DE286460C - - Google Patents

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DE286460C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/16Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by singly-bound oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde gefunden, daß solche Diaminophenole und ihre Derivate, deren Aminogruppen durch ungleiche Acylreste besetzt sind, ausgezeichnete fieberwidiige Eigenschaften besitzen, während die Cyanose, die bei der Darreichung von Monoaminophenolderivaten, z. B. von Phenacetin, als eine sehr unangenehme Nebenwirkung auftritt, hier nicht zu beobachten ist. Durch diese Eigenschaften bilden
ίο die genannten Diaminophenolderivate sehr wertvolle Arzneimittel. Gegenüber dem bekannten Diacetyl-2 · 4-diaminophenetol zeigen die neuen Produkte eine erhebliche gesteigerte, die Temperatur herabsetzende Wirkung.
Man kann sie zweckmäßig in der Weise darstellen, daß man in N-monoacylierte Diaminophenole oder deren Derivate, in die zweite Aminogruppe einen vom ersten verschiedenen Acylrest einführt.
Beispiel 1.
154 Teile 3-Nitro-4-aminophenol werden mit 55 Teilen Chlorameisensäureester einige Zeit stehen gelassen und darauf kurze Zeit eras wärmt, bis der Geruch des Esters verschwunden ist. Man entfernt das etwa unveränderte Nitroaminophenol durch Digestion des Rückstandes mit verdünnter Salzsäure und saugt ab. Der Rückstand, der das 3-Nitro-4-carboxyäthylaminophenol darstellt, wird aus verdünntem Alkohol umkristallisiert, aus dem man es in grünlich goldglänzenden Kristallen vom Schmelzpunkt 160° erhält, die in Alkohol leicht, in Wasser schwer löslich sind und sich leicht in Alkalien mit roter Farbe lösen.
Durch Reduktion erhält man daraus 3-Amino-4-carboxyäthylaminophenol, eine in heißem Wasser ziemlich leicht lösliche Base vom Schmelzpunkt 147 bis 148°. Diese wird mit dem gleichen Gewicht Essigsäureanhydrid unter Vermeidung zu starker Erwärmung behandelt; es kristallisiert das 3-Acetylamino-4-carboxyäthylaminophenol aus, das man durch Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol in Form farbloser Nadeln vom Schmelzpunkt 208 bis 209° erhält, die fast geschmacklos, in Alkohol leicht, in Wasser schwer, in Alkalien löslich sind und folgende Zusammensetzung haben:
OH ·
NH-COCH3
NH-COOC2H5.
Durch Erwärmen mit ätzenden Alkalien werden die Acidylgruppen abgespalten.
Beispiel 2.
194 Teile 4-Acetylamino-3-afninophenetol (3-Aminophenacetin) werden in alkoholischer Lösung einige Zeit mit 55 Teilen Chlorameisensäuremethylester erwärmt und die Lösung in Wasser gegossen. Das ausfallende 4-Acetyl-
amino-3-carboxyäthylaminophenetol der Formel :
OC2H8
!-NH-COOC2H5
NH-COCH3
wird nach dem Absaugen aus viel heißem Wasser umkristallisiert. Es bildet so farblose, schwach bitter schmeckende Nadeln vom Schmelzpunkt 115 °, die in kaltem Wasser schwer, leicht in Alkohol und Aceton löslich sind, in verdünnten Säuren lösen sie sich nicht auf.
Beispiel 3.
209 Teile Lactyl-p-phenetidid (Schmelzpunkt 118 °) werden in 400 Teilen Eisessig gelöst und durch Einwirkung von verdünnter Salpetersäure nitriert (goldgelbe Nadeln vom Schmelzpunkt 115 bis 116 °). Durch Reduktion dieses 3-Nitro-4-lactylphenetidids erhält
as man das 3-Amino-4-lactylphenetidid, das aus Wasser in farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 135 bis 136 ° kristallisiert. 50 Teile dieser Base werden mit 50 Teilen Essigsäureanhydrid versetzt. Nach vorübergehender Lösung erstarrt das Ganze zu einem dicken Kristallbrei des 3-Acetylamino-4-lactylaminophenetols; durch- Umlösen aus sehr verdünntem Alkohol erhält man es in Form langer seidenglänzender Nadeln vom Schmelzpunkt 139 °, die in heißem Wasser sowie in Alkohol und Aceton leicht löslich sind. Sie besitzen folgende Zusammensetzung :
OC2H5
-NII-COCIL
NH-CO-CH-OH
I
CH3.
Das 3 - Carboxy äthylamino- 4-lactylaminophenetol der Formel:
OC2H5
NH-COOC2H5
55 NH-CO —CHOH
CH3
schmilzt bei 108 bis 109° und bildet fein verfilzte Nädelchen, die in heißem Wasser leicht, in kaltem schwer löslich sind.
Beispiel 4.
224 Teile s-Amino^-carboxyäthylaminophenetol (Schmelzpunkt 88°, s. Köhler, Journal für prakt. Chemie 29, S. 265) werden mit 150 Teilen Essigsäureanhydrid versetzt. Nach vorübergehender Lösung kristallisiert das 3-Acetylamino-4-carboxyäthylaininophenetol aus; man saugt ab, kristallisiert aus verdünntem Alkohol um und erhält so lange, glänzende, farblose Nadeln der Zusammensetzung:
O C, Hn
-NH-COCH,
NH-COOC2H5
vom Schmelzpunkt 143 bis 144 °, die in Alkohol leicht, in heißem Wasser schwer löslich, in Säuren unlöslich sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von acylierten Diaminophenolen und ihren Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man in N-monoacidyldiaminophenole oder ihre Derivate in die zweite Aminogruppe einen von dem ersten verschiedenen Acylrest einführt.
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