DE230239C - - Google Patents
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- DE230239C DE230239C DENDAT230239D DE230239DA DE230239C DE 230239 C DE230239 C DE 230239C DE NDAT230239 D DENDAT230239 D DE NDAT230239D DE 230239D A DE230239D A DE 230239DA DE 230239 C DE230239 C DE 230239C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B31/00—Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, other groups
- F01B31/08—Cooling of steam engines; Heating; Heat insulation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
CHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 230239 KLASSE 14gv GRUPPE
Zylinderheizung für Dampfmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1910 ab.
Von erheblicher Einwirkung auf den Druckmittelverbrauch einer Dampfmaschine ist bekanntlich
die Erhöhung der mittleren Zylindertemperatur durch Heizung. Wenn man auch bei weitgetriebener Überhitzung des Dampfes
* und gleichzeitiger Teilung der Arbeit in mehrere Druckstufen auf die Heizung ganz ver-
: ziehten kann, so spielt diese doch eine um so
■ größere Rolle, wenn man sich mit zwei oder
ίο gar mit einer Druckstufe begnügt, wie dies in
letzter Zeit behufs Vereinfachung der Maschine in Aufnahme kommt. Je höher der Anfangsdruck des Dampfes, eine desto größere Rolle
spielt die Heizung, um Niederschläge durch Kondensation an den Zylinderwandungen zu
vermeiden bzw. das Kondensat im Verlaufe der Expansion wieder zu verdampfen, da nicht
verdampftes Wasser die gebundene Wärme unausgenutzt aus dem Zylinder entführen
würde.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verbesserung des bisher üblichen Heizverfahrens
bzw. Heizeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß man den Leitungsdampf nicht direkt in den Zylinder führt und sich
auch nicht begnügt, wie es bekannt ist, denselben in den Dampfmantel treten und nach
beiden Seiten den Einlaßorganen zuströmen zu lassen, sondern den Dampf durch ein bei
jedem Kolbenhube umgestelltes Steuerorgan zwingt, unter Abgabe eines Teils seiner Wärme
erst einen möglichst großen Weg (was durch bekannte Mittel, wie strahlenförmig gegeneinander
versetzte Rippen und schraubenförmig verlaufende Rippen, im Mantel unterstützt werden kann) durch die Heizräume des Zylinders
und seine Deckel zurückzulegen, wobei sich der Dampf an den Wandungen reibt und die Temperatur derselben steigert und
dann erst abwechselnd durch die beiden Einlaßorgane in den Zylinder eintritt.
Dies soll durch eine umsteuerbare Drosselklappe, Schieber o. dgl. erzielt werden, welche
derart den Hubwechsel mitmacht, daß der Dampf, wenn das Einlaßorgan ζ. B. der vorderen
(rechten) Seite öffnet, von links her durch den hinteren Zylinderdeckel, den Zylindermantel
und den vorderen Deckel geleitet wird, bevor derselbe durch das vordere Einlaßorgan
in den Zylinder einströmt und. umgekehrt beim Kolbenrückgange.
Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, daß der Heizdampf nicht mit den Auslaßorganen
bzw. deren Gehäusewandungen in Berührung kommt, z. B. durch Ableitung des Arbeitsdampfes
durch die Kolbenstange. Diese Anordnung ermöglicht es, den Zylinderumfang und die Deckel von den Auslaßorganen, welche
große Abkühlung bewirken, freizuhalten, und gestattet die kräftige Heizung der gesamten
Zyiinderoberfläche, wodurch es gelingt, die mittlere Zylindertemperatur möglichst hoch zu
halten, während die Kolbenstange und ihre Stopfbüchsen eine gleichmäßige Kühlung erfahren.
Fig. ι zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen einstufig arbeitenden Dampfzylinder bzw. den
Hochdruckzylinder einer Verbundmaschine und Fig. 2 den Anschluß eines Niederdruckzylinders
dazu.
q ist das Umkehrorgan, durch welches der Zuleitungsdampf gezwungen wird, die gesamten
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Heizräume des Zylinders zu durchströmen, bevor derselbe durch das jeweils geöffnete Einlaßorgan
bei r oder R in den Zylinder treten kann. . Mit dem Hub wechsel des Kolbens
wechselt auch q seine Stellung, so daß der Dampf die Heizräume in der verkehrten Richtung
durchströmt, wobei die Wirkung der Heizung außerordentlich verstärkt wird, q kann
vom Kolbengestänge aus in den Endlagen umgestellt werden, oder man verwendet ein besonderes
Exzenter, Steuerdaumen o. dgl., wenn man die Phasen der Umstellung gegenüber dem Kolbenspiel versetzen will.
Fig. 2 zeigt die Anwendung des neuen Heizverfahrens bei hintereinanderliegenden Zylindern,
welche zweistufig arbeiten. Der . Arbeitsdampf tritt durch die Kolbenstange c
direkt in den Niederdruckzylinder ein und strömt bei u, U durch Schlitze aus, welche
durch Korlißschieber, Ventile oder Kolbenschieber gesteuert werden. In diesem Falle
fällt die Mantelheizung am Niederdruckzylinder weg, während der Deckel t geheizt wird.
Die Auslaßorgane u, U können aber auch in bekannter Weise an den Zylinderenden angebracht
werden, in welchem Falle der Heizung des Mantels nichts im Wege steht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Zylinderheizung für Dampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der zuströmende Frischdampf durch eine bei jedem Kolbenhube umgestellte Drosselklappe, Schieber o. dgl. (q) gezwungen wird, den gesamten Umfang des Zylinders einschließlieh der Deckel zu durchstreichen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230239C true DE230239C (de) |
Family
ID=490474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230239D Active DE230239C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE230239C (de) |
-
0
- DE DENDAT230239D patent/DE230239C/de active Active
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