DE2908296C2 - Mähmesser-Klingen - Google Patents
Mähmesser-KlingenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D34/00—Mowers; Mowing apparatus of harvesters
- A01D34/01—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus
- A01D34/02—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having reciprocating cutters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Mähmesser-Klingen für Messerbalken mit beweglichem Untermesser und
ortsfestem oder beweglichem Obermesser.
Durch die DE-PS 2 11 407 ist ein Schneidapparat mit
einem beweglichen Obermesser und einem feststehenden Untermesser bekanntgeworden, wobei die einzelnen
Messerklingen des Untermessers jeweils auf gesonderten Fingern befestigt sind und einen zu einer
Schutzplatte zunächst nach oben und dann zurückgebogenen Fingerlappen aufweisen, wodurch ein im
wesentlichen U-förmiger Raum für die Bewegung des Obermessers gebildet ist. Die einzelnen Finger laufen
vor den Messerklingen bzw. Schutzplatten in einer Spitze aus und sind in gegenseitigem Abstand an einem
ortsfesten sogenannten Fingerbalken befestigt.
Diese Schutzplatten bzw. Fingerlappen bilden Abstreicher, die das Umbiegen des Schnittgutes, beispielsweise
Gräser, beim Schnittvorgang und damit einen schlechten Schnitt vermeiden sollen. Die Spitzen der
ortsfesten Finger sind be· diesen bekannten Mähwerken
deshalb notwendig, weil sie das Schnittgut vor den feststehenden Schneiden des Untermessers auseinanderteilen
müssen, um Verstopfungen zu vermeiden.
Durch die DE-OS 23 33 656 ist ferner ein Doppelmesser-Mähbalken bekanntgeworden, bei dem sich die
aufeinanderliegenden Unter- und Obermesser gegeneinander bewegen. Bei einem solchen Doppelmesser-Mähbalken
ist jedoch die Anbringung von Fingerlappen als Abstreicher nicht ohne weiteres möglich, da ja die
obenerwähnten feststehenden Finger mit den Spitzen und die an diesen Fingern befestigten und somit
gleichfalls ortsfesten Messerklingen fehlen.
Es hat sich im übrigen gezeigt, daß derartige Doppelmesser-Mähbalken nur dann gut arbeiten, wenn
die Messer sehr genau aufeinanderliegen und sehr scharf gehalten werden, was jedoch in der Praxis mit
Schwierigkeiten verbunden ist Da auch das Untermesser bei diesem System scharf sein muß, ist das Schleifen
ίο außerordentlich aufwendig.
Ähnliche Verhältnisse wie bei dem vorstehend beschriebenen Doppelmesser-Mähbalken bestehen bei
einigen Sonderausführungen, bei welchen das Untermesser hin- und hergeht, jedoch die oberen feststehenden
Klingen als Träger für die Fingerlappen bzw. Abstreicher nicht verwendet werden können. Auch hier
hat man wegen des schlechten Schnittes Schwierigkeiten.
Auch bei einer weiteren bekanntgewordenen Ausführungsform eines Mähwerkes, bei der die einzelnen Klingen über einen Drehpunkt schwingen, war es nicht möglich, an den Klingen einen als Abstreicher wirkenden Lappen anzubringen.
Auch bei einer weiteren bekanntgewordenen Ausführungsform eines Mähwerkes, bei der die einzelnen Klingen über einen Drehpunkt schwingen, war es nicht möglich, an den Klingen einen als Abstreicher wirkenden Lappen anzubringen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei Messerbalken mit beweglichem Untermesser Abstreicher
für das Schnittgut so vorzusehen, daß das Umlegen des Schnittguts verhindert ist und eine ^ute Schnittleistung
erzielt wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch
JO gelöst, daß die Klingen des Untermessers am vorderen
Ende εϊηεη Abstreicher für das Schnittgut r.ufweisen,
der sich mit Abstand über den Schneidenkörper der Klingen so zurückerstreckt, daß die Klingen des
ortsfesten oder beweglichen Obermessers in dem Raum
Jj zwischen Abstreicher und Schneidenkörper Platz
finden. In überraschender Weise wird durch diese Anordnung der Abstreicher ein Umlegen des Schnittgutes,
z. B. von Gras, und ein dadurch entstehender schlechter Schnitt zuverlässig vermieden und die gleiche
ί> Wirkung wie mit den bisher üblichen ortsfesten
Fingerlappen erzielt. Die erfindungsgemäße Anordnung der Abstreicher ist sowohl bei Doppelmesserbalken mit
gegeneinander bewegtem Unter- und Obermesser möglich, als auch bei Messerbalken, die nur ein
bewegliches Untermesser sowie ein ortsfestes Obermesser aufweisen, wobei jedoch stets das untere Messer
die Abstreicher trägt.
Ein wichtiger, durch die Erfindung erzielter Vorteil besteht ferner darin, daß keine fest mit dem
Messerbalken verbundenen spitzen Mähfinger oder Fingerspitzen, die bei normalen, d. h. üblichen Schneidwerken
vor den Schneiden liegen, gegen das Schnittgut bzw. Gras geschoben werden müssen und dadurch
bisher hervorgerufene Verstopfungen vermieden wer-
>'' den.
Solche Mähfinger bzw. Fingerspitzen sind nämlich, wie schon eingangs erwähnt, bei den üblichen
Mähwerken deshalb notwendig, um das Schnittgut vor den ortsfesten Schneiden, die sich nur in Fahrtrichtung
b0 bewegen, auseinanderzuteilen. Dagegen können nun
erfindungsgemäß diese Fingerspitzen bei der neuen Form der Mähmesser-Klingen mit Abstreichern entfallen,
da sich hier das vordere Ende der Abstreicher intensiv quer zur Fahrtrichtung bewegt und dadurch
ί>5 zusätzlich die Funktion der bisher üblichen Mähfinger
oder Fingerspitzen erfüllt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. So kann der Abstreicher
aus einem vom vorderen Ende der Klingen zurückgebogenen,
frei auslaufenden Lappen bestehen, damit Grasreste u. dgl. ungehindert nach rückwärts ablaufen
können. Um dieses Ablaufen der Grasreste usw. weiter zu verbessern, wird nach Anspruch 3 der Abstand des
Lappens von den Schneiden in Richtung zum hinteren Ende zu vergrößert
Nach Anspruch 4 ist der Lappen nach dem Ende zu in der Breite verjüngt, weil dadurch der Ablauf des
geschnittenen Guts weiter entscheidend verbessert wird.
Nach Anspruch 5 ist eine Möglichkeit vorgesehen, die Klinge und den Abstreicher aus gesonderten Teilen zu
bilden, die z. B. durch Nieten, Schrauben oder Schweißen u.dgl. miteinander fest verbunden werden
können. Dadurch kann die Herstellung der erfindungsgemäßen Klingen erleichtert und verbilligt werden.
Die Merkmale des Anspruchs 6 sind deshalb von Bedeutung, weil in Anbetracht der Bewegung des
Untermessers mit der erfindungsgemäßen Klinge mit Lappen dieses Bauteil von der Vorderkante der
Schneiden nach vorne nur begrenzt auskragen darf, im höchsten Fall um die maximale Breite des Lappens,
denn bei größerer Auskrakung der Verbindungsteile zwischen Klinge und Lappen könnten Schwierigkeiten
dadurch entstehen, daß zu lange seitliche Kanten gegen das stehende Schnittgut, z. B. Gras, durch die hin- und
hergehende Bewegung des Untermessers gedrückt werden und Störungen durch zerdrücktes Gras
entstehen könnten. Zur Verbindung der Klinge mit den jo Lappen kann die Klinge nach vorn über die Schneiden
hinaus verlängert sein, desgleichen der Lappen. Eines oder beide Bauteile können gegeneinander abgekröpft
sein, und die einander berührenden Flächen können durch z. B. Nieten, Schweißen, Löten usw. miteinander
fest verbunden sein. Dabei ist, wie schon oben erwähnt, darauf zu achten, daß die zu verbindenden Teile der
Klinge und des Lappens nicht weiter über die Vorderkante der Schneiden nach vorne hinausragen als
die maximale Breite des Lappens beträgt.
Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert. Es
zeigt
Abb. 1 einen Teil eines Messerbalkens mit beweglichem
Unter- und Obermesser in der Draufsicht, wobei 4ri
das Untermesser die erfindungsgemäßen Mähmesser-Klingen aufweist,
A b b. 2 eine Schnittansicht des Messerbalkens der Abb. 1 entlang der Linie 11—11.
A b b. 3 eine Draufsicht auf eine einzelne Mähmesser-Klinge gemäß der Erfindung,
A b b. 4 eine Seitenansicht der Mähmesser-Klinge der A b b. 3 und
Abb.5 und 6 je eine Draufsicht bzw. Seitenansicht
einer Verbindungsmöglichkeit der Klinge mit dem Lappen, wobei die maximal zulässige Auskrakung der
verbindenden Teile über die Vorderkante der Schneiden angedeutet ist.
Der in den A b b. 1 und 2 teilweise gezeigte Messerbalken für ein Mähwerk weis» ein Unternehmer
10 und ein Obermesser 11 auf, die durch übliche nicht gezeigte Antriebsmittel gegeneinander oder relativ
zueinander bewegt werden. Das Obermesser 11 enthält eine Reihe von Klingen 12, die an einer Betätigungsstange
22 durch z. B. Nieten 23 befestigt sind. Das Untermesser 10 weist gleichfalls eine Reihe von Klingen
13 auf, die ähnlich den Klingen 12 durch Nieten 23' an einer Betätigungsstange 22' festgemacht sind.
Die Klingen 13 des Untermessers 10, die im gleichen Abstand wie die Klingen des Obermessers an ihrer
Betätigungsstange angeordnet sind, weisen jeweils einen von ihrem vorderen Ende zurückgebogenen, frei
auslaufenden Lappen als Abstreicher 14a für das Schnittgut auf, der sich mit einem solchen Abstand über
den Schneidenkörper 15a der Klinge 13 zurückerstreckt, daß die Klingen 12 des Obermessers 11
zwischen dem Abstreicher 14a und dem Schneidenkörper 15a der Klingen 13 des Untermessers IO Platz
finden.
Wenngleich im Ausführungsbeispiel nach den A b b. 1 bis 4 der Abstreicher 14a und der Schneidenkörper 15a
aus einem Stück bestehen, ist jedoch auch die Ausbildung dieser Teile als Einzelelemente möglich
(Abb. 5 und 6), die dann durch übliche Mittel oder Verfahren fest miteinander verbunden werden können.
Die seitlichen Ränder 16 der Abstreicher 14a verlaufen gem. den Abb. 1 und 4 verjüngt dem freien
Ende zu, während bei der in den A b b. 5 und 6 gezeigten Klinge 13' ein Abstreicher 14ö vorgesehen ist, dessen
seitliche Ränder 16' parallel in bezug aufeinander und zur Hauptachse der Klinge laufen.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Abb. 1 bis 4 erstreckt sich ein Verbindungsteil 18 dem Abstreicher
14a und der Klinge 13 über die gesamte Breite des vorderen abgestumpften Endes der Klinge 13. Mit 17
sind die beiden Schneiden der Klinge 13 bezeichnet.
Bei der Ausführungsform nach den A b b. 5 und 6 ist die Klinge 13' bei 19 nach vorne über die Schneiden 17
hinaus verlängert. Der Lappen oder Abstreicher 14£>
ist an seinem Befestigungsende 20 abgekröpft und durch einen Niet 21 mit dem Teil 19 der Klinge 13' verbunden.
Die Teile 19 und 20 dürfen nicht weiter über die Vorderkante der Schneiden 17 nach vorne ragen als die
Breite ßdes Abstreichers 14/jbeträgt.
Die dem freien Ende zu verjüngende Form des Abstreichers 14a ist am günstigsten, weil man erkannt
hat, daß dann die Kanten 16 des Abstreichers bei ihrer Bewegung in Fahrtrichtung den Abfluß des Schnittguts
am wenigsten behindern. Dies haben Versuche bestätigt.
Die Erfindung ist auch bei Materialien anwendbar, bei welchen das obere Messer feststeht. Bei einem solchen
feststehenden Messer können die Klingen auch nach vorn spitz zulaufen, um das Eindringen in das Schnittgut
zu erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Mähmesser-Klingen für Messerbalken mit beweglichem Untermesser und ortsfestem oder
beweglichem Obermesser, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klingen (13) des Untermessers (10) am vorderen Ende einen Abstreicher (14a; für
das Schnittgut aufweisen, der sich mit Abstand über den Schneidenkörper (15a; der Klingen (13) so
zurückerstreckt, daß die Klingen (12) des ortsfesten oder beweglichen Obermessers in dem Raum
zwischen Abstreicher (14a; und Schneidenkörper (15a; Platz finden.
2. Mähmesser-Klingen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreicher (14a;auseinem
vom vorderen Ende der Klingen (13) zurückgebogenen, frei auslaufenden Lappen besteht.
3. Mähmesser-Klingen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Abstand
des Lappens (14a, 146; von den Schneiden (17) in Richtung zum hinteren Ende vergrößert.
4. Mähmesser-Klingen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lappen
(14a;sich nach dem Ende zu in der Breite verjüngt.
5. Mähmesser-Klingen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (13') und der
Abstreicher (14£>; aus gesonderten Teilen bestehen,
die z. B. durch Nieten (21), Schrauben oder Schweißen u. dgl. miteinander fest verbunden sind.
6. Mähmesser-Klingen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Klinge (13') und Lappen (14b;
etwa durch Verbindungsteile nicht weiter über die Vorderkante der Schneiden (17) hinausragen als die
maximale Breitendes Lappens (146;beträgt.
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE2908296A1 DE2908296A1 (de) | 1980-09-04 |
| DE2908296C2 true DE2908296C2 (de) | 1982-06-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19792908296 Expired DE2908296C2 (de) | 1979-03-03 | 1979-03-03 | Mähmesser-Klingen |
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-
1979
- 1979-03-03 DE DE19792908296 patent/DE2908296C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2908296A1 (de) | 1980-09-04 |
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