DE286153C - - Google Patents

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DE286153C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Instructional Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Instrument soll zunächst zum Abgreifen von Entfernungen auf photographischen, nach Scheimpflugs Verfahren transformierten Geländeaufnahmen dienen, von denen Aufnahmehöhe und Aufnahmewinkel bekannt ist. Bei solchen Aufnahmen kommen wegen der verschiedenen Aufnahmehöhe und des verschiedenen Aufnahmewinkels die allerverschiedensten Maßstäbe in Betracht, .die sich
ίο in den allermeisten Fällen nicht durch einen echten Bruch mit glatten Zahlen — anders wie bei den gezeichneten Landkarten — ausdrükken lassen. Diese ungeheure Vielzahl der Maßstäbe schließt es aus, daß man die Zirkel-Öffnung etwa mit Hilfe einer einfachen Skala mit im voraus ausgerechneter Teilung einstellen könnte. Bei dem vorliegenden Instrument ist es aber dem Benutzer möglich, die einer gewissen Längeneinheit (z. B. 100 Meter) entsprechende Zirkelöffnung auf Grund der bekannten Daten (Aufnahmehöhe und Aufnahmewinkel) durch wenige einfache Verrichtungen an einfachen klaren Skalen leicht und schnell einzustellen.
Dies wurde dadurch ermöglicht, daß die Zirkelschenkel in Führungen, welche vermöge eines Gradbogens gegeneinander einstellbar sind, radial verschiebbar gemacht und mit einer Sinusteilung versehen wurden. Die Einteilung der Bogenskala, welche nach Winkelgraden bezeichnet ist, aber den Winkelwerten nach nicht mit der gewöhnlichen Kreisteilung übereinzustimmen braucht, hängt ab von der Beschaffenheit des Transformationsapparates, die aber (insbesondere für die hier in Betracht kommenden militärischen Zwecke) als feststehend und gleichbleibend angesehen werden kann. An diesem Gradbogen wird zunächst die Winkelstellung der Schenkelführungen auf Grund des Aufnahmewinkels eingestellt. Die Teilungen auf den Zirkelschenkeln entsprechen Sinusfunktionen des der Konstruktion des Instrumentes zugrunde gelegten Transformationsapparates und drücken die Aufnahmehöhe aus. Man hat also nur an dem Gradbogen den Aufnahmewinkel und an den Teilungen der Zirkelschenkel die Aufnahmehöhe einzustellen, um denjenigen Abstand der Zirkelspitzen zu erhalten, welcher auf dem transformierten Geländebild der der Schenkelteilung zugrunde liegenden Maßeinheit entspricht.
Soll das Instrument zum Abgreifen von Maßen auf gezeichneten Karten dienen, so gelten die mathematischen Grundlagen des bisher beschriebenen Instrumentes natürlich nicht. Wohl aber läßt sich das Instrument ohne weiteres auch hierfür benutzen, wenn die verhältnismäßig wenigen Einstellungen nach bestimmten Maßstäben durch besondere Skalen — zweckmäßig auf der Rückseite des Instrumentes — vorgeschrieben werden.
Fig. ι zeigt das Instrument in der Draufsicht ; Fig. 2 gibt einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1, und Fig. 3 eine Teilansicht der Zirkelspitzen in Richtung des Pfeiles III gesehen.
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Das Bogenstück α enthält eine feste Radialführung b für den Zirkelschenkel c, in welcher dieser durch die Klemmschraube d feststellbar ist. Eine zweite Radialführung e mit Klemmschraube f für den Zirkelschenkel g wird von dem Schieber h gebildet, welcher auf dem Bogenstück α konzentrisch beweglich und durch Klemmschraube» feststellbar ist.
Die Zirkelspitzen k und I sind so gestellt,
ίο daß ihre Endpunkte in die verlängerten äußeren Kanten der Schenkel c und g fallen, welche mit Bezug auf die Krümmung des Bogenstückes genau radial liegen. Wenn sich die Endpunkte der Zirkelspitzen im Mittelpunkt des Kreises, nach welchem das Bogenstück a gestaltet ist, berühren, so schließen sie mathematisch gesprochen den Abstand Null ein, welcher bei der vorgestellten Aufnahmehöhe Unendlich der Maßeinheit entspricht. Damit ist also der Nullpunkt für die die Aufnahmehöhen ausdrückenden sinoidalen Skalen auf den Zirkelschenkeln gegeben. Die Skalen gelten natürlich nur für eine gewisse auf dem Bild abzugreifende Maßeinheit, z. B. 100 Meter, doch läßt sich auf den Zirkelschenkeln natürlieh noch je eine zweite Skala für eine andere Maßeinheit anbringen.
Wenn bisher an horizontal transformierte Geländeaufnahmen gedacht wurde, wie sie insbesondere für Zwecke des Heeres und der Landesaufnahme in Betracht kommen, so kann das Instrument natürlich auch für vertikal, transformierte Aufnahmen, die als Architekturaufnahmen und Aufnahmen für geographische und geologische Zwecke eine Rolle spielen können, benutzt werden; aus dem Faktor Aufnahmehöhe wird hier natürlich der Faktor Entfernung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zirkel zum Abgreifen von Entfernungen auf transformierten Geländeaufnahmen (und Karten), dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkelschenkel in Geradführungen, welche vermöge eines Gradbogens gegeneinander einstellbar sind, radial verschiebbar und nach die Aufnahmehöhe ausdrückenden Sinusteilungen einstellbar sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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