DE28733C - Entklettungs-Apparat für Wölfe und Krempeln - Google Patents
Entklettungs-Apparat für Wölfe und KrempelnInfo
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- DE28733C DE28733C DENDAT28733D DE28733DC DE28733C DE 28733 C DE28733 C DE 28733C DE NDAT28733 D DENDAT28733 D DE NDAT28733D DE 28733D C DE28733D C DE 28733DC DE 28733 C DE28733 C DE 28733C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B3/00—Mechanical removal of impurities from animal fibres
- D01B3/02—De-burring machines or apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATE
Der Entklettungs - Apparat soll die Wolle bei gründlicher Reinigung, ohne die Wollhaare zu
zerreifsen oder zu entkräften, zugleich allmälig verstrecken und parallel legen.
Dieser Apparat besteht aus dem Tisch a, den Entreewalzen b b' cc', der Putzwalze c", den
Kletten walzen dg kn q mit ihren Schlägern e h
I or, den Streckwalzen/? mp, der Bürstenwalze ί
und den Schmutzblechen 1, 2, 3, 4, 5, 6; letztere drei bilden die Schmutzkästen y z. Die
Walzen b b' c c' c" dfg i k m np und q sind mit Zähnen garnirt. Die Entreewalzen b b' c c' bilden
den in unserem Zusatz-Patent No. 25922 patentirten Speiseapparat, während die Streckwalzen/2
mp unserem Patent No. 15182 entnommen sind.
Der Entklettungs - Apparat functionirt in folgender Weise:
Die Wolle wird durch den endlosen Tisch a zwischen die Entreewalzen b b' geführt; beide
Walzen sind, wie in unserem Patent No. 13897 angegeben, mit einer Zahnspirale versehen, und
zwar die eine mit einer nach rechts laufenden und die andere mit einer nach links laufenden,
zwischen welchen eine Mulde eingedreht ist. Die Walze b' hat den doppelten Durchmesser
der Walze b, beide machen die gleiche Tourenzahl und sind mit ihren Zahnspiralen so in einander
gestellt, dafs die Zähne von b sich in den Mulden von b' und die Zähne von b' sich in
den Mulden von b bewegen. Infolge dieser Anordnung hat die Walze b' die doppelte Umfangsgeschwindigkeit
der Walze b, und erfolgt durch diese gröfsere Umfangsbewegung ein Streichen der Zähne von b' in den zwischen den
Zähnen von b eingedrehten Spiralmulden; durch dieses Streichen der Walze b' werden die WoIlflöcke
der Längsrichtung nach gerade gestrichen und die Kletten, welche auf der oberen
Seite der in den Mulden der Walze b befindlichen Wolle lagern, von der Wolle abgelöst.
Die Entreewalzen c c' bewegen sich doppelt so schnell wie b b' und nehmen die Wolle von
letzteren ab; dieselben sind genau so construirt wie b b' und functioniren in analoger Weise,
so dafs die Walze c mit ihren Zähnen in den Mulden der Walze c' streicht, wodurch die
unteren Wollflöcke der Längsrichtung nach gerade gestrichen und die in der unteren Seite
der Wolle befindlichen Kletten gelöst werden. Durch die gröfsere Umfangsgeschwindigkeit der
Walzen c c' findet zwischen den beiden Walzenpaaren b b' und c c' ein Verstrecken der Wolle
statt, wodurch die Wolle ebenfalls von den Kletten gelöst wird.
Die durch das Streichen der Zähne der Entreewalzen b' und c in den Spiralmulden der
Walzen b und c' und durch das Verziehen der Wolle zwischen den beiden Walzenpaaren b b'
und c c' losgewordenen Kletten, welche sich in den Spiralmulden lagern, gelangen, weil sie von
den Zähnen der Klettenwalze d nicht erfafst werden können, mit der Wolle unversehrt und
lose aufliegend auf die Klettenwalze d, von welcher dieselben dann ohne Schwierigkeit
durch den Schläger e fortgeschlagen werden.
Von den Entreewalzen c c' nimmt die Kletten-
walze d infolge ihrer gröfseren Umfangsgeschwindigkeit die Wolle ab, und werden die
bei dieser Abnahme an der Walze c' noch hängenbleibenden Wolltheile von der Putzwalze
c" abgenommen und der Klettenwalze d zugeführt. Der Schläger e schlägt hierauf die
auf der Klettenwalze d durch die Functionen der Entreewalzen lose aufliegenden Kletten ab
und wirft sie in das Schmutzblech i. Die Walze / ist eine Streckwalze und hat dieselbe
Umfangsgeschwindigkeit wie die Walze d; die Walze g hat eine gröfsere Umfangsgeschwindigkeit
als d und nimmt deshalb die gesammte Wolle von letzterer ab. Durch die Abnahme
der gesammten Speisewolle durch die Klettenwalze g von der Klettenwalze d wird die obere
Seite der Wolle durch die Zähne der Streckwalze/ gezogen, dadurch verstreckt und parallel
gelegt und von einem grofsen Theil der noch ihr anhaftenden Kletten abgezogen, indem letztere
Widerstand an den Zähnen der Streckwalze f finden; alsdann gelangt die gesammte
Wolle vollständig gewendet auf die Klettenwalze g, so dafs diejenige Seite der Wolle,
welche auf der Walze d oben gelegen hat, jetzt auf Walze g unten liegt, und diejenige
Seite, welche auf Walze d unten lag, auf Walze ^ oben liegt. Durch dieses vollständige Wenden
der Wolle kommen die durch die Function des Speiseapparates b b' c c' gelösten Kletten, welche
auf der Klettenwalze d an der unteren Seite der Wollschicht hafteten, also von Wolle bedeckt
waren und deshalb vom Schläger e nicht erfafst werden konnten, auf die Oberfläche der
die Klettenwalze g bedeckenden Wollschicht und werden mit den durch das Durchziehen
der Wolle durch die Zähne der Streckwalze / losgewordenen Kletten gröfstentheils von dem
Schläger h herausgeschlagen und in Schmutzkasten ζ geworfen. Die Klettenwalze k hat
nun wieder eine gröfsere Umfangsgeschwindigkeit wie die Klettenwalze g und nimmt deshalb
die gesammte Wolle von letzterer ab. Bei dieser Abnahme wird die gesammte Speisewolle
wieder vollständig gewendet, so dafs die auf Walze g untere Seite der Wolle auf Walze k
die Oberfläche bildet; zugleich wird die obere Seite der auf Walze g befindlichen Wollschicht
durch die Zähne der Streckwalze i gezogen, dadurch verstreckt und parallel gelegt und von
den Kletten, welche vom Schläger h nicht erfafst worden sind, abgezogen, indem letztere an
den Zähnen der Streckwalze i Widerstand finden. Die durch die Abnahme und das Wenden der
gesammten Speisewolle von Walze g durch Walze k auf die Oberfläche gekommenen und
durch die Function der Streckwalze i losgewordenen Kletten werden vom Schläger / erfafst,
herausgeschlagen und auf das Schmutzblech 2 geworfen.
Die Klettenwalze η mit . Schläger 0 und Klettenwalze q mit Schläger r, sowie die Streckwalzen
m und p arbeiten in analoger Weise wie die Klettenwalzen d mit Schläger e, g mit
Schläger h und k mit Schläger /, sowie die Streckwalzen / und i, so dafs die gesammte
Speisewolle viermal gewendet und auf beiden Seiten dreimal bezw. zweimal entklettet und
verstreckt bis zur Bürstenwalze s gebracht wird. Die Bürstenwalze s hat gröfsere Umfangsgeschwindigkeit
wie die Klettenwalze q und streicht mit ihren Borsten in die Zahngarnitur
der letzteren, wodurch die Wolle aus den Zähnen herausgebürstet wird.
Die Gesammtwirkung des Entklettungs-Apparates ist nach dem vorstehend Beschriebenen
folgende:
1. die Gesammtspeisewolle wird vermittelst fünf Klettenwalzen ohne jedwede Zwischenwalze
zum Zweck der Entklettung viermal vollständig gewendet;
2. die Wollfiöcke werden zwischen den Entreewalzen zweimal der Längsrichtung nach
gerade gestrichen und die anhaftenden Kletten theilweise losgestrichen;
3. die Speisewolle wird einmal zwischen den beiden Entreewalzenpaaren und viermal bei den
Streckwalzen verstreckt, wodurch dieselbe parallel gelegt und von den Kletten abgezogen wird;
4. die Wolle wird fünfmal, und zwar die ursprünglich obere Seite der Wolle dreimal und
die ursprünglich untere Seite zweimal entklettet.
Die Vortheile des neuen Apparates sind folgende :
1. die Wolle wird, weil a) die Kletten von derselben losgestrichen werden, b) die Wolle
von den Kletten abgezogen wird, c) die Wolle viermal gewendet und auf beiden Seiten entklettet
wird, gründlich von Kletten, Samen und Unreinigkeiten gereinigt;
2. die Wolle wird durch das wiederholte Verstrecken und Parallellegen in ihrer ganzen
ursprünglichen Länge erhalten und weder zerrissen noch gemahlen;
3. der Verlust an Wollhaaren (Abgang) ist ein äufserst geringer, weil a) durch die Schläger
infolge ihrer Anordnung oberhalb des Mittelpunktes der zugehörigen Klettenwalze nur die
nackten Kletten und Schmutztheile ohne Beimischung von Wollflöcken ausgeworfen werden,
b) durch die Anordnung der Klettenwalzen über einander, und zwar in der Weise, dafs jede
Klettenwalze von der unmittelbar unter ihr liegenden Klettenwalze die Gesammtspeisewolle
direct ohne Anwendung einer Zwischenwalze abnimmt, die etwa bei der Abnahme sich lösenden
Wollhaare auf die vorhergehende Klettenwalze zurückfallen und von deren Zähnen
Claims (1)
- 733wieder erfafst werden; infolge dieser Anordnung fallen die Wollhaare nicht unter die Maschine zur Erde und gehen somit nicht verloren.Patent-Ansρruch:Ein Entklettungs - Apparat für Wölfe und Krempeln, bei welchem das zugeführte Wollvliefs mehrere Kletten walzen in solcher Art passirt, dafs dasselbe an jeder Uebergangsstelle ohne Mitwirkung von Zwischenwalzen vollständig gewendet wird, und bei welchem Apparat zugleich die Messerwalzen sämmtlicher Klettenwalzen oberhalb deren Achsen angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28733C true DE28733C (de) |
Family
ID=304962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28733D Active DE28733C (de) | Entklettungs-Apparat für Wölfe und Krempeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28733C (de) |
-
0
- DE DENDAT28733D patent/DE28733C/de active Active
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