DE2907653C2 - Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer Textilmaschine - Google Patents
Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer TextilmaschineInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufs in einer Textilmaschine nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs I.
Einrichtungen dieser Art sind seit langem bekannt. Sie
dienen in erster Linie dazu, den Bruch eines Fadens in einer Textilmaschine anzuzeigen und/oder die Maschine
bei einem Fadenbruch möglichst schnell abzuschalten.
Aus CH-PS 4 79 478 und CH-PS 5 96 078 sind derartige Einrichtungen bereits bekannt Bei diesen wire!
aus der sich auf dem bewegten Faden bildenden elektrischen Ladung über eine elektronische Auswerteschaltung ein Signal abgeleitet, dessen Ausbleiben die
Auslösung eines Schaltvorganges zum Stillsetzen der Maschine bewirkt Die elektrischen Ladungen werden
hierbei durch Influenz abgenommen, was eine geringe Meßempfindlichkeit und eine erhöhte Störanfälligkeit
zur Folge hat Die Ausbildung der Abschirmung de Fühlelementes ist konstruktiv ungünstig, was ebenfalls
die Störanfälligkeit erhöht
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung der genannten Art zu schaffen, die es gestattet, den Fadenlauf in einer Textilmaschine derart
zu überwachen, daß mit Hilfe von konstruktiv und schaltungstechnisch einfachen Mitteln, eine Störung,
insbesondere ein Fadenbruch innerhalb eines großen Geschwindigkeitsbereichs schnell und sicher angezeigt
wird, wobei die Überwachung weder durch Yerschmut- w
zung noch durch andere, z. B. elektrische, äußere Einflüsse beeinträchtigt werden darf. Wegen der großen
Anzahl der in einer Textilmaschine benötigten Fadenwächter müssen diese auch billig und in ihren
Abmessungen möglichst kompakt sein.
Die Lösung dieser Aufgabe geschieht erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs I
angegebenen Merkmale.
Der Erfindung liegen folgende Erkenntnisse und Überlegungen zugrunde:
Beim Abwickeln der Fäden von den Garnrollen in einer Textilmaschine bzw. beim Aufwickeln der Fäden
auf Rollen entsteht Reibungselektrizität Auch die über TransportroHen laufenden Fäden bewirken Ladungstrennung und laden sich gegenüber der Maschine auf.
'Diese Ladung wird von jedem der bewegtem Fäden auf ein von diesem berührtes, elektrisch leitendes Fühlelement transportiert, das mit dem Eingang eines
hochohmigen Verstärkers verbunden ist Über den
d Q _ Λ
Verstärker fließt die Ladung Q als Strom — - t?ab.
Wenn man für jede Längeneinheit des Fadens eine lTiittlere Ladung annimmt, muß der Strom und damit
auch das Ausgangssignal des Verstärkers mit der Fadengeschwindigkeit steigen. Der Verstärker liefert
somit ein in Pegel und Form von der Fadengeschwindigkeit abhängiges, für das jeweilige Fadenmaterial
typisches Meßsignal, das gleichgerichtet und geglättet wird. Nach dem Glätten wird es einem !Comparator
zugeführt und mit einer Referenzspannung verglichen. Bei z.B. durch Fadenbrach oder zu geringe Fadengeschwindigkeit bedingtem Ausbleiben oder starkem
Absinken des Meßsignals wird ein Relais ausgelöst, das die Maschine abschaltet Der das Meßsignal störende
Einfluß von nicht durch den Fadenlauf bedingten, z. B. elektromagnetischen Einstrahlungen (Störsignalen)
wird durch Abschirmung des Fühlelements und durch Filter verhindert
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
schematisch:
F i g. 1 eine Ausfuhrungsform des Fühlelements mit
seiner Abschirmung als Koaxialaufbau,
F i g. 2 eine elektronische Schaltung zur Verarbeitung
des Meßsignals,
F i g. 3 eine Weiterbildung der elektronischen Schaltung mit Darstellungen des M,.i<signals und des
geglätteten Signals.
In der F i g. 1 ist das von dem Faden 1 durchlaufene
Fühlelement mit 2, die das Fühlelement umgebende Abschirmung mit 3, die das Meßsignal verarbeitende
Elektronik mit £und das die Textilmaschine abschaltende Relais mit 12 bezeichnet
Bei der Ausführung nach F i g. 1 ist das Fühlelement 2 gabelförmig ausgebildet und koaxial von einer hohlzylindrischen Abschirmung 3 umgeben, die oben einen
Deckel 3a sowie im Bereich von Ein- bzw. Austrittsöffnungen 4 für den Faden 1 seitliche rohrförmige Ansätze
3b aufweist, die der Abschirmung des Fadens dienen und von diesem berührt werden. Innerhalb der Abschirmung
3 ist auch die Elektronik E zur Verarbeitung des von dem Fühlelement 2 aufgenommenen Meßsignals angeordnet Das Gehäuse der Elektronik und die
Abschirmung liegen auf Erdpotential.
Bei der Anordnung nach der F i g. 1 ist die Abschirmung unten offen, so daß etwaiger Fadenabrieb
abfallen kann und keine Verschmutzung eintritt
Die Abschirmungen und die Fühlelemente müssen so geschlitzt oder aufklappbar ausgebildet sein, daß der
Faden leicht in das Fühlelement eingelegt werden kann.
Vorteilhaft ist es für die sichere Funktion der Einrichtung, wenn der Faden 1 auch die Abschirmung 3
lose berührt, da hierdurch Störungen ausgeschaltet bzw. Spitzenwerte abgebaut werden, die durch nicht
ausschließlich von der Fadenbewegung bewirkte Änderungen des Reibungsstromes hervorgerufen werden.
Wie schon erwähnt, wird diese Berührung bei der
Ausführung nach F i g. 1 durch die rohrförmigen Ansätze 3b im Bereich der öffnungen 4 in der
Abschirmung 3 gewährleistet
Das in der Fig.2 dargestellte Blockschaltbild der
Elektronik E zur Verarbeitung des Meßsignals besteht aus einem Eingangsverstärker 8, dessen hochohmiger
Eingang mit dem Fühlelement 1 verbunden ist Der abgeführte Strom Q wird nach seiner Verstärkung in
einem Hochpabfilter 9 von Netzeinstrahlungen befreit, in einem weiteren Verstärker 10 gleichgerichtet und
schließlich einem Komparator 11 zugeführt, wo das verstärkte und geglättete Meßsignal mit einem vorgegebenen
Referenzsignal verglichen wird. Das Differenzsignal (Differenz zwischen Meß- und Referenzsignal)
gelangt, gegebenenfalls über eine spezielle Auswerte-EIektronik,
zu einem Relais 12, das bei Ausbleiben oder starkem Abfall des Meßsignals die Textilmaschine
abschaltet
Beim Vorhandensein sehr vieler Überwachungseinrichtungen
der beschriebenen Art in einer Textilmaschine, ist das Abgleichen der Referenzsignale in den
zugehörigen Komparatoren schwierig und zeitraubend. Es ist dann die in der F i g. 3 dargestellte Weiterbildung
der elektronischen Schaltung zweckmäßig, bei der das Referenzsignal aus dem Meßsignal selbst abgeleitet und
über ein Filter 13 mit geeigneter Charakteristik geführt wird. Im allgemeinen ist hierfür ein entsprechend
bemessener Tiefpaß ausreichend. Das so abgeleitete Referenzsignal macht neben den Schwankungen der
Versorgungsspannung auch alle anderen langsamen Spannungsschwankungen (z. B. durch Fadenbewegungen)
mit, so daß diese das Differenzsignal nicht beeinflussen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Oberwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer Textilmaschine mit einem gegen elektrische Störeinflusse abgeschirmten Fühlelement, das von dem Faden durchlaufen wird, und mit einer elektronischen Auswerteschaltung, welche aus der durch Reibung hervorgerufenen elektrischen Aufladung des Fadens ein Signal ableitet, das einem Anzeigegerät oder einem die Maschine abschaltenden Relais zugeführt wird, gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale, daßa) das mit der elektrischen Auswerteschaltung (8 is bis 11) verbundene, elektrisch leitende Fühlelement den Faden (1) unmittelbar berührt, so daß die Ladung (Q) des Fadens als Strom (Q) zu dem hochohmigen Eingangsverstärker (8) der Auswcr «schaltung gelangt,b) das Fühlelement (2) als Innenleiter eines Koaxialaufbaus ausgeführt ist, dessen auf Erdpotential liegender Außenleiter die Abschirmung (3) des Fühlelements bildet,c) der Außenleiter je eine Ein- und Austrittsöffnung (4) für den Faden (t) mit rohrförmigen Ansätzen (3b) zu dessen loser Berührung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792907653 DE2907653C2 (de) | 1979-02-27 | 1979-02-27 | Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer Textilmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792907653 DE2907653C2 (de) | 1979-02-27 | 1979-02-27 | Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer Textilmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2907653A1 DE2907653A1 (de) | 1980-08-28 |
| DE2907653C2 true DE2907653C2 (de) | 1982-10-07 |
Family
ID=6064034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792907653 Expired DE2907653C2 (de) | 1979-02-27 | 1979-02-27 | Einrichtung zum Überwachen des Fadenlaufes, insbesondere zum Feststellen eines Fadenbruchs, in einer Textilmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2907653C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3909817A1 (de) * | 1989-03-24 | 1990-09-27 | Sipra Patent Beteiligung | Einrichtung zum ein- und ausschalten wenigstens eines funktionsteils einer strickmaschine |
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| CH479478A (de) * | 1968-06-17 | 1969-10-15 | Loepfe Ag Geb | Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung der Bewegung eines Textilfadens |
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| CH596078A5 (de) * | 1976-06-22 | 1978-02-28 | Loepfe Ag Geb |
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1979
- 1979-02-27 DE DE19792907653 patent/DE2907653C2/de not_active Expired
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| DE3909817A1 (de) * | 1989-03-24 | 1990-09-27 | Sipra Patent Beteiligung | Einrichtung zum ein- und ausschalten wenigstens eines funktionsteils einer strickmaschine |
| DE3909817C2 (de) * | 1989-03-24 | 1998-05-20 | Sipra Patent Beteiligung | Einrichtung zum Ein- und Ausschalten wenigstens eines Funktionsteils einer Strickmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2907653A1 (de) | 1980-08-28 |
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