DE291360C - - Google Patents

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DE291360C
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switch
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circuit breaker
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zero voltage
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/08Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
    • H02H3/10Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current additionally responsive to some other abnormal electrical conditions

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 291360 KLASSE 21 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. September 1915 ab.
Ein allen Ansprüchen. genügender Überstromschutz von Generatoren oder Speiseleitungen in Gleichstromanlagen muß bekanntlich zweipolig sein und sowohl bei Maximalstrom wie bei Rückstrom den Generator oder die Leitung abschalten. Ein Generator würde im Falle des Rückstromes, z. B. beim Abfallen der Drehzahl, Strom aus dem Netz einer Akkumulatorenbatterie oder anderen parallelen Generatoren aufnehmen und diese belasten. Tritt in einer von mehreren parallel geschalteten Speiseleitungen, etwa nach Fig. i, ein Fehler auf, so würde die' Fehlerstelle F im Kabel ι den Maximalautomaten M1 zwar herauswerfen, aber durch Kabel 2 über den Automaten M2 (Einstellung wie M1) sowie über die gleich eingestellten Automaten M4 und M3 ebenfalls Fehlerstrom erhalten, so daß auch M8 und M4 unter dessen Wirkung ausschalten müßten und die Sammelschienen der Verteilungsstation o. dgl. stromlos wären. Es müssen daher die am Verteilungspunkt liegenden Enden der Kabel auch gegen Rückstrom geschützt sein, so daß nur das kranke Kabel abgeschaltet werden kann.
Dieser Schutz wurde bisher durch Maximal- und Rückstrom-Selbstschalter erreicht, welche den billigen Anforderungen gemäß mit »Freiauslösung« (auch Freilaufkupplung, Schlüpfkupplung u. dgl. genannt) ausgerüstet sein müssen und dadurch gegenüber einfachen Selbstschaltern ohne Freiauslösung eine erhebliche Verteuerung brachten.
Zweck der Erfindung ist nun der Schutz eines Stromkreises unter Verwendung eines Maximal-Selbstschalters und eines Rückstrom-Selbstschalters, welche durch eine gemeinsame Antriebsvorrichtung so bewegt werden, daß beim Einschalten zuerst der Maximal-Selbstschalter, der für die Unterbrechung der Kurz-Schlußleistung bemessen sein muß, und darauf der Rückstrom-Selbstschalter, der nicht für die Unterbrechung der Kurzschlußleistung bemessen sein braucht, eingeschaltet wird, während beim Ausschalten von Hand gleichfalls zuerst der Maximal-Selbstschalter, der seiner Bestimmung gemäß mit sicher wirkender Löschvorrichtung versehen ist, und dann stromlos der Rückstrom-Selbstschalter ausgeschaltet wird, so daß sich unter Verwendung an sich billiger Schalter dieselbe Sicherheit wie bei Anwendung teuerer Automaten mit Freiauslösung ergibt.
In Fig. 2 ist z. B. der Schutz eines Generators in genannter Weise gezeichnet. In dem einen Pol des Generators G liegt der Maximal-Selbstschalter MA, im anderen Pol der Rückstrom-Selbstschalter MR. Eine an sich bekannte oder aus bekannten Elementen zusammengesetzte Antriebsvorrichtung, deren Konstruktion für das Wesen der Erfindung unwesentlich ist, schaltet bei ihrer Betätigung zuerst den Schalter MA ein, gibt dessen Auslösevorrichtung beim Weiterschalten frei, so daß der Selbstschalter in Tätigkeit treten kann, schaltet dann den Schalter MR ein und
gibt auch dessen Auslösevorrichtung in der Endstellung frei.
Bei Überlastung fällt der Schalter MA, bei Rückstrom der Schalter MR, beim Einschalten unter Überlast ebenfalls in richtiger Weise der Schalter MA heraus, Überströme werden nur an ihm unterbrochen.
Beim Ausschalten von Hand (Zurückdrehen des Antriebes) schaltet zunächst der Schalter
ίο MA aus, der für das Ausschalten großer Leistungen eingerichtet ist, und dann stromlos -der Schalter MR.
In Fig. 3 ist der Schutz eines Speisekabels dargestellt. Der Rückstrom- (Nullspannungs-) Selbstschalter MR ist hier der Richtung des St rom verlauf es nach vor den Maximal-Selbstschalter MA gelegt und mit ihm in derselben Weise, wie bei der Fig. 2 beschrieben, zwangläufig verbunden, um die richtige Reihenfolge der Betätigung zu erreichen. Der Schalter MR dient dabei zugleich als Trennschalter, um die etwa angebrannten Kontakte des MaximalSchalters spannungslos instand setzen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Überstrom- und Rückstrom- oder NuIlspannungs-Schutzanordnung für elektrische Stromkreise, dadurch gekennzeichnet, daß ein Maximal-Selbstschalter und ein Rückstrom- oder Nullspannungs-Selbstschalter entweder je in einem der beiden Pole oder beide im gleichen Pol hintereinander geschaltet sind und so mittels einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung an sich be-■ kannter Ausführung zwangläufig betätigt werden, daß eine Leistungsunterbrechung nur an dem Maximal-Selbstschalter erfolgen kann und dieser stets zum Auslösen bereit ist, wenn der zweite Schalter (Rückstromoder Nullspannungsschalter) eingeschaltet wird, so daß eine Freiauslösung hierdurch erübrigt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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