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B e s c h r e i b u n Cr
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betreffend Zusammenlegbarer Kinderfahrsitz.
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Die Erfindung betrifft einen zusammenlegbaren Kinderfahrsitz, insbesondere
zweirädrige Kinderkarre, mit zwei langgestreckten seitlichen Trägern, die an ihrem
unteren Ende ein Rad aufweisen, an ihrem oberen Ende in einen Schiebegriff übergehen,
bei koaxialer Radausrichtung durch Querstreben miteinander verbunden sind, eine
flexible Sitzbespannung unterstützen und vorzugsweise eine ggf. mit einem Stützradpaar
versehene angelenkte Stütze aufweisen, die in eine zur geneigten Betriebsstellung
des Trägers entgegengesetzt geneigte Stützstellung ausschwenkbar ist.
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Ein solcher Kinderfahrsitz mit einem gegerniber den Trägern ausschwenkbaren
Stützradpaar ist bereits bekannt (DE-PS 24 21 593).
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Der Fahrsitz ist insbesondere für Kleinkinder geeignet, die bereits
begrenzte Wegstrecken selbst laufen können, so daß der mitgeführte Fahrsitz nur
gelegentlich bei Ermüdung des Kindes benutzt wird. Er kann in zusammengelegtem Zustand
nicht nur leicht in einem Kraftfahrzeug untergebracht sondern auch von einer erwachsenen
Person bequem getragen werden.
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Dazu ist der bekannte Kinderfahrsitz, bei dem die seitlichen Träger
aus einer Rohrkonstruktion mit jeweils einem einwärts
versetzten
Schiebegriff in Form eines Handstockgriffs ausgeführt sind, derart zusammenlegbar,
daß die angelenkte Stütze mit dem Stützradpaar an den unteren Teil des Trägerrohrs
anschwenkhar ist und auch der obere Teil der Trägerrohre mit den beiden Schiebegriffen
um etwa 1800 in Anlage an den unteren Teil der Trägerrohre umklappbar ist, wobei
zur Vereinfachung der Handhabung beide Schwenkvorgänge zwangsläufig durch Lenkhebel
gekoppelt sind und die Sitzbespannung selbsttätig zusammengelegt bzw. aufgefaltet
wird. Die Abmessungen sind so gewählt, daß nach dem Zusammenklappen die beiden Schiebehandgriffe
iiber die mit den Rädern versehenen unteren Enden der beiden unteren Trägerrohrteile
vorspringen und die Möglichkeit bieten, den zusammengelegten Kinderfahrsitz über
den Arm zu hängen.
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Somit wird durch das Einschwenken des hinteren Stützradpaars der bekannte
Sitz in Fahrtrichtung gesehen im wesentlichen vollständig bzw. auf eine kleine Abmessung
zusammengelegt, während die durch die erforderliche Sitzbreite vorgegebene Gesamtbreite
unverändert bleibt. Die größte Abmessung weist der bekannte Sitz jedoch in Erstreckungsrichtung
der beiden Träger auf, und diese läßt sich beim Zusammenlegen nur um weniger als
die Hälfte verkürzen, da sich die zusammengeklappten Unterteile und Oberteile der
Rohrträger nur teilweise überlappen. Hierin liegt ein Nachteil des bekannten Sitzes,
insbesondere weil sich in Verbindung mit der vorgegebenen Breite eine noch vergleichsweise
große Flächenausdehnung des zusammengelegten Sitzes ergibt.
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Es ist bereits ein anderer zusammenlegbarer Kinderfahrsitz bekannt,
der gleichfalls mit einem an zwei seitliche Träger anklappbaren Stiitzradpaar versehen
ist und darüber hinaus ein Zusammenlegen unter Verringerung der Breitenabmessung
ermöglicht (DE-AS 26 33 759). Hierzu sind die beiden seitlichen
Rohrträger
durch in ihrer Mitte einknickbare Querstreben sowie durch ein hinter der Sitzlehne
angeordnetes scherenartiges Doppelhebelkreuz miteinander verbunden, so daß ein Zusammenlegen
unter gegenseitiger Annäherung der beiden seitlichen Träger vorgenommen werden kann.
Diese Ausbildung, die an zumindestens zwei der vier Enden des Doppelhebelkreuzes
eine Gleitverbindung zu den Rohrträgern erforderlich macht, die im übrigen zweiteilig
ausgeführt sind, ist vergleichsweise aufwendig und ermöglicht wegen der zwischen
den beiden Trägern angeordneten Teile eine Verringerung der Breitenabmessung beim
Zusammenlegen nur um etwa die Hälfte. Dabei kann die Hauptabmessung in Erstreckungsrichtung
der Träger nicht bzw. bei der speziellen Ausführungsform mit unterteilten Trägern
nur unwesentlich verringert werden.
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Ein vergleichbares Zusamm2nklappen wie bei dem zuerst bekannten Kindersitz
zur Verringerung der Trägerlänge ist schon wegen des scherenartigen Doppelhebelkreuzes
nicht möglich, das sich beim Zusammenlegen in der Erstreckungsrichtung der Träger
bis auf etwa deren halbe Länge ausdehnt und sich über den mittleren Längenbereich
der beiden Träger erstreckt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kinderfahrsitz der eingangs
genannten Art so zu verbessern, daß er sich bei einfacher leichter Ausbildung und
Handhabung in einen kompakteren und damit besser mitzuführenden Zustand zusammenlegen
läßt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Träger
als Trägerscheren aus mehreren Doppelhebelkreuzen mit zur Radachse pallelen Kreuzgelenkachsen
und Verbindungsgelenkachsen an den Hebelenden ausgebildet sind und daß eine Einrichtung
zum lösbaren Verriegeln der in die Betriebsstellung ausgefahrenen Träerscheren vorgesehen
ist.
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Bei dieser Ausbildung läßt sich die Hauptabmessung, nämlich die Länge
der ausgefahrenen Trägerscheren, auf eine vergleichsweise sehr geringe Länge zusammenlegen.
Dabei wird durch die Verwendung einer Reihe von Scherenkreuzen bzw.
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Doppelhebelkreuzen mit entsprechend kurzen Doppelhebeln vermieden,
daß die Verringerung der Trägerlänge zu einer störenden Erhöhung der Trägerbreite
führt. Das Zusammenlegen des Fahrsitzes sowie umgekehrt sein Aufbau läßt sich denkbar
einfach mit einem Handgriff vornehmen, weil die beiden Trägerscheren durch die Querstreben
hinsichtlich ihrer Öffnungs-und Schließbewegungen miteinander gekoppelt sind. Die
zur Sicherung der Benutzungsstellung erforderliche Verriegelungseinrichtung1 für
die sich dem Fachmann verschiedene Möglichkeiten anbieten, kann ebenso einfach ausgebildet
und bequem betätigbar sein. Die Erfindung läßt sich in vorteilhafter Weise so verwirklichen,
daß in zusammengelegtem Zustand die unveränderte Breitenabmessung die Hauptabmessung
bildet. Beispielsweise wurde ein erfindungsgemäßer Fahrsitz unter Verwendung von
Doppelhebelkreuzen aus Leichtmetall und mit in bekannter Weise abnehmbaren Rädern
gebaut, der sich bei einer der Fahrsitzbreite entsprechenden Länge der Doppelhebel
auf Abmessungen von 30 x 30 x 13 cm zusammenlegen läßt und dabei ein Gewicht von
etwa 2,5 kg aufweist. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß sich ein in dieser Weise
zusammengelegter Kinderfahrsitz besser als die bisher bekannten Ausführungen in
einen Fahrzeug oder sonstwo unterbringen und auch tragen laßt.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung besteht darin,
daß sie sich aus wenigen und einfach ausgebildeten Teilen zusammensetzen läßt. So
kann der Sitz einfach aus einer die Rückenlehne und die Sitzfläche bildenden ebenen
olaterialbahn hergestellt sein, wobei die seitlichen Sitzbegrenzungen von mittleren
Bereichen der beiden Trägerscheren
gebildet sind. Beim Zusammenlegen
sowie beim Übergang in die Betriebsstellung faltet bzw. spannt sich die Materialbahn
zwischen den beiden Trägerscheren selbsttätig in der gewünschten Weise, ohne daß
örtlich konzentrierte Belastungen auftreten, die zu einem vorzeitigen Verschleiß
führen könnten.
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Im zusammengelegten Zustand bildet die Materialbahn seitlich durch
die Trägerscheren abgeschlossene Taschen, in denen sich die ggf. abgenommenen Räder
(oder auch andere Gegenstände) gut unterbringen lassen, was die Handlichkeit weiter
erhöht.
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Bei einer zweckäßien Ausführungsform laufen die Trägerscheren nach
oben in zwei Einfachhebeln aus, die auf einer den Schiebegriff bildenden Querstange
gelagert sind. Die Querstange am oberen Ende der Trägerscheren gestattet nicht nur
ein bequemes Schieben des Kinderfahrsitzes sondern ist auch für das Zusammendrücken
bzw. Ausziehen der beiden Trägerscheren besonders geeignet.
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Ferner ist es von Vorteil, wenn die Trägerscheren nach unten in einen
Einfachhebel und einen Doppelhebel auslaufen, die auf einer gemeinsamen Radachse
gelagert sind, und die beiden bei ausgefahrenen Trägerscheren im wesentlichen waagerecht
vorspringenden Doppelhebelarme durch eine Fußstütze miteinander verbunden sind.
Auf diese Weise ergibt sich eine in zweckmäßiger Weise möglichst niedrig und möglichst
weit nach vorne jedoch bei zusammengelegtem Sitz nicht vorspringende Fußstütze,
die in Verbindung mit der hinter ihr angeordneten Radachse zu einer wirkungsvollen
Querversteifung führt.
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Bei einer zweckmäßigen Ausbildung fixiert die Verriegelungseinrichtung
die Trägerscheren bei sich im wesentlichen rechtwinklig kreuzenden Scherenhebeln.
Dementsprechend sind im ausgefahrenen Betriebszustand die Scherenvierecke Rechtecke
bzw.
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Quadrate. In dieser Form, also mit sich rechtwinklig an den
Kreuzgelenkachsen
kreuzenden Doppelhebeln, besitzen die Träger eine maximale Stabilität und erfüllen
auch einwandfrei die Aufgabe, seitliche Begrenzungen des Sitzes zu bilden.
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Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, daß die Verriegelungseinrichtung
von zwei über die Strecklage hinaus bis zu einem Anschlag durchdrückbaren Kniehebelgelenken
gebildet ist, deren Kniehebel sich im oberen Viereck einer jeden Trägerschere diagonal
längs der durch die Kreuzgelenkachsen verlaufenden Längsmittellinie erstrecken und
an den beiden entsprechenden Viereckachsen angelenkt sind. Da in diesem Falle jeder
Trägerschere ein verriegelndes Kniehebelgelenk zugeordnet ist, erhöht sich die Entriegelungssicherheit
und zugleich die Steifheit der einzelnen Trägerscheren in ihrer ausgefahrenen Betriebsstellung.
Dabei verhindern die Kniehebelgelenke als Diagonalstreben ein Ausfahren der Trägerscheren
über die vorgesehene Endlage hinaus, ermöglichen aber auch ein Zurückdrücken des
Gelenks über die Strecklage hinaus, damit die Trägerscheren eingefahren werden können.
Die Anordnung der Kniehebelgelenke im oberen Scherenviereck macht sie fiir die Begleitperson
gut zugänglich und bedienbar, entzieht sie jedoch der Einwirkungsmöglichkeit des
im Fahrsitz sitzenden Kindes.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung weisen die Kniehebel gelenke
eine Drehfeder auf, welche die Trägerschere in die ausgefahrene Betriebsstellung
vorspannt. In diesem Falle wird das Ausfahren der Trägerscheren erleichtert, weil
nicht an den entgegengesetzten Enden eine Ausziehkraft bzw. eine Gegenkraft aufgebracht
werden muß. Außerdem bildet die Drehfeder eine zusätzliche Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes
Lösen der Verriegelungseinrichtung.
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Ferner ist eine Weiterbildung sinnvoll, bei der die durchgedrückte
Verriegelungsstellung der Kniehebelgelenke durch eine
Zugfeder
gesichert ist, die sich zwischen den Achsen erstreckt, an denen die beiden Kniehebel
angelenkt sind. So läßt sich eine besonders einfache Entriegelungssicherung erzielen.
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Diese Ausgestaltung läßt sich vorteilhaft so weiterbilden, daß ein
Ende der Zugfeder leicht lösbar befestigt ist und zur Fixierung der zusammengelegten
Trägerschere an der Radnabe oder Radachse einhängbar ist. Dadurch erhält die Zugfeder
auch bei zusammengelegtem Fahrsitz eine besonders sinnvolle Aufgabe. Als besonders
handlich haben sich Zugfedern in Form von Gummischlaufen erwiesen, die unter Dehnung
von einem Ende her auf die entsprechende Achse aufgeschoben werden können.
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Bei einer sehr zweckmäßigen Ausführungsform sind einander entsprechende
Gelenke der Doppelhebelkreuze der beiden Trägerscheren durch Querachse verbunden,
an denen die Sitzbespannung aufgehängt ist. Dabei bilden diese Querachsen versteifende
Querstreben und machen ergänzende Querstreben sowie auch ergänzende Maßnahmen bzw.
Bauteile zum Anbringen des Sitzes überflüssig. Welche Gelenke mit Querachsen für
die Sitzbespannung versehen werden richtet sich nach der gewünschten Größe des Sitzes,
insbesondere den Längen der Sitzfläche und der Rückenlehne, und nach der gewünschten
Anordnung des Sitzes insbesondere in Relation zu den Rädern. Die Vielzahl der vorhandenen
Trägerscherengelenke bietet in diesem Zusammenhang viele Möglichkeiten. Gegebenenfalls
kann aber auch eine entsprechende Trägerscherenhebel fest miteinander verbindende
Querstange außerhalb der Scherengelenke vorgesehen sein, um den eigentlichen Sitz
aufzuhängen.
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Bevorzugt sind die Räder von ihren Achsen abnehmbar. Es wurde bereits
darauf hingewiesen, daß dadurch der zusammengelegte Kindertransportsitz besonders
kompakt wird und daß auch die abgenommenen Räder ohne besonderen Aufwand zweckmäßig
untergebracht werden können.
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Ein Ausfilhrungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von
schematischen Zeichnungen näher erläutert.
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Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch den in der Betriebsstellung befindlichen
Kinderfahrsitz; Fig. 2 ist eine Seitenansicht des zusammengelegten Kinderfahrsitzes;
Fig. 3 zeigt den Kinderfahrsitz gemäß Fig. 1 in Draufsicht; Fig. 4 zeigt in vergrößertem
Maßstab die Verriegelungseinrichtung und Fig. 5 zeigt die Ausbildung für den Fall,
daß ein Stützradpaar vorgesehen ist.
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Der dargestellte Kinderfahrsitz weist zwei seitliche Trägerscheren
1 und 2 auf, die gemäß Fig. 1 jeweils aus vier Doppelhebelkreuzen 3 aus einem in
der Betriebsstellung gemäß Fig. 1 senkrechten Doppelhebel 4 und einem waagerechten
Doppelhebel 5 bestehen, die eine gleiche Länge aufweisen und mittig durch eine Kreuzgelenkachse
6 miteinander verbunden sind und an ihren Enden mit Verbindungsgelenkachsen 7 an
ein benachbartes Scherenkreuz 3 angeschlossen sind. An das oberste Doppelhebelkreuz
3t sind zwei Einfachhebel 8 und 9 gelenkig angeschlossen, die auf einer die Scherenträger
1 und 2 an ihrem oberen Ende verbindenden Querstange 10 gelagert sind, die einen
Schiebegriff für den Kinderfahrsitz bildet. An das unterste Doppelhebelkreuz 3'
sind ein senkrechter Einfachhebel 11 und ein waagerechter Doppelhebel 12 angelenkt,
die auf einer die beiden Trägerscheren 1 und 2 an ihrem unteren Ende verbindenden
Radachse 13 gelagert sind, die über beide Trägerscheren 1 und 2 etwas nach außen
vorspringt und in bekannter Weise zwei abnehmbare Rader 14 und 15 trägt. Die waagerechten
Doppelhebel 12 der
beiden Trägerscheren 1 und 2 gehen an ihrem
vorderen Ende in eine querverlaufende Fußstütze 16 über.
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Die Kreuzgelenkachsen 6 und Verbindungsgelenkachsen 7 sind von kurzen
Gelenkbolzen gebildet, die nicht wesentlich über die Doppelhebel 4 und 5 sowie 8
und 9 bzw. 11 und 12 seitlich vorspringen. Jedoch sind wie dargestellt die Verbindungsgelenkachsen
am vorderen und hinteren Ende des unteren Doppelhebelkreuzes 3' sowie die vordere
Verbindungsgelenk-1 achse des oberen DoppMCelreuzes 3t von durchgehenden bzw. beiden
Trägerscheren 1 und 2 gemeinsamen Querachsen 17, 18 und 19 gebildet. Diese Querachsen
17, 18 und 19 versteifen die aus den beiden Trägerscheren 1 und 2 sowie der Querstange
10, der Radachse 13 und der Fußstütze 16 gebildete Konstruktion und dienen zugleich
zum Aufhängen des eigentlichen Sitzes 20, der wie bei einem Klappstuhl von einer
faltbaren Materialbahn gleichbleibender Breite gebildet ist, die mit ihren Enden
um die Querstangen 17 bzw. 19 herumgeführt und riickseitig mit der Materialbahn
verbunden ist und entlang einer mittleren Querlinie über Federn 21 an der Querstange
18 angehängt ist, so daß die Sitzbespannung 20 in eine im wesentlichen waagerechte
Sitzfläche 22 und eine geneigte Rückenlehne 23 unterteilt ist.
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An der Querachse 18 ist eine im wesentlichen u-förmige Stütze 24 angelenkt,
die aus zwei Stützfüßen 25 besteht, die an ihren unteren Enden in einen gemäß Fig.
3 geschwungenen Verbindungsbügel 26 übergehen. Die beiden Stützfüße 25 weisen einen
solchen Abstand zueinander auf, daß sie unmittelbar innerhalb der Trägerscheren
1 und 2 bzw. ihrer Doppelhebel 4 und 5 auf der Querachse 18 gelagert sind. Die Länge
der Stützfüße 25 entspricht im wesentlichen der Länge der Doppelhebel 4 und 5, so
daß sich die gesamte Stiitze 24 aus der in Fig. 1 dargestellten
Stützstellung
in eine Stellung unterhalb der Sitzfläche 22 und zwischen den Doppelhebeln 5 der
beiden unteren Scherenkreuze 3" einschwenken läßt. Mit dem oberen Ende der beiden
Stützfiiße 25 ist jeweils ein etwas nach außen vorspringender Anschlag 27 verbunden,
der wie in Fig. 1 angedeutet mit der benachbarten Trägerschere 1 bzw. 2 zusammenwirkt
und den Ausschwenkwinkel der Stütze 24 begrenzt. Eine nicht dargestellte Rastvorrichtung
hält die eingeschwenkte Stütze 24 in im wesentlichen waagerechter Lage und verhindert
ein unerwünschtes Herabfallen der Stütze. Ebenso kann eine Sicherungsvorrichtung
wie beispielsweise eine im Ausschwenksinne wirksame Drehfeder vorgesehen sein,$um
die Stütze 24 in der Stützstellung gemäß Fig. 1 zu halten.
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In Fig. 5 ist eine abgewandelte Stütze 24' gezeigt, deren Stützfüße
25 t an ihren unteren Enden nach innen vorspringende Achsstummel 28 tragen, an denen
jeweils ein Stützrand 29 abnehmbar befestigt ist. Ein Querbügel 30 verbindet die
beiden Stützfüße 25' unmittelbar oberhalb der beiden Stützräder 29.
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Gegebenenfalls kann insbesondere bei Stützrädern29 von kleinerem Durchmesser
darauf verzichtet werden, die Stützräder abnehmbar auszuführen. In diesem Falle
wird statt der beiden Achsstummel 28 eine durchgehende Achse verwendet, wobei der
Querbügel 30 entfallen kann.
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Die beiden oberen Scherenvierecke der beiden Trägerscheren 1 und 2
sind mit einem in Fig. 4 deutlicher dargestellten Kniehebelgelenk 31 versehen, die
jeweils eine Gelenkachse 32 und zwei auf dieser gelagerte Hebel 33 und 34 umfassen,
deren äußere Enden auf der Kreuzgelenkachse 6 des oberen Doppelhebelkreuzes 3' bzw.
auf der den Schiebegriff bildenden Querstange 10 gelagert sind. Die Länge der Hebel
33 und 34 ist so bemessen, daß die Trägerscheren 1 und 2 nicht weiter als
bis
in die in Fig. 1 gezeigte Betriebsstellung ausfahrbar sind, in der sich die Doppelhebel
4 und 5 im wesentlichen rechtwinklig kreuzen. Am Hebel 34 ist ein abgewinkelter
Anschlag 35 vorgesehen, der mit dem Hebel 33 zusammenwirkt und wie angedeutet ein
begrenztes Durchdrücken der Gelenkachse 32 bis über die Verbindungslinie zwischen
den äußeren Lagerachsen der Hebel 33 und 34 ermöglicht. Dadurch wird die ausgefahrene
Betriebsstellung fixiert.
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Um die eine Verriegelungseinrichtung für die Trägerscheren 1 und 2
bildenden Kniehebelgelenke 31 in der in Fig. 1 und 4 dargestellten durchgedrückten
Anschlagstellung zu sichern, sind zwei geschlossene Gummi schlaufen 36 und 37 vorgesehen,
welche die Querstange 10 umschließen und wie in Fig. 3 dargestellt nach außen geführt
und unter Zugspannung hinter die etwas nach außen vorspringende Kreuzgelenkachse
6 des oberen Doppelhebelkreuzes 3' eingehängt werden können.
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Wie in Fig. 2 dargestellt dienen die Gummischlaufen 36 und 3.7 ebenfalls
dazu, die zusammengelegte Stellung des Kinderfahrsitzes zu fixieren, in dem die
Schlaufen unter Zugspannung hinter die Radnabe des betreffenden Rades 14 eingehängt
werden.
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Bei abgenommenen Rädern werden die Schlaufen 36 und 37 über die Enden
der Radachse 13 gezogen.
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Die Hebel, welche die Trägerscheren 1 und 2 bilden sind als Flachstäbe
dargestellt. Statt dessen kann auch Rechteckrohr oder rundes Rohr verwendet werden,
was zu erhöhter Festigkeit der Hebel und damit der gesamten Konstruktion führt.
Die Scherengelenke können in bekannter Weise unter Zwischenfügung von reibungsmindernden
Scheiben zwischen den gelenkig verbundenen Hebeln hergestellt sein.