DE286649C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K1/00—Details
- H01K1/02—Incandescent bodies
- H01K1/14—Incandescent bodies characterised by the shape
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, röhrenförmige Leuchtkörper in elektrischen Glühlampen
zu verwenden. Diese Glühkörper konnten jedoch zu keinem praktischen Erfolg führen,
weil die Herstellung von gleichmäßigen Röhren aus den in Betracht kommenden hochschmelzenden Metallen schwierig ist und die
nach den verschiedenen bekannten Methoden hergestellten Röhren sehr wenig bruchfest waren.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf röhrenförmige Glühkörper aus hochschmelzenden
Metallen, die so hergestellt sind, daß ein Draht zunächst zu einer »satten« Spirale, d. h.
einer solchen, deren Nachbarwindungen aneinander anschließend gewickelt bzw. zusammengedrängt
sind, gewickelt wird, und daß die entstandene satte Spirale als Glühkörper verwendet
wird, wobei die Spiralwindungen so aneinander anliegen, daß sie den elektrischen
Strom schließen. Oder es kann die satte Spirale durch Stromdurchgang oder Wärmezufuhr
von außen zu einem Rohr verschweißt werden. Dieses Verschweißen kann z. B. derart
geschehen, daß die Spirale, ζ. Β. aus Wolframdraht, unter entsprechendem Schutz gegen
Oxydation einer langsam gesteigerten Widerstandserhitzung durch den elektrischen Strom
ausgesetzt wird. Dieses Verschweißen kann in vorteilhafter Weise auch dadurch eingeleitet
werden, daß die satte Spirale zunächst den Entladungen eines Induktoriums ausgesetzt
wird.
In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, die nach dem Verschweißen verbleibenden
Stellen verjüngten Querschnittes teilweise oder ganz auf den Querschnitt der dickeren
Stellen zu bringen, so daß ein glattes oder fast glattes Rohr entsteht. Es kann dies beispielsweise
dadurch geschehen, daß ein metallisches Lot auf die Stellen des verjüngten Querschnittes aufgebracht wird und durch Verschweißung
mit dem ursprünglichen Körper verbunden wird.
Auch nach den bekannten Egalisierungsverfahren kann diese ganze oder teilweise Querschnittsausgleichung
erreicht werden, und zwar z. B. nach folgendem Vorgehen:
Der satt gewickelte Draht wird einem langsam gesteigerten Stromdurchgang bis zur erreichten
Verschweißung der Windungen unterworfen. Nun wird das entstandene röhrenförmige Gebilde der Einwirkung z. B. eines
Metallhaloiddampfes ausgesetzt. Auf den verjüngten Stellen, welche durch ihren höheren
Widerstand eine stärkere Erhitzung erfahren, scheidet sich aus den Haloiden Metall ab.
Es kann dabei die Egalisierung bis zur Erreichung eines glatten Rohres getrieben werden.
Ein anderer Weg, um die röhrenförmigen Glühkörper wechselnden Querschnittes teilweise
oder ganz auf gleichen Querschnitt mit den dickeren Stellen zu bringen, besteht darin,
daß nach Fertigstellung der satten Spirale, gegebenenfalls auch nach vorgenommener Verschweißung
ein Draht von kleinerem Querschnitt in die Zwischenräume des Spiraldrahtes eingewickelt und mit demselben wiederum
verschweißt wird. An Stelle des einen Drahtes können auch mehrere oder eine Verseilung
mehrerer dienen.
Wünscht man möglichst homogenen Draht, also einen Draht, der sowohl hinsichtlich der
Zusammensetzung seines Materials als auch hinsichtlich seines Querschnittes möglichst
gleichmäßig ist, so kann man die in oben beschriebener Weise hergestellten Glühkörper
nach einem der üblichen mechanischen Bearbeitungsverfahren, z. B. durch Walzen, Pressen
o. dgl., wenn nötig unter Anwendung von
ίο Wärme, weiter verarbeiten, bis man einen
gleichmäßigen Körper, z. B. ein nahtloses, glattes Rohr erreicht.
Die neuen Glühkörper zeigen den bisher bekannten gegenüber folgende Vorteile: Durch
das' röhrenförmige Profil besitzen sie eine innere Stützung, die den früheren Glühkörpern
fehlte. Die Verlegung der satten Spiralen kann in bequemer Weise auf die Gestelle elektrischer
Glühlampen ohne weiteres erfolgen, worauf auf den Gestellen selbst die Verschweißung
vorgenommen werden kann. Es können ferner unter Verwendung des neuen Glühkörpers
Einsatzlängen geschaffen werden, welche Bruchteile der Einsatzlänge eines Drahtes von
vollem Querschnitt bei gleicher Spannung und Kerzenstärke betragen.
Der Vorteil der Röhren von abwechselnd verjüngtem und verdicktem Querschnitt gegenüber
den Röhren, die bisher für die Verwendung in elektrischen Glühlampen vorgeschlagen
waren, ist ganz besonders der, daß bei gleicher Leuchtkörperlänge eine größere
Oberfläche zur Lichtwirkung kommt.
Beim Einbau der neuen Glühkörper in elektrische Glühlampen hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, neben der geradlinigen Anordnung auch die zu Schleifen, Wellen und Spiralen
anzuwenden, um eine möglichst große Zusammendrängung des Leuchtkörpers zu erreichen.
Die Lampen können sowohl evakuiert brennen, als auch zwecks Erhöhung der Lichtwirkung
mit einer Atmosphäre z. B. von Stickstoff oder einem anderen sich gegen den Leuchtkörper indifferent verhaltenden Gas,
Gasgemisch oder Dampf gefüllt sein. In diesem Sinne eignet sich der neue Glühkörper
ganz besonders zur Herstellung von Lampen mit niederem spezifischen Wattverbrauch, da
infolge der kleinen Einsatzlänge die Abkühlung durch Wärmeleitung und Konvektion
auf einen wesentlich geringeren Betrag heruntergesetzt wird, als dies bei den bisher bekannten
Leuchtkörpern der Fall war.
Claims (5)
1. Röhrenförmiger Glühkörper aus hochschmelzendem Metall für elektrische Glühlampen,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Spirale aus »satt« gewickeltem Draht verwendet ist, deren Windungen sich stromleitend
berühren oder miteinander' verschweißt sind.
2. Verfahren zur Herstellung der Glühkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die entstehenden verjüngten Stellen des Querschnittes durch ein metallisches
Lot teilweise oder ganz auf den verdickten Querschnitt ergänzt werden.
3. Verfahren zur Herstellung der Glühkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß unter Erhitzung des röhrenförmigen Körpers von abwechselnd verdicktem und verjüngtem Querschnitt durch
Durchgang eines elektrischen Stromes die verjüngten Stellen durch Einwirkung von
dissoziierbaren Verbindungen des gleichen oder eines anderen Metalles nach den an
sich bekannten Egalisierüngsverfahren auf den teilweisen oder gleichen Querschnitt
der verdickten Stellen gebracht werden.
4. Verfahren zur Herstellung der Glühkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die entstehenden verjüngten Stellen des Querschnittes mechanisch durch Einwickeln eines oder mehrerer weiterer
Drähte zum teilweisen oder gleichen Querschnitt der verdickten Stellen ergänzt werden.
5. Glühkörper nach Anspruch 1, sowie Glühkörper nach den Verfahren der An-Sprüche
2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach beendeter Aufbringung des ergänzenden Materials eine mechanische
Bearbeitung, z. B. durch Walzen, einsetzt, welche den röhrenförmigen Körper homogenisiert.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286649C true DE286649C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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