DE23997C - Neuerungen an Kerzen und Glühkörpern für elektrische Beleuchtungszwecke - Google Patents

Neuerungen an Kerzen und Glühkörpern für elektrische Beleuchtungszwecke

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DE23997C
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electrical lighting
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DENDAT23997D
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L. SOMZEE in Brüssel (Belgien)
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/003Electric arc lamps of a special type
    • H05B31/0033Electric arc lamps of a special type with glowrod and candle

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  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenwärtige Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von elektrischen Lichtkerzen, bei welchen der Strom nur die Polarenden der Kohle durchdringt.
Zu diesem Zwecke werden die Kohlenstäbe hohl dargestellt und von einer, einen leitenden Metallstab umgebenden Isolirmasse ausgefüllt, deren Querschnitt ein cylindrischer oder prismatischer sein kann.
Sobald eine derartige Kerze der Wirksamkeit eines elektrischen Stromes ausgesetzt wird und der Lichtbogen sich bildet, beginnt die Zerstäubung der Isolirmasse auf einer gewissen Länge und wird die obere oder äufsere Schicht glühend. Diese glühende Schicht läfst nun den elektrischen Strom leicht durch, während der zerstäubte, weniger heifse Theil, wie alle sehr zertheilten Körper, einen grofsen Widerstand bietet; der den centralen Leiter durchlaufende Strom kann daher nur an den Polarenden, wo die Isolirmasse in Flufs gerathen ist, die Kohle durchdringen.
Die Bildung solcher Kohlenkerzen wird durch die Umstände gerechtfertigt:
1. dafs es sehr schwierig, wenn nicht unmöglich ist, eine Kohle von vollkommen gleichförmigem und ununterbrochenem Gefüge herzustellen;
2. dafs es wenig sparsam und noch weniger rationell ist, den Strom durch die ganze Länge der Kohle zu treiben.
Bei der neuen Kerze ist es von keinem grofsen Belang, ob die Kohle gleichmäfsig und ununterbrochen sei oder nicht, da der Strom nicht mehr durch ihre ganze Länge zu dringen braucht. Die Kohle kann daher nicht mehr, wie bisher, einerseits als unvollkommener Leiter eine gewisse Summe Energie absorbiren, die nur zu werthlosen Wärmeausstrahlungen und anderen Umständen Veranlassung giebt, deren günstiger Einflufs sehr zu bezweifeln steht, und andererseits wegen ihrer Ungleichmäfsigkeit ein flackerndes Licht erzeugen, dessen Unerträglichkeit zu den Gründen gehört, welche der allgemeinen Einführung der elektrischen Beleuchtung bisher entgegengestanden haben.
Ferner wird bei den leitenden Kohlenstiften vermieden, dafs der Widerstand des durch die ganze Länge der Kohle geführten Stromes mit der Verbrennung derselben variirt; dieser Widerstand bleibt vielmehr constant, weil er, unabhängig vom Zustand der Kohle, nur von einem Factor abhängt, welcher unveränderlich bleibt, so lange sich die anfängliche Temperatur des Lichtbogens erhält, d. h. vom Augenblicke des Anzündens bis zum vollständigen Erlöschen der Lampe. Die Regelmäfsigkeit des Stromes und des Lichtes wird noch durch die Beständigkeit des Widerstandes zwischen den beiden Polen erhöht, während bei gewöhnlichen Kohlen jede Unterbrechung ihres Gefüges eine Widerstandsveränderung verursacht.
Die Erfindung findet sowohl auf gegenüberliegende oder neben einander stehende Kerzen zur Erzeugung des Volta'schen Lichtbogens, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, sowie auch auf unverschleifsbare Kohlen zur Erzeugung des Glühlichtes Anwendung. Zu letzterem Zwecke genügt es, den Zwischenraum der sich gegenüberliegenden Stifte durch die Fortsetzung der Kohle und der Isolirmasse auszufüllen und die um den centralen Leiter liegende Masse, weil
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nicht mehr zur Thätigkeit kommend, fortzulassen, wobei dem Leiter noch eine geeignete Form zum Tragen des- Glühkörpers gegeben werden kann, wie dies Fig. 3 zeigt. In allen diesen Figuren bedeutet A die Kohle, B die Isolirmasse, C den Leiter.
Praktisch kann der Glühkörper dadurch hergestellt werden, dafs man eine unschmelzbare Isolirmasse, nach geeigneter Gestaltung, mit einer Kohlenschicht bedeckt und ausglüht, um ihr das nöthige Schrinkmafs zu geben; die Kohlentheilchen dringen dabei in die äufsere Schicht der Isolirmasse und verschmelzen zu einem gut zusammenhängenden Ganzen. Eine Zerstäubung der Isolirmasse durch den elektrischen Strom ist infolge des erzielten Schrinkmafses nicht zu befürchten.
Die Isolirmasse kann aus reiner Thonerde bestehen, welche noch mit etwa y5oste! Pfeifenerde vermischt werden kann, oder aber aus ungefähr gleichen Theilen Thon, Kaolin, Kieselerde, vermischt mit etwas Feldspath und einem geeigneten Schmelzungsmittel. Im allgemeinen empfiehlt sich die Anwendung von kieselsaurer Thon- oder Talkerde. Nachdem die Masse die geeignete Form erhalten, wird sie gebrannt, dann mit feinem Kohlenpulver bestreut und nochmals stark erhitzt, wobei der erwähnte Zustand herbeigeführt wird.
Die Fig. 4 und 5 stellen zwei vollständige Glühlichtlampen für gröfsere und geringere Intensität dar. A ist der in Gestalt eines Hufeisens gebogene Glühkörper, dessen mittlerer Theil allein einen sehr widerstandsfähigen Querschnitt bietet und von dem inneren Leiter C mit Hülfe der Klauen D festgehalten wird. Die einfache Hufeisenform empfiehlt sich deshalb, weil sie den Lichtpunkt hinreichend concentrirt, widerstandsfähiger ist und sich leicht herstellen läfst.
Die Leiter C sind in einer Muffe E befestigt, welche von einer die äufseren Leiter C1 beendigenden Gabel F mit etwas Spielraum gehalten werden und eine geschmeidige Verbindung bilden, die eine freie Ausdehnung des bandförmigen Glühkörpers ermöglicht, ohne einen Bruch herbeizuführen, und gleichzeitig eine hinreichende Berührung mit den äufseren Leitern C1 von abgeplatteter Form gestattet, ohne deshalb die Dichtigkeit des Glockenhalses zu beeinträchtigen. Die Verbildimg des Glühkörpers wird durch das Vorhandensein der Führungsstäbchen G verhindert, welche aus einer widerstehenden Masse bestehen und in einer sehr niedrigen Temperatur verbleiben.
Der Hals der Glocke wird von einem aus Kitt oder Graphit bestehenden Stöpsel geschlossen und ermöglichen die geringen Dimensionen des einzigen durch denselben gehenden Theiles einen vollkommen hermetischen Verschlufs. Der gröfseren Sicherheit wegen können die Leitungsenden von einer Art Kapsel H umgeben werden, welche Quecksilber enthält und in welche die äufseren Drahtenden, wie in Fig. 6 gezeigt, münden.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Die Herstellung von Kohlenstiften und Glühkörpern für elektrischeBeleuchtungszwecke, deren mittlerer Theil oder Kern von einer Isolirmasse ausgefüllt ist, durch welche ein elektrischer Leiter bis an die Profilenden oder bis an den Lichtpunkt der Lampe geht, sowie die besondere, in der Zeichnung, Fig. .1 bis 6, dargestellten Anordnungen, aus welchen hervorgeht, dafs bei neben einander stehenden Kerzen der Leiter direct durch die Kohlen geführt und bei Glühkörpern der die Leiter umgebende Theil, weil nicht zur Thätigkeit gelangend, unterdrückt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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