DE2932641C2 - Verfahren zum Herstellen eines Uhrenzifferblattes und nach diesem Verfahren hergestelltes Uhrenzifferblatt - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Uhrenzifferblattes und nach diesem Verfahren hergestelltes UhrenzifferblattInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft ein Vtrfahp~n zur Herstellung
eines Uhrenzifferblatts, das ein Substrat und eine auf der Oberfläche des Substrats angeordnete Oberflächenschicht
beliebiger Farbe aufweist, und ein nach diesem Verfahren hergestelltes Uhrenzifferblatt.
Aus der DE-OS 24 25 783 ist ein derartiges Zifferblatt bekannt, das bei der Betrachtung aus unterschiedlichen
Blickwinkeln verschiedene Farben oder unterschiedliche Muster bzw. die Kombination verschiedener Farber
und Muster zeigt. Hierzu wird auf eine reflektierende Fläche, die eben oder uneben ist sowie aus einem oder
mehreren Material(ien) bestehen kann, eine transparente Schicht eines Metalloxids, eines Metallfluorids und
eines Metallsulfurits aufgebracht, die von einer halbtransparenten Metallschicht abgedeckt wird. Die
halbtransparente Schicht kann auch zum Einstellen von Farbtönen aus einem Farbanstrich bestehen. Solche
Uhrenzifferblätter wirken relativ unruhig, und es ist nicht möglich, einem so beschichteten Zifferblatt ein
einem Edelsteinzifferblatt entsprechendes Aussehen zu geben.
Aus der DE-OS 24 23 362 ist bekannt, daß Zifferblätter mit Kunststoffschichten abgedeckt werden können,
um die Haltbarkeit zu erhöhen und um Verwitterungs-Erscheinungen zu begegnen. Durch diese bekannten
Kunststoffschichten wird das Aussehen der Zifferblätter jedoch nicht in einer gewünschten, vorgegebenen Weise
veredelt.
Ferner sind Zifferblätter bekannt mit einer Platte aus Edelsteine, z. B. Tigerauge oder Agat, die aufgrund der
herausragenden Erscheinungsform insbesondere bei hochwertigen Uhren eingesetzt wird. Die Formgebung
eines derartigen Zifferblatts ist jedoch beschränkt, da es schwierig ist. Löcher zur Aufnahme dünner Beine von
Markierungselementen und dergL auszubilden. Darüber
hinaus ist es auch schwierig, eine Edelsteinplatte herzustellen, die hinreichend dünn ist, um in flachen
Uhren Verwendung zu finden. Außerdem ist ein Zifferblatt aus Edelsteinmaterial sehr teuer.
Andere bekannte Uhrenzifferblätter, die das elegante Aussehen von Edelsteinplatten haben und sowohl dünn
als auch preiswert sind, enthalten ein Metallsubstrat und
ίο eine darauf angeordnete Aluminiumplatte mit einer
Dekorschicht, die nach dem Alumilit-Verfahren hergestellt
ist. Ein Nachteil dieser Zifferblätter besteht darin,
daß es schwierig ist, Aluminiumplatten mit ein und derselben Farbe herzustellen. Darüber hinaus lassen
sich nur dunkle Farben. z.B. Schwarz oder Braun einstellen. Ein anderer Nachteil besteht darin, daß die
Locher zur Befestigung von Markierungselementen nicht gleichzeitig in Aluminiumplatte und Metallsubstrat
hergestellt werden können, da die Aluminiumplatte zusammen mit dem Substrat bezüglich eines S:anzvorganges
nicht beständig ist. Durch das getrennte Stanzen ergibt sich aber die Schwierigkeit, die einander
entsprechenden Löcher in der Aluminiumplatte und im
Metallsubstrat fluchtend miteinander auszurichten.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Verfahren zur Herstellung eines Uhrenzifferblatts der
eingangs genannten Art und ein derartig hergestelltes Uhrenzifferblatt anzugeben, das ein einem Edelsteinzifferblatt
entsprechendes Aussehen sowie eine ebene, spiegelnde Oberfläche hat und welches dünner und
billiger als Zifferblätter aus Edelsteinmaterial herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als
Oberflächenschicht ein gefärbter Harzfiim zunächst durch Aufsprühen auf das Substrat aufgebracht und
danach durch Läppen hochglänzend geebnet wird.
Ein erfindungsgemäß hergestelltes Uhrenzifferblatt weist ein Substrat und eine auf der Oberfläche des
Substrats angeordnete Oberflächenschicht beliebiger Farbe auf und ist dadurch gekerc.,z?-ichnet. daß die
Oberflächenschicht einen gefärbten Harzfilm enthält und daß die Oberfläche der Oberflächenschicht
hochglänzend eben ist.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß sich in einfacher Weise Uhrenzifferblätter mit
einem eleganten Aussehen und einer besonders schönen Farbgebung und spiegelnd glänzender Oberfläche
herstellen lassen, ohne daß hierfür wertvolle und
so schlecht bearbeitbare Materialien benötigt werden.
Der Harzfilm kann entweder aus einem homogenen und lichtundurchlässigen Harz oder aus einer lichtundurchlässigen
Harzschicht bestehen. Die mit einer transparenten Harzdeckschicht versehen ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Frontansicht eines Uhrenzifferblatts; und
bo F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie
A-Ader Fig. I.
Das in F i g, I dargestellte Uhrenzifferblatt enthält eine Scheibe 10 mit einem zentralen Loch Π und mit
zwölf Markierungselementen 12, die Einteilungen der
to Uhrzeit darstellen und auf der Oberfläche der Scheibe
10 befestigt sind. Die Markierungen oder Symbole werden unter Verwendung des bekannten Intaglio-Druckverfahrens
erzeugt.
Gemäß F i g. 2 enthält die Scheibe 10 ein Substrat 13, das auf seiner Oberfläche eine Schutzschicht 14 aus
Antikorrosions-Metall, z. B. Nickel, und auf dieser einen
Harzfilm 15 trägt. Jedes Markierungselement 12 besitzt ein Befestigungsbein 16, welches durch ein in der
Scheibe 10 geformtes kleines Loch verläuft Eine Spitze des fixierten Beins 16 hintergreift die untere Oberfläche
der Scheibe 10, so daß das Markierungselement 12 an der Scheibe 10 befestigt ist. Das Bezugszeichen 17
bezeichnet ein Kupfer-Bein zur Befestigung des Zifferblatts an der Laufeinrichtung der Uhr.
Der Harzfilm 15 auf dem Substrat 13 enthält eine lichtundurchlässig gefärbte Schicht 18 auf der unteren
Seite und eine transparente Schicht 19, die auf der Schicht 18 angeordnet ist Die gefärbte Schicht 18 läßt
sich durch Aufsprühen einer Farbe aus Polyurethan-Harz oder Acryl-Harz herstellen, die Pigmente einer
gewünschten Farbe enthält Die transparente Schicht 19 wird durch Aufsprühen einer transparenten Farbe auf
die gefärbte Schicht 18 erzeugt nachdem die Schicht 18 verfestigt ist Die transparente Farbe bildet aufgrund
der Oberflächenspannung nach der Sprühbeschichtung einen Überstand, vgl. A in F i g. 2. Um eine ebene und
glatte Oberfläche des Harzfilms 15 zu erhalten, wird die
durch Sprühbeschichtung erzeugte transparente Schicht 19 eingeebnet Zu diesem Zweck wird die Oberfläche
der transparenten Schicht 19 so lange geschliffen, bis
das Kunstharz 15 eine ebene und glatte Oberfläche hat
Dabei lassen sich bekannte Polier- oder Läppverfahren verwenden. Läppverfahren unter Verwendung von
Aluminiumoxid-Partikeln mit einer durchschnittlichen Korngröße von etwa 0,5 Mikron eignen sich besonders
gut zur Erzeugung einer ebenen und spiegelnden Oberfläche.
Da die Oberfläche der Scheibe 10 eben und glatt ist hat das Uhrenzifferblatt aufgrund seiner guten Spiegel-Eigenschaften
und seines Glanzes ein ausgezeichnetes Aussehen. Darüber hinaus wird durch die gefärbte
Schicht 18 des Harzes 15 durch die transparente Schicht 19 hindurch eine besonders schöne Farbgebung erzielt
Ähnliche Effekte lassen sich auch verwirklichen, wenn der gesamte Harzfilm 15 aus einer einzigen gefärbten
Schicht mit glatter Oberfläche besteht
Die Harzschicht 15 kann sehr dünn, z. B. mit einer
Dicke von etwa 0,05 mm auf dem Substrat 13, das eine Dicke von 0,25 bis 0,4 mm hat hergestellt werden, um
ein Zifferblatt mit genügender mechanischer Festigkeit und dem gewünschten Aussehen zu verwirklichen. Da
die Farbe auf der Oberfläche des Zifferblatts von dem Farbton der gefärbten Schicht IS abhängt, kann jede
beliebige Farbe frei gewählt werden, und es lassen sich auch Muster aus zwei und mehr Farben bilden, wenn
dies erwünscht ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines Uhrenzifferblatts, das ein Substrat und eine auf der Oberfläche
des Substrats angeordnete Oberflächenschicht beliebiger Farbe aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß als Oberflächenschicht ein gefärbter Harzfilm zunächst durch Aufsprühen auf das
Substrat (13) aufgebracht und danach durch Läppen hochglänzend geebnet wird
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Harzfilm ein Film aus Polyurethan-Harz aufgebracht wird.
3. Uhrenzifferblatt mit einem Substrat und einer auf der Oberfläche des Substrats angeordneten
Oberflächenschicht beliebiger Farbe gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht (15) einen gefärbten Harzfilm enthält und daß die
Oberfläche der Oberflächenschicht (15) hochglänzend eben ist
4. Uhrenzifferblatt nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Harzfiim (15) eine gefärbte
Schicht (18) auf dem Substrat (13) und eine transparente Schicht (19) auf der gefärbten Schicht
(18) aufweist.
5. Uhrenzifferblatt nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat
(13) aus einer Messingplatte (13) und einer Schutzschicht (14) aus Nickel auf der Oberfläche der
Messingplatte (13) besteht.
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| JPS5011462A (de) * | 1973-06-01 | 1975-02-05 | ||
| DE2423362A1 (de) * | 1974-05-14 | 1975-11-27 | Erich Fuchs | Zifferbaltt fuer kirchturmuhren mit zeiger |
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