DE28521C - Selbsttätiger pneumatischer Wärme-Regulator - Google Patents

Selbsttätiger pneumatischer Wärme-Regulator

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DE28521C
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Germany
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air
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air chamber
automatic pneumatic
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DENDAT28521D
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English (en)
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A. BECHEM, in Firma BECHEM & POST in Hagen i. W
Publication of DE28521C publication Critical patent/DE28521C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/01Control of temperature without auxiliary power
    • G05D23/12Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1884 ab.
Der ehemals unter No. 18077 patentirte selbsttätige Temperatur-Regulator erwies sich als unpraktisch und unzuverlässig, da derselbe
ι. in seiner Wirkung durch Schwankungen in dem äufseren Luftdruck so erheblich beeinflufst wurde, dafs zeitweise die Function des Regulators nicht nur Störungen unterworfen war, sondern derselbe sogar öfters den seinem Zweck entgegengesetzten Effect lieferte;
2. weil der Apparat zu voluminös wurde.
Der in beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat hat nun den Zweck, einen Temperatur-Regulator zu schaffen, welcher von den oben genannten Fehlern frei ist und unter allen Umständen zuverlässig arbeitet.
Seine Construction ist folgende:
Auf dem Untersatz A stehen zwei gleich grofse Cylinder B und C aus Glas; dieselben sind umschlossen von einer Metallhülse, welche, nach oben verlängert, den StänderD mit der Schneide« bildet. Auf dieser Schneide ruht der gleicharmige Hebel E, welcher, sich an seinen Enden in bcde gabelnd, behufs Gradführung mit Kreissegmenten ausgerüstet ist. ArI den Gradführungen bcde hängen frei beweglich an Metallketten die Glascylinder F und G, welche genau denselben Querschnitt und dieselbe Höhe der Cylinder B und C besitzen.
In die festen Cylinder B und C ist nun je ein U-förmiges Heberrohr H und J mit den Lufthähnchen / und g eingeschmolzen, deren freie Schenkel in die beiden beweglichen Glascylinder F und G eintauchen. Sämmtliche vier gleich grofsen Cylinder sind auf etwa Y3 ihrer Höhe mit Quecksilber angefüllt. An dem Boden des beweglichen Cylinders hängt der durch Rollenführung einen Wärmezuführungskanal L verschliefsende Deckel K.
Zwei gleich grofse Windkessel Mund JV stehen durch zwei dünne Röhrchen η und /, welch letztere je ein Lufthähnchen 0 und q tragen, mit den hermetisch verschlossenen Glascylinderni? und C in offener pneumatischer Verbindung. Der Windkessel M ist in demselben Raum, in den der Wärmezuführungskanal L führt, aufgestellt, während der andere Windkessel N ι m tief im Erdreich placirt wird, woselbst er noch von einem ihn umgebenden durchlöcherten, etwas weiteren Thoncylinder gegen den äufseren Druck der Erdmassen geschützt wird. Aufserdem überdeckt die vier Glascylinder eine gemeinsame Glasglocke O.
Die Wirkung des Apparates ist nun folgende: Nachdem zunächst durch die Lufthähnchen/ und g die Heberrohre ITxmaJ einmal angesaugt, dadurch mit Quecksilber gefüllt und ebenso die Hähnchen 0 und q geschlossen sind, findet in den im Gleichgewicht befindlichen Quecksilbermassen keinerlei Bewegung statt, so lange in den Windkesseln M und N derselbe Druck herrscht. In dem Moment aber, wo durch Erwärmung sich die Luft in M ausdehnt, tritt, entsprechend dem vermehrten Luftvolumen, Quecksilber durch H von B nach F hinüber. Infolge dessen senkt sich der schwerer werdende Cylinder F und mit ihm der an demselben hängende Deckel K. Die Wärmezufuhr wird hierdurch verringert und die Temperatur des Windkessels nimmt ab. Hierdurch zieht sich die Luft in demselben zusammen und holt eine entsprechende Menge Quecksilber aus F nach B zurück, welches Spiel sich je nach dem Tem-
peraturwechsel wiederholt, bis es sich bei gleichmäfsiger Temperatur auf einen bestimmten Punkt einstellt. Der Kessel N ist gegen Temperatureinflüsse geschützt, da in der Tiefe von ι m die Temperatur in der Erde fast genau dieselbe bleibt.
Der Luftdruck wirkt in seinen Aenderungen auf beide frei beweglichen Cylinder F und G in der Weise gleichmäfsig ein, dafs er bei Stärkerwerden Quecksilber aus den offenen Gefäfsen F und G in die festen hineindrückt, wohingegen bei Schwächerwerden die Luft in den Windkesseln expandirend das Quecksilber wieder in die frei hängenden Glascylinder treibt. Da nun sowohl die Form als auch die Gröfse der Windkessel genau gleich grofs bemessen ist, so sind sich die durch den Luftdruck hervorgerufenen Wirkungen gleich und heben sich an entgegengesetzten, aber gleich langen Hebelarmen wirkend auf; nur die resultirende Kraft des durch die Temperaturschwankung hervorgerufenen Einflusses des Windkessels M kommt zur Geltung. Die Sensibilität des Apparates und dessen Kraftäufserung hängen von der Gröfse der Windkessel und der zur Verwendung kommenden Quecksilbermenge ab. Das Einstellen bezw. Ausbalanciren kann durch entsprechendes Oeffnen des einen oder des anderen der Lufthähnchen ο und q geschehen. Die Glasglocke O dient zum Schutz gegen Staubablagerung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung eines in der Erde gelagerten, gegen den Temperatureinflufs der äufseren Luft geschützten Windkessels N und eines im Heizraum angebrachten Windkessels M, wodurch die in Folge der Aenderung der Wärme des Heizraumes entstehenden Unterschiede des in M und N vorhandenen Luftdruckes mittelst der Leitungsröhre η bezw. p auf das in dem festen Cylinder B bezw. C befindliche Quecksilber übertragen werden, welches durch das Heberrohr H bezw. J in den am Waagebalken E hängenden Cylinder F bezw. G gedrückt wird und durch Hebung bezw. Senkung des Cylinders F eine Vermehrung bezw. Verminderung der Wärmezufuhr bewirkt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT28521D Selbsttätiger pneumatischer Wärme-Regulator Active DE28521C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4625590A (en) * 1980-05-10 1986-12-02 Robert Bosch Gmbh Control apparatus for an automatic transmission

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