DE290366C - - Google Patents

Info

Publication number
DE290366C
DE290366C DENDAT290366D DE290366DA DE290366C DE 290366 C DE290366 C DE 290366C DE NDAT290366 D DENDAT290366 D DE NDAT290366D DE 290366D A DE290366D A DE 290366DA DE 290366 C DE290366 C DE 290366C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roofing felt
tar
benzene
bronze
paint
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT290366D
Other languages
English (en)
Publication of DE290366C publication Critical patent/DE290366C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00—Coated paper; Coating material
    • D21H19/02—Metal coatings
    • D21H19/06—Metal coatings applied as liquid or powder

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290366 KLASSE 8/. GRUPPE
HANS CHRISTEN in ROSTOCK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1915 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit metallischem Überzug versehener Dachpappe. Es sind allerdings schon verschiedene Vorschläge gemacht worden j solche Dachpappe zu erzeugen, ohne daß jedoch ein Ergebnis erzielt worden wäre, das den praktischen Anforderungen genügt hätte. Die Dachpappe wurde z. B. bei der Herstellung mit Füttern aus Bronze oder AIuminium eingewalzt, so daß eine äußere Schicht aus Metallflittern entstand. Diese Schicht war aber wenig widerstandsfähig, weil die Einflüsse der Atmosphäre, wie auch mechanische Einflüsse die metallische Oberschicht bald ablösten. Auch war letztere rascher Oxydation und damit dem Verderben unterworfen.
Das gleiche war der Fall, wenn man die Metallflitter in Gestalt eines Lackes aufbrachte. Solche Anstriche wiesen dieselben Nachteile wie alle anderen Dachpappenanstriche, sie dem Abtropfen ausgesetzt waren, wobei sich die Metallteile mit der sie tragenden Anstrichmasse zugleich von der Pappe lösten.
Es wurde nun gefunden, daß ein wirklich haltbares Erzeugnis entsteht, wenn man die zu behandelnde Dachpappe, als die jede beliebige Sorte von Dachpappe genommen werden kann, und zwar sowohl teerhaltige wie teerfreie Dachpappe, zunächst, ehe sie auf den Bau aufgebracht wird, und zwar zweckmäßig in der Dachpappenfabrik, mit einem Anstrich von Benzol versieht. Dieser löst die Stoffe teilweise auf, womit die Pappe getränkt ist.
Nach einiger Zeit gibt man dann Metallflitter in Gestalt sogenannter' Bronzen, in Benzol aufgeschwemmt, als zweiten Anstrich. Hierbei verbindet sich der erste, die Tränkungs- · masse teilweise enthaltende Anstrich mit dem zweiten Anstrich und mit den Metallflittern, und es entsteht ein widerstandsfähiger, dichter, durchaus glänzender Überzug. Man kann zur besonderen Befestigung dieses Überzuges die Pappe nochmals durch Walzen gehen lassen. Letzteres ist aber nicht nötig.
Die Farbe des Überzuges richtet sich nach den verwendeten Metallflittern und ist z. B. bei sogenannter Kupferbronze kupferfarbig, bei sogenannter Aluminiumbronze silberfarbig. Die Tränkungsmasse der Dachpappe hat auf die Farbe des Überzuges keinen Einfluß, während sie z. B. durch andere Anstrichmittel vielfach nach kürzerer oder längerer Zeit durchschlägt. Es sei noch bemerkt, daß unter »Bronze« im Sinne der vorliegenden Erfindung leichte Metallflitter verstanden werden, daß es also gaT nicht darauf ankommt, ob diese Bronzen auch wirklich Bronzen im metallurgischen Sinne des Wortes sind. Z. B. wird unter Aluminiumbronze hier, dem gewöhnlichen Sprachgebrauch der farbenerzeugenden Industrie entsprechend, im allgemeinen Aluminium ohne jeden Zusatz, in Flitterform gebracht, verstanden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer Dachpappe, dadurch gekennzeichnet, daß beliebige teerhaltige oder teerfreie Dachpappe zunächst mit einem Anstrich von Benzol versehen wird und dann, bevor dieser Anstrich trocken geworden ist, einen zweiten Anstrich mit in Benzol aufgeschwemmten Metallflittern (sogenannter Bronze) erhält.
DENDAT290366D Active DE290366C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE290366C true DE290366C (de)

Family

ID=545329

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT290366D Active DE290366C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE290366C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931585C (de) * 1951-09-14 1955-08-11 Kurt Berthold Verfahren zum Aufbringen einer hellen Deckschicht auf schwarz eingefaerbte Polymerisatkunstharzschichten oder auf mit schwarz eingefaerbten Polymerisatkunstharzen beschichtete bzw. impraegnierte Gewebebahnen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE931585C (de) * 1951-09-14 1955-08-11 Kurt Berthold Verfahren zum Aufbringen einer hellen Deckschicht auf schwarz eingefaerbte Polymerisatkunstharzschichten oder auf mit schwarz eingefaerbten Polymerisatkunstharzen beschichtete bzw. impraegnierte Gewebebahnen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2523001A1 (de) Verfahren zum ausbessern von lackschaeden und zusammensetzung eines farblosen lacks zum ausfuehren des verfahrens
DE1558150B1 (de) Kokillenschlichte
DE1519313A1 (de) Formen von Gegenstaenden aus Blech sowie deren Waermebehandlung
DE3331391A1 (de) Verfahren zum herstellen von metallisch wirkenden ueberzuegen auf oberflaechen aus polystyrol
DE128067C (de)
DE948904C (de) Kitt fuer die Metallrahmenverglasung
DE580116C (de) Verfahren zum Lackieren feuerverzinkter Oberflaechen
DE1621074B1 (de) Kratzfestes, silberweisses, galvanisch direkt miteiner chromschicht versehenes stahlblech
DE1621074C2 (de) Kratzfestes, silberweißes, galvanisch direkt mit einer Chromschicht versehenes Stahlblech
DE475789C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen auf Aluminium und seinen Legierungen
DE903300C (de) Verfahren zur Herstellung von gegen fluessiges Aluminium bestaendigen Werkstoffen
DE69210773T2 (de) Verfahren zum Abdichten einer in einem Chromsäurebad erzeugten Anodisierungsbeschichtung
DE626655C (de) Verfahren zur Herstellung mit Aluminium ueberzogener und oberflaechlich oxydierter Kupfer- oder Bronzedraehte fuer elektrische Zwecke
DE321314C (de) Projektionsschirm fuer kinematographische Zwecke und fuer andere Lichtbilderprojektionen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE329004C (de) Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhaertenden Deckmittels fuer die Zwecke der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei
DE3604792C2 (de)
DE418077C (de) Metallisch glaenzende Anstrichfarbe
DE139447C (de)
DE912188C (de) Verfahren zur Herstellung von dekorierten Gebrauchs-, Zier- und Schmuckgegenstaenden
DE760230C (de) Verfahren zum gleichmaessigen Aufrauhen von Aluminiumlegierungen als Vorbehandlung fuer galvanische UEberzuege aus sauren Baedern
DE407710C (de) Verfahren zur Erzeugung von Altsilbernachahmungen auf kunstgewerblichen Metallwaren aus Weissblech
DE223754C (de)
DE305712C (de)
DE187028C (de)
DE392705C (de) Verfahren zur Herstellung von Bernsteinlack