DE286258C - - Google Patents

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DE286258C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B50/00Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar
    • C13B50/02Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar formed by moulding sugar

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
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  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 286258 -KLASSE 89 d. GRUPPE
Verfahren und Maschine zum Pressen von Zuckerbroten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1914 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Maschine zum Pressen von Zuckerbroten, welche eine konische Form (Zuckerhutform) aufweisen. Zur Durchführung" des Verfahrens dienen Pressen jener Art, bei welcher das in die Form eingebrachte Zuckermehl durch zwei gegeneinander bewegbare Stempel zusammengepreßt wird. Die bekannten Pressen dieser
ίο Art haben den Nachteil, daß sie Zuckerbrote liefern, die keine gleichmäßige Dichte, insbesondere im Kern des Zuckerbrotes ergeben. Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird gemäß der vorliegenden Erfindung das Preßverfahren derart durchgeführt, daß die Preßstempel abwechselnd mit absatzweise bewegtem Hub zwangläufig gegeneinander bewegt werden. Die besten Ergebnisse werden dadurch erzielt, daß nach Schließen der Formspitze und Einfüllen des Zuckermehles der Bodenstempel ein Stück in die Form eingepreßt und in seiner vorgeschobenen Stellung festgehalten wird, worauf die Pressung , durch Vorschub der Spitze in die Form und hierauf die fertige; Pressung des Brotes bei feststehendem Spitzenstempel durch einen weiteren Vorschub des Bodenstempels erfolgt. Die den .. Vorschub des Bodenstückes und der Spitze in die Form bewirkenden Organe können hierbei mit ihrer Antriebsvorrichtung durch elektromagnetische Kupplungen verbunden sein, um
. eine genau regelbare Einstellung der einzelnen Lagen der Stempel durch Anordnung der Kontakte und hierdurch stets die gleiche Pressung unabhängig vom Arbeiter zu erzielen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise zur Darstellung gebracht und zeigen Fig. ι und 2 eine Maschine zum Pressen von Zuckerbroten gemäß der Erfindung in einer Seitenansicht bzw. Vorderansicht teilweise im Schnitt. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen im Längsaufriß, und Schnitt, Grundriß und Seitenansicht den auf die Form aufsetzbaren Fülltopf, die Fig. 6, 7 und 8 gleichfalls im Längsaufriß und Schnitt, Seitenansicht und Draufsicht den unteren Teil der Form. Fig. 9 zeigt die Spitzenform des unteren Preßstempels im Längsaufriß und Schnitt, während die Fig. 10 den zur Aufnahme der aus der Form gebrachten Zuckerbrote dienenden Tisch veranschaulicht. Fig. 11 zeigt die Einrichtung der Tischführung nach Fig. 10 in Draufsicht. Die Fig. 12 und 13 zeigen im Aufriß und Grundriß eine abgeänderte Einrieb.-tung zum Einfüllen des Zuckermehles in die Form.
Der Preßvorgang bei Benutzung einer durch die Zeichnung dargestellten Maschine erfolgt in der Weise, daß in achsialer Richtung der gegeneinander bewegbaren Stempel zuerst der Boden des Brotes vorgepreßt wird, worauf eine Pressung der Spitze bis zum Ende erfolgt und dann erst der Boden zu Ende gepreßt wird. In dem Maschinengestell 1 sind am oberen Ende Führungen 2 für einen Kreuzkopf 3 vorgesehen, der den zur Bildung des Bodens bestimmten Stempel 4 trägt. Die Hin- und
Herbewegung des Kreuzkopfes 3 wird durch eine Pleuelstange 5 bewirkt, die von einer Kurbelwelle 6 aus in Umdrehung versetzt wird. Der Antrieb der Kurbelwelle 6 erfolgt durch ein Schneckenradgetriebe 7 von einer Welle 8 aus, die vermittels einer elektromagnetischen Kupplung 9 mit der vom Motor 10 aus angetriebenen Hauptantriebswelle betrieben werden kann. Ebenso wie der zur Pressung des Bodens dienende Stempel 4 ist auch der Stempel 11, der zur Pressung der Spitze dient, an einem Kreuzkopf 12 angeordnet, der vermittels einer Pleuelstange 13 und Kurbelwelle 14 in gleichartiger Weise wie für den. Bodenpreßstempel unter Zwischenschaltung einer elektromagnetischen Kupplung 15 und des Riemenantriebes 16 vom Motor 10 aus angetrieben werden kann. Die beiden Kupplungen sind als Riemenscheiben 9, 15 ausgebildet, wobei der Riementrieb über eine Spannrolle 17 geführt ist. Die Einrichtung der elektromagnetischen Kupplungen ist derart getroffen, daß meist nur eine Kupplung den Antrieb vom Elektromotor 10 oder von einer beliebigen Transmission aus auf die zugehörige Antriebswelle des betreffenden Stempels überträgt. Der Motor 10 und die beiden Magnetkörper der Kupplungen, die zugleich als Schwungräder ausgebildet sind, laufen stetig. Weiter sind in der Zeichnung nicht dargestellte Bremsen an beiden Kupplungen vorgesehen, welche, sofort in Tätigkeit treten, wenn die Kupplung ausgeschaltet wird, so daß die Antriebswellen der beiden Preßstempel sofort in Stillstand gebracht werden können. Die Ein- und Ausschaltung der Kupplungen erfolgt durch eine Reihe von Schaltern, die in zwei Schaltkästen 18,19 (Fig·1) angeordnet sind und je vier Kontakte enthalten, von welchen die oberen im Schaltkasten 18 untergebrachten Kontakte durch Betätigung des Handrades 20 und der Kette 21, die unteren im Schaltkasten 19 angeordneten Kontakte durch Betätigung des Handrades 22 und der Kette 23 von Hand aus eingeschaltet werden können. Die Einschaltung von Hand aus erfolgt nur für einen Kontakt in den Schaltkasten, während die anderen drei Kontakte in jedem Kasten von einer Nockenwelle des Schalters ein- und ausgeschaltet werden. Die Schalterwellen sind von den Antriebswellen des Schneckenradgetriebes 7 aus durch die Kupplungen 24, 25 (Fig. 1) derart verbunden, daß die Mitnahme nur in einer Drehrichtung erfolgt.
Die zum Preßvorgang erforderlichen Einrichtungen sollen im folgenden durch die Erläuterung des Preßvorganges selbst näher beschrieben werden. Die Anfangslagen der einzelnen.Einrichtungsstücke sind in Fig. 1 und 2 gezeichnet, und befinden sich hierbei der.obere Stempel 4 bzw. seine Kurbelwelle 6 in der höchsten, der untere Stempel 11 mit seiner Kurbelwelle 14 in der tiefsten Stellung, und sind hierbei beide Kupplungen 9 und 15 ausgeschaltet: Durch Bewegung des Handrades 22 wird die untere Kupplung eingeschaltet, wodurch die Kurbelwelle 14 um etwa 900 verdreht wird, in welcher Lage sie stehen bleibt. Der untere. Stempel wird hierbei vorgeschoben und schiebt auch den Spitzenpreßstempel 26 so weit vor, daß letzterer in die untere Öffnung der Form 27 eindringt und diese verschließt, so daß die Form von oben aus mit Zuckermehl gefüllt werden kann. Das Schliejßen der Form wird dem die obere Stempelantriebseinrichtung bedienenden Arbeiter durch das Aufleuchten einer Glühlampe 28 (Fig. 1) oder durch ein anderes optisches oder akustisches Signal angezeigt. Die Einschaltung dieses Signals erfolgt von dem unteren Schaltkasten 19 aus. Ist die Form gefüllt, so wird durch Betätigung des Handrades 20 die obere Kupplung eingeschaltet und erfolgt nun der Vorschub des oberen Stempels 4 zur Vorpressung des Bodens des Brotes, sodann die weitere Bewegung des unteren Stempels 11 bis in die Strecklage zur Fertigpressung der Spitze des Brotes, worauf der Bodenstempel bis in seine Strecklage zur Fertigpressung des Bodens und zur endgültigen Fertigpressung des Brotes vorgeschoben wird. Wesentlich hierbei ist, daß die beiden Stempel 4 und 11 bzw. 26 in achsialer Richtung gegeneinandergepreßt werden und die Antriebsvorrichtungen dieser Stempel eine größtmögliche Pressung und eine genau gleiche Höhe der gepreßten Brote bewirkt, nachdem die größte Annäherung der beiden gegeneinander bewegbaren Stempel durch die Kurbelkreise der Antriebskurbelwellen fest bedingt ist. Die Anwendung der elektromagnetischen Kupplungen, deren Schaltung teilweise von Hand, teilweise selbsttätig von den Kurbelwellen geschieht, ermöglicht eine sehr genau regulierbare Einstellung der einzelnen Lagen der Stempel durch Einstellung der Kontakte bzw. Nocken, wodurch die Preßarbeit vom Arbeiter unabhängig wird und stets genau gleich bleibt. Auch läßt sich durch Einschaltung von no Widerständen in den Stromkreis der Kupplungen eine Regelung der zu übertragenden Kraftmomente herbeiführen.
• Ist der Preßvorgang vollendet und das Zuckerbrot fertig gepreßt, so wird es zunächst gelüftet und dann aus der Form herausgenommen. Zwecks Lüftung des Zuckerbrotes in der Form, welche sodann zur Abgabe des fertigen Brotes verschwenkt werden kann, wird der Preßstempel 26 noch um ein weiteres Stück über die obere Strecklage des Stempels 11 in die Form 27 eingeschoben. Um dies zu
ermöglichen, ist der Kreuzkopf 12 quer zur Achsenrichtung des Stempels Ii geteilt, wobei das Stück 29, das den Preßstempel 11 trägt, auf dem unteren Teil 12 des Kreuzkopfes aufsitzt, der mit der Pleuelstange 13 verbunden ist. Zwischen beiden Teilen des Kreuzkopfes befindet sich ein Luftpuffer 30, der den Schlag des herabfallenden Oberteiles 29 lindert. Um beide Teile aneinander zu führen, sind am Teil 29 Bolzen 31 vorgesehen, welche den Teil 12 des Kreuzkopfes der Länge nach durchdringen. Beider Aufwärtsbewegung des Kreuzkopfes 12 nehmen die beiden Zapfen 32 des Oberteiles 29 durch Eintreten in die Ausnehmung des Hebels 33 diesen unter Verschwenkung um seine Achse 34 mit, wobei alle diese Einrichtungen bei Erreichung der Strecklage . der Kurbelwelle 14 in ihrer Höchstlage stehen bleiben. Bei Weiterdrehung der Kurbelwelle
ao 14 trifft der Anschlag 35, welcher auf einer Scheibe 36 vorgesehen ist, gegen eine Rolle 37 des Hebels 38, der durch den Hebel 39 unter Zwischenschaltung einer Puffereinrichtung 40 mit dem Hebel 33 in Verbindung steht. Es wird sohin durch den Anschlag 35 ein Verschwenken des Hebels 33 nach oben stattfinden können, wodurch der Oberteil 29 des Kreuzkopfes 12 und mit diesem der Stempel Ii und der Spitzenpreßstempel 26 um eihweiteres Stück angehoben werden kann, wodurch das Brot in der Form gelüftet werden kann. Der Stempel 26 ist zweiteilig, wobei der obere Teil (Fig. 9) aus einem Hohlkörper besteht, der im oberen Teil die Spitzenform trägt und im unteren Teil durch einen Deckel 41 verschließbar ist. Nach Abnahme dieses Deckels wird.das Innere des Stempels 26 zugängig und kann der Stift 42 ausgewechselt werden. Beide Stempelteile sind leicht herausnehmbar, um gereinigt werden zu können. An der Mantelfläche des Stempels 26 ist ein Ring 43 ausgearbeitet, der dazu dient, den oberen Stempelteil, sobald er in die Form vollends eingeschoben ist, in derselben festzuhalten. Der Deckel 41 hat einen größeren Durchmesser als die Eintrittsöffnung in die Form 27, damit beim Kippen der Form ein Durchfallen' vermieden wird. Zum Festhalten des Spitzenpreßstempels 26 in der Form dient die in Fig. 6 bis 8 dargestellte Einrichtung. In der Innenwand der Form 27 sind nahe der etwas konisch erweiterten Eintrittsöffnung Nasen 44 vorgesehen, die an Bolzen 45 sitzen, die mit gegenläufigem Gewinde versehen sind. Die Schraubenbolzen 45 sitzen in Muttern 46, die durch eine halbkreisförmig gebogene Feder 47 (Fig. 7) untereinander verbunden sind. Wird die Feder 47 in die in Fig. 8 vollgezeichnete Lage hinaufgedreht, so werden die Nasen 44 gegeneinander bewegt; beim Herabdrehen der Feder 47 in die in Fig. 8 punktiert gezeichnete Lage werden die Nasen 44 zurückgezogen, wodurch die Eintrittsöffnung in die Form 27 vollständig freigelegt wird. Die Feder 47 ist aus leicht nachgiebigem Material hergestellt, damit die Nasen durch den hinauffahrenden Stempel selbsttätig zur Seite gedrückt werden können, wenn aus Nachlässigkeit des Arbeiters die Feder 47 in ihrer oberen Lage belassen wurde, in welcher sie durch einen Sperrhaken 48 gesichert werden kann. Um ein bequemes Füllen der Form 27 vornehmen zu können, ist ein besonderer Fülltopf 49 (Fig. 3 bis 5) vorgesehen,-der achsial gegen die Form 27 bzw. von dieser weg bewegt werden kann, um ein genaues Aufsitzen auf der Form sowie ein Abheben von. derselben zum Zweck der ,Verschwenkung der Form zu ermöglichen. Der Fülltopf 49 besteht aus einem zylindrischen Gefäß mit trichterförmigem Rand 50 und ist in einer Führung 51 drehbar. Der ; Fülltopf 49 trägt schraubenförmige Schlitze 52, in welche in den Führungen 51 vorgesehene Schraubenbolzen 53 eingreifen, so daß beim Drehen des Fülltopfes 49 vermittels des Handgriffes 54 die achsiale Bewegung desselben erfolgt. Zum Kippen der Form 27 ist dieselbe an seitlichen Zapfen 55 befestigt und ist ein Handrad 56 vorgesehen, welches zwei um i8o°- voneinander entfernte Einschnitte 57 go und 58 (Fig. 1) trägt. In diese Einschnitte fällt ein vom Fußhebel 59 aus betätigter federnder Schnapper 60 ein, wodurch die beiden Lagen der Form genau gegeben sind. An der Zugstange 61, durch welche der Schnapper 60 mit dem Fußhebel 59 verbunden ist, ist ein Kontakt 62 vorgesehen, welcher nur in der in Fig. 2 dargestellten Lage der Form 27 den Stromkreis für die Kupplungen schließt und in allen anderen Lagen jedoch unterbrochen Ί00 läßt, so daß eine Betätigung der Preßstempel nur in der richtigen Lage der Form möglich ist.
Um beim Kippen der Form 27 die aus1 der Form zu entnehmenden Brote zu halten, ist ein Tisch 63 (Fig. 10 und. 11) am Gestell 1 vorgesehen, auf welchem,die Brote aufgestellt werden. Der Tisch 63 ist an den Führungsstangen 64 und 65 auf und ab verschiebbar und wird mittels eines Drahtseiles 66 mit einem Gegengewicht verbunden. Steht das Brot auf dem Tisch 63, so hat dieser Übergewicht und geht herunter, so daß das Brot weggeschafft werden kann. Wird das Brot vom Tisch 63 abgenommen, so erhält das Gegengewicht Übergewicht, wodurch der Tisch wieder selbsttätig angehoben wird. Damit letzteres nicht vorzeitig geschieht, wird der Tisch 63 in seiner unteren Lage durch eine fe- <: dernde Sperrvorrichtung gehalten. Diese besteht aus einer Klinke 67, welche in der untersten Lage in eine in der Führung 64 vorge-
sehene Ausnehmung 68 eingreift und erst bei Verschwingen des Führungsarmes 69 des zur Führung des Stempels 26 dienenden Zylinders 70 ausgelöst wird und das Hinauffahren des Tisches gestattet. Damit der zum Ausheben der fertigen Brote notwendige Platz geschaffen werden kann, ist der Führungszylinder 70 sowie die Führungseinrichtung des Tisches 63 um einen Bolzen 71 verschwenkbar angeordnet, welch letzterer am Gestell 1 der Maschine angeordnet ist. Die Führungsstangen 64, 65 sowie der Führungszylinder 70 sind an einem um den Bolzen 71 drehbaren Arm 72 befestigt. Es kann sohin nach Vollführung des Preßvorganges der im Führungszylinder 70 verbleibende untere Teil , des zweiteiligen Stempels 26 mit seinem Führungszylinder 70 durch Betätigung des Handgriffes 69 aus der Achse der Form 27 verschwungen werden, so daß der Tisch 63 unter die Form 27 gelangt. Ist das ausgestoßene Brot abgeführt, und soll ein neuer Preßvorgang beginnen, so wird der Führungszylinder 70 wieder unter die Form 27 gebracht. Zum Feststellen des verschwenkbaren Armes 72 in seinen verschiedenen Lagen ist ein federnder Stift 73 vorgesehen, der mittels eines am Handgriff 69 vorgesehenen Handhebels 74 entgegen der Wirkung der Feder 75 zurückgezogen werden kann und in entsprechende Ausnehmungen am Maschinengestell einschnappt.
Die in den Fig. 12 und 13 veranschaulichte
Einrichtung zum Füllen der Form 2."J besteht
- aus einem Behälter 76 mit teilweise geneigtem Boden. Der Behälter 76 ist vermittels der Lenker yj am Maschinengestell 1 aufgehängt und wird außer Gebrauch durch das Gegengewicht 78 in der in Fig. 12 punktiert gezeichneten Lage gehalten. Durch Betätigung des Hebels 79 wird der Behälter 76 unter Verschwenkung der Lenker 1J1J in die in vollen Linien gezeichnete Stellung gebracht, in welcher der vordere, horizontale Teil des Bodens des Behälters 76 sich auf die Füllöffnung der Form 27 aufsetzt. Um ein Abfüllen des in dem Behälter 76 enthaltenen Zuckermehles in die Form 27 zu ermöglichen, ist am Behälterboden eine Öffnung 80 vorgesehen, die durch einen in Führungen 81 gleitenden Schieber 82
.50 normal geschlossen gehalten wird. Der Schieber 82 trägt seitliche Arme 83, die beim Hin- und Herbewegen des Behälters an Anschläge 84 bzw. 85 treffen, durch welche, die Verstellung des Schiebers 82 in die geöffnete bzw. geschlossene Lage erfolgt.

Claims (12)

  1. Patent-An Sprüche:
  2. i. Verfahren zum Pressen von'Zuckerbroten durch gegeneinander bewegbare Preßstempel, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel abwechselnd mit absatzweise bewegtem Hub zwangläufig gegeneinander bewegt werden.
    ■ 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Schließen der Formspitze und Einfüllen des Zuckermehles der Bodenstempel ein Stück in die Form eingepreßt und in seiner vorgeschobenen Stellung festgehalten wird,, worauf eine Weiterpressung durch Vorschub der Spitze in die Form und hierauf die Fertigpressung des Brotes bei feststehendem Spitzenstempel durch einen weiteren Vorschub des Bodenstempels erfolgt.
  3. 3. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bzw. 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Vorschub des Bodenstempels und des Spitzenstempels in die Form bewirkenden Organe mit der Antriebsvorrichtung durch elektromagnetische Kupplungen zwangläufig verbunden sind, um eine genau regelbare Einstellung der einzelnen Zwischen- und Endlagen der Stempel durch Anordnung der Kontakte und hierdurch stets die gleiche Pressung unabhängig vom Arbeiter zu erzielen.
  4. 4. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten, insbesondere nach Anspruch 1 go bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel für den Boden und für die Spitze an je einem von je einer Kurbelwelle aus hin und her bewegten Kreuzkopf sitzen, welche Kurbelwellen von je einer besonderen Antriebswelle aus in Umdrehung versetzt werden, die durch eine elektromagnetische Kupplung mit einer, sich ständig drehenden Welle gekuppelt bzw. entkuppelt werden kann. ■
  5. 5. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreuzkopf des Preßstempels für die Spitze zweiteilig ausgebildet ist, um nach erfolgter Pressung durch Vorschieben des Preßstempels für die Spitze über seine Strecklage das fertig gepreßte Zuckerbrot in der Form lüften zu können.
  6. 6. Maschine zum Pressen von Zucker- 110. broten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem unteren Teil des Kreuzkopfes geführte abhebbare obere Teil seitliche Zapfen trägt, die in das gegabelte vordere Ende eines verschwenkbaren Hebels eintreten, wenn der Kreuzkopf in die Strecklage des Preßstempels für die Spitze bewegt wird, wonach durch ein von der Kurbelwelle vermittels einer Unrundscheibe 0. dgl. angetriebenes Hebelsystem der mit dem oberen Teil des Kreuzkopfes gekuppelte Hebel verschwun-
  7. gen wird und den Preßstempel über seine Strecklage hinaus in die Form schiebt.
    . 7. Maschine zum Pressen Von Zuckerbroten nach Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstempel für die Spitzenpressung mehrteilig ist, wobei der die Spitzenform tragende oberste Stempelteil bei Erreichung seiner größten Einschublänge in die Form durch an derselben vorgesehene federnde Klauen festgehalten wird, die hinter einen an der Mantelfläche des Stempelteiles angeordneten Ring greifen, um beim Rückgang des Preßstempels die Form geschlossen zu halten.
  8. 8. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Einfüllöffnung in die Form ein am oberen Rand vorzugsweise konisch erweiterter Fülltopf vorgesehen ist, der ächsial verstellbar mit seinem unteren Rand auf den oberen Rand der Brotform aufgesetzt bzw. von dieser gelüftet werden kann, um ein leichtes Füllen und nach dem Füllen eine freie Verschwenkbarkeit der Brotform zu. ermöglichen.
  9. 9. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Ansprüchen 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Brotform vermittels seitlicher Zapfen im Gestell verschwenkbar ist und zu diesem Zweck ein Handrad trägt, das entsprechend den beiden um i8o° verschiedenen Arbeitslagen der Brotform eine selbsttätige Sperrung am Maschinengestell erhält, wobei eine Kontaktvorrichtung vorgesehen ist, welche den Stromkreis der elektromagnetischen Kupplungen nur dann geschlossen hält, wenn die Brotform in der zur Füllung und Pressung dienenden Stellung festgehalten ist.
  10. 10. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Ansprüchen 2 bis 9, gekennzeichnet durch einen am Maschinengestell verschwenkbaren, durch ein Gewicht in seiner oberen Lage gehaltenen Tisch, der unter die Brotform gebracht, nach Verschwenken derselben das fertige Brot aufnimmt und durch dieses belastet selbsttätig abwärts bewegt wird, um das Brot abzuführen, und nach Abnehmen des Brotes durch das Übergewicht des Belastungsgewichtes wieder in seine Höchstlage zurückgeführt werden kann.
  11. 11. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der obere- Stempelteil des Preßstempels für die Spitze in einem Führungszylindef gleitend angeordnet ist, der nach Fertigpressung des Brotes von Hand aus zur Seite verschwenkt werden kann, so daß der mit dem Führungszylinder verbundene Tisch zur Abführung des fertigen Zuckerbrotes unter die Brotform gebracht werden kann, wobei vorzugsweise federnde Feststellvorrichtungen vorgesehen sind, um die zentrale Lage der einzelnen Arbeitsteile der Maschine gegeneinander zu' sichern.
  12. 12. Maschine zum Pressen von Zuckerbroten nach Ansprüchen 2 bis 11, gekennzeichnet durch einen am Maschinengestell vermittels Lenker verschwenkbaren Behälter, der beim Aufsetzen auf die Einfüllöffnung der Form eine vermittels eines Schiebers verschließbare Öffnung im Boden freigibt, um das in dem Behälter enthaltene Zuckermehl in die Form abzufüllen. 1
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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