DE2905508A1 - Verfahren zur herstellung von nickelhalbzeugprodukten - Google Patents
Verfahren zur herstellung von nickelhalbzeugproduktenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Nickelbändern, -drahten u. dgl. gestreckten Forme.i
von Nickelhalbzeugprodukten hoher Reinheit, ausgehend von plattenförmigen Elektrolyt-Nickelkaihoden, bei dem
die Nickelkathodenplatten zerkleinert, zu walz- oder ziehfähigen Stangen umgeformt und nachfolgend einer
Walz- oder Ziehbehandlung einer Formgebung unter Strekkung und Querschnittsverringerung unterzogen werden.
Ein bekanntes und weithin praktiziertes Verfahren der vorstehenden Art sieht eine Zerkleinerung der Rohware
vor, die dann im Elektroofen bei Temperaturen oberhalb 1600° C erschmolzen und in Blöcke bis zu 5 t Gewicht ge
gössen wird, um danach aus den Blöcken, die zunächst
nochmals in einem Stoßofen auf ca. 1200° C erhitzt werden, in einem Walzvorgang Stangen als Ausgangsprodukt
für eine nachfolgende Walz- oder Ziehbehandlung auf einer Walzstraße zu gewinnen. Dieser aufwendige Umformvorgang
der Rohware zur Stangenform ergibt sich aus der durch die elektrolytische Gewinnung bedingten ungünstigenForm
der -Rohware; die Elektrolyt-Nickelkathoden besitzen nämlich eine durch die galvanische Gewinnung
bedingte Plattenform (von z. B. ca. 950 χ 920 χ 10 mm), die sich für eine direkte Umsetzung in langgestreckte
Formen durch Walzen oder Ziehen nicht eignet. Die zum nachfolgenden Walzen oder Ziehen gewünschte Stangen-
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form wird also herkömmlich durch ein Umschmelzen und ein Niederwalzen der aus dem Schmelzvorgang gewonnenen
Blockform erstellt. Nachteilig bei dieser bisher als unumgänglich angesehenen Verarbeitung ist nicht nur der
hohe Arbeits- und Energieaufwand, sondern insbesondere auch die Schwierigkeit, zusätzliche unvermeidliche Verunreinigungen
beim Schmelzen und Walzen durch Verzunderung möglichst gering zu halten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein kostengünstiges, unaufwendiges
Verfahren zur Herstellung von Nickelbändern, -drähten u. dgl. gestreckten Formen von Nickelhalbzeugprodukten
zu schaffen, das gleichzeitig zu einer höheren Reinheit des Halbzeugprodukts führt.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe voneinem Verfahren
der eingangs bezeichneten Art ausgehend dadurch gelöst, daß die Kathodenplatten streifenförmig zur Bildung
von Stangenabschnitten geschnitten bzw. gespalten werden, worauf die Stangenabschnxtte aneinandergereiht
und endseitig zur Stangenform miteinander verschweißt werden und dann dem nachfolgenden Walz- oder Ziehverfahren
zugeführt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in überraschen einfacher Weise eine Umsetzung der Plattenform in die
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Stangenform ineinem "kalten" Verfahren geschaffen, in
dem die Kathodenplatten bei der Zerkleinerung bereits auf die Querschnittsabmessung der herzustellenden Stangenform
gebracht und nachfolgend durch endseitiges Aneinanderschweißen in die fortlaufende Stangenform umgesetzt
werden. Hieraus ergibt sich zunächst eine Arbeits und Energieersparnis, mit der sich die herkömmlichen
Verfahrenskosten auf weniger als ein Drittel reduzieren lassen. Noch bedeutsamer sind die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens hinsichtlich der Reinheit
des Produkts. Waren nämlich nach dem herkömmlichen Verfahren Reinheitsgrade von 99,6 bis 99,8 % Wickel
ein nur mit äußerster Anstrengung erzielbarer Grenzwert, der sich aus den Beeinflussungen des Materials im
ümschmelz- und Walzvorgang im Elektroofen und auf der Walzstraße als nicht mehr mit vertretbarem Aufwand
überwindbar ergab, dann eröffnet sich nunmehr die Möglichkeit, Reinheitsgrade von wesentlich über 99,9, sogar
von mehr als 99,97 % Nickel zu erreichen. Damit sin analytische Werte wesentlich oberhalb der bisher bei
gewalzten und gezogenen Halbzeugprodukten gegebenen Grenzwerte erzielbar. Gleichzeitig gewinnt das Material
bekanntermaßen mit höherer Reinheit auch erheblich in seinen mechanischen Eigenschaften, wie sie für die
Weiterverarbeitung wesentlich und wünschenswert sind.
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Der Einsatz derartiger Halbzeuge ist breit gestreut. So finden diese Anwendung bei Schweißelektroden, bei
Elektroden für die Schutzgasschweißung, bei Anoden für
die Galvanik, bei Fernsehröhren, elektrischen Lampen, Zündkerzen, in der optischen Industrie und auch bei
Bauteilen für die Elektroindustrie. Diese Anwendungsbereiche fordern überwiegend Reinnickel in Drahtform.
Darüber hinaus werden Reinnickelbänder beispielsweise für die Herstellung von Münzronden, für chemische Apparate,
für Armaturen oder für Verpackungen und Werkzeuge angefordert. Den hohen und eher zunehmenden Anforderungen
aus diesem Anwendungsbereich kann nunmehr sehr viel weitergehend und überaus kostengünstig entsprochen
werden.
Für das Verschweißen der Stangenabschnitte erscheinen grundsätzlich verschiedene Schweißverfahren geeignet;
vorzugsweise jedoch "werden die Stangenabschnitte durch Stumpfschweißen miteinander verbunden. Ein solches Verschweißen
ist beispielsweise mit automatischen Abbrennstumpf schweißmaschinen rationell und qualitativ hochwertig
durchführbar.
Indem die Stangen zumindest im Bereich der Schweißstellen nach dem Verschweißen einer thermischen Gefügebehandlung
unterzogen werden, läßt sich erforderlichenfal!
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eine für die weitere Verarbeitung erwünschte gleichmäßige Weichheit der Stangen gewährleisten und ein
Brechen der Stangen im Schweißstellenbereich bei der nachfolgenden Bearbeitung ausschließen.
Das Schneiden oder Spalten läßt sich z. B. mit bekannten Rollen-Spaltanlagen durchführen, deren parallele
Rollenmesser die durchlaufende Platte in einem Arbeitsgang in Streifen unterteilen.
Die Elektrolytplatte kann vor dem Zerteilen in Streifen bereits einem Walzvorgang unterzogen werden, der
die Plattenstärke herabsetzt und das Spalten in Streifen erleichtert.
Drei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend erläutert:
I. Eine Elektrolyt-Nickelkathode mit den Abmessungen von 950 χ 920 χ 10 mm wird auf einer Schere oder Spaltanlage
in Streifen von 10 mm Breite zu Stangenabschnitten mit einem Querschnitt von 10x10 mm geschnitten
und einer Stumpfschweißmaschine zugeführt, die die Stan genabschnitte endseitig zusammenschweißt. Die die
Schweißmaschine verlassende Stange wird einem Ziehvorgang in einer Ziehmaschine unterzogen, die das ge-
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wünschte Halbzeugprodukt in Drahtform aus den Stangen in herkömmlicher Weise erstellt. Das Halbze ig
wird dann zu Ringen von z. B. 100 kg Gewicht aufgespult.
II. Rohware in Form von Elektrolyt-Nickelkathoden mit Abmessungen der zum Verfahren I genannten Art wird
in Streifen von 200 mm Breite auf einer Schere oder Spaltanlage geschnitten, um Stangenabschnitte mit einem
Querschnitt von 200 χ 10 mm zu erzeugen. Diese Stangenabschnitte werden einer Stumpfschweißmaschine
zugeführt, die die Stangenabschnitte durch endseitiges Aneinanderschweißen miteinander verbindet. Die erzeugte
Stange wird nachfolgend einem Walzvorgang in einer Walzeinrichtung unterzogen und zu Münzbändern ausgewalzt
die dann zu Coils von z. B. 2t Gewicht aufgespult werden.
III. Rohware in Form von Elektrolyt-Nickelkathoden in den Abmessungen 950 χ 925 χ 10 mm werden im Ganzen
ausgewalzt, um bestimmte Dickenmaße zu erzeugen. Diese Bleche bis 10 m Länge werden gespalten, wonach
die Stangenabschnitte mit einer Schweißmaschine durch endseitiges Aneinanderschweißen miteinander verbunden
werden. Diese erzeugten Stangen werden dann noch eirana gewalzt und zu Nickelblechcoils (bis zu 2 t Gewicht),
auf Haspeln aufgespult.
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Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Nickelbändern, -drähten u. dgl. gestreckten Formen von Nickelhalbzeugprodukten hoher
Reinheit, ausgehend von plattenförmigen Elektrolyt-Nickelkathoden, bei dem die Nickelkathodenplatten zerkleinert, zu
walz- oder ziehfähigen Stangen umgeformt und nachfolgend einer Walz- oder Ziehbehandlung einer Formgebung unter Streckung
und Querschnittsverringerung unterzogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenplatten streifenförmig zur Bildung
von Stangenabschnitten geschnitten bzw. gespalten werden, worauf die Stangenabschnitte aneinandergereiht und endseitig
zur Stangenform miteinander verschweißt werden und dann dem nachfolgenden Walz- oder Ziehverfahren zugeführt werden.
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ORIGINAL INSPECTED
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß die endseitige Verschweißung der Stangenabschnitte
durch Stumpfschweißen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stangen zumindest im Bereich der Schweißstellen nach dem Verschweißen einer thermischen
Gefügebehandlung unterzogen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenplatten in Streifen
von etwa 10 mm Breite gespalten und daß die nach dem Verschweißen erhaltenen Stangen entsprechender Breite
zu Drähten gezogen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenplatten zu Streifen von
100 bis 200 mm Breite gespalten und daß die nach dem Verschweißen erhaltenen Stangen entsprechender Breite
zu Bändern gewalzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da durch gekennzeichnet, daß die Kathodenplatten vor dem
Schneiden oder Spalten zu Platten verringerter Dicke ausgewalzt werden.
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Priority Applications (4)
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| DE19792905508 DE2905508C2 (de) | 1979-02-14 | 1979-02-14 | Verfahren zur Herstellung von Nickelhalbzeugprodukten |
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| DE2905508C2 DE2905508C2 (de) | 1986-06-26 |
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| GB (1) | GB2042379B (de) |
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