DE2913394C2 - Zusammengesetzte Spundwand - Google Patents
Zusammengesetzte SpundwandInfo
- Publication number
- DE2913394C2 DE2913394C2 DE19792913394 DE2913394A DE2913394C2 DE 2913394 C2 DE2913394 C2 DE 2913394C2 DE 19792913394 DE19792913394 DE 19792913394 DE 2913394 A DE2913394 A DE 2913394A DE 2913394 C2 DE2913394 C2 DE 2913394C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sheet pile
- sheet
- piles
- tube
- pipe
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000002131 composite material Substances 0.000 title claims description 7
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims description 5
- 239000003351 stiffener Substances 0.000 claims description 4
- 238000002347 injection Methods 0.000 claims description 3
- 239000007924 injection Substances 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 description 5
- 238000011161 development Methods 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 3
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 2
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000007667 floating Methods 0.000 description 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/02—Sheet piles or sheet pile bulkheads
- E02D5/03—Prefabricated parts, e.g. composite sheet piles
- E02D5/04—Prefabricated parts, e.g. composite sheet piles made of steel
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Composite Materials (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine zusammengesetzte Spundwand, die aus Rohren und Spundbohlen besteht, wobei
an der Außenfläche jedes Rohres mindestens zwei Spundbohlen derart befestigt sind, daß mindestens einer
ίο der Schenkel jeder Spundbohle mit einer anschließenden
Spundbohle der Spundwand verbindbar ist.
In den letzten Jahren ist das Bedürfnis nach immer stärkeren Spundwänden zunehmend größer geworden.
So ist bei dem Bau von neuen Hafenkajen zu berücksichtigen, daß die Fracht- oder Containerschiffe
heute schon Wasser- bzw. Tauchtiefen von mehr als 14 m erfordern, so daß beim Bau von Hafenkajen, deren
»Arbeitsfläche« sich ja mehrere Meter über dem Wasser befinden muß, Geländesprünge von insgesamt
über 20 m überwunden werden müssen. Diesen Forderungen lassen sich die aus bekannten Elementen
zusammengebauten Spundwände nur schwer und unter erheblichem Aufwand anpassen.
Um stärkere Spundwandbohlen als sie zur Zeit lieferbar sind, zu produzieren, sind auch entsprechend größere Herstellungsvorrichtungen als bisher erforderlich. Dieser Weg ist aber wegen der hohen Kosten nicht wirtschaftlich und würde den Bau von Spundwänden erheblich verteuern.
Um stärkere Spundwandbohlen als sie zur Zeit lieferbar sind, zu produzieren, sind auch entsprechend größere Herstellungsvorrichtungen als bisher erforderlich. Dieser Weg ist aber wegen der hohen Kosten nicht wirtschaftlich und würde den Bau von Spundwänden erheblich verteuern.
Es ist schon der Weg beschritten worden, höher beanspruchbare Spundwände unter Verwendung von
Rohren aufzubauen. Durch die Weiterentwicklung der Rammtechnik vor allem mit schwimmenden Geräten ist
nämlich das Einbringen von Rammelementen bis zu Gewichten von beispielsweise 50 Tonnen je Rammeinheit
möglich geworden, und hier lassen sich Rohre vorteilhaft einsetzen. Man muß berücksichtigen, daß die
Rammtechniken mit solchen großen Gewichten Rammeinheiten mit entsprechend hoher Knicksteifigkeit
erfordern. Dies ist aber bei einem Rohr bekanntermaßen erfüllt, welches somit an sich ideal als Rammeinheit
geeignet ist. Außerdem lassen sich Rohre je nach Wunsch in weiten Grenzen hinsichtlich ihrer Wanddikke,
Stahlgüte und ihres Durchmessers variieren und in
Serie aus Breitbandblechen voll maschinell fertigen.
Den beschriebenen Vorteilen des Rohres als Rammelement steht aber entgegen, daß ein Rohr aufgrund
seiner Geometrie beulgefährdet und daher bekanntlich nur begrenzt als Biegeelement tauglich ist. Die
Beanspruchung auf Biegung spielt jedoch bei den Elementen einer Spundwand eine entscheidende Rolle.
Es ist daher erforderlich, die Rohre mit relativ großer Wanddicke und großem Durchmesser herzustellen,
wodurch ihr Einsatz aber schnell an Wirtschaftlichkeit verliert. Außerdem müssen die nebeneinanderliegenden
Rohre der Spundwand miteinander verbunden werden, wozu Schlösser verwendet werden. Jedoch hat sich bei
höher beanspruchbaren Spundwänden mit Rohren die Entwicklung einer sicheren Schloßverbindung als
problematisch erwiesen. Deshalb war bislang der Einsatz von Rohren bei Spundwänden mit großen
Schwierigkeiten verbunden, so daß auch auf diesem Weg kein wirtschaftlicher Aufbau höher beanspruchbarer
Spundwände erreicht werden konnte.
Durch die DE-OS 19 63 243 ist eine aus Rohren und
Spundbohlen zusammengesetzte Spundwand bekannt, von der die Erfindung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 ausgeht. Bei dieser bekannten Spundwand
sind an der Außenfläche jedes Rohres mindestens zwei
Spundbohlen derart befestigt, daß mindestens einer der Schenkel jeder Spundbohle mit einer anschließenden
Spundbohle der Spundwand verbindbar ist Bei der fertigen Spundwand wechseln sich in I ängsrichtung
gesehen also Rohre und Spundbohlen ab. Die Spundbohlen sind einstückig ausgeführt und weisen
über ihre gesamte Breite eine etwa gleichmäßige halbkreisförmige Krümmung auf. Der Zweck der
speziellen Ausbildung der Spundbohlen besteht darin, die Abtragung der Spundbohlenkräfte in horizontaler
Richtung statisch nachweisen zu können, denn die Spundbohlen müssen zum überwiegenden Teil .die
angreifenden Kräfte in Horizontalrichtung auf die benachbarten Rohre abtragen. Bei der bekannten
Spundwand erzeugt der Erddruck in jeder Spundbohle eine Ringspannung, deren Größe statisch ermittelt
werden kann.
Die bekannten Maßnahmen erfüllen allerdings nicht die weiter oben erwähnten Anforderungen nach
Errichtung einer höher beanspruchbaren Spundwand, weil sich die DE-OS 19 63 243 lediglich mit den
Spundbohlen befaßt, die Beulgefährdung des Rohres bei Biegebeanspruchung aber außer acht läßt. Daher läßt
sich eine höhere Beanspruchung der bekannten Spundwand nur durch den nachteiligen Weg erzielen,
die Rohre mit relativ großer Wanddicke und großem Durchmesser herzustellen, was aus wirtschaftlichen
Gründen aber unerwünscht ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zusammengesetzte Spundwand der eingangs genannten
Art zu schaffen, die ohne technische Schwierigkeiten und ohne wirtschaftliche Nachteile für hohe Beanspruchungen
geeignet ist.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß die Spundbohlen derart an der Außenwand des Rohres
befestigt sind, daß jeweils beide Schenkel vom Rohr wegragen, wobei jeweils der in den Beulbereich des
Rohres ragende Schenkel Teil einer hutförmigen Versteifung ist, die in Längsrichtung des Rohres verläuft
und mit diesem einen Hohlraum bildet.
Durch die Erfindung wird ein neuer Weg geschaffen, die als Rammelemente an sich so vorteilhaften Rohre
ohne Problem bei zusammengesetzten Spundwänden einsetzen zu können, indem das in der Lastebene
beulgefährdete Rohre in seinen überwiegend auf Biegung beanspruchten Bereichen ausgesteift wird.
Zur Festlegung der auf Biegung beanspruchten Bereiche kann dem Rohr gedanklich ein Quadrat
einbeschrieben werden, dessen parallel zur Spundwand verlaufenden Seiten jeweils einen Quadranten des
kreisförmigen Querschnitts des Rohres definieren, wobei diese Quadranten die beulgefährdeten Bereiche
sind. Durch die außen an dem Rohr symmetrisch angebrachten hutförmigen Versteifungen, die etwa in
den Eckpunkten des erwähnten Quadrates schubfest mit dem Rohr verbunden sind, wird eine wesentliche
Verminderung der Beulgefährdung erreicht. Es ist daher nicht erforderlich, die Rohre besonders dickwandig
auszubilden. Vielmehr lassen sich Rohre mit üblichen Wanddicken verwenden, um eine Spundwand aufzubauen,
die auch sehr hohen Beanspruchungen standhält.
Als vorteilhaft für die Versteifung hat sich eine Larssen-Dreifach-Bohle gezeigt, deren beiden äußeren
Einzelbohlen an ihren Berührungsstellen mit dem Rohr schubfest verschweißt sind, wobei die Berührungsstellen
so gewählt sind, daß jeweils der schon erwähnte Quadrant des Rohres überdeckt wird.
Bei einer Spundwand, die — wie bei der Erfindung — aus Rohren und dazwischen befindlichen Spundbohlen
aufgebaut ist, werden die Rohre üblicherweise als Tragelemente und die dazwischenbefindlichen Spundbohlen
als Füllelemente bezeichnet. In dieser Terminologie wird das Tragelement bei der Erfindung also durch
die versteiften Rohre gebildet Wenn für die Versteifung die erwähnten Larssen-Dreifach-Bohlen verwendet
werden, sind gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung
ίο der Erfindung auch für die Füllelemente entsprechende
in die Fädelschlösser passende Larssen-Bohlen vorgesehen, so daß eine einfache Verbindung mit den
Tragelementen möglich ist. Das weiter oben erwähnte Problem, das sich bei der Verwendung von Rohren für
Spundwände bei der Realisierung ausreichend sicherer Schloßverbindung stellt, tritt daher bei der Erfindung
gar nicht auf. Sinngemäß können bei Verwendung von Hoesch-Doppel-Bohlen für die Versteifung der Rohre
entsprechende Hoesch-Doppel-Bohlen oder Z-Bohlen eingefädelt werden.
Die Verwendung von Larssen-Bohlen als Fülleiemente hat folgenden Vorteil: Bekanntlich werden bei einer
aus Trag- und Füllelementen bestehenden Spundwand zuerst die Tragelemente in den vorgegebenen Abständen
voneinander eingerammt, und danach werden zwischen den Tragelementen die Füllelemente eingebracht.
Die Fädelschlösser sorgen nun für eine sichere Führung, wodurch Abweichungen weitgehend vermieden
werden. Darüber hinaus läßt die im Querschnitt einer Harmonika ähnelnden Form der miteinander
verbundenen Spundbohlen einen gewissen Ausgleich zwischen zwei Tragelementen zu, wenn diese beim
Einrammen infolge von ungewollten Abtriebskräften von ihrer Sollage abweichen.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß zur Versteifung der überwiegend auf
Schub beanspruchten Bereiches des Rohres in dessen Inneren ein Versteifungsblech vorgesehen ist, welches
längs einer den auf Schub beanspruchten Bereich umfassenden Bogensehne verläuft und an den Berührungspunkten
mit dem Rohr verschweißt ist. Dadurch wird der bekannten Eigenschaft des Rohres entgegengewirkt,
bei einer axialen Biegebeanspruchung und einer gleichzeitigen Beanspruchung auf Schub dieser
Beanspruchung durch »Ovalisieren« auszuweichen. Wenn die zusammengesetzte Spundwand beidseitig mit
Füllelementen versehen ist, kann der Raum zwischen den Schubquadranten zweier benachbarter Rohre mit
Boden ausgefüllt werden, wodurch die schubgefährdeten Quadranten ebenfalls im erwünschten Sinne
ausgesteift werden, ohne daß hierzu besondere Maßnahmen an dem Rohr selbst erforderlich sind. Auch der
durch die hutförmige Versteifung gebildete Hohlraum, der sich in axialer Richtung längs des Rohres erstreckt,
kann zur weiteren Erhöhung der Stabilität der Spundwand in zweckmäßiger Weise mit einer Füllmasse
ausgefüllt werden.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei der Erfindung dadurch, daß die durch die versteiften Rohre gebildeten
Tragelemente an ihren unteren Enden mit Verpreßfüßen versehen werden und somit sogleich als Verpreßpfähle
dienen können.
Günstig ist auch die durch die Erfindung geschaffene Möglichkeit, auf einfache Art die Position der
Tragelemente und somit deren eventuellen Abweichungen von der Sollage meßtechnisch mit bekannten
Meßverfahren zu erfassen, ohne daß zusätzliche Meßkanäle erforderlich sind. Dies läßt sich erreichen,
wenn gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Hohlraum am unteren Ende abgeschlossen ist und somit
ein Meßkanal zur Verfügung steht, um z. B. das sogenannte Fotolot-Verfahren durchführen zu können.
Für den Aufbau einer erfindungsgemäßen Spundwand lassen sich übliche Großrohre verwenden, deren
Durchmesser z. B. mehr als 1 m beträgt. Dabei werden wegen der hutförmigen Versteifung sehr große
Widerstandsmomente erreicht. Es gibt aber auch Grenzbereiche, in denen ein großes Widerstandsmoment
sowohl mit Rohren ohne als auch mit Versteifung erzielt werden kann. Untersuchungen haben nun
gezeigt, daß die Erfindung in diesen Grenzbereichen erheblich wirtschaftlicher ist. Es lassen sich mit der
Erfindung besonders hohe Widerstandsmomente erzielen, z. B. in der Größenordnung von 39 000 cmVm.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand des Patentanspruchs 9. Nachfolgend wird die Erfindung
anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Spundwand mit versteiften Rohren und mit eine Doppelwand bildenden
Füllelementen,
F i g. 2 eine Ansicht wie in F i g. 1, jedoch mit weniger Füllelementen zwischen den Tragelementen,
Fig.3 eine Draufsicht auf eine andere Spundwand
mit versteiften Rohren und mit einer Wand mit Füllelementen aus Hoesch-Doppelbohlen,
Fig.4 eine ohne Füllelemente aufgebaute Spundwand.
Die in F i g. 1 gezeigte Spundwand ist aus Trag- und Füllelementen zusammengesetzt, wobei die Tragelemente
durch Rohre 1 gebildet sind, die in ihrem überwiegend auf Biegung beanspruchten Bereichen
mittels je einer Larssen-Dreifach-Bohle 13 versteift sind,
wobei jede Larssen-Dreifach-Bohle 13 durch drei einzelne Bohlen 7, 7', 8,8', 9,9' gebildet ist, die an ihren
gemeinsamen Schloßverbindungen miteinander verschweißt sind. Die Füllelemente sind ebenfalls durch
einzelne Larssen-Bohlen 10, 11, 12 bzw. 10', 11', 12' gebildet.
Zum besseren Verständnis ist dem einen Rohr 1 mit gestrichelten Linien ein Quadrat einbeschrieben, um die
überwiegend auf Biegung beanspruchten Bereiche 2 und die überwiegend auf Schub beanspruchten Bereiche 3
des Rohres 1 zu verdeutlichen. Die beiden Viertelrohrbogen 4 des Rohres 1 sind also überwiegend auf Biegung
beansprucht. Um die als Rammelemente idealen Rohre 1 auch als Biegeelemente in einer Spundwand
verwenden zu können, werden außen an den Rohren 1 Μ
die Larssen-Dreifach-Bohlen 13 angeschweißt wobei die Verbindung mit dem Rohr 1 durch vier maschinell
herstellbare Schweißnähte 14 vorgenommen werden kann, die sich in etwa an den Ecken des erwähnten
eingeschriebenen Quadrates befinden. Auf diese Weise werden die überwiegend auf Biegung beanspruchten
Bereiche 2 durch die Bohlen 8 bzw. 8' sowie zum Teil auch durch die Bohlen 7,9 bzw. T, 9' überdeckt, und es
entsteht jeweils ein Hohlraum 16 zwischen der Rohraußenwand und der Larssen-Dreifach-Bohle 13. ^
Diese erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Rohres 1. Wichtig ist, daß die Verbindung
zwischen dem Rohr 1 und den Larssen-Dreifach-Bohlen 13 mittels der Schweißnähte 14 schubfest ist, so daß das
Tragelement als eine Rammeinheit eingerammt werden ω
kann.
Bei der Errichtung einer Spundwand werden zunächst die Tragelemente entlang der Spundwandachse 19 in
vorgegebenen Abständen voneinander eingerammt. Danach werden die Füllelemente 10,11 und 12 (als eine
geschlossene Einheit) eingebracht, die kürzer als die Rohre 1 sein können. Um eine besonders hohe Stabilität
der Spundwand zu erreichen, können auch noch gegenüberliegend weitere Füllelemente 10', 11', 12'
eingebracht werden. Auch als Füllelemente lassen sich in vorteilhafter Weise einfache Larssen-Bohlen verwenden,
denn deren Fädelschlässer 5 gewährleisten eine sichere Führung beim Einbringen der Füllelemente.
Wenn beispielsweise die ersten Füllelemente 10,11, 12 eingerammt werden, gewährleistet die Führung in den
Fädelschlössern 5 (bei den Bohlen 10 bzw. 12), daß größere Abweichungen von der Rammrichtung vermieden
werden. Die Füllelemente werden dabei als geschlossene Rammeinheit aus drei 10,11,12 bzw. einer
10 Larssen-Bohle zwischen den Tragelementen eingebracht.
Die Draufsicht in F i g. 1 zeigt, daß sich bei Verwendung von Wellenprofilen als Füllelemente eine
harmonikaähnliche Form ergibt, und diese Form läßt es zu, daß auch Abweichungen in den vorgegebenen
Abständen zwischen den Rohren 1 in gewissen Grenzen ausgeglichen werden können. Wenn eine doppelte
Füllwand vorgesehen wird, entsteht zwischen den Füllelementen ein Raum 6, der zweckmäßiger Weise mit
Boden gefüllt wird. Durch diesen Boden wird eine Versteifung der überwiegend auf Schub beanspruchten
Bereiche 3 der Rohre 1 erreicht, ohne daß hierzu an den Rohren 1 selbst Maßnahmen getroffen werden müssen.
Dies ist von besonderem Vorteil, wenn man berücksichtigt, daß ein auf Biegung beanspruchtes Rohr 1
naturgemäß zum Ovalisieren neigt Ein auf Biegung beanspruchtes Rohr 1 reagiert nämlich so, daß zwei
gegenüberliegende Seiten sich annähern, während die beiden anderen gegenüberliegenden Seiten sich voneinander entfernen, d. h., der kreisförmige Querschnitt geht
in einen ellipsenförmigen Querschnitt über. Durch den zwischen den Füllelementen in den Raum 6 eingebrachten
oder durch das Rammen verdichteten Boden wird einem solchen Ovalisieren entgegengewirkt wodurch
im Ergebnis die Wirkung der Versteifung durch die Larssen-Dreifach-Bohle 13 noch erhöht wird.
Gleichwohl kann es noch zweckmäßig sein, die überwiegend auf Schub beanspruchten Bereiche 3 des
Rohres 1 zusätzlich durch ein Versteifungsblech 15 zu versteifen, welches im Innern des Rohres 1 längs einer
Bogensehne verläuft die den überwiegend auf Schub beanspruchten Bereich 3 abdeckt Das Versteifungsblech 15 wird etwa an der Stelle mit dem Rohr 1
verschweißt an der sich außen auch die Schweißnähte 14 befinden. Die Versteifungsbleche 15 brauchen sich in
Längsrichtung nur über einen relativ geringen Bereich der gesamten Längsabmessung des Rohres 1 zu
erstrecken, so daß die Versteifungsbleche 15 beispielsweise quadratisch ausgebildet sein können.
In Anpassung an die jeweiligen Anforderungen kann die Anzahl der Füllelemente zwischen den Tragelementen
unterschiedlich gewählt sein. So ist bei der in F i g. 2
gezeigten Spundwand jeweils nur ein Füllelement 10 (bzw. 10') zwischen den Tragelementen 1, 7, 8, 9
vorgesehen. Weiterhin besteht bei der Spundwand auch
die Möglichkeit einer zusätzlichen Verankerung der Rohre 1 mittels Anker 17. Diese können in einfacher
Weise an einem Befestigungsteil 18 befestigt werden, welches sich längs der Spundwandachse 19 am oberen
Ende des Rohres 1 durch entsprechende öffnungen innerhalb des Rohres 1 erstreckt In Verbindung mit den
Zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Bohlen im verfestigten Boden kann das bekannte Verfahren der
»Verpreßpfahltechnik mit Verpreßbeton« angewandt werden, indem in den erwähnten äußeren Hohlräumen
16 Verpreßbeton eingebracht wird.
Es läßt sich auch eine Spundwand aufbauen, die nur aus Rohren 1 besteht, alsb keine Füllelemente aufweist,
wie dies in F i g. 4 dargestellt ist. Die versteiften Rohre 1 werden dabei durch die äußeren Fädelschlösser 22 der
Doppelbohlen 21 zusammengehalten. Der Durchmesser der verwendeten Rohre 1 ist natürlich geringer zu
halten als der Abstand der äußeren Fädelschlösser 22 der zur Versteifung vorgesehenen Doppelbohlen 21.
an den beiden Außenseiten des Rohres 1 befindlichen Ankern 17, die gegebenenfalls auch horizontal verlaufen
können, läßt sich somit eine optimale Einleitung von Horizontal- und/oder Vertikallasten in die Spundwand
erreichen.
F i g. 3 zeigt eine Spundwand mit Rohren 1, bei den sowohl zur Versteifung der Rohre 1 als auch für die
Füllelemente jeweils sogenannte Hoesch-Doppelbohlen 21 bzw. 20,20' verwendet sind. Die Füllelemente 20, 20'
werden, nachdem die versteiften Rohre 1 eingerammt sind, als eine Rammeinheit in den Boden eingebracht.
Sie sind zuvor zu einer Doppelbohle zusammengezogen und verschweißt worden.
Claims (11)
1. Zusammengesetzte Spundwand, die aus Rohren und Spundbohlen besteht, wobei an der Außenfläche
jedes Rohres mindestens zwei Spundbohlen derart befestigt sind, daß mindestens einer der Schenkel
jeder Spundbohle mit einer anschließenden Spundbohle der Spundwand verbindbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spundbohlen (7, 9, 7', 9', 21) derart an der Außenwand des Rohres (1)
befestigt sind, daß jeweils beide Schenkel vom Rohr
(1) wegragen, wobei jeweils der in den Beulbereich
(2) des Rohres (1) ragende Schenkel Teil einer hutförmigen Versteifung ist, die in Längsrichtung
des Rohres (1) verläuft und mit diesem einen Hohlraum (16) bildet
2. Spundwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die hutförmigen Versteifungen durch zwei einander entsprechende," spiegelbildlich angeordnete
Wellenprofile mit Fädelschlössern (5,22) gebildet sind, deren vier am Rohr (1) tangierende
Rücken mit dem Rohr (1) verschweißt (14) sind, und deren äußere Fädelschlösser (5, 22) zur Aufnahme
von Füllelementen (10, 10', 11, U', 12, 12', 20, 20') vorgesehen sind.
3. Spundwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenprofile durch aus den
Spundbohlen (7, 8, 9 bzw. 7', 8', 9') bestehenden Dreifach-Bohlen (13) gebildet sind.
4. Spundwand nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenprofile aus
einer Hoesch-Doppel-Bohle (21) bestehen.
5. Spundwand nach einem der Ansprüche 2—4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllelemente aus in
den Fädelschlössern (5) zu den Spundwandprofilen (7, 8, 9, 21) passenden Einfach-(IO), Doppel-(20, 20')
oder Dreifach-Bohlen (10, 11, 12; 10', 11', 12') bestehen.
6. Spundwand nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch gekennzeichnet, daß der Raurn (6) zwischen
den Füllelementen (10, 11, 12; 10', 11', 12'; 20, 20') zur Versteifung der überwiegend auf Schub beanspruchten
Bereiche (3) der Rohre (1) mit Boden gefüllt ist.
7. Spundwand nach einem der Ansprüche 1 —6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (16) mit
einer Füllmasse ausgefüllt ist.
8. Spundwand nach einem der Ansprüche 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Versteifung der
überwiegend auf Schub beanspruchten Bereiche (3) des Rohres (1) in dessen Inneren ein Versteifungsblech (15) vorgesehen ist, welches längs einer den auf
Schub beanspruchten Bereich (3) umfassenden Bogensehne verläuft und an den Berührungspunkten
mit dem Rohr (1) verschweißt ist.
9. Spundwand nach einem der Ansprüche 1—8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (1) in einer
senkrecht zur Spundwandachse verlaufenden Ebene gelenkig mit zwei Ankern (17) verbunden sind.
10. Spundwand nach einem der Ansprüche 1—9, dadurch gekennzeichnet, daß bei der aus Tragelementen
(1,7,7', 8,8', 9,9', 21) und Füllelementen (10,
10', 11,11', 12,12', 20,20') gebildeten Spundwand die
Tragelemente (1, 7, 8, 9, 21,; 7', 8', 9') an ihren unteren Enden mit Verpreßfüßen versehen sind und
somit zugleich als Verpreßpfähle dienen.
11. Spundwand nach einem der Ansprüche 1 —10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (16) am unteren Ende abgeschlossen ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792913394 DE2913394C2 (de) | 1979-03-31 | 1979-03-31 | Zusammengesetzte Spundwand |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792913394 DE2913394C2 (de) | 1979-03-31 | 1979-03-31 | Zusammengesetzte Spundwand |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2913394A1 DE2913394A1 (de) | 1980-10-02 |
| DE2913394C2 true DE2913394C2 (de) | 1982-08-12 |
Family
ID=6067324
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792913394 Expired DE2913394C2 (de) | 1979-03-31 | 1979-03-31 | Zusammengesetzte Spundwand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2913394C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19923492C2 (de) * | 1999-05-21 | 2002-10-10 | Salzgitter Ag | Tragelement für eine Spundwand |
| RU193588U1 (ru) * | 2019-05-22 | 2019-11-06 | Алексей Леонидович Калинин | Элемент шпунтовой стенки |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE643874C (de) * | 1933-05-15 | 1937-04-19 | Johannes Jensen | Rinnenfoermige Spundwandbohle |
| DE1963243A1 (de) * | 1969-12-17 | 1971-06-24 | Christiani & Nielsen Ingenieur | Kombinierte Spundwand |
-
1979
- 1979-03-31 DE DE19792913394 patent/DE2913394C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2913394A1 (de) | 1980-10-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT396141B (de) | Brueckenwiderlager und verfahren zu seiner errichtung | |
| DE69230044T2 (de) | Spundwandprofil | |
| DE2840195B2 (de) | Vorrichtung zum Befestigen von zur Aufnahme von Brennelement-Bündeln dienenden Lagerkasten am Boden eines Wasserbeckens | |
| DE3615601C1 (de) | Rohrtragbohle fuer eine kombinierte Spundwand | |
| EP0046553A1 (de) | Vorrichtung zum Abstützen von Gräben mit Verbauplatten | |
| DE3808269A1 (de) | Verfahren zum errichten eines staudamms und stahlfertigteil, insbesondere fuer einen gemaess diesem verfahren errichteten staudamm | |
| DE2913394C2 (de) | Zusammengesetzte Spundwand | |
| DE69512411T2 (de) | Flüssigkeitsrohr | |
| DE4324339C2 (de) | Montage- und Reparaturgrube sowie Verfahren zur Herstellung derselben | |
| DE2457796B2 (de) | Aus beton o.dgl. und einer verstaerkungsbewehrung bestehendes ausbausegment | |
| DE69109710T2 (de) | Aufbauverfahren eines Bohlenschirms, Querschnitt-Bohle zur Ausfürung des Verfahrens. | |
| DE19803074C2 (de) | Preßschacht und Verfahren zum Erstellen eines solchen | |
| CH657651A5 (en) | Method and arrangement for constructing a retaining wall having external slabs | |
| EP0161634A2 (de) | Spreize, insbesondere zur Verwendung bei Verbauen, z. B. Grabenverbau | |
| EP0056646A1 (de) | Stahlbetonfertigteil, insbesondere für Deckenplatten, sowie Trägerprofil hierfür | |
| DE9320679U1 (de) | Montage- und Reparaturgrube | |
| DE9211306U1 (de) | Spundwandbohle und damit hergestellte Spundwand | |
| DE2159486C3 (de) | Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von unterirdischen Bauwerken im hydraulischen Preßvortrieb | |
| DE2105432C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines in Längsrichtung vorgespannten Verbundpfahles | |
| DE3335072C2 (de) | Ufereinfassungswand | |
| DE69500219T2 (de) | U-förmige Holmabdeckung für eine Spündbohlenwand aus gewellten Paneelen | |
| DE2503630A1 (de) | Stauwand und verfahren zum aufbau derselben | |
| DE19820932C2 (de) | Stahlspundwand | |
| DE1684265A1 (de) | Verfahren zum schrittweisen Verschieben eines schweren Koerpers ueber oder durch das Erdreich | |
| DE1684715C3 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |