DE2928705C2 - Antriebsmotorgetriebeeinheit - Google Patents

Antriebsmotorgetriebeeinheit

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Description

2. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangswelle (18) des Planetengetriebes (40, 36, 52, 30) als Hohlwelle ausgebildet ist.
3. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die zweite Untersetzungsstufe (60, 48) ein Schnecken-, Schraub oder Kegelgetriebe vorgesehen ist.
4. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die drehfeste Verbindung zwischen der Eingangswelle (40) des Planetengetriebes (40, 36, 52, 30) und dem Ausgangsrad (48) der zweiten Untersetzungsstufe (60, 48) durch einen axialen Abschnitt (44) der Verzahnung (42) des Sonnenrades des Planetengetriebes (40,36,52,30) vorgenommen ist.
5. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die drehfeste Verbindung zwischen dem Planetenträger (30) und der Ausgangswelle (18) des Planetengetriebes (40, 36, 52, 30) durch ein Vielkeilprofil (28) vorgenommen ist.
6. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein für das Vielkeilprofil (28) vorgesehener Wellenbund (26) der Ausgangswelle (18) zur axialen Festlegung der Eingangswelle (40) des Planetengetriebes herangezogen ist und daß die Eingangswelle (40) und die Ausgangswelle (18) durch die Innenringe zweier, die Ausgangswelle (18) im Getriebegehäuse (4) lagernder Wälzlager (20,22) axial festgelegt sind, wobei der eine Innenring als Anlage für den für das Vielkeilprofil (28) vorgesehenen Wellenbund (26) der Ausgangswelle (18) und der andere Innenring als Anlage für das dem Wellenbund (26) abgewandte Stirnende der Eingangswelle (40) oder für das Ausgangsrad (48) der zweiten Untersetzungsstufe (60; 48) dient.
7. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebegehäuse (4) und/oder das Antriebsgehäuse (62) quaderförmig ist, wobei vorzugsweise die Ausgangswelle (18) des Planetengetriebes (40, 36, 52,30) zentrisch-rechtwinklig zu den Flachseiten (14, 16) des GetriebegL'häuses (4) liegt.
8. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an eine Seite des Getriebegehäuses (4) eine, vorzugsweise quaderförmige, Schalteinheit (64) angesetzt ist, die vorzugsweise mindestens einen Endschalter (88) enthält
9. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebegehäuse (4) mit angesetzter Antriebseinheit (62) und/oder angesetzter Schalteinheit (64) quaderförmig ist
10. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangswelle (66) der zweiten Untersetzungsstufe (60, 48) einseitig oder beidseitig aus dem Getriebegehäuse (4) herausgeführt ist und dort mit der Antriebewelle der Antriebseinheit (62) und/oder mit einer Gewindewelle (82) zum Verschieben eines Endschalterbetätigungselementes (86) in der Schalteinheit (64) in trieblicher Verbindung steht.
11. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die triebliche Verbindung einseitig oder beidseitig eine Achsrichtungsänderung aufweist, vorzugsweise bewirkt durch ein Schnecken-, ein Schraub- oder ein Kegel-Getriebe.
12. Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Ausrichtung zwischen dem Getriebegehäuse (4) einerseits und der Antriebseinheit (62) und/oder der Schalteinheit (64) andererseits durch ein J.zw. zwei über das Getriebegehäuse (4) vorragende Wälzlager (72) der Eingangswelle (66) der zweiten Untersetzungsstufe (60, 48) vorgenommen ist.
13. Verwendung der Antriebsmotorgetriebeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12 beim Antrieb von Toren, insbesondere Schiebe-, Sektional-, Hub-, Roll- und Gegengewichtskipptoren, beim Antrieb von kraftbetätigten Türen, Fenstern, Rolläden, Jalousien und Rollgittern, sowie bei der Betätigung von Ventilen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsmotorgetriebeeinheit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine unaufwendig herstellbare Antriebsmotorgetriebeeinheit mit geringem Raumbedarf zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Antriebsmotorgetriebeeinheit erfindungsgemäß so ausgebildet, wie im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben.
Durch das Vorsehen mehrerer Untersetzungsstufen wird eine sehr hohe Gesamtuntersetzung erreicht, so daß die geforderte Antriebsleistung mit einem kleinen, schnellaufenden Antriebsmotor bewerkstelligt werden kann. Getriebestufen mit Achsrichtungsänderung und Umlaufrädergetriebe, wie sie als zweite und dritte Untersetzungsstufe eingesetzt werden, benötigen vergleichsweise wenig Raum. Ein besonderer Raumspareffekt, insbesondere in Axialrichtung der dritten Untersetzungsstufe, wird durch die Radialgesamtlagerung der als Hohlwelle ausgebildeten Eingangswelle des Planetengetriebes koaxial auf dessen Ausgangswelle erzielt. Außerdem ergibt sich hierdurch eine Einsparung an Lagerungsaufwand. Die Eingangswelle und die Ausgangswelle des Planetengetriebes sind teilweise oder vollständig koaxial ineinander angeordnet.
Die koaxiale Ineinanderanordnung der Eingangswelle und der Ausgangswelle eines Planetengetriebes ist
aus der DE-OS 27 07 699 bekannt Dort ist allerdings die Eingangswelle im Getriebegehäuse und nicht auf der Ausgangswelle gelagert Ferner ist es aus der DE-OS 27 56 102 bekannt, die Eingangswelle einos Planetengetriebes indirekt zum einen auf dessen Ausgangswelle und zum anderen im Getriebegehäuse zu lagern.
Vorzugsweise ist auch die Aasgangswelle des Planetengetriebes als Hohlwelle ausgebildet Das erlaubt einen raumsparenden Drehmomentübertragungsanschluß zwischen der Ausgangswelie und einer das Drehmoment der Antriebsmotorgetriebeeinheit abnehmenden Welle durch einfaches, drehfestes Ineinanderstecken.
Als zweite Untersetzungsstufe findet vorzugsweise ein Schnecken-, Schraub- oder Kegelgetriebe Verwendung. Es können auch Verzahnungsarten mit in Zahnbreitenrichtung gekrümmten Zahnflanken eingesetzt werden, beispielsweise Spiralverzahnung, Hypoidverzahnung und dergleichen. Die Achsrichtungsänderung beträgt vorzugsweise 90°. Die zweite Untersetzungsstufe kann raumsparend axial neben dem Planetenträger des Planetengetriebes angeordnet sein. Auch die erste Untersetzungsstufe ist vorzugsweise eine Untersetzungsstufe mit Achsrichtungsänderung, wobei für deren bevorzugte Ausgestaltung das vorstehend für die zweite Untersetzungsstufe gesagte analog gilt.
Die drehfeste Verbindung zwischen der Eingangswelle des Planetengetriebes und dem Ausgangsrad der zweiten Untersetzungsstufe läßt sich herstellungsgünstig und platzsparend durch einen axialen Abschnitt der Verzahnung des Sonnenrades des Planetengetriebes vornehmen. Der Planetenträger kann beispielsweise einstückig mit der Ausgangswelle des Planetengetriebes ausgebildet sein. Bevorzugt ist jedoch eine zweistückige Ausbildung, die beispielsweise durch eine als Vielkeilprofil vorgenommene drehfeste Verbindung ohne zusätzlichen Platzbedarf verwirklichbar ist.
Eine besonders raumsparende und auch herstellungsgünstige Möglichkeit der axialen Festlegung der Eingangswelle und der Ausgangswelle des Umlaufrädergetriebes ist in Anspruch 6 angegeben.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Getriebegehäuse und/oder das Antriebsgehäuse quaderförmig, was für viele Einsatzfälle einbaugünstig ist. Vorzugsweise liegt die Ausgangswelle des Planetengetriebes rechtwinklig zu den Flachseiten des Getriebegehäuses und schneidet die Mittelachse der Ausgangswelle diese Flachseiten in ihrem Zentrum. Dadurch ist es möglich, das Getriebe je nach dem vorhandenen Einoauplatz in den verschiedensten Stellungen relativ zur anzutreibenden Welle anzuordnen.
Die kompakte Gestalt der Antriebsmotorgetriebeeinheit bietet, insbesondere bei Quaderform, optimale Voraussetzungen zum Anbau einer Schalteinheit. Die Schalteinheit kann für sich wiederum quaderförmig sein. Wenn die Quaderform der Antriebsmotorgetriebeeinheit und/oder der Schalteinheit auf die Quaderform des Getriebegehäuses abgestimmt ist, kann man eine Quaderform der gesamten Antriebsmotorgetriebeeinheit realisieren. Es ist jedoch durchaus auch möglich, daß die Antriebsmotorgetriebeeinheit und/oder die Schalteinheit beispielsweise an einer Seite langer oder kürzer ist als das Getriebegehäuse, so daß sich nicht im eigentlichen Sinne eine Quaderform der gesamten Antriebsmotorgetriebeeinheit ergibt, jedoch insgesamt eine kastenartige Ausführung der gesamten Antriebsmotorgetriebeeinheit erhalten bleibt.
Die drehmomentübertragende Verbindung zwischen der Getriebeeinheit und der Antriebseinheit und/oder zwischen der Getriebeeinheit und einer anzutreibenden Welle in der Schalteinheit läßt sich auf einfache Weise in Ausgestaltung der Erfindung dadurch bewerkstelligen, daß die Eingangswelle der zweiten Untersetzungsstufe einseitig oder beidseitig aus dem Getriebegehäuse herausgeführt ist Alternativ wäre es auch möglich, ist aber weniger bevorzugt, die drehmomentübertragende Verbindung zur Antriebseinheit und/oder zur Schalteinheit im Inneren des Getriebegehäuses vorzunehmen, beispielsweise durch Hineinführen einer Welle der Antriebseinheit und/oder einer Welle der Schalteinheit in das Getriebegehäuse. Auch die Getriebeverbindung zwischen der Getriebeeinheit und der Schalteinheit kann eine Getriebeverbindung mit Achsrichtungsänderung sein, wobei die weiter vorn im Zusammenhang mit der zweiten Untersetzungsstufe genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten auch hier gegeben sind.
Es ist besonders platzsparend und herstellungsgünstig, die gegenseitige Ausrichtung zwischen dem Getriebegehäuse einerseits und der Antriebseinheit und/oder der Schalteinheit andererseits durch ein bzw. zwei über das Getriebegehäuse vorragende Wälzlager der Eingangsweile der zweiten Untersetzungsstufe vorzunehmen. Ein Auseinanderbauen des Getriebegehäuses einerseits und der Antriebseinheit und/oder der Schalteinheit andererseits läßt sich besonders problemlos durchführen, wenn die entsprechenden Getriebeverbindungen an deren Zahneingriffsstellen auseinanderbewegbar sind. Die Antriebsmotorgetriebeeinheit bietet auch die Voraussetzungen, insbesondere bei Notfällen wie Stromausfall oder bei Montagearbeiten, die Einheit von Hand durchdrehen zu können. Man kann nämlich, gegebenenfalls bei abgenommener Antriebseinheit und/oder Schalteinheit, eine Handkurbel oder ein von Hand, beispielsweise mittels einer Kette, antreibbares Rad, problemlos an die Eingangswelle der zweiten Untersetzungsstufe ansetzen.
In Anspruch 13 sind bevorzugte Verwendungen der erfindungsgemäßen Antriebsmotorgetriebeeinheit angegeben. Als Beispiele für mittels der Antriebsmotorgetriebeeinheit betätigbare Ventile seien ferngesteuerte Großventile in Wasserleitungen, Ventile bei der chemischen Industrie, Ventile bei der betonchemischen Industrie und Ventile beim Rohrtransport explosionsgefährlicher, flüssiger Medien genannt
Mit der erfindungsgemäßen Antriebsmotorgetriebeeinheit sind hohe Untersetzungsverhältnisse auf engstem Raum bzw. Übertragung sehr hoher Drehmomente auf engstem Raum möglich. Bei der ersten Untersetzungsstufe sind Untersetzungen im Bereich von 4 : 1 bis 6 : I häufig, aber bis 60 : 1 und sogar darüber möglich. Bei der zweiten Untersetzungsstufe arbeitet man normalerweise mit Untersetzungen von 6:1 bis 60 : 1. Bei der dritten Untersetzungsstufe ist ein häufiger Wert des Untersetzungsverhältnisses 3:1 bis 5:1. Insgesamt läßt sich also eine Gesamtuntersetzung von 100 : 1 bis 1000 : 1, sogar bis 10 000 : 1 ohne weiteres verwirklichen. Dies alles ist möglich auf ausgesprochen engem Raum bzw. bei hohen übertragbaren Drehmomenten pro Raumeinheit und bei äußerst einfacher Bauweise, bei der sogar an vielen Stellen der Zahnradübertragung Kunststoff eingesetzt sein kann. Dabei kann bzw. können die Schneckengetriebe Selsthemmung der Antriebsmotorgetriebeeinheit aus der Bewegung sicherstellen. Bei hohen Drehzahlen kann die erste Untersetzungsstufe auch mit einer Schmierung, beispielsweise in gesonderter Schmier-
Stoffkammer, versehen sein.
Bei der erfindungsgemäßen Antriebsmotorgetriebeeinheit kann man zur Einsparung von Bearbeitungskosten eine ganze Reihe von Teilen aus Kunststoff fertigen, insbesondere Planetenräder des Planetengetriebes, wobei allerdings im Fall mehrerer Planetenräder mindestens ein Planetenrad aus Metall beibehalten werden sollte, sowie das Hohlrad des Planetengetriebes, mindestens im Verzahnungsbereich. Man kann das Hohlrad des Planetengetriebes beim Gießen des Getriebegehäuses gleich mit eingießen. Dabei läßt sich die Gießform zur Rundausrichtung des Hohlrades heranziehen, was insbesondere dann von Bedeutung ist, wenn es aus Metall besteht und beispielsweise durch Härten unrund geworden ist.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im folgenden anhand teilweise schematischer Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Getriebegehäuse der Antriebsmotorgetriebeeinheit im Längsschnitt durch die gemeinsame Achse von Eingangswelle und Ausgangswelle des Plattengetriebes;
Fig. 2 einen Querschnitt längs H-II durch das Getriebegehäuse von F i g. 1 bei angesetzter Antriebseinheit und angesetzter Schalteinheit.
Die in F i g. 1 dargestellte Zentraleinheit 2 der Antriebsmotorgetriebeeinheit besitzt ein im wesentlichen quaderförmiges Getriebegehäuse 4 aus einem topfförmigen, ersten Gehäuseteil 6 und einem deckelartigen, zweiten Gehäuseteil 8. Das erste Gehäuseteil 6 oder das zweite Gehäuseteil 8 weist in der Kontaktebene zum jeweils anderen Gehäuseteil eine umlaufende, also in der Draufsicht auf die Kontaktebene einen quadratischen Verlauf habende Nut 10 auf, in die ein entsprechender O-Ring 12 zur Abdichtung des Getriebegehäuses 4 eingelegt ist. Die Außen-Flachseite 14 des im wesentlichen plattenförmigen zweiten Gehäuseteils 8 stellt die eine Flachseite und die gegenüberliegende Außen-Flachseite 16 des ersten Gehäuseteils 6 die zweite Flachseite des quaderförmigen Getriebegehäuses 4 dar.
Im Getriebegehäuse 4 ist eine als Hohlwelle ausgebildete Ausgangswelle 18 eines weiter unten beschriebenen Planetengetriebes gelagert, die rechtwinklig zu den beiden Flachseiten 14 und 16 veriäuft und deren Achse die beiden Flachseiten 14 und 16 jeweils in deren Mittelpunkt schneidet. Die Ausgangswelle 18. die als Abtriebswelle der gesamten Antriebsmotorgetriebeeinheit dient, ist mit einem ersten Rillenkugellager 20 im ersten Gehäuseteil und mit einem zweiten Rillenkugellager 22 im zweiten Gehäuseteil 8 gciägcii, wobei ?.ui Aufnahme der Lageraußenringe entsprechende Erhöhungen der Wandstärke des ersten Gehäuseteils 6 und des zweiten Gehäuseteils 8 vorgenommen sind. Jeweils außerhalb der Lager 20 und 22 ist ein Radial-Dichtring 24 vorgesehen. Die Ausgangswelle 18 ragt auf beiden Seiten geringfügig über die Flachseiten 14 und 16 vor.
Die Ausgangswelle 18 weist einen Wellenbund 26 vergrößerten Durchmessers auf. der außen mit einem Vielkeilprofil 28 versehen ist. Der Wellenbund 26 stützt sich am Innenring des in F i g. 1 linken, zweiten Kugellagers 22 axial ab. Mittels des Vielkeilprofils 28 ist ein Planetenträger 30 drehfest mit der Ausgangswelle 18 verbunden. In mehrere, beispielsweise zwei, drei, vier oder noch mehr axiale, am Umfang des Planetenträgers 30 verteilte Bohrungen 32 sind Bolzen 34 eingesetzt, die ·.om Planeteriträger 30 aus axial in Richtung zur axialen Mitte des Getriebegehäuses 4, also in Richtung vom zweiten Lager 22 zum ersten Lager 20, vorragen.
Auf jedem Bolzen 34 ist ein Planetenrad 36 drehbar gelagert. Die axiale Festlegung der Planetenräder 36 geschieht durch Seeger-Ringe 38. Die Planetenräder 36 können aus Kunststoff bestehen, wobei vorzugsweise mindestens eines der Planetenräder 36 aus Metall besteht, um Stoßbeanspruchungen des Planetengetriebes besser aufnehmen zu können.
Zwischen dem Wellenbund 26 und dem Innenring des in F i g. 1 rechten, ersten Rillenkugellagers 20 ist auf dem Außenumfang der Ausgangswelle 18 eine Eingangswelle 40 des Planetengetriebes gleitgelagert. Statt der Gleitlagerung kann auch eine Wälzlagerung, beispielsweise durch einen Nadellagerkäfig, vorgesehen sein. Die Eingangswelle 40 besitzt an ihrem Außenumfang eine Sonnenradverzahnung 42. Ein in Fig. 1 rechter Abschnitt 44 der Sonnenradverzahnung 42 in der Nähe des Lagers 20 hat einen etwas geringeren Außendurchmesser, so daß eine Anlagefläche 46 entsteht. Auf diesen Abschnitt 44 ist mit einer entsprechenden Innenverzahnung ein Schneckenrad 48 aufgeschoben und axial durch einen Seeger-Ring 50 festgelegt. Die Lager 20 und 22 werden an ihren Außenringen durch die Gehäuseteile 6 und 8 nach innen gehalten, so daß die axiale Festlegung der Wellen 18 und 40 letztlich allein durch die Verschraubung der Gehäuseteile 6 und 8 erfolgt.
Mit dem freibleibenden Abschnitt der Sonnenradverzahnung 42 kämmen die Planetenräder 36. Die Planetenräder 36 kämmen außerdem mit einem Hohlrad 52, das im zweiten Gehäuseteil 8 durch Eingießen drehfest gehalten ist. Zur zusätzlichen Drehsicherung hat das Hohlrad 52 auf seiner Außenseite radiale Ansenkungen 54, in die das Metaii des zweiten Gehäuseteils 8 beim Eingießen eingedrungen ist.
Die Eingangswelle 40 weist radiale, durchgehende ölkanäle 56 auf, die im Grund der Sonnenradverzahnung 42 münden. Die ölkanäle 56 fördern öl zum Gleitlagerungsbereich der Eingangswelle 40 koaxial auf der Ausgangswelle 18, wobei das Abwälzen der Planetenräder 36 auf der Sonnenradverzahnung 42 noch öldrucksteigernd wirkt. Die Bolzen 34 sind durch radiale Madenschrauben 58 gegen Drehung festgelegt.
Das Schneckenrad 48 befindet sich im Axialraum zwischen den Planetenrädern 36 und der Grundfläche des ersten Gehäuseteils 6. teilweise radial außerhalb des zweiten Lagers 20. Mit dem Schneckenrad 48 kämmt eine Schnecke 60, die noch im verbleibenden Raum axial zwischen den Planetenrädern 36 und der Grundseite des ersten Gehäuseteils 6 sowie radial außerhalb des Schneckenrades 48 Platz findet. Die Achse der Schmecke 60 verläuft rechtwinklig zur gemeinsamen Achse 62 von Eingangswelle 40 und Ausgangswelle 18. Die die Schnecke 60 tragende Welle 66 ist in der vorderen und der hinteren Seitenwand des Getriebegehäuses 4, die in der Fig. 2 im Schnitt sichtbar sind, gelagert.
Das Antriebs-Drehmoment wird über die Schnecke 60 in das Getriebegehäuse 4 eingeleitet. Der Drehmomentfiuß geht dann über das Schneckenrad 48. die Eingangsweile 40. die Planetenräder 36, die sich am Hohlrad 52 abwälzend abstützen, die Bolzen 34 und den Planetenträger 30 zur Ausgangswelle 18. Von dort wird das Abiriebs-Dehmoment vom Innenumfang der Ausgangswelle 18 abgenommen, wobei nicht dargestellte Drehmomentübertragungsmittel, wie Vielkeilprofil, Nut-Feder-Verbindung und dergleichen, vorgesehen sind.
F i g. 2 zeigt die komplette Antriebsmotorgetriebeeinheit, wobei an den in Fig. 1 vor und hinter der Zeichenebene liegenden Seitenwänden des Getriebegehäuses 4 auf der einen Seite eine Antriebseinheit 62 und auf der anderen Seite eine Schalteinheit 64 angesetzt sind. Die Antriebseinheit 62 und die Schalteinheit 64 sind jeweils ebenfalls quaderförmig, wobei die Abmessungen der Quader mit Ausnahme der Abmessung jeweils in Richtung der Welle 66, die die Schnecke 60 trägt, mit den Abmessungen des Quaders des Getriebegehäuses 4 entspricht. Zur Befestigung am Getriebegehäuse 4 weist die Antriebseinheiten 62 laschenartige Fortsätze 68 auf, durch die Schrauben 70 in entsprechende Gewindebohrungen im Bereich der benachbarten Ecke des Getriebegehäuses 4 geschraubt sind. Die Befestigung der Schalteinheit 64 am Getriebegehäuse 4 ist auf analoge, zeichnerisch nicht dargestellte Weise vorgenommen.
Die Welle 66 ist beidseitig aus dem Getriebegehäuse 4 herausgeführt. Die die Welle 66 lagernden Rillenkugellager 72 stehen auf jeder Seite ein Stück über das Getriebegehäuse 4 hinaus vor und sind mit diesem Überstand in entsprechenden Ansenkungen 74 der Antriebseinheit 62 bzw. der Schalteinheit 64 aufgenommen, wodurch die erforderliche Ausrichtung zwischen den Einheiten 2,62 und 64 erfolgt. Die Welle 66 trägt an ihrem in die Antriebseinheit 62 ragenden Ende ein Schneckenrad 76 und an ihrem in die Schalteinheit 64 ragenden Ende ein Ritzel 78.
In der Antriebseinheit 62 ist ein elektrischer Antriebsmotor 80 des Typs untergebracht, bei dem bei Stromdurchfluß automatisch eine Bremse entgegen einer Feder gelüftet wird. Die Welle des Antriebsmotors 80 trägt ein unterhalb des Schneckenrades 76 nicht sichtbares Ritzel, das mit dem Schneckenrad 76 zur i*> Bildung einer ersten Untersetzungsstufe kämmt. Die Welle des Antriebsmotors 80 ist beidendig in der Antriebseinheit 62 gelagert. In der Schalteinheit 64 ist eine Gewindewelle 82 beidendig drehbar gelagert, die ein Schneckenrad 84 drehfest trägt, das mit dem Ritzel 78 kämmt. Auf der Gewindewelle 82 sitzt nach Art einer Wandermutter ein in der Schalteinheit 64 drehfest gehaltenes, jedoch axial durch Drehung der Gewindewelle 82 verschiebbares Endschalter-Betätigungselement 86. Das Endschalter-Betätigungselement 86 dient "r> zur Betätigung zweier Endschalter 88, deren Lage längs der Gewindewelle 82 einstellbar ist, um ihre Betätigungspositionen festzulegen. Die Schalteinheit 64 bietet weiterhin Raum für etwaige weitere Steuergeräte, wie Schaltschütze, Relais usw. Zwischen der Antriebseinheit w 62 und der Schaheinheit 64 besteht ein Verbindungskanal 90 durch das Getriebegehäuse 4 hindurch (siehe F i g. 1), der durch eine Wand 92 vom teilweise ölgefüllten Raum des Getriebegehäuses 4 öldicht abgeschottet ist.
Die Welle des Antriebsmotors 80 und die Gewindewelle 82 liegen rechtwinkelig zur Welle 66 und in F i g. 2 unterhalb der Welle 66. Es ist günstig, daß die Welle 66 in F i g. 2 oberhalb der Mitte des Getriebes 2 liegt (vgl. F i g. 1), so daß unterhalb noch genügend Platz für die Welle des Antriebsmotors 80 und die Gewindewelle 82 verbleibt. Die Antriebseinheit 62 sowie die Schalteinheit 64 können problemlos an die Zentraleinheit 2 angebaut oder von dieser gelöst werden, weil die jeweilige drehmomentübertragende Getriebeverbindung durch Schneckenrad 76 mit zugehörigem Ritzel bzw. Ritze! 78 mit zugehörigem Schneckenrad 84 durch Auseinanderbewegen an der jeweiligen Zahneingriffsstelle gelöst werden kann. Wenn die Antriebseinheit 62 abgebaut ist, kann die Welle 66 ohne Schwierigkeiten von Hand durchgedreht werden, beispielsweise durch Anbringen einer Kurbel an der dritten Welle 66.
Durch die Quaderform der Antriebseinheit 62, der Zentraleinheit 2 und der Schalteinheit 64 lassen sich diese Einheiten jeweils problemlos wasserdicht bzw. explosionsgeschützt ausführen, ohne daß die Gesamtform oder die Bauweise verunstaltende Sondermaßnahmen erforderlich wären, weil die Quaderform optimale Voraussetzungen zum Abschließen der jeweiligen Einheit, beispielsweise mit nur jeweils einer Dichtebene gegenüber der Umgebung bielet. Nach einem Abbau der Schalteinheit 64, beispielsweise für Reparaturzwekke, kann die Antriebsmotorgetriebeeinheit ohne weiteres weiterbenutzt werden.
Sowohl für die Zentraleinheit 2 als auch für die Antriebseinheit 62 als auch für die Schalteinheit 64 lassen sich nach dem Baukastenprinzip je nach Einsatzzweck abgeänderte Einheiten bauen und kombinieren. Bei der Zentraleinheit 2 handelt es sich dabei in erster Linie um Getriebe unterschiedlichen Drehmomentübertragungsvermögens. Wenn beispielsweise nur ein geringeres Drehmoment zu übertragen ist und man infolgedessen bei den Planetenrädern 36 mit kleinerer Zahnbreite auskommt, kann man einfach ein erstes Gehäuseteil geringerer Höhe wählen, wie es mit der gestrichelten Linie 94 in F i g. 1 angedeutet ist. Entsprechend werden dann ein Hohlrad 52, Bolzen 34, Planetenräder 36, Eingangswelle 40 und Ausgangswelle 18 in axial kürzerer Länge gewählt; die restlichen Getriebeteile, insbesondere das zweite Gehäuseteil 8, können unverändert bleiben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im unveränderten Getriebegehäuse 4 andere Untersetzungsgrade unterzubringen. Bei der Antriebseinheit 62 liegt die wichtigste Abwandlungsmöglichkeil im Vorsehen einer Antriebseinheit 62 mit anderer Motorleistung, Motordrehzahl oder Untersetzungsverhältnis an der Schnecke 76.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Antriebsmotorgetriebeeinheit,
zeichnet durch
gekenn-
a) ein Antriebsgehäuse (62), in dem ein Antriebsmotor (80) und eine erste Untersetzungsstufe (76) angeordnet sind,
b) ein mit dem Antriebsgehäuse (62) verbundenes Getriebegehäuse (4), in dem eine zweite Untersetzungsstufe (60, 48) mit Achsrichtungsänderung angeordnet ist,
c) eine im Getriebegehäuse (4) angeordnete dritte Untersetzungsstufe in Form eines Planetengetriebes (30,36,42,52),
d) Radialgesamtlagerung der als Hohlwelle (40) ausgebildeten Eingangswelle des Planetengetriebes koaxial auf dessen Ausgangswelle (18).
DE2928705A 1979-07-16 1979-07-16 Antriebsmotorgetriebeeinheit Expired DE2928705C2 (de)

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DE2928705A DE2928705C2 (de) 1979-07-16 1979-07-16 Antriebsmotorgetriebeeinheit

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DE2928705A1 DE2928705A1 (de) 1981-01-29
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DE (1) DE2928705C2 (de)

Cited By (3)

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