkopf D ersetzt; jeder dieser -Theile ist auf seinem eigenen Wellenstück fest, wobei das letztere in ersterem durch einen Zapfen g geführt wird. Die Federn sind hier auf Zug, statt auf Druck angenommen. Die Functionen beider Constructionen sind im übrigen gleich.
Da die Drehpunkte der Waage allen anderen Widerständen, ausgenommen denjenigen, die in der reinen Rotationslinie um die Welle liegen, enthoben sind, so geschieht das Abmessen oder Abwägen der lebendigen, rotirenden Kraft ohne irgend welche namhafte Inanspruchnahme derselben durch den Apparat selbst, und wird darum eine Genauigkeit erzielt, die für alle praktischen Zwecke ausreichend ist. Sollten jedoch für wissenschaftliche Zwecke und Versuche noch empfindlichere Kraftwaagen con-Struirt werden müssen, so können, wie bei Gewichtswaagen, alle Drehpunkte, statt aus Zapfen und Lagern, aus Schneiden und Pfannen bestehen.
Eine solche Construction ist auf Blatt II, Fig. 5 und 6, dargestellt, wobei Fig. 5 den Aufrifs der Kurbel und Zapfen a in Verbindung mit Arm b des Waagebalkens, Fig. 6 den Aufrifs des Waagebalkens Έ in Verbindung mit Kurbelzapfen α darstellen.
Der Kurbelzapfen a, Fig. 7, ist mit einer Pfanne versehen, welche der Schneide 1 des gestreckten Ringes, Fig. 8, als Drehpunkt dient, die andere Schneide 2 desselben Ringes dreht sich in der Pfanne des kleinen Balanciere, Fig 9, deren beide Enden 3 und 4 ebenfalls mit Pfannen zur Aufnahme der mit je zwei Schneiden versehenen, kleinen Bolzen, Fig. 10, versehen sind, deren andere Schneiden auf den Pfannen des gabelförmigen Armes b des Waagebalkens Έ sich drehen. Die Anwendung von Schneiden und Pfannen an den übrigen Drehpunkten ist theilweise aus Fig. 6 ersichtlich.
Um die dynamischen Messungen auf verschiedene Weise anzuzeigen, werden durch den losen Ring k nachstehende Instrumente in Bewegung gesetzt:
1. der Dynamometer H, dessen Zeiger beständig die jeweilig zu überwindende Kraft, angiebt;
2. der Dynamograph J, auf welchem sich die geleistete dynamische Arbeit als ununterbrochene Abscissen und Ordinaten durch punktirte Linien auf einem endlosen Papierband darstellt;
3. der Dynamognom L, der die geleistete Arbeit in gegebenen Krafteinheiten beständig addirt. Derselbe besteht aus einem einfachen Tourenzähler, der durch Rolle M, welche auf der drehenden, durch den losen Ring k geführten Scheibe N läuft, wodurch die dem Apparat jeweilig aufgebürdete Last die Drehungsschnelligkeit des Tourenzählers bedingt.
O ist ein gewöhnlicher Tourenzähler.
Es ist noch zu bemerken, dafs der Apparat ganz gleich functionirt, wenn auch der treibende und getriebene Theil gewechselt werden. Ferner können statt zwei Waagen deren drei oder mehr angewendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rotirende Dynamometer, genannt Triebkraft-Waagen, bei welchen zwei, drei oder mehr Waagen so angeordnet sind, dafs sie sich gegenseitig gegenbalanciren und die dynamischen Aeufserungen von dem treibenden auf den getriebenen Theil des Mechanismus übertragen und gleichzeitig abwägen, bestehend aus einem T-förmigen Waagebalken Έ, gebildet aus den drei Armen b c und d, welche in ihrem Durchschneidungspunkte auf radial zur Welle B stehenden Zapfen des Kreuzkopfes D oscilliren, wobei das gabelförmige Ende des Armes b den treibenden Druck des Kurbelzapfens α der Doppelkurbel oder des Mitnehmers C empfängt, welcher Druck auf die Arme c und d durch die Gelenkstücke m und Stangen 11 auf die Scheiben oder Waageschalen F und G übertragen wird, zwischen welchen eine beliebige Anzahl Zug- oder Druckfedern angebracht sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29385D Triebkraft-Waage Active DE29385C (de)

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