DE288341C - - Google Patents
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- DE288341C DE288341C DENDAT288341D DE288341DA DE288341C DE 288341 C DE288341 C DE 288341C DE NDAT288341 D DENDAT288341 D DE NDAT288341D DE 288341D A DE288341D A DE 288341DA DE 288341 C DE288341 C DE 288341C
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- steam
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K7/00—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 288341 KLASSE 14/*. GRUPPE \.
des Kesseldampfes.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1915 ab.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Dampf, welcher bereits gearbeitet hat, nochmals zu
verdichten und dadurch auf höhere Spannung und Temperatur zu bringen.
Der Erfindungsgegenstand besitzt einen.abwechselnd als Expansionszylinder und Kompressor
arbeitenden Hilfszylinder und verwendet denselben in neuartiger Weise dazu, Kesseldampf, welcher noch nicht gearbeitet
ίο hat, durch Kompression auf höhere Temperatur
zu bringen, durch denselben im Heizraum einer Dampfmaschine eine dauernd höhere Temperatur zu erzielen als der Arbeitsdampf
besitzt und gleichzeitig einem beliebigen Teil des Kesseldampfes eine Nachüberhitzung zu
geben, wobei im Bedarfsfall dem Hilfszylinder Dampf von unter Arbeitsleistung herabgeminderter
Spannung entnommen wird, um in an sich bekannter Weise für Heiz- und Kochzwecke oder Betrieb von Hilfsmaschinen zu
dienen.
In den Zylinder einer Heißdampfmaschine soll der Dampf bekanntlich nicht mit mehr
als etwa 275° C eintreten, weil sonst die Gefahr der ölzersetzung vorliegt. Bei einem
Zylinder mit strömender Deckelheizung durch den Zuleitungsdampf kann wohl eine Wärmeverminderung
um etwa 50° C vom Eintritt in die Maschine bis in das Zylinderinnere angenommen werden, und hat der Dampf vor
der Maschine 325° C, so wird derselbe, je nach Länge der Leitung, dem Kessel mit etwa
350 bis 400 ° C oder mehr entnommen werden müssen. Nun ist es bekannt, daß, wenn die
Überhitzungsflächen der Dampf erzeugungs- bzw. Überhitzungsanlage für eine normale Beanspruchung
der Dampfmaschine berechnet sind, dann bei plötzlicher Kraftüberlastung der Maschine
eine Überschreitung der zulässigen Überhitzung eintritt, welche nur durch umstandliehe
Vorrichtungen geregelt werden kann, welche die Anlage nicht unwesentlich verteuern
und eine beständige Beaufsichtigung erfordern. Es ist auch bekannt, welche Gefahr
für die Überhitzer selbst entsteht, wenn zeitweise der Betrieb unterbrochen werden
muß, wie es bei Lokomotiven, Schiffsmaschinen, Fördermaschinen u. dgl. der Fall ist.
Die neue Vorrichtung soll diese Übelstände durch folgende Maßnahmen vermeiden:
Man begnüge sich damit, den Dampf in der Erzeugungsanlage nur so weit zu überhitzen,
daß in der Zuleitung zur Maschine kein Niederschlag eintritt und der Dampf bei Normalarbeit mit nur wenigen (z. B. 50) Grad
Überhitzung in den Dampfzylinder einströmt und erzeuge die Wärme für die weitere Überhitzung
und die strömende Heizung durch mechanische Nachverdichtüng von aus der Zuleitung entnommenem Dampf in einem besonderen
Kompressorzylinder bzw. durch eine Seite des Dampfzylinders oder eine besondere Abstufung des Dampfkolbens der Maschine.
Man ist dann in der Lage, in den Heizräumen dauernd und gleichmäßig eine Temperatur zu
halten, welche entsprechend höher ist als die des vorbeistreichenden Arbeitsdampfes. Das
Arbeitsäquivalent für die sonst im Kessel auf-
gewendete Überhitzungswärme wird dann in I einer möglichst vollkommenen Maschine erzeugt
und der dazu nötige Dampf der entlasteten, mäßig beanspruchten, also besseren Kesselanlage entnommen. Man kann wohl
annehmen, daß ζ. Β. bei einem Lokomotivkessel, dessen Heizrohre durch Überhitzerrohre
verengt sind, der Wirkungsgrad oft nur 50 Prozent beträgt; ähnlich dürfte es sich bei überangestrengten
Lokomobil- und Schiffskesseln verhalten, während man von einem guten Dampfkessel im Mittel einen Wirkungsgrad
von 70 Prozent verlangen muß. Der Kompressorzylinder soll bei der Hubumkehr als Expansionszylinder wirken, also Kraft abgeben,
so daß nur der Unterschied zwischen der Verdichtungsarbeit und der zurückgegebenen
Kraft tatsächlich aufzuwenden ist. ! Dieser zusätzliche Kompressor dient zur i Nachüberhitzung des Kesseldampfes und zur |
Entnahme von Abdampf für Heiz- und Kochzwecke und dem Antrieb von Hilfsmaschinen. j
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 1 j und 2 dargestellt. j
In Fig. ι ist eine Einzylindermaschine, ζ. Β.
Gleichstromdampfmaschine, so gedacht, daß die linke Seite α als Dampfzylinder arbeitet,
die rechte Seite dagegen von etwa halber Größe der wirksamen Kolbenfläche als Wärme-Übertrager
C. Dampfmaschine und Übertrager arbeiten für sich einfachwirkend, ergänzen sich
jedoch in der Wirkung zu einer doppeltwirkenden Maschine.
Fig. 2 stellt die Druckverhältnisse im Zylinder C dar. Die Verdichtungslinie 1-2 wird
einer Uberhitzungsadiabate entsprechen. 2-3 ist die nach dem Heizraum B und dem Überhitzer
B' (in der Dampfzuleitung L) ausgeschobene überhitzte Dampfmenge von der
Spannung ft', 3-4 das zurücktretende Dampfvolumen, welches entsprechend der in B B'
erfolgten Abkühlung kleiner ist. Beide Strecken verhalten sich wie die absoluten Temperaturen
(bei Punkt 2 und 4). Die Punkte 2, 3 und 4 fallen in eine horizontale Linie, wenn der
Druck in B B' unveränderlich ist, was genau nur bei Anwendung eines Druckausgleichers
erreicht werden könnte, ft ist die Spannung der Dampfzuleitung L, ft" die Spannung im
Diagrammpunkt 1, welche zweckdienlich mit der Spannung der Heizleitung H gleich gewählt
wird, obwohl dazwischen im Bedarfsfall auch ein Druckminderventil eingeschaltet werden
kann. In dem Raum B B' wird immer überhitzter Dampf von hoher Spannung vorhanden
sein. Würde man nur diesen Dampf nach C zurücktreten lassen, so müßte die Expansionslinie
(bei Ausschluß von Wärmezufuhr) wieder eine Adiabate sein, z. B. die punktierte Linie 4-5" (Fig. 2). Da man hier unnötige
Abkühlung vermeiden und möglichst auf einer Linie, welche sich der Isotherme nähert, von
4 nach ι gelangen will, so wird man durch eine Verbindungsleitung (M in Fig. 1) von
L nach C unter Vermittlung eines Regelorganes IV so viel Dampf nachströmen lassen,
daß die schraffierte Fläche 1-2-4-5-6-1, welche den Arbeitsaufwand für die Dampfüberhitzung
von B B' darstellt, ein Minimum wird. Dieser zusätzliche Dampf, welcher das Gewicht des
Wärmeträgers vermehrt, wird mit verdichtet, also überhitzt, und durch ein Sicherheitsventil
S, welches hier beispielsweise in B' angeordnet ist und zugleich zur Regelung der
Spannung und somit der Temperatur im Heizraum dient, nach der Zuleitung L zurückgedrückt.
Der Wärmeträger (Dampf) von C hat die Aufgabe, den Zylindermantel B kräftig
auszuheizen, dann in B' den vorbeiströmenden Leitungsdampf zu überhitzen und außerdem
den Zusatzdampf, der durch die Leitung M tritt, zu überhitzen und dem Leitungsdampf
wieder beizumengen.
Der Zusatzdampf soll hier auch als Abdampf für Nebenzwecke (Heiz- und Kochzwecke,
für Betrieb von Hilfsmaschinen u. dgl.) dienen, und ist in Fig. 2 das zugehörige Diagramm
(i-i'-2'-3-4'-5'-6'-i) gestrichelt eingezeichnet. Von ι bis 1/ ist der Zylinder C
mit dem Heizraum für Abdampfverwertung (H in Fig. 1) verbunden und schiebt den
■ Dampf von der Spannung ft" aus. Bei 1'
■ schließt das Heizorgan I'; i'-2' sind die Verdichtung,
2'-3 der Ausschub nach B B' und
3-4' das Zurücksaugen. Nun expandiert der j Dampf bis 5' und wird durch das Regelventil
IV der Leitung M, welches direkt durch einen Druckregler bekannter Art des
Heizraumes H (nicht gezeichnet) betätigt wird, : so viel Zusatzdampf gegeben, daß die Dia-ί
grammlinie 5'-6'-I (Fig. 2) zustande kommt. Zwischen dem ausgezogenen und dem gestrichelten
Linienzug sind verschiedene Fälle j für wechselnden Abdampfverbrauch möglich.
Beachtenswert ist, daß bei dem gestrichelten Linienzug sich eine größere positive Arbeitsfläche
ergibt, welche den Arbeitszylinder a in seiner Leistung unterstützt. Der von der
Dampfzuleitung entnommene Dampf leistet demnach im höheren Druckgefälle Nutzarbeit
und wird in der wirtschaftlichsten Weise als Abdampf verwertet. Es ist klar, daß man
bei großem Bedarf von Abdampf den Zylinder C unabhängig vom Arbeitszylinder α (ζ. Β.
in Tandemanordnung an derselben Kolbenstange oder auch mit unabhängigem Antrieb)
anordnen und beliebig groß bemessen bzw. dessen Inhalt regeln kann.
In Fig. ι sind am Kolben c Hohlräume c1
und c2 und am vorderen Zylinderdeckel der Heizraum c3 eingezeichnet, welche auf Wunsch
durch. Rückschlagventile (nicht gezeichnet),
welche nur nach den Heizräumen hin öffnen, so mit dem Kompressorzylinder C verbunden
werden können, daß die höchste Spannung im Zylinder C sich dauernd in den Räumen c1,
c2 und c3 einstellt.
Es sei noch erwähnt, daß man auch einen Teil des Heizdampfes von B durch- ein besonderes
gesteuertes Organ (nicht gezeichnet) direkt nach α während der Zylinderfüllung
ίο (bzw. zu Anfang der Expansion) kann eintreten
lassen, was den Vorteil hat, daß das Einlaßventil ν geschont wird und besser dicht
hält. Läßt man dieses Organ für Zusatzdampf "bei großen Zylinderfüllungen mehr oder
weniger geschlossen, so regelt dies zugleich die Überhitzung.
Braucht man vorübergehend nur Abdampf und keine Kraft, so wird der Geschwindigkeitsregler
der Dampfmaschine a die Füllung auf Null herabsetzen, die Dampfleitung M
absperren und gleichzeitig ein Druckminderventil bekannter Art (nicht gezeichnet) öffnen,
welches den benötigten Abdampf direkt von L nach H strömen läßt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung für Zylinderheizung von Dampfmaschinen und Überhitzung des Kesseldampfes, dadurch gekennzeichnet, daß in einem abwechselnd als Kompressor und Expansionszylinder wirkenden Hilfszylinder (C) Kesseldampf noch weiter verdichtet und dadurch im Zylinderheizraum(B) einer Dampfmaschine (a) bzw. einem Überhitzer (B') der Zuleitung (L) dauernd eine höhere Temperatur erzeugt wird, als der vorbeistreichende Arbeitsdampf besitzt, und daß im Bedarfsfall dem Hilfszylinder(C) Dampf von unter Arbeitsleistung herabgeminderter Spannung entnommen wird, um in an sich bekannter Weise für Heiz- und Kochzwecke, Betrieb von Hilfsmaschinen u. dgl. zu dienen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288341C true DE288341C (de) |
Family
ID=543476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288341D Active DE288341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288341C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2645113A (en) * | 1949-08-26 | 1953-07-14 | Homer N Olsen | Key case and key therefor |
-
0
- DE DENDAT288341D patent/DE288341C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2645113A (en) * | 1949-08-26 | 1953-07-14 | Homer N Olsen | Key case and key therefor |
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